Das Forschungsdatenrepositorium DaRUS der Universität Stuttgart belegt Platz 16 unter den Infrastrukturangeboten, die in Anträgen für individuelle Forschungsförderung der DFG am häufigsten genannt wurden. Das Ergebnis unterstreicht die wachsende Bedeutung verlässlicher Forschungsdaten-Infrastrukturen für Antragstellung und Forschungspraxis.
Eine Analyse von Antragstexten für individuelle DFG-Forschungsförderungen aus den Jahren 2017 bis 2025 zeigt: DaRUS wurde 373-mal genannt und erreicht damit Platz 16 im Gesamtranking der meistgenannten Forschungsinfrastrukturen und Repositorien.
Für die Universität Stuttgart ist dies ein starkes Ergebnis. DaRUS ist das zweithäufigst genannte deutsche institutionelle Datenrepositorium nach OPARA und das dritthäufigst genannte deutsche Datenrepositorium insgesamt – nach OPARA und PANGAEA. PANGAEA ist ein etabliertes disziplinäres Repositorium für Erd- und Umweltwissenschaften mit umfangreicher institutioneller Unterstützung. Zudem liegt DaRUS vor den Repositorien anderer TU9-Universitäten, darunter TUdataLib, DepositOnce, mediaTUM und KITopen.
Die Platzierung zeigt, dass DaRUS als zuverlässige Infrastruktur für die Veröffentlichung, Dokumentation und langfristige Bereitstellung von Forschungsdaten zunehmend sichtbar wird. Diese wachsende Sichtbarkeit spiegelt sich auch in den Publikationszahlen des Repositoriums wider: Allein im Jahr 2026 wurden bereits mehr als 500 Datensätze über DaRUS veröffentlicht. In den vergangenen Jahren ist die Zahl veröffentlichter Datensätze deutlich gestiegen – von 201 im Jahr 2023 und 295 im Jahr 2024 auf 265 im Jahr 2025 und bereits 513 im Jahr 2026.
Diese Entwicklung ist insbesondere für die Simulationswissenschaft von großer Bedeutung. Daten, Modelle und Forschungssoftware sind zentrale Bestandteile transparenter und reproduzierbarer Forschung.
Das Research Data and Software Management bei SimTech unterstützt Forschende dabei, nachhaltige Ansätze für den Umgang mit Forschungsdaten und -software zu entwickeln. Das Team hilft bei der Integration von Daten und Software in Forschungsprozesse, unterstützt die Veröffentlichung über Infrastrukturen wie DaRUS und trägt dazu bei, wissenschaftliche Ergebnisse zugänglicher, nachnutzbarer und reproduzierbarer zu machen.
Die Ergebnisse der Analyse verdeutlichen außerdem, wie wichtig es ist, bereits frühzeitig im Antragsprozess an das Forschungsdatenmanagement zu denken. Durch die Benennung geeigneter Repositorien und Infrastrukturangebote in Förderanträgen zeigen Forschende, wie Forschungsdaten während und über die Projektlaufzeit hinaus dokumentiert, geteilt und langfristig verfügbar gemacht werden können.
Weitere Informationen finden sich in der Aufzeichnung der Präsentation und im Preprint auf OSF.