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Informationen zum Bachelor of Arts und Bachelor of Science

Bachelor – Abschlüsse und Voraussetzungen

Der akademische Grad Bachelor ist der erste Studienabschluss. Er führt in den Beruf oder in die akademische Karriere.

Abschluss und Möglichkeiten

Der akademische Grad Bachelor ist ein vollwertiger Studienabschluss. Er ist die schnellste Möglichkeit, einen Hochschulabschluss zu erwerben. Der Bachelor ist die Voraussetzung für ein Masterstudium. Er eignet sich aber auch für einen direkten Berufseinstieg.

Die Titel Bachelor of Arts und Bachelor of Science

Für ein erfolgreiches Studium wird ein Titel verliehen. An der Universität Stuttgart gibt es zwei Bezeichnungen. Sie sind gleichrangig und unterscheiden sich nach Fachrichtungen:

  • Bachelor of Arts (B.A.) wird in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern verliehen. Auch ein Lehramtsstudium führt zunächst zum Bachelor of Arts.
  • Bachelor of Science (B.Sc.) wird in den natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern verliehen.

Studierende sitzen auf einer Mauer und lesen in einer Broschüre.
Schnell in den Beruf oder doch lieber weiter studieren? Mit der Entscheidung für einen Bachelor-Studiengang halten Sie sich viele Möglichkeiten offen.

Beginn

Die Bachelorstudiengänge beginnen mit dem Wintersemester (im Oktober).

Dauer

Die Studiengänge für die Abschlüsse Bachelor of Arts (B.A.) und Bachelor of Science (B.Sc.) dauern in der Regel sechs Semester. Spätestens im dritten Studienjahr ist eine individuelle Ausrichtung des Studiums – und damit eine gewisse Spezialisierung innerhalb des Fachbereichs – möglich.

Voraussetzungen

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Voraussetzung für die Einschreibung in einen Bachelorstudiengang ist die Bewerbung. Dabei wird überprüft, ob Interessierte eine allgemeine Eignung für ein Studium mitbringen und den Anforderungen des gewählten Fachs genügen. Um an einer Universität bzw. Hochschule studieren zu können, brauchen Sie eine Hochschulzugangsberechtigung.

Ein Orientierungsverfahren ist verpflichtend. Dahinter verbirgt sich die Hilfestellung,  die dafür sorgt, dass die Auswahl des Studiengangs kein Zufall war. Wer sich ins erste Fachsemester bewirbt, braucht eine Bescheinigung, dass sie oder er an einem der möglichen Programme teilgenommen hat. Die Bescheinigungen haben kein Verfallsdatum. Für Lehramtsstudiengänge ist das Orientierungsverfahren einheitlich das CCT (Career Counselling for Teachers).

Weil die meisten Studiengänge auf Deutsch abgehalten werden, sind sehr gute Deutschkenntnisse eine weitere wichtige Voraussetzung.

Auch Fremdsprachenkenntnisse gehören bei vielen Studiengängen zu den Voraussetzungen

Die genauen Sprachen und Anforderungen entnehmen Sie der Prüfungsordnung und den Zulassungsvoraussetzungen zum jeweiligen Fach.

Manche Studiengänge haben eine beschränkte Anzahl an Studienplätzen. Sie sind zulassungsbeschränkt. Eine Auswahl der Studierenden findet dann über ein Hochschul-Auswahlverfahren statt (NC-Verfahren).

NC steht für numerus clausus und bedeutet nicht eine bestimmte Abiturnote, sondern dass nur eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen vergeben wird. 90 Prozent der Studienplätze werden dabei über Ranglisten vergeben. Die Ranglisten entstehen nach einer Punkteverteilung, wie sie die Zulassungsordnung festschreibt.

Vor der Einschreibung in einen Studiengang mit Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) findet eine Aufnahmeprüfung statt. Dadurch soll die besondere Eignung und Motivation für den gewählten Studiengang festgestellt werden. Dabei ist es egal, ob der Studiengang zulassungsbeschränkt ist oder nicht.

Einige B.Sc.-Studiengänge verlangen außerdem Vorpraktika zum ersten Semester. Detaillierte Informationen stehen auf der Seite mit Auswahlkriterien und Zulassungssatzungen.

Zwei Studiengänge des Bachelor of Arts haben Prüfungen: In Sportwissenschaften ist die Sporteingangsprüfung Voraussetzung für die Zulassung. Der Studiengang Deutsch-Französische Sozialwissenschaften verlangt ebenfalls eine Aufnahmeprüfung. Anmeldeschluss ist jeweils der 15. Mai.

Module

Ein Studium vermittelt Fachwissen durch Vorlesungen, lehrt methodische Fertigkeiten in Seminaren und begleitet die Anwendung in Übungen. Damit sichergestellt wird, dass Studierende die gleichen Kompetenzen erwerben, sind die Bestandteile eines Studiengangs in Module aufgeteilt.

Die Module sind Rahmen, innerhalb derer die Inhalte variieren können. Sie bauen in ihrer Abfolge logisch aufeinander auf. Im Studium können so Schwerpunkte gesetzt werden, ohne dass dabei die Gefahr besteht, Essentielles zu übersehen.

Drei Arten von Modulen gibt es:

Basismodule

vermitteln grundlegendes Wissen über Methoden, wie, warum und wozu sie angewandt werden.

Kernmodule

vermitteln das eigentliche fachliche Wissen.

Ergänzungsmodule

bieten Inhalte verschiedener Fachrichtungen innerhalb des Studiengangs.

Gliederung der Studiengänge

Die Bachelorstudiengänge unterscheiden sich im Aufbau und der Gewichtung der Module.

Bachelor of Science und Ein-Fach-Bachelor of Arts

Einen identischen Aufbau haben Studiengänge mit Abschluss Bachelor of Science und die Studiengänge des Bachelor of Arts mit nur einem Fach (Ein-Fach-Bachelor of Arts).

Insgesamt sind 180 ECTS Credits zu erbringen. Mit den fachlichen Inhalten der Studienfächer beschäftigen sich die Fachmodule in Basis-, Kern- und Ergänzungsmodulen. In diesen Modulen fallen die meisten Credits an. Module der Schlüsselqualifikationen helfen dabei, sowohl fachbezogene als auch fachfremde Kompetenzen zu erwerben. Das Studium schließt ab mit der Bachelor-Arbeit mit 6 bis 12 Credits. Studentinnen und Studenten schreiben eine eigenständige wissenschaftliche Auseinandersetzung zu einem Thema.

Über die genaue Verteilung der Credits auf Module informiert Sie das Modulhandbuch des jeweiligen Studiengangs.

Modulstruktur von Bachelor of Science und dem Ein-Fach-Bachelor of Arts
Modulstruktur von Bachelor of Science und dem Ein-Fach-Bachelor of Arts: Der überwiegende Teil wird von Fachmodulen abgedeckt. Daneben gibt es Schlüsselqualifikationen und mit kleinem Gewicht die Bachelorarbeit.

PDF: Modulstruktur

Zwei-Fach-Bachelor of Arts

In Zwei-Fach-Studiengängen des Bachelor of Arts werden zwei Fächer studiert: Eines ist das Hauptfach, in dem auch die Bachelor-Arbeit verfasst werden muss, das andere ist das Nebenfach. Dieser Studienaufbau wird auch Zwei-Fach-Bachelor of Arts genannt, es handelt sich aber um einen einzigen Bachelor-Abschluss.

Insgesamt sind 180 ECTS Credits zu erbringen. Die Fachmodule teilen sich hier in Kern-, Basis und Ergänzungsmodule des Hauptfachs. Insgesamt ergeben sie 108 Credits. Eine zweite Säule deckt das Nebenfach mit 42 Credits ab. Fachbezogene und fachübergreifende Kompetenzen werden in Modulen für Schlüsselqualifikationen erworben und tragen 18 Credits bei. Den Abschluss bildet mit 12 Credits die Bachelor-Arbeit als eigenständig verfasste, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem Thema des Hauptfachs.

Modulstruktur des Zwei-Fach-Bachelors of Arts
Modulstruktur des Zwei-Fach-Bachelors of Arts: Das Hauptfach hat das Schwergewicht, einige Module deckt das Nebenfach ab. Schlüsselqualifikationen ergänzen die Kompetenzen mit einem Zehntel der Leistungen. Die Bachelorarbeit im Hauptfach dient als Abschluss.

PDF: Modulstruktur

Bachelor of Arts für Lehramt

Eine dritte Struktur hat der Bachelor of Arts für ein Lehramt. Alle wichtigen Informationen sowie die Lehramts-Kombinationsmöglichkeiten finden Sie auf der separaten Seite.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium im Lehramt an der Universität Stuttgart (B.A. im Lehramt) ist die erste Stufe der Universitätsausbildung für den Lehrerberuf. Erst ein Masterstudium im Lehramt (Master of Education, M.Ed.) und ein sich anschließender Vorbereitungsdienst (Referendariat) vervollständigen die Ausbildung zur Lehrerin und zum Lehrer.

Die Fächervielfalt zeigt die Wanddekoration in der S-Bahn-Station Universität in Vaihingen.
Mit dem Bachelor of Arts mit Haupt- und Nebenfach lassen sich auch weit auseinander liegende Fächer kombinieren.

Fächerkombinationen im Zwei-Fach-Bachelor of Arts mit Haupt- und Nebenfach

Hinweise zu den einzelnen Fächern:

Einige Fächer des Kombinationsbachelors haben besondere Voraussetzungen.

  1. Anglistik (nur Hauptfach): Englisch und Latein oder andere romanische Sprache oder Russisch    
  2. Germanistik (nur Hauptfach): Englisch und eine weitere Fremdsprache
  3. Geschichte (Hauptfach): Englisch und eine weitere Fremdsprache zur Orientierungsprüfung. Ist diese zweite Fremdsprache nicht Latein, müssen Lateinkenntnisse im Rahmen des Studiums erworben werden. Lateinkenntnisse werden studienbegleitend abgeprüft.
    Geschichte (Nebenfach): Lateinkenntnisse werden studienbegleitend abgeprüft.
  4. Geschichte der Naturwissenschaft und Technik (nur Hauptfach): Englisch und eine weitere Fremdsprache
  5. Kunstgeschichte (nur Hauptfach): Englisch und eine weitere Fremdsprache zur Orientierungsprüfung. Ist diese zweite Fremdsprache nicht Latein, muss Latein im Rahmen des Studiums erworben werden.
  6. Linguistik (nur Hauptfach): Englisch und eine weitere Fremdsprache
  7. Romanistik: Englisch und Französisch (Hauptfach) und Englisch, Französisch und Italienisch (Nebenfach)
  8. Sportwissenschaft (Haupt- und Nebenfach): Voraussetzung für die Zulassung ist die Sporteingangsprüfung

Das Nähere regelt die Prüfungsordnung des jeweiligen Fachs.

Schlüsselqualifikationen (SQ)

Schlüsselqualifikationen (SQ) sollen zum Berufsleben befähigen. Dazu tragen Veranstaltungen bei, die Teilnehmenden ermöglichen, neue Erkenntnisse zu erschließen und mit wechselnden Anforderungen zurechtzukommen. Schlüsselqualifikationen vermitteln kein reines Fachwissen, sondern Fähigkeiten und Kompetenzen. Deshalb gibt es fächerübergreifende SQ-Lehrveranstaltungen.

Zum Beispiel wäre für Chemie-Studierende eine fachaffine SQ die Toxikologie (Lehre von giftigen Stoffen), Rechtskunde ist eine fachübergreifende Schlüsselqualifikation. Auch Praktika zählen als Schlüsselqualifikation.

In diese sechs Kompetenz-Bereiche sind die Module der Schlüsselqualifikationen eingeordnet:

  1. Methodische Kompetenzen: Die Fähigkeit, neues Wissen zu beschaffen und es angemessen zu verwerten
  2. Soziale Kompetenzen: Die Fähigkeit, mit anderen Menschen respektvoll und empathisch umzugehen
  3. Kommunikative Kompetenzen: Die Fähigkeit, Kontakte herzustellen und Dialoge zu führen
  4. Personale Kompetenzen: Die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren und weiterzuentwickeln
  5. Recht, Wirtschaft, Politik: Die Fähigkeit, das eigene Fach in gesellschaftlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Tragweite einzuordnen und zu bewerten
  6. Naturwissenschaftlich-technische Grundlagen: Kenntnisse über Naturgesetze und technische Entwicklungen

ECTS-Credits

Zur europaweiten Vergleichbarkeit werden für Studienleistungen Credits vergeben. Pro Semester sollen 30 Credits gesammelt werden, so sieht es das Europäische System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen ECTS (European Credit Transfer System) vor.

Die Bachelorstudiengänge an der Universität Stuttgart umfassen 180 Credits. Sechs bis zwölf entfallen auf die Bachelor-Arbeit. Ein ECTS-Credit entspricht etwa einer Arbeitsbelastung von insgesamt 30 Stunden. Damit lässt sich anhand der erwarteten Punkte ablesen, wieviel Zeit ein Studiengang oder ein Modul beansprucht.

In älteren Prüfungsordnungen heißen ECTS-Credits auch Leistungspunkte.

Studiengänge und Prüfungsordnung

Um Ihnen einen Überblick zu ermöglichen, sind alle angebotenen Bachelorstudiengänge der Universität Stuttgart in einer PDF-Datei zusammengefasst. Diese finden Sie auf der Linkliste.

Die Prüfungsordnungen – also Vorschriften, in denen die Voraussetzungen, Vorgehensweisen, Abläufe und Prüfungsumstände festgelegt sind, sind ebenfalls in der Linkliste hinterlegt. Es gibt je eine für Bachelor of Arts und für Bachelor of Science. Wenn Sie mit dem Studium beginnen, gibt es immer eine für Sie relevante Prüfungsordnung

Kontakt

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