Arbeitsschutz

Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit wird im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland jedem staatlich garantiert (Art. 2). Damit haben auch alle Beschäftigten bei ihrer Arbeit Anspruch auf dieses Grundrecht. Der Staat sorgt für die Einhaltung dieses Grundrechts auf Arbeitsschutz durch Erlass von Vorschriften und deren Kontrolle.

Zum Arbeitsschutz im weitesten Sinn gehören sicherheitstechnische, organisatorische, arbeitsmedizinische, arbeitshygienische und betriebspsychologische Maßnahmen.

Gesetzliche Grundlage des Arbeitsschutzes ist das Arbeitsschutzgesetz. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen (z. B. Arbeitssicherheitsgesetz, Produktsicherheitsgesetz, Chemikaliengesetz, Arbeitsstättenverordnung, Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung). Neben diesem staatlichen Arbeitsschutz gibt es in Deutschland den Arbeitsschutz, der von den Berufsgenossenschaften und anderen Unfallversicherungsträgern (z.B. ist für die Universität die Unfallkasse BW zuständig) geleistet wird.

(Quelle: Lexikon Sicherheit und Gesundheit, Universum-Verlag)

In der Stabsabteilung Sicherheitswesen sind u.a. die Fachkräfte für Arbeitssicherheit (gemäß § 5 Arbeitssicherheitsgesetz - ASiG), angesiedelt. Die Abteilung ist dem/der Kanzler/in zugeordnet. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen die für den Arbeitsschutz Verantwortlichen gemäß § 6 ASiG indem sie u.a.

  • Begehungen der Arbeitsstätten regelmäßig durchführen und festgestellte Mängel dem Arbeitgeber oder der sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Person mitteilen, Maßnahmen zur Beseitigung dieser Mängel vorschlagen und auf deren Durchführung hinwirken,
  • die Verantwortlichen der Einrichtungen bei der Beurteilung von Gefährdungen mechanischer, physikalischer und chemischer Art unterstützen,
  • Arbeitsplatzmessungen und Schadstofferhebungen veranlassen,
  • die Mitglieder und Angehörigen der Universität Stuttgart in Fragen des Arbeitsschutzes informieren und beraten,
  • bei der Beschaffung technischer Arbeitsmittel und persönlicher Schutzausrüstung beraten,
  • die Leiter/innen von Universitätseinrichtungen und die Beschäftigten schulen,
  • die Einrichtungen beim Mutterschutz unterstützen,
  •  zusammen mit dem Arbeitsmedizinischen Dienst die Erste Hilfe und die arbeitsmedizinische Vorsorge organisieren,
  • Ursachen von Arbeitsunfällen untersuchen, die Untersuchungsergebnisse erfassen und auswerten und dem Arbeitgeber Maßnahmen zur Verhütung dieser Arbeitsunfälle vorschlagen.

Die Begehungen dienen u.a. der Wahrnehmung der Kontrollbefugnis des Kanzlers/der Kanzlerin für die Einhaltung der Rechtsvorschriften durch die verantwortlichen Personen. Den Mitarbeitern/-innen der Stabsabteilung Sicherheitswesen ist im Rahmen der Erfüllung ihrer Pflichten der Zugang zu den von der Einrichtung genutzten Räumen zu gewähren.