Gefährdungsbeurteilung

Mit der Einführung des Arbeitsschutzgesetzes (externer LinkArbSchG) im Jahre 1996 wurde erstmalig die Beurteilung von Gefährdungen und Risiken für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gefordert.

Gemäß §5 ArbSchG hat der Arbeitgeber alle Gefährdungen, die für seine Beschäftigten im Rahmen ihrer Arbeit entstehen können, zu beurteilen, und die hierfür geeigneten Schutzmaßnahmen zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Gefährdungsbeurteilung und die von ihm festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes sind zu dokumentieren (§6 ArbSchG).

In den nachfolgenden Jahren haben weitere Verordnungen zum Arbeitsschutz diese Forderung zur Gefährdungsbeurteilung übernommen, jeweils erweitert mit spezifische Regelungen (Anm.: die links externer Link weisen auf eine externe Seite; der Zugang ist von Rechnern der Universität kostenlos), zum Beispiel

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- die Betriebssicherheitsverordnung, §3 (externer LinkBetrSichV)
- die Arbeitsstättenverordnung, §3 (externer LinkArbStättV)
- die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, § (externer LinkLärmVibrationsArbSchV)
- die Bildschirmarbeitsverordnung, §3 (externer LinkBildscharbV)
- die Gefahrstoffverordnung, §6 (externer LinkGefStoffV)
- die Lastenhandhabungsverordnung, §2 (externer LinkLasthandhabV)

Verantwortlich für die Erfüllung dieser Pflicht sind die Personen, die im Rahmen ihrer Aufgaben und Befugnisse Leitungsaufgaben wahrnehmen. Hierzu gehören z. B. die Universitätsleitung, die Dekane/-innen, die Institutsdirektoren/-innen, die Geschäftsführenden Direktoren/-innen der Institute, die Leiter/-innen sonstiger Universitätseinrichtungen, die Hochschullehrer/-innen sowie die Dezernenten/-innen der Verwaltung.
(uni-intern siehe Rundschreiben Nr. 79/2007 - Richtlinie zur Verantwortung im Arbeits- und Umweltschutz an der Universität Stuttgart)
Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit, sowie die Betriebsärzte sind hierbei unterstützend tätig.

Nachfolgend haben wir Informationen zur Gefährdungsbeurteilung (Grundlagen, Methodik, Durchführung und Dokumentation) zusammengestellt. Sollten Sie weitergehende Fragen haben wenden Sie sich bitte an Herrn Glodd.

Grundlagen

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Dokumentation und Vorlagen

Die Form und der Umfang der Dokumentation ist vom Gesetzgeber nicht vorgegeben, wichtig ist die Qualität der Beurteilung und eine nachvollziehbare Darstellung der Überlegungen. In der Regel erfolgt die Dokumentation schriftlich, eine elektronische Form ist auch möglich. Sie sollte aber jederzeit auf Anforderung den Behörden vorgelegt werden können. Es empfiehlt sich die alten Stände von überarbeiteten Gefährdungsbeurteilungen zu archivieren, um Entwicklungen darstellen zu können und um die Bedingungen zu einem früheren Zeitpunkt zu dokumentieren.

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Formblätter zur Gefährdungsbeurteilung

ein Vorschlag auf Basis der BGI/GUV-I 8700, angepasst für die Universität Stuttgart
die Dokumente sind nicht geschützt, und können auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden

uni-intern Deckblatt (pdf doc)
uni-intern Anlage 1 - Übersicht der Gefährdungsgruppen (pdf doc)
uni-intern Anlage 2 - Risikomatrix (pdf doc)
uni-intern Anlage 3 - Gefährdungsbeurteilung (pdf doc)

uni-intern Mustervorlage für einen Büroarbeitsplatz (Sekretariat) (pdfpdf)
uni-intern Mustervorlage für ein Laserlabor (pdfpdf)
- diese Muster stellen Beispiele dar, bitte nicht einfach übernehmen

Hilfsmittel

Excel-Vorlage der BG RCI zur PC-gestützten Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen

uni-intern Anleitung und detaillierte Hinweise zur Bearbeitung der Vorlagen (pdf doc)
uni-intern GefDok light (excel icon xls)

Excel-Tool des Haufe-Verlags
- (Nutzung nur für uninterne Zwecke freigegeben)

uni-intern Gefährdungsbeurteilung (excel icon xls)
Anmerkung: dieses Tool arbeitet mit Makros und benötigt Visual-Basic-Runtime-Dateien.
Falls in diesem Zusammenhang Fehler auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Administrator.

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weitere Informationen im Internet

externer Link Vorschriften und Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) - mit Suchfunktion
externer Link Homepage der BAuA (Bundesabstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
externer Link Portal Gefährdungsbeurteilung

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