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Neuer Gesundheitsmanager an der Uni

Mit gesunden Mitarbeitern Berge versetzen

Einen großen Teil des Tages verbringt der Mensch am Arbeitsplatz, der seine Gesundheit maßgeblich beeinflussen kann. Ein guter Draht zu Kollegen, ergonomisch gut eingerichtete Arbeitsplätze, angemessene Arbeitsbelastungen, Wertschätzung und Respekt sind besonders wichtig, damit ein Mitarbeiter gesund bleibt. Defizite in diesen Bereichen können Mitarbeiter physisch und psychisch stark belasten. Die sichtbarste Folge sind vermehrte Krankschreibungen. Um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter verstärkt zu fördern, hat die Universität zum 1. Dezember 2010, unterstützt mit Mitteln des Wissenschaftsministeriums, die Stelle eines Gesundheitsmanagers eingerichtet.

Christoph Weiss - Gesundheitsmanagement
Christoph Weiss - Gesundheitsmanagement

„Die Mitarbeiter der Uni sind unser größtes Kapital“, sagt der neue Gesundheitsmanager der Uni, Christoph Weiss. Die Basis, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können, sei die Gesundheit. Der 31-jährige Österreicher hat sich schon während des Studiums der Sportwissenschaften an den Universitäten Graz und Heidelberg und auch danach intensiv mit gesundheitlicher Prävention und betrieblicher Gesundheitsförderung beschäftigt. Die Universität Stuttgart beginnt hier nicht bei Null. Bereits zweimal wurde ein Gesundheitstag abgehalten, bei dem Mitmachangebote, Workshops und Vorträge zu den Themen Ernährung, Bewegung und Vorsorge auf dem Programm standen. Außerdem können die Mitarbeiter aus verschiedenen Gesundheitskursen zum Thema Ernährung, Bewegung, Entspannung und Suchtprävention aus dem Fortbildungskalender auswählen. Kurse, die sich bisher bewährt haben, zum Beispiel zur Rückenschulung oder Brustkrebsvorsorge, wird es auch weiterhin geben. Zukünftig sollen sie noch deutlicher auf einem neu gestalteten Intranet-Auftritt angekündigt werden.


Bewegung hält Körper und Geist fit und beugt arbeitsbedingten Gesundheitsbeschwerden vor. (Foto: Techniker Krankenkasse)
Bewegung hält Körper und Geist fit und beugt arbeitsbedingten Gesundheitsbeschwerden vor. (Foto: Techniker Krankenkasse)

Kleine Schritte mit großer Wirkung
Aus Erfahrung weiß der Gesundheitsmanager, dass sich meist Menschen von den Gesundheitsangeboten angesprochen fühlen, die bereits gesundheitsbewusst leben. Wichtig sei es, so Weiss, auch diejenigen Mitarbeiter zu erreichen, die von den Angeboten am stärksten profitieren können. Er wird daher, je nach den Anforderungen, die sich aus den individuellen Tätigkeiten ergeben, maßgeschneiderte Gesundheitsangebote zusammenstellen und diese direkt an den Arbeitsplatz verlegen. Für die Abteilungen buchbar wären dann beispielsweise Entspannungstechniken für Stressgeplagte, Dehnungs- und Kräftigungsübungen für Schreibtischtäter, mobile Massage oder Schulungen für Werkstattmitarbeiter, in denen sie über richtiges Tragen und Heben informiert werden. Um den Mitarbeitern vor Augen zu führen, wie viel sie sich pro Tag bewegen, sollen einzelne Abteilungen auch mit Schrittzähler ausgestattet werden. Parallel zu diesen Aktionen werden die Mitarbeiter erfahren, wie sie mehr Bewegung in den Alltag bringen können und wie positiv sich körperliche Betätigung auf ihre Gesundheit auswirkt.

Das Problem bei der Wurzel packen
Die Präventionsmaßnahmen sind für Weiss sozusagen das Sahnehäubchen. „Wir sind nicht die Feuerwehr, die erst kommt, wenn es brennt“, sagt der passionierte Triathlet. Das Herzstück von Gesundheitsmanagement ist es, die grundlegenden Arbeitsstrukturen und -prozesse der Mitarbeiter einzelner Abteilungen zu analysieren: Warum sind Mitarbeiter krank oder warum sind sie es nicht? Gibt es bestimmte Umstände, die das eine oder andere besonders begünstigen? Als Einstieg könnten beispielsweise in einzelnen Abteilungen Führungskräfte in sogenannten Experteninterviews zu den spezifischen Arbeitsbelastungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter befragt werden. Ein Arbeitskreis Gesundheit wird die Analysen planen, steuern und auswerten. Die Ergebnisse können dann als Entscheidungsgrundlage dienen, um neue Gesundheitsfördermaßnahmen zu treffen. Eine weitere Aufgabe des Gesundheitsmanagers wird es sein, die Suchtberatung an der Uni zu koordinieren. Ein Interventionsplan soll zukünftig konkrete Hilfestellung für betroffene Kolleginnen und Kollegen bieten.
Helmine Braitmaier



Kontakt

Christoph Weiss
Gesundheitsmanagement
Tel. 0711/685-82218
e-mail: christoph.weiss@verwaltung.uni-stuttgart.de


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