Schlüsselqualifikationen an der Universität Stuttgart

Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen für Bachelor- und Master-Studiengänge

Kaum eine andere Entscheidung der Europäischen Union provoziert eine solch umfassende strukturelle und inhaltliche Studienreform an den deutschen Universitäten, wie die Umstellung der traditionellen deutschen Abschlüsse auf den Bachelor- und den Mastergrad.

Die Neuorientierung durch die konsekutiven Studiengänge veranlasst nicht nur einen Wechsel in der Studienstruktur, sondern wirkt sich auch auf die Konstruktionsprinzipien von Studieninhalten aus. Insbesondere die Stichworte „employability“ und „kompetenzorientiertes Lernen“ sind dafür kennzeichnend. 

Schlüsselqualifikationen an der Universität Stuttgart

Dem durch die EU angestoßenen „Bologna-Prozess“ stellt sich auch die Universität Stuttgart. Die strikte Ausrichtung der Lehre am studentischen Kompetenzerwerb führt zu einem deutlichen Perspektivwechsel. Nicht länger der Input, sondern stärker der Output bestimmt die Lehrinhalte, die zu einer Beschäftigungsbefähigung der Studierenden bereits nach der Bachelorphase führen sollen.

Neben originär fachlichen Kompetenzen sollen durch die Vermittlung von fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen (SQ), sogenannten generischen Kompetenzen oder auch „soft skills“, die beruflichen Beschäftigungschancen und Karriereaussichten der Absolventinnen und Absolventen gestärkt werden.

Kompetenzen werden nicht nur beiläufig erworben, sondern bedürfen der gezielten Förderung in explizit darauf ausgerichteten Lehrveranstaltungen mit einem dazu passenden didaktischen Arrangement. Sie müssen nicht nur verstanden, sondern auch eingeübt werden, damit sie gegebenenfalls variabel verfügbar sind. Die Ge­staltung der SQ-Lehrveranstaltungen ist deshalb auf die zukünftigen beruflichen Praxisfelder der Studierenden ausgerichtet. Die angestrebten Kompetenzen stehen, wo immer möglich, in einem berufsbezogenen, praxisnahen Kontext.