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Engagement für die Kunstgeschichte

Herwarth Röttgen 80

Prof. Herwarth Röttgen, geboren 1931 in Weimar, war von 1977 bis 1997 Ordinarius am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart und feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag. Die Forschungsschwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit galten in erster Linie der römischen und italienischen Kunst des 16. bis 19. Jahrhunderts sowie der Spätgotik in Deutschland und der Dürerzeit. Besonders mit seinem Arbeiten zum Werk des italienischen Barock-Malers Caravaggio und mit der Herausgabe des dreibändigen Werks von Giovanni Baglione trat Prof. Röttgen in der Fachwelt hervor. Als Institutsleiter erkämpfte er 1977 den Abschluss Magister Artium und die Bestätigung des Promotionsrechts für die Kunstgeschichte. Wenn es möglich war, arbeitete Röttgen interdisziplinär mit anderen Instituten, Museen und privaten Galerien der Landeshauptstadt zusammen. Er sah das Fach nicht nur als eine „Feder am Hut“ der Universität, sondern als ein wichtiges Bindeglied, dessen Erhalt auf höchstem Niveau für Forschung und Lehre erstrebenswert sei. Aus dem Bemühen um die Verbesserung der finanziellen Ausstattung des Instituts ragt die Gründung des Fördervereins der Freunde des Instituts für Kunstgeschichte im Jahr 1981 hervor. Es war immer ein besonderes Anliegen von Prof. Röttgen, die Studierenden der Kunstgeschichte primär zum selbständigen Sehen zu animieren, um aus fundiertem Wissen die Werkprozesse nach Form, Inhalt und Bedeutung begreifen zu können. Auf zahlreichen Exkursionen führte er die Studierenden zu Plätzen und Museen, um vor den Originalen dieses „Sehen“ zu erproben. uk



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