Home           Inhalt           Suchen

Stuttgarter unikurier Nr. 82/83 September 1999
Zum Ruhestand von Wilhelm Manns
kleinbal.gif (902 Byte)
 
p88.gif (10218 Byte)

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Manns beendete seinen aktiven Dienst an der Universität Stuttgart und der Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg (Otto-Graf-Institut) am 31. Mai 1999. Nach dem Bauingenieurstudium an der RWTH Aachen trat er 1960 in die Deutsche Babcock Werke Oberhausen ein. Nach zwei Jahren kehrte er als Assistent am Institut für Bauforschung zurück an die RWTH Aachen. Nach kurzer Dozentenzeit an der FH Aachen und Promotion an der RWTH Aachen wurde er 1969 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsinstitut der Zementindustrie in Düsseldorf. Am 1. Januar 1975 wechselte er zum Otto-Graf-Institut der Universität Stuttgart als Leiter der Abteilung Beton, Steine, Bindemittel, zunächst als wissenschaftlicher Rat, später als Professor. Nach der Umressortierung des Otto-Graf-Instituts in das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (1980) wurde Wilhlem Manns zum Honorarprofessor der Uni Stuttgart ernannt und 1992 zum stellvertretenden Direktor des Otto-Graf-Instituts.
Praxisnähe der wissenschaftlichen Arbeit, wirtschaftliches Denken und seine Mitwirkung in Arbeitsausschüssen kennzeichnen seine Arbeit. In seinen beinahe 100 Veröffentlichungen arbeitet Wilhelm Manns Probleme der Praxis in verständlicher Sprache wissenschaftlich auf. Als Themen seien herausgegriffen: Einfluß von Zusatzmitteln auf die Eigenschaften von Beton, Bemessung schwer belasteter Fußböden, Entwicklung von Estrichen, Schubtragfähigkeit von Mauerwerk, Prüfverfahren für Spritzbetonzemente, Einsatz von Flugasche und Silicastaub in Beton, Verwendung von Glasfasern in zementgebundenen Bauteilen. Durch die Praxisnähe ist es ihm gelungen, viele Kunden, vor allem mittelständische Unternehmen, an das Otto-Graf-Institut zu binden. So hat er in hervorragender Weise Wissenstransfer praktiziert.
Auch wirtschaftliches Denken zeichnet ihn aus. Ihm ist es im Otto-Graf-Institut gelungen, dessen größte Abteilung mit etwa 70 Mitarbeitern stets kostendeckend zu leiten. Motivation der Mitarbeiter, klare Prioritätensetzung und persönliches Engagement führte zu diesem Erfolg. Zudem gab er sein Wissen sehr freigiebig in Ausschüssen weiter. 14 Ausschüsse leitet er als Obmann bzw. Convenor.
Prof. Manns hat das Image des Otto-Graf-Instituts der letzten 25 Jahre wesentlich mitgeprägt. Er setzt die Reihe der bekannten Persönlichkeiten auf dem Gebiet des Betons fort ­ Otto Graf ­ Kurt Walz ­ Walter Albrecht: Graf als Wegbereiter des Betons, Walz mit seinen Arbeiten zum Rüttelbeton und zur Dauerhaftigkeit, Albrecht als Fachmann der Betonzusatzmittel. Das Otto-Graf-Institut verdankt Wilhelm Manns seine heutige nationale und internationale Reputation auf vielen Gebieten des Betons, des Mauerwerks und der Estriche.
Die Universität Stuttgart und das Otto-Graf-Institut verbinden mit dem Dank für die fruchtbare Tätigkeit den Wunsch für viele weitere Jahre in Gesundheit.

Hans-Wolf Reinhardt

 


last change: 27.10.99 / gh
Pressestelle der Universität Stuttgart

Home           Inhalt           Suchen