Fabian Hampp erhält Wilhelm-Jost-Preis 2025

26. September 2025

Fabian Hampp, assoziierter SimTech-Wissenschaftler und Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Verbrennungstechnik für Luft- und Raumfahrt (Universität Stuttgart), ist von der Deutschen Sektion des Combustion Institute mit dem Wilhelm-Jost-Preis 2025 ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen von Nachwuchsforschenden in der Verbrennungsforschung.

Ausgezeichnet wird Fabian Hampp für wegweisende Arbeiten, die das Verständnis turbulent reagierender Mehrphasenströmungen maßgeblich erweitern und damit die Minderung von Nicht-CO₂-Emissionen in Verbrennungssystemen ermöglichen. In enger Zusammenarbeit mit SimTech analysieren er und sein Team das Zusammenspiel von Turbulenz, Chemie und Mehrphasenprozessen, klären deren Beitrag zur Bildung von Stickoxiden und Ruß und leiten Ansätze ab, diese Pfade zu vermeiden oder deutlich zu reduzieren.

Fabian Hampps Emmy-Noether-Gruppe ist unmittelbar am SimTech-Projekt PN 1A-6 „Experimental data-driven multi-phase flow simulations“ beteiligt. Hier verbindet er experimentelle laserbasierte Diagnostik, numerische Simulationen und KI-gestützte Methoden, um skalare Datenräume über das Messbare hinaus zu erschließen. Diese enge Kopplung ermöglicht es, komplexe Kausalketten wie den Einfluss der Primärzerstäubung auf Verdampfung, Rußbildung und Oxidation die mit Experimenten oder Simulationen allein nur schwer zugänglich wären.

Diese Erkenntnisse sind grundlegend für die Entwicklung brennstoff- und lastflexibler Verbrennungskonzepte, die in Kombination mit klimaneutralen chemischen Energieträgern einen nahezu emissionsfreien Betrieb zukünftiger Verbrennungstechnologien ermöglichen. Fabian Hampps Forschung – sowohl in seiner Emmy-Noether-Gruppe als auch bei SimTech – leistet damit einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigeren Antriebs- und Energiesystemen.

„Mit diesem Motivationsschub werden wir das Verständnis turbulent reagierender Mehrphasenströmungen mittels diagnostischer Verfahren und maschinellem Lernen weiter vertiefen und diese Erkenntnisse gemeinsam mit der Additiven Fertigung in höhere Brennstoffflexibilität, geringere Emissionen und eine niedrigere Klimaauswirkung zukünftiger Verbrennungstechnologien übersetzen“, betont Fabian Hampp.

Der Wilhelm-Jost-Preis wird alle zwei Jahre an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, deren Promotion nicht länger als zehn Jahre zurückliegt. Er ist mit 3.000 Euro dotiert.

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