Zum Seitenanfang

SimTech-Forschungszentrum eröffnet

„ ... Zukunft kann man bauen“

Das neue SimTech-Forschungszentrum, ein Ort der Kommunikation und der interdisziplinären Zusammenarbeit, wurde am 8. Dezember im Beisein von rund 100 hochkarätigen Gästen, darunter Wissenschaftsminister Prof. Peter Frankenberg, Staatssekretär Stefan Scheffold vom Finanzministerium sowie der Bundestagsabgeordneten Ute Vogt, feierlich eröffnet. Nun ist der Pfaffenwaldring 5a die zentrale Anlaufstelle für über 150 Forscher, die sich im Exzellenzcluster SimTech vernetzen – dem zentralen Kern des Stuttgart Research Centre for Simulation Technology.

„In diesen Räumen, auf diesen Fluren wird der interdisziplinäre Austausch funktionieren“, zeigte sich Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel angesichts der großzügigen Kommunikationszonen überzeugt und bezeichnete den Neubau als einen „Meilenstein in der Entwicklung von SimTech“. Mit ihm werde die Uni Stuttgart europaweit, wenn nicht gar weltweit, ihre führende Rolle auf dem Gebiet der Simulationstechnik untermauern. Die 3,75 Millionen Euro für das Forschungszentrum „haben sich die Forscher streng genommen selbst erarbeitet“, erklärte Ressel. Das Geld stammt aus den 6,5 Millionen Euro, mit denen das Exzellenzcluster Simulationstechnologie jährlich gefördert wird, das 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an der Uni Stuttgart eingerichtet wurde. 


Großer Bahnhof bei der SimTech-Eröffnung (v.l.n.r.): Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel, Annette Ipach-Öhmann (Vermögen und Bau Baden-Württemberg), Wissenschaftsminister Prof. Peter Frankenberg, Staatssekretär Dr. Stefan Scheffold (Finanzministerium) und SimTech-Direktor Prof. Wolfgang Ehlers.    (Foto: Eppler)
Großer Bahnhof bei der SimTech-Eröffnung (v.l.n.r.): Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel, Annette Ipach-Öhmann (Vermögen und Bau Baden-Württemberg), Wissenschaftsminister Prof. Peter Frankenberg, Staatssekretär Dr. Stefan Scheffold (Finanzministerium) und SimTech-Direktor Prof. Wolfgang Ehlers. (Foto: Eppler)

Im Exzellenzcluster SimTech engagieren sich über 150 Wissenschaftler – darunter 89 Doktoranden – aus 10 Fakultäten, 13 Juniorprofessoren sowie drei neue Professoren. Mittels der Simulationstechnologie gehen die Forscher beispielsweise der Ausbreitung von Rissen in Werkstoffen auf den Grund oder untersuchen, wie sich eine Autokarosserie bei einem Unfall verhält, sich Schadstoffe in der Luft ausbreiten oder sich CO2 in tiefen Bodenschichten verhält. „Die Simulationstechnologie ist von großer Bedeutung für unsere Industriegesellschaft“, betonte Wissenschaftsminister Peter Frankenberg. Und Stefan Scheffold, Staatssekretär im Landesfinanzministerium, erklärte, die reale Welt auf dem Computer abzubilden, sei eine Voraussetzung, um in der Zukunft erfolgreich zu sein, und der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Baden-Württemberg. „ ... Zukunft kann man Bauen“, zitierte er Antoine de Saint-Exupéry.
In modularer Stahlbetonbauweise und in nur 16 Monaten wurde der 60 Meter lange und dreistöckige Bau erstellt. Das geringe Budget und eine kurze Bauzeit haben es notwendig gemacht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, erklärte der Architekt Prof. Hartwig N. Schneider. Auf den rund 1.300 Quadratmetern Nutzfläche finden sich Seminar- und Laborräume sowie großzügige Kommunikationszonen. Die gemeinschaftlich genutzten Bereiche orientieren sich nach Süden, die in Form von Denkzellen konzipierten Büros der Forscher nach Norden. Auf eine mechanische Lüftung und Kühlung kann aufgrund des klimaoptimierten Gebäudekonzepts verzichtet werden.
Neben dem SimTech-Koordinator Wolfgang Ehlers und seinem achtköpfigen Management-Team werden im Pfaffenwaldring 5a drei Juniorprofessoren und deren Arbeitsgruppen einziehen, drei neu geschaffene SimTech-Lehrstühle ihre Büros haben, und die 20 Studierenden des neu gestarteten Elitestudiengangs „Simulation Technology“ werden hier Lehrveranstaltungen und Seminare besuchen. Ein wichtiges Ziel der Zukunft ist für sie alle, dass das Cluster erfolgreich aus der nächsten Runde der Exzellenzinitiative hervorgeht und eine Förderung bis 2017 erhält.
Julia Alber



Kontakt

Prof. Wolfgang Ehlers
Institut für Mechanik (Bauwesen)
Tel. 0711/685-66346
e-mail: ehlers@mechbau.uni-stuttgart.de


Zum Seitenanfang