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Kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

Das Deutsche Museum zur NS-Zeit

Lange Zeit glaubte man, dass das Deutsche Museum zur Zeit des Nationalsozialismus weitestgehend unpolitisch war.


Buchtipp
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Mit dieser irrigen Annahme räumen rund ein Dutzend Museumskuratoren und Historiker in dem von Elisabeth Vaupel und Stefan L. Wolff herausgegebenen Band „Das Deutsche Museum in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme“ auf. Vaupel, die sich 2003 an der Universität Stuttgart im Fach „Allgemeine Chemie“ habilitierte, und Wolff sind Historiker am Forschungsinstitut des Deutschen Museums. In dem rund 700-seitigen Werk wird die Arbeit des Vereins der deutschen Ingenieure im Nationalsozialismus, erzieherische Aufgaben des Deutschen Museums, Sonderausstellungen des Zeitgeists und Propagandaausstellungen untersucht. Die Autoren des Sammelbandes zeigen, dass es dem NS-Regime sehr wohl gelang, das Museum für seine Zwecke zu vereinnahmen, beispielsweise mit einer Schau über „Deutsche Werksteine“, die den architekturbegeisterten Hitler anziehen sollte und dies auch erreichte.  Magdalena Max

 

Vaupel, Elisabeth; Wolff, Stefan L. (Hrsg.): Das Deutsche Museum in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme, Wallstein-Verlag, Göttingen, 2010, ISBN: 978-3-835-30596-0, Euro 39,90



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