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Doppelter Abiturjahrgang 2012 – Lösungen von Uni und Studentenwerk

Gut vorbereitet für den Ansturm

Der doppelte Abiturjahrgang im Jahr 2012 ist eine Herausforderung für die Universitäten des Landes. Die Universität Stuttgart hat das Thema schon früh ernst genommen und entsprechend die Weichen gestellt, um sich auf die wachsende Zahl der Studieninteressierten vorzubereiten. Die Prognose für das Jahr 2012 liegt bei 5.800 Studierenden im ersten Fachsemester (zum Vergleich: 2010 schrieben sich 4.040 Erstsemester ein).

Im Rahmen des Programms „Hochschule 2012“ des Landes Baden-Württemberg wird die Universität bis zunächst 2012 18,3 Millionen Euro erhalten haben. Mit diesem Geld hat die Uni bisher unter anderem stufenweise mehr als 900 neue Plätze in den zulassungsbeschränkten Studiengängen eingerichtet. Insbesondere stark nachgefragte Studiengänge wie Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Sozialwissenschaften und Technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre wurden aufgestockt. Zudem entstanden attraktive neue Studienfächer wie Erneuerbare Energien, Medizintechnik und der Lehramtstudiengang Naturwissenschaft und Technik. Natürlich werden auch in den Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung mehr Studierende erwartet. Die prognostizierten Zuwächse liegen aber größenordnungsmäßig im Bereich der Schwankungen, die auch in anderen Jahren auftreten. Der extra eingestellte Hörsaalmanager Matthias Röder sorgt für die optimierte Ausnutzung aller vorhandenen Räumlichkeiten. Parallel dazu dient auch eine Entzerrung der Vorlesungszeiten: Sie werden von 8.00 bis 19.00 Uhr ausgeweitet, in Einzelfällen bis 20.45 Uhr. Falls notwendig wird es auch Vorlesungen am Samstag geben. Ein sinnvolles Betreuungsverhältnis in den Vorlesungen und Seminaren erreichen die Studiengänge durch die Einstellung neuer Professoren, Dozenten und Tutoren. Die Unibibliothek stockt ihre Lehrbuchsammlung auf und hat darüber hinaus neue Aufsicht-Scanner aufgestellt, an denen die Studierenden kostenlos Bücher einscannen und auf einem USB-Stick speichern können.

Entzerrung durch MINT-Kolleg
Auch das zum Wintersemester 2011/12 startende MINT-Kolleg sorgt für eine Entzerrung des Studiums. Für die besonders lehrintensiven Fächer (der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bietet das Kolleg für Interessierte, dem eigentlichen Studium vorgeschaltete Vorlesungen und Übungen an. Die hier erworbenen Punkte werden für das Studium angerechnet.
Das Studentenwerk Stuttgart bereitet sich auch auf den doppelten Abiturjahrgang vor. So werden die Öffnungszeiten der Mensen und Cafeterien an die erweiterten Vorlesungszeiten angepasst. Die Wohndauer in den Studentenwohnheimen wurde 2010 von drei auf zwei Jahre begrenzt, so dass für die Erstsemester des Jahres 2012 nahezu die doppelte Zimmeranzahl zur Verfügung steht. Und ein neues Wohnheim mit rund 400 Plätzen ist im Herbst 2011 bezugsfertig. Darüber hinaus sind bis 2013 weitere Wohnheime mit insgesamt rund 600 Zimmern geplant.
All diese Maßnahmen sollen gemeinsam das Ziel erreichen, auch 2012 attraktive Studienbedingungen zu schaffen. Unterstützung bietet dabei auch der „Hochschulpakt 2020“. Er sichert Bundesmittel für die deutschlandweit steigenden Studierendenquoten zu. ve



Kontakt

Matthias Röder
Dezernat VI/Technik und Bauten
Tel. 0711/685-60540
e-mail: matthias.roeder@verwaltung.uni-stuttgart.de


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