Was will ich? Was passt zu mir?

Orientierungsfragen – Teil 1

Die Studien- und Berufswahl anstoßen: Die folgenden Fragen können Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen.

Sie können die Fragen auch als pdf-Datei ausdrucken. Ihre Ideen und Gedanken können Sie dann im jeweiligen Textfeld notieren, sowohl am Bildschirm als auch im Ausdruck per Hand.

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Ich würde frühmorgens aufstehen, um irgendwo hinzugehen und dort etwas Bestimmtes zu tun – was wäre das? Ich bin ein Mensch, der gerne .... Und auch gerne .... Manchmal bin ich dabei sogar richtig gut!

Welche Fragen würde ich stellen? Kenne ich jemanden, der so eine/n kennt? Oder umgekehrt gedacht: die, die ich kenne, was machen die denn alle so? Die Eltern meiner Freundinnen, Freunde beispielsweise ... Gibt es da etwas, worüber ich gerne mehr erfahren würde? Das bedeutet ja nicht, dass ich genau diesen Beruf in meine engere Wahl nehmen würde ... Aber das eine oder andere daran ist vielleicht schon interessant für mich ...

Ich male mir jetzt mal beide (vielleicht sind’s auch drei?) Möglichkeiten, zwischen denen ich schon länger hin- und herschwanke, als ganz phantastisch aus. Denke darüber nach, wie schön es wäre,  wenn ich ... Und am nächsten Tag dann die andere Variante: Es wäre wirklich das Tollste, wenn ich ... Das darf ruhig einige Zeit so hin- und hergehen. Mal nicht darauf setzen, dass die Nachteile der einen Option die andere Option zur richtigen machen. Lieber mal beide Zukunftsbilder genießen, mit allem, was in meiner Vorstellung so dazugehört! Irgendwann wird sich einer von beiden Löwen trollen, wohlgenährt hat er sich entschlossen, sich von mir zu verabschieden.

Tests – da erwarte ich oft höhere Einsichten. Objektive Entscheidungshilfe sollen die Tests bieten – und enttäuschen mich dann oft genug, wenn am Ende eine Empfehlung steht, die so gar nichts mit mir zu tun hat. Und wenn ich mir nun ein Testergebnis wünschen dürfte? Mit allen Vorzügen, die so ein Test hat: es steht da dann schwarz auf weiß, dass ich ... werden soll; das zeig ich jetzt allen anderen; an dem Ergebnis kommt mir keiner vorbei. Das ist schließlich mein Testergebnis!

In mir steckt mehr als ich in der Schule so zeigen konnte. Auch in der Familie habe ich ein paar Rollen, mit denen ich mich besonders gut auskenne. Aber manchmal, da wäre ich auch gerne die, die sich selbst überrascht! Der, der eine neue Selbstentwicklungserfahrung macht! Dann würde ich beispielsweise ...

Nicht dass mir zu Hause alle ins Zeug quatschen. Keiner macht mir hier Vorschriften. Was sind wir schon alles gemeinsam in Gedanken durchgegangen! Und doch: manche meiner Ideen passt besser zum Horizont unserer Familie, manche deutlich weniger. Und heute male ich mir mal die Varianten ganz genau aus, die als „besonders gewöhnungsbedürftig“ rüberkommen würden...

Ich würde die Welt umarmen, meine Freundin anrufen, diese ganzen Infobroschüren dem Müll überantworten, mein Zimmer aufräumen, den Koffer packen ...
Halt, jetzt mal langsam, so weit sind wir noch lange nicht, was soll denn diese Frage, wo ich noch mittendrin steck’ in dem ganzen Schlamassel. Und dennoch, ich erlaub’ sie mir mal, die Vorstellung, dass ich meine ganze Energie für das Zukunftsprojekt meiner Überzeugung zur Verfügung habe, schaden kann diese Vision ganz bestimmt nicht. Vielleicht gibt sie mir ja jetzt auch schon ein wenig Zuversicht.

In meinem Alter hat frau / man vielleicht gar keine eindeutigen Vorbilder mehr. Und wenn mich irgendjemand beeindruckt, dann hat der garantiert einen anderen Werdegang als das für mich jemals in Frage kommt. Aber einmal angenommen, jemand von denen, die mir – und sei es auch nur in mancher Hinsicht – gut gefallen, tritt jetzt auf den Plan: Was würde er, was würde sie sagen, wie ich meine Entscheidung treffen soll? Und auf diese Frage können selbst die alten, die längst ad acta gelegten Figuren gute Ratschläge geben, und sei es auch nur den einen, der manchmal der wichtigste ist: „Lass mal locker, es wird schon gut ausgehen, du weißt ja, auch mein Weg war kein Spaziergang ...“

Was würde ich anziehen? Wo würde ich wohnen? Welche Kontakte würde ich knüpfen? Was würde ich mitnehmen ins neue Kapitel meines Lebens? Was würde ich hinter mir lassen? Wie würde ich meinen Alltag gestalten? Wie würde ich mich dabei fühlen? Wo würde ich Kraft schöpfen? Bei was würde ich mich richtig verausgaben?

Sie haben Selbsterkenntnisse gesammelt, aufgedeckt oder unter dem Eindruck der Fragen neu sortiert. In jedem Fall haben Sie die Chance wahrgenommen, auf Ihrem eigenen Weg der Entscheidung ein Stück näher zu kommen. Manchmal ist es ein zunächst fast unbedeutend erscheinender Gedanke, der dem Prozess eine neue Wendung gibt.

Noch mehr Fragen?

Falls Sie Lust haben, sich selbst noch mehr Fragen in dieser Art zu stellen, gibt es hier noch einige mehr:

Fragen, die Gedanken in Bewegung bringen – zweiter Teil 

Oder besser ein Gespräch?

Fragen können wir Ihnen im Netz anbieten. Nicht die Antworten. Und schon gar nicht die ganz große Antwort, was das Richtige für Sie ist. Wenn Sie denken, es könnte gut tun, den einen oder anderen Gedanken in seiner Bedeutung zu reflektieren, die nächsten konkreten Schritte im Entscheidungsprozess ins Auge zu fassen, dann sind Sie herzlich eingeladen zu einem Gespräch in die Zentrale Studienberatung.

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