Hautschutz

Bei vielen Tätigkeiten wird die Haut, stark belastet, geschädigt oder sensibilisiert.
Hierdurch können Hautkrankheiten entstehen, die zu Arbeitsunfähigkeit oder sogar zur Tätigkeitsaufgabe führen. Ursache sind nicht nur direkte mechanische, physikalische oder chemische Einflüsse am Arbeitsplatz, sondern auch Schädigungen der Haut durch längeren Feuchtkontakt, längeres Tragen von Handschuhen oder häufige Hautreinigung .

Vor allem Arbeits- oder Gefahrstoffe können die Haut entfetten und Hautkrankheiten verursachen. Symptome hierfür sind insbesondere: Juckreiz, Brennen, Rötungen, Bläschenbildung, raue Haut, Schuppung oder Risse.

Hautschutz

Zum Schutz der Haut gibt es eine Vielzahl von Cremes und Lotionen, die je nach Anwendungsfall ausgewählt werden müssen.
Hierbei unterscheidet man in:

  • Hautschutzmittel
  • Hautreinigungsmittel
  • Hautpflegemittel
- werden vor einer hautbelastenden Tätigkeit auf die Haut aufgetragen.
- werden nach einer hautbelastenden Tätigkeit auf die Haut angewandt.
- werden nach einer hautbelastenden Tätigkeit auf die saubere Haut aufgetragen.

Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemaßnahmen sollten gezielt aufeinander abgestimmt werden.
Dazu empfiehlt es sich, Hautschutzpläne zu erstellen, in denen die Hautschutzmaßnahmen den entsprechenden spezifischenTätigkeiten und Arbeitsabläufen zugeordnet sind. Der Hautschutzplan stellt somit eine Anleitung und Information der Beschäftigten dar, wie man seine Haut bei den speziellen Tätigkeiten am Arbeitsplatz wirkungsvoll schützt.

Die Präventionskampagne Haut

„Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens.“

Unter diesem Motto haben die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung erstmals eine gemeinsame Kampagne zur gesundheitlichen Prävention gestartet. Für die Dauer von zwei Jahren werden 106 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger für einen besseren Umgang mit dem größten Organ des Menschen werben. Das erklärte Ziel der Kampagne: „Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!“

 Hautlogo-1

Die Bedeutung der Haut für die Gesundheit wird allzu oft unterschätzt. Von rund 25.000 bestätigten Berufskrankheiten im Jahr 2005 verzeichneten die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung etwa 9.500 beruflich bedingte Hauterkrankungen.

Für die hohe Zahl der Hauterkrankungen ist nicht immer zu geringes Wissen über Hautschutz verantwortlich. Oft hapert es auch nur bei der Umsetzung, denn etwa zwei Drittel aller befragten Bundesbürger verfügen über ein umfangreiches Wissen zum Hautschutz, doch nur wenige wenden dieses im Alltag auch an.

Weitere Informationen auf der Homepage der Kampagne