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Uni Stuttgart gründet Graduierten-Akademie GRADUS

Doktoranden-Qualifizierung aus einem Guss

Bei der Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Forschungs- und Hochschulraumes wird der Weiterqualifizierung von Doktoranden während der Promotion großes Gewicht beigemessen. Auch im Rahmen des Bologna-Prozesses spielt die Promotionsphase als „dritte Säule der Hochschulausbildung“ eine zentrale Rolle. Um sich dieser Herausforderung zu stellen, hat die Universität Stuttgart die Graduierten-Akademie Universität Stuttgart (GRADUS) gegründet. Mit der Einrichtung bekommt der wissenschaftliche Nachwuchs an der Universität Stuttgart in Ergänzung zu den etablierten Promotionswegen noch bessere und klar strukturierte Qualifikations- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Bereits im Struktur- und Entwicklungsplan der Universität Stuttgart (SEPUS) 2008-2012 wurde eine integrative und fakultätsübergreifende Graduiertenqualifizierung angestrebt. Auch im Zukunftskonzept der Uni im Rahmen der Exzellenzinitiative war eine solche Doktoranden-Qualifizierung aus einem Guss ein zentrales Anliegen, das nun in der Graduierten-Akademie Universität Stuttgart (GRADUS) umgesetzt wird. Im Mittelpunkt des Qualifikationskonzepts steht die Entwicklung jedes einzelnen Doktoranden und jeder einzelnen Doktorandin zu einer Forscherpersönlichkeit. Hierzu werden Standards für Promotionsverfahren etabliert und ein fächerübergreifendes Qualifizierungskonzept entwickelt, das in enger Abstimmung mit den Fakultäten erarbeitet und mit bestehenden Promotionsprogrammen verknüpft wird. Dabei wird die Vielfalt der Promotionswege und Fachkulturen ebenso anerkannt wie die dominante Bedeutung der Forschung im Rahmen der Doktorandenqualifizierung. Als zentrale Plattform stellt GRADUS ein verbindendes Band zwischen den einzelnen Promotionsformen und den verschiedenen Universitätseinheiten her, wobei die fachlichen Entscheidungen bei den Fakultäten und ihren Promotionsausschüssen bleiben. Zudem fungiert die Graduiertenakademie als zentrale Koordinations- und Serviceeinrichtung für alle Doktorandinnen und Doktoranden sowie die in die Doktorandenqualifizierung involvierten Einheiten der Universität. Sie fördert eine kooperative, transdisziplinäre und international ausgerichtete Promotionskultur und dient als fakultätsübergreifendes Forum für Austausch und Weiterqualifizierung.
Zu den Aufgaben von GRADUS gehört es unter anderem, den Aufbau von Graduiertenschulen, Graduiertenkollegs und anderen strukturierten Doktorandenprogrammen zu unterstützen, die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei der Durchführung von Promotionsvorhaben zu fördern und die Fakultäten hinsichtlich der Rahmenbedingungen für Promotionen außerhalb der strukturierten Programme zu beraten. Die Mindeststandards sollen weiterentwickelt und ein fächerübergreifendes Qualifizierungsangebot konzipiert werden. Dazu kommt die Einrichtung einer zentralen Servicestelle insbesondere auch für Doktoranden aus dem Ausland sowie die administrative Unterstützung der Programme.
Umgesetzt wird GRADUS im Zusammenwirken mit den Fakultäten auf der Basis eines Advisor-Konzepts. Dabei werden die Ausgestaltung und Konkretisierung der Qualifikationsmaßnahmen in enger Abstimmung zwischen dem Betreuer (Advisor) und dem Doktoranden festgelegt. Im Sinne einer verlässlichen Doktorandenausbildung ist dabei auch die Vermittlung eines „Ersatzbetreuers“ vorgesehen, zum Beispiel wenn der ursprüngliche Doktorvater beziehungsweise die Doktormutter wegen eines Hochschulwechsels die Betreuung nicht mehr gewährleisten kann. Ein gewählter Advisory Board übernimmt die Evaluation und unterstützt die Weiterentwicklung der Graduiertenakademie. amg



Kontakt

Dr. Michael Lorenz
Graduierten-Akademie GRADUS
Tel. 0711/685–84287
e-mail: michael.lorenz@verwaltung.uni-stuttgart.de


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