Kooperation mit der VHS Stuttgart

Steinfuß-Theater trifft Flüchtlinge aus Deutschkursen der VHS Stuttgart

 


Das Steinfuß-Theater im Studium Generale

Das Steinfuß-Theater ist 1990 als freier Zusammenschluss von Studenten entstanden. Der Name wurde von einer Skulptur auf dem Vaihinger Campus der Universität Stuttgart übernommen. Bis 1995 wurden mit Unterstützung der Studentenvertretung mehrere Stücke in eigener Regie erarbeitet und aufgeführt. 1995 wurde das Theater in das Programm des Studium Generale aufgenommen, dessen Aufgabe unter anderem darin besteht die geistigen, musischen und künstlerischen Interessen der Studierenden durch ein vielseitiges Veranstaltungsangebot zu fördern. Folgerichtig passt das Steinfuß-Theater bestens in das Konzept und den Sinn eines Studium Generale. Im selben Jahr übernahm der Regisseur Boris Hauck die künstlerische Leitung, die er bis Herbst 2002 behielt. Zu den in dieser Zeit gespielten Stücken zählten zahlreiche Klassiker wie Antigone, Orpheus und Romeo und Julia, aber auch
Literaturadaptionen wie Don Quijote de la Mancha.
Seit dem Wintersemester 2002 führt die Regisseurin Adelheid Schulz das Steinfuß-Theater. Unter ihrer Regie wurden moderne Werke wie Peanuts von Fausto Paravidino und selbstentwickelte Produktionen wie Alysses und ColumBUS 2008 auf die Bühne gebracht. Alle Aufführungen des Steinfuß-Theater waren sehr gut besucht und stießen beim Publikum auf große Begeisterung.

Das Stück "Zappzarapp - from the heart to the sky"

Performance im Treffpunkt Rotebühlplatz
Einne Kooperation zwischen dem Studium Generale der Uni Stuttgart und der Volkshochschule Stuttgart

Der Robert Bosch Saal im Treffpunkt Rotebühlplatz war am Donnerstag, den 30.07.2015 voll besetzt.
Das internationale Ensemble, das sich aus Studierenden der Uni Stuttgart und Flüchtlingen - rekrutiert aus Deutschkursen der Volkshochschule Stuttgart -zusammensetzt, spielte ein Stück über Fluchtgeschichten und deren Beweggründe.

Es geht in dem Stück um die Jahre 1940, 1991 und die Gegenwart. Grundlage des von Adelheid Schulz konzipierten
inszenierten Stückes bilden sowaohl literarische Texte von Anna Seghers und Ivana Sajko, als auch dokumentarisches Material. Letzteres entstand aus Recherchen und Interviews mit aktuell in Stuttgart lebenden Flüchtlingen.

Die Zusammenarbeit von Studierenden und Flüchtlingen in dieser Produktuion führte in der Aufführung zur ständigen
kommunikation zwischen Fiktion und Realität: Was die einen am eigenen Leibe erlebt haben und erzählten, mussten die anderen sich vorstellen um es überzeugend "darzustellen". Diese für das Publlikum stets präsente Diskrepanz forderte den Zuschauer auf die Perspektive zu wechseln und sich "dem Anderen" anzunähern.

Die Wiederaufnahme des Stückes ist für Herbst 2015 geplant.