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Neuer Forschungscampus von DLR und Uni Stuttgart

„Beutegemeinschaft“ mit Zukunft

Mit dem gemeinsamen Forschungscampus „DLR@UniST“, für den am 25. Januar der offizielle Startschuss fiel, rücken das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Universität Stuttgart noch enger zusammen. Die außeruniversitäre und die universitäre Forschungseinrichtung festigen ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit dem Ziel, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Durch den neuen Verbund sollen insbesondere Kompetenzen auf den Schwerpunktfeldern Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr gebündelt und nachhaltig ausgebaut werden. Die Partner wollen wissenschaftliche Alleinstellungsmerkmale schaffen und ihre nationale wie auch internationale Stärke zu einer Spitzenposition steigern.

Günther Leßnerkraus (Wirtschaftsministerium)      Dr. Heribert Knorr (Wissenschaftsministerium),   Prof. Heinz Voggenreiter (DLR),   Prof. Wolfram Ressel (Uni Stuttgart),   Prof. Johann-Dietrich Wörner (DLR) und  Prof. Thomas Hirth (Uni Stuttgart).                                                      (Foto: DLR)
Günther Leßnerkraus (Wirtschaftsministerium) Dr. Heribert Knorr (Wissenschaftsministerium), Prof. Heinz Voggenreiter (DLR), Prof. Wolfram Ressel (Uni Stuttgart), Prof. Johann-Dietrich Wörner (DLR) und Prof. Thomas Hirth (Uni Stuttgart). (Foto: DLR)

 

Für den damaligen baden-württembergischen Wissenschaftsminister Prof. Peter Frankenberg ist die Zusammenarbeit von DLR und Uni „ein Gewinn für den Wissenschaftsstandort Stuttgart“. Mit 1,4 Millionen Euro fördert denn auch das Wissenschaftsministerium den neuen Forschungscampus. Im Themenfeld Verkehr unterstützt das Wirtschaftsministerium schon seit Jahren aus Mitteln der Baden-Württemberg-Stiftung gemeinsame Leitprojekte von DLR Stuttgart, Universität Stuttgart und Wirtschaft. Laut dem damaligen Wirtschaftsminister Ernst Pfister wirken sich die intensivere Zusammenarbeit der Forschungsinstitute im Land und der enge Austausch mit der Wirtschaft fruchtbar auf alle beteiligten Partner aus.


 

Drei Start-up-Projekte
„Um unsere außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden wir von vielen beneidet“, sagte Günther Leßnerkraus, Ministerialdirigent im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, bei der Kick-off-Veranstaltung, und er versprach den Akteuren des Forschungscampus DLR@UniST: „Wir werden Sie begleiten.“ Mit drei Projekten, alle eng mit der Exzellenzinitiative der Universität Stuttgart verbunden, und 14 Mitarbeitern aus beiden Einrichtungen, startet DLR@UniST. Das Projekt Luftfahrt beschäftigt sich mit virtuellen Zulassungsrouten und dem Design von Aerostrukturen, im Projekt Raumfahrt geht es um die Rückkehrtechnologie für hochenergetische Bahnen und im Mittelpunkt des Energie-Projekts steht die Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die dezentrale Energieversorgung. Diese bereits angelaufenen Projekte sollen noch um den Schwerpunkt Verkehr ergänzt werden.
„Wir freuen uns, dass mit der Einrichtung des Forschungscampus DLR@Uni ist die Zusammenarbeit zwischen dem DLR und der Universität Stuttgart vertieft und auf institutionelle Füße gestellt wird“, so Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel, der sich darauf freut, nun „als Team“ auftreten zu können. „Diese Kooperation der Universität mit einer außeruniversitären Forschungseinrichtung ist ein wichtiger Baustein im Hinblick auf das Zukunftskonzept ‚Kooperativer Forschungscampus Stuttgart – Wissenschaft für den Menschen’.“
Der Austausch am Standort Vaihingen sei schon jetzt intensiv, betonte der Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Johann-Dietrich Wörner, der schon lange ein engeres Zusammenrücken von außeruniversitärer und universitärer Forschung befürwortet. Bei der Kooperation zwischen DLR und Uni Stuttgart handele es sich um eine „Beutegemeinschaft“, bei der die Inhalte im Vordergrund stünden. 

Gemeinsam zum Erfolg
„Heute feiern wir einen Auftakt“, sagte Prof. Heinz Voggenreiter, der Direktor des DLR-Instituts für Bauweisen- und Konstruktionsforschung und hofft auf die ersten Erfolge in zwei Jahren. Bis dahin könne man gemeinsam arbeiten, Strategien entwickeln und „jagen“ (Akquise betreiben) sowie die Lehre ausbauen. Prof. Thomas Hirth, Leiter des Instituts für Grenzflächenverfahrenstechnik der Universität Stuttgart, der zusammen mit Voggenreiter die Geschäftsstelle des Forschungscampus DLR@UniST führt, betonte abschließend, die Themen Makrotrends und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts seien, ob auf globaler, europäischer, Bundes- oder Landesebene richtig gewählt und in das richtige Umfeld eingebettet – so auch in das Forschungsprofil der Uni. Er erinnerte daran: „Erfolg hat man gemeinsam oder gar nicht!“ Julia Alber/amg

 



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