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Stuttgarter unikurier Nr. 77/78 Februar 1998
Kurz berichtet:
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Kommunaler Nutzen des ÖPNV

Die Ergebnisse einer im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr durchgeführten Studie wurden im November 1997 bei einem Seminar der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft in Stuttgart vorgestellt. In der Studie sollte der kommunale Nutzen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) quantifiziert und den realen Kosten gegenübergestellt werden. Die Gutachtergemeinschaft aus Verkehrswissenschaftlichem Seminar an der Uni Stuttgart und Intraplan München kam zu dem Ergebnis, daß bei Einschränkungen des ÖPNV der Schaden für eine Kommune weit höher liege als die Einsparungen durch Kürzungen. Folglich sei es notwendig, so die Wissenschaftler, die Finanzierung des bestehenden ÖPNV-Angebots sowie attraktivitätssteigernde Maßnahmen politisch wohlbegründet zu sichern und auch externe Nutznießer einzubeziehen. Die weiteren Vorträge zeigten, daß mögliche Wege zu diesem Ziel Straßenbenutzungsgebühren, Erhöhung der Mineralölsteuer und Verschärfung von technischen Standards sein könnten. Die rechtlichen und praktischen Probleme eines letztlich wünschenswerten flächendekkenden, räumlich und zeitlich differenzierten Road-Pricing Systems ließen aber an seiner Einführung zweifeln. Seminarleiter Prof. Gerhard Heimerl, Direktor des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen und des Verkehrswissenschaftlichen Instituts, hob abschließend hervor, daß der vorgestellte wissenschaftliche Ansatz mit der Frage nach dem „Kommunalen Nutzen“ des ÖPNV zu einem differenzierten Maßnahmenbündel führen könne, das zumindest stufenweise auch in die Praxis umgesetzt werden könne.

 

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GAMS Developer‘s Workshop

Einen Workshop für Schnittstellen-Entwickler führte das Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung der Uni Stuttgart (IER) im November 1997 gemeinsam mit der GAMS Development Corporation in Stuttgart durch. GAMS ist eine algebraische Modelliersprache zur Erstellung und Lösung umfangreicher mathematischer Optimierungsmodelle und wird an verschiedenen Stuttgarter Uni-Instituten eingesetzt. So erfolgt die Anwendung beispielsweise bei Fragestellungen der Kraftwerkseinsatz- und -ausbauplanung sowie bei weiteren energiesystemanalytischen Problemen. An der Veranstaltung beteiligten sich führende Institute aus Anwendung und Entwicklung aus Deutschland, den USA, Kanada und der Schweiz. Ziel des Workshops war es auch, den Austausch zwischen Wissenschaft und industriellen Partnern zu vertiefen. Über gemeinsame Projekte sollte damit auch die Basis für die Anwendung komplexer Verfahren in der Praxis verbreitert werden (Weitere Informationen am IER unter Tel. 0711/780-6141).


last change: 09.06.98 / eng
Pressestelle der Universität Stuttgart 1998