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Schülerforschungscampus bündelt Projekte

Schüler an der Uni

Es gibt vielfältige Projekte für Schülerinnen und Schüler an der Uni Stuttgart: das Fehling-Lab der Chemiker, den Schülerzirkel der Mathematiker, Programme wie Nassy zum Thema Wasser und Umwelt, „Probiert die Uni aus“ mit Workshops speziell für Mädchen und vieles mehr. Unter dem Dach des Schülerforschungscampus, der offiziell zum Tag der Wissenschaft am 2. Juli mit einem Experimentier-Rekordversuch eröffnet wird, werden die verschiedenen Angebote nun zusammengefasst.

Junge Nachwuchswissenschaftler an der Uni Stuttgart: Für sie gibt es vielfältige Möglichkeiten Uni-Luft zu schnuppern.
Junge Nachwuchswissenschaftler an der Uni Stuttgart: Für sie gibt es vielfältige Möglichkeiten Uni-Luft zu schnuppern.
Junge Nachwuchswissenschaftler an der Uni Stuttgart
Junge Nachwuchswissenschaftler an der Uni Stuttgart
Der Schülerforschungscampus fasst die Angebote nun unter einem Dach zusammen.                                                                                                                                             (Fotos: Institut)
Der Schülerforschungscampus fasst die Angebote nun unter einem Dach zusammen. (Fotos: Institut)

Bisher arbeiten die Schüler-Projekte weitgehend unabhängig voneinander, das heißt die gesamte Organisation von der Kontaktherstellung und -pflege zu Schulen bis zur Klärung wichtiger Dinge wie versicherungstechnischer Fragen findet bei jedem Programm einzeln statt. „Was fehlte war ein Gesamtkonzept, die Bündelung der Aktivitäten hat viele Vorteile“, erklärt der Mathematiker Prof. Timo Weidl, der Initiator des Schülerforschungscampus. Unter dem gemeinsamen Dach der neuen Einrichtung kann nun ein besserer Austausch zwischen den Projektverantwortlichen, die oft ehrenamtlich arbeiten, stattfinden. Vor allem für neue Projekte bietet dies eine gute Starthilfe. Zudem haben viele Projekte nur eine Anschubfinanzierung, wie zum Beispiel das erfolgreiche Projekt Nassy. Für diese ist es wichtig, aus dem Erfahrungsschatz anderer zu schöpfen, um rasch und effektiv die Organisation aufzubauen und später weiterführende Finanzierungshilfen zu finden.

 

 

Schülerinnen und Schüler bietet der Schülerforschungscampus Wissenschaft zum Anfassen in Form von Workshops, Praktika und Schnupperangeboten zum Experimentieren und Forschen. Zugeschnitten auf verschieden Altersstufen findet sich hier von der ersten bis zur Abschlussklasse das passende Angebot. In Roboterwettbewerben können Schülerinnen und Schüler beispielsweise gegen Studierende antreten und das Fehling-Lab lässt junge Chemikerherzen höher schlagen. Informatiktage, Schülerzirkel Mathematik, Möglichkeiten für BOGY und BORS (Berufspraktikum für Gymnasien beziehungsweise Realschulen) und vieles mehr stehen zur Auswahl. Auch das Frühstudium und die Fraunhofer Talent School für besonders begabte Schülerinnen und Schüler werden unter dem Dach des Schülerforschungscampus zusammengefasst. Er soll eine kontinuierliche Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern gewährleisten, damit der Kontakt nicht abreißt. Die Schüler der Region werden auf diese Weise an die Universität herangeführt und lernen Menschen an der Uni und den wissenschaftlichen Betrieb kennen.


Startklar zum Roborace, das schon seit vielen Jahren vom Studiengang Technische Kybernetik organisiert wird. (Foto: Institut)
Startklar zum Roborace, das schon seit vielen Jahren vom Studiengang Technische Kybernetik organisiert wird. (Foto: Institut)

Denkbar wären auch Kooperationen mit anderen Einrichtungen, Stiftungen oder der Wirtschaft, wie es schon bei der Kids Week (gemeinsam mit der Stadt Stuttgart), der Kinder-Uni (Stuttgarter Zeitung, Uni Hohenheim), der Talent School (Fraunhofer-Gesellschaft) und dem Keplerseminar (Heidehofstiftung) der Fall ist. Der Schülerforschungscampus verschafft den einzelnen Projekten nach innen und vor allem auch außerhalb der Universität eine bessere Sichtbarkeit.
Auch ein Partnerschaftsprojekt mit Schulen ist für die Zukunft geplant: „Wenn wir mit einer Schule über einen Kontaktlehrer in Verbindung stehen, der Schüler und andere Lehrer über die Veranstaltungen der Universität Stuttgart informiert und den Besuch der Schüler organisiert, wird diese Schule zur Partnerschule ernannt. Dies könnte man durch die Vergabe einer Plakette oder Ähnlichem verdeutlichen“, so Weidl.


Auch Studierende des Lehramts profitieren
Von der Schülerakademie profitieren auch die Lehramtsstudenten der Uni. Schon jetzt übernehmen sie beispielsweise am Tag der Mathematik Vorträge und Seminare beim Schülerzirkel Mathematik. Das hat zudem den Effekt, dass sie, wenn sie später als Lehrer arbeiten, mögliche Kontaktleute für die Uni sein könnten. „Unser Wunsch ist es, dass auf dem Campus ein Gebäude für die Schülerakademie entsteht, als Treffpunkt und Informationszentrum für Lehrer, Schüler und alle Interessierten, in dem auch populärwissenschaftliche Veranstaltungen und Diskussionsrunden zu aktuellen bildungspolitischen Themen stattfinden“, erklärt Timo Weidl. Doch noch ist das Zukunftsmusik, während der Schülerforschungscampus am Tag der Wissenschaft, dem 2. Juli, offiziell eröffnet wird. Hier werden sich alle derzeitigen Projekte präsentieren. Das besondere Highlight zur Eröffnung ist ein Rekordversuch im Rahmen des „Internationalen Jahres der Chemie“. Mit Hilfe von Schulklassen, Schülergruppen und Studierenden, die sich mit interessanten Experimenten beteiligen, soll die die längste Experimentiermeile der Welt entstehen.     ve



Kontakt

Prof. Timo Weidl
Arbeitsgruppe Mathematik-Schule-Öffentlichkeit
Tel. 0711/685-65534
e-mail: Timo.Weidl@mathematik.uni-stuttgart.de
http://www.uni-stuttgart.de/sfc


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