Dieses Bild zeigt Laserbearbeitung von carbonfaser-verstärktem Kunststoff

Drei gute Gründe für die Forschung an der Universität Stuttgart

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Stuttgart haben viele gute Argumente für die Wahl ihrer Forschungsstätte. Hier die drei wichtigsten.

1. Interdisziplinarität als Grundprinzip

Die interdisziplinäre Integration von Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auf der Grundlage disziplinärer Spitzenforschung zählt seit jeher zu den besonderen Stärken der Universität Stuttgart und ist als „Stuttgarter Weg“ im Leitbild der Universität verankert. Gelebt wird sie in einer Vielzahl fach- und fakultätsübergreifender Forschungsschwerpunkte, Projekte und Zentren. Die Zusammenarbeit der komplementären Fachdisziplinen eröffnet einzigartige Möglichkeiten, neue Fragen zu stellen und gemeinsam Antworten zu entwickeln zur Lösung der großen Probleme unserer Gesellschaft.

Vernetztes Arbeiten und eine hervorragende Ausstattung machen das Forschen an der Universität Stuttgart besonders attraktiv.
Vernetztes Arbeiten und eine hervorragende Ausstattung machen das Forschen an der Universität Stuttgart besonders attraktiv.

2. Forschen an einer der drittmittelstärksten Universitäten Deutschlands

Mit Drittmitteleinnahmen in Höhe von rund 190 Millionen Euro im Jahr 2015 gehört die Universität Stuttgart zu den drittmittelstärksten Hochschulen in Deutschland – ein Spitzenplatz, den die Universität seit vielen Jahren behauptet. Dank der guten Finanzausstattung finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Stuttgart optimale Bedingungen für Forschung und Lehre: Die Gelder ermöglichen die Einstellung vieler zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie hohe Investitionen in Forschungseinrichtungen, Gebäude und Labore.

Hazel Hen, der schnellste Supercomputer Europas.  (c) HLRS
Hazel Hen, der schnellste Supercomputer Europas.

3. Hervorragende Forschungsausstattung

Ob Höchstleistungsrechenzentrum oder das Stratosphärenobservatorium SOFIA, das Quantenforschungszentrum ZaQuant oder der Stuttgarter Windkanal: Viele Forschungseinrichtungen der Universität Stuttgart verbinden sich mit Prädikaten wie „schnellste“, „größte“, „einzigartig“. Aber auch jenseits der Leuchtturmprojekte steht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Universität eine hochmoderne und vielfältige Forschungsausstattung zur Verfügung.

Drei gute Gründe im Detail

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Forschung über die Grenzen der Disziplinen und Fachbereiche hinweg ist eine Grundmaxime der Universität Stuttgart.
Forschung über die Grenzen der Disziplinen und Fachbereiche hinweg ist eine Grundmaxime der Universität Stuttgart.

Technik trifft Geist

Interdisziplinäres Denken hat an der Universität Stuttgart eine lange Tradition und verbindet sich mit Persönlichkeiten wie dem Wissenschaftstheoretiker Max Bense, dem Physiker und Begründer der Synergetik Hermann Haken oder dem Architekten und Pionier des ökologischen Bauens Frei Otto.

Heute ist die interdisziplinäre Integration von Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auf der Grundlage disziplinärer Spitzenforschung als „Stuttgarter Weg“ im Leitbild der Universität festgeschrieben. Der Geist der Interdisziplinarität spiegelt sich in einer Vielzahl fakultäts- und fachgebietsübergreifender Forschungsprojekte und Verbünde. Ein herausragendes Beispiel ist der Exzellenzcluster Simulation Technologies (SimTech), in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sieben Projektnetzwerken Methoden und Anwendungen auf allen Gebieten der Modellierungs- und Simulationswissenschaften weiterentwickeln, von isolierten numerischen Ansätzen hin zu einer integrierten Systemwissenschaft.

Forschung an der Schnittstelle von Kultur und Technik verknüpft das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT). Die Projekte gehen Fragen nach, die sich insbesondere aus den Wechselwirkungen von kulturellen Formationen und technologischen Innovationen ergeben und die in fachspezifischer Perspektive allein nicht gelöst werden können. Exemplarisch für interdisziplinäre Forschung im Bereich des Bauens ist der Transregionale Sonderforschungsbereich SFB-TRR 141, der Kompetenzen auf den Gebieten des Leichtbaus, der Simulationstechnik, der Biologie, der Physik und den Geowissenschaften zusammenbringt.

Hinter dem Bekenntnis zur Interdisziplinarität steht die Vision,  nicht nur den gesamten Entstehungs- und Lebenszyklus sowie die ingenieurtechnische Realisierung eines Produktes oder einer Technologie zu erforschen, sondern auch die gesellschaftlichen Auswirkungen und die Nachhaltigkeit technischer Innovationen zu bewerten. Zudem eröffnet konsequente Interdisziplinarität innovative Forschungsfelder wie die Digital Humanities.

Viel Geld für die Forschung

Jährliche Drittmitteleinwerbungen zwischen 180 und 200 Millionen Euro zeigen es deutlich: Die Universität Stuttgart ist ein gesuchter Partner bei nationalen und internationalen Förderorganisationen wie auch für die Wirtschaft. Die Drittmittelstärke spiegelt sich auch in wichtigen Rankings: So erzielte die Universität Stuttgart nach der letzten Erhebung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2013 mit 744.000 Euro je Professor/in die höchsten Drittmitteleinnahmen unter den Universitäten in Deutschland. Damit sammelten die Stuttgarter Professorinnen und Professoren fast dreimal mehr Drittmittel ein als ihre Kolleginnen und Kollegen im Durchschnitt.

Dabei wirkt die Universität Stuttgart auch als starker Motor für Wirtschaft und Gesellschaft der Region Stuttgart. Es bestehen enge Kontakte zu zahlreichen großen und mittelständischen Industrie- und Wirtschaftsunternehmen. Mit knapp 50 Millionen Euro Drittmitteln aus der Industrie leistet die Universität Stuttgart einen wesentlichen Teil der an baden-württembergischen Universitäten durchgeführten Auftragsforschung.

Wo Spitzenforschung gedeihen kann

Forschungsanlagen der Superlative und eine sehr gute Forschungsinfrastruktur in die Breite: An der Universität Stuttgart finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Arbeitsumfeld, in dem Spitzenforschung gedeihen kann. Hier einige Beispiele:

Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart
185.088 Rechenkerne, 7,42 Petaflops: Mit der im Herbst 2015 in Betrieb genommenen Supercomputerinstallation „Hazel Hen“ verfügt das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart über das derzeit leistungsfähigste Rechnersystem in Deutschland. Darüber hinaus verfügt das HLRS über ein dreistöckiges 3D-Visualisierungszentrum (CAVE) für die komplett dreidimensionale Darstellung von komplexen Rechenergebnissen.Gemeinsam mit den Höchstleistungsrechenzentren von München und Jülich hat sich das Höchstleistungsrechenzentrum zum Gauss Center for Super Computing zusammengetan, der leistungsfähigsten Allianz im Bereich Supercomputing in Europa.

Zentrum für angewandte Quantentechnologien (ZaQuant)
Der geplante Forschungsneubau mit Präzisionslabors und Büros bietet Raum für die Entwicklung neuartiger nanooptischer Quantensensoren, um wegweisende Fortschritte in Empfindlichkeit, Spezifizität und Energieeffizienz in der Sensorik zu erreichen.

Stratosphärenobservatorium SOFIA
Weltweite Strahlkraft hat auch SOFIA; das von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie, dessen wissenschaftliche Leitung an der Universität Stuttgart angesiedelt ist. Seinen Sitz hat das Deutsche SOFIA-Institut wie auch andere Einrichtungen der Stuttgarter Raumfahrt im Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg, wo Wissenschaftler gemeinsam mit der baden-württembergischen Industrie Spitzenforschung und -entwicklung betreiben.

Power-Wall am Visualisierungszentrum
Eine extrem hoch auflösende Rückprojektionswand am Visualisierungszentrum VISUS der Universität Stuttgart bietet neue Dimensionen virtueller Welten. Die sechs Meter breite und 2,2, Meter hohe „Powerwall“ erlaubt es, extrem große Datenmengen zu visualisieren und kollaborativ sowie interaktiv zu analysieren.

Windkanal
Der Stuttgarter Windkanal gehört zu den leistungsfähigsten Einrichtungen seiner Art weltweit. Er erlaubt die Untersuchung von aerodynamischen und aeroakustischen Eigenschaften von Fahrzeugen bei Geschwindigkeiten von bis zu 265 km/h.