Das HLRS hat die Architektur seines kommenden Supercomputers „Herder“ bekannt gegeben, die gemeinsam mit den Technologiepartnern Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Advanced Micro Devices (AMD) entwickelt wird. Das neue System soll erheblich leistungsstärker werden als das bisherige und eine optimierte Konfiguration für modernste Rechenanwendungen bieten. Hiermit soll der deutschen und europäischen Forschung sowie der Industrie ein neues leistungsstarkes Werkzeug für wissenschaftliche Erkenntnisse und industrielle Innovationen zur Verfügung stehen.
Leistungsstark, effizient und nachhaltig
„͵Herderʹ ist ein entscheidender Baustein für eine Supercomputing-Infrastruktur am Standort Stuttgart, die leistungsstark, hocheffizient und zugleich ressourcenschonend ist. Hiervon profitieren nicht nur unsere Spitzenforschenden, sondern auch das gesamte Innovationsökosystem unserer Hochschule“, erklärte Anna Steiger, Kanzlerin der Universität Stuttgart, im Rahmen der Unterzeichnung des Vertrags zur Konfiguration des Rechners und zur Kooperation mit HPE und AMD.
„Herder“ soll mehr als siebenmal so schnell werden wie das derzeitige System „Hunter“ und nach seiner Inbetriebnahme zu den weltweit fortschrittlichsten Höchstleistungsrechnern gehören. Er soll für Forschungszwecke in einer Vielzahl von Disziplinen zum Einsatz kommen, darunter Computerwissenschaft, Ingenieurwesen, Physik, Chemie, Klimawissenschaft und Biomedizin. Herder soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 ausgeliefert und dann für die Inbetriebnahme vorbereitet werden.
Dekarbonisierung und Wirtschaftlichkeit
Das System wird in einem neuen Gebäude (HLRS III) untergebracht, das derzeit auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart errichtet wird und nachhaltig konzipiert wurde. Das HLRS III soll zudem an ein neues Kraftwerk und eine Nutzungsanlage für Abwärme angebunden, die von „Herder“ erzeugte Abwärme aufgefangen und an andere Gebäude auf dem Campus verteilt werden. Dies soll dabei helfen, an der Universität Energie einzusparen und rund 50 Prozent weniger CO2 auszustoßen – ein maßgeblicher Beitrag zur Dekarbonisierung des Campus.
Weitere Informationen zur Architektur, Konfiguration und weiteren technischen Details von „Herder“ finden Sie auf der Website des HLRS.
Siehe zum Supercomputing-Standort Stuttgart auch:
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