Gründen an der Uni Stuttgart

Gründen an der Uni Stuttgart

Die Universität Stuttgart fördert kluge Köpfe mit neuen Ideen. Wer als Studierender, Mitarbeitender oder Alumni ein Unternehmen gründen möchte, wird vonseiten der Technologie-Transfer-Initiative unterstützt. Wie das genau funktioniert, erklärt die langjährige Mitarbeiterin Edith Schmitt auf der Veranstaltung „Stuttgart gründet“.

Schmitt vor dem TTI Plakat

Edith Schmitt vertritt die TTI bei der Veranstaltung „Stuttgart gründet“.

Am Anfang steht das Erstberatungsgespräch. Bei diesem stellt der zukünftige Gründer oder die zukünftige Gründerin die zentrale Idee vor, mit welcher die Umsetzung des eigenen Unternehmens in Angriff genommen werden soll. Ein ausgearbeitetes Konzept ist hierfür zwar hilfreich, allerdings nicht notwendig. Der Businessplan kann im Anschluss mithilfe der Mitarbeitenden der Technologie-Transfer-Initiative (TTI) erstellt beziehungsweise überarbeitet werden. Aber was ist dann für den Anfang wichtig?

„Grundsätzlich ist es ratsam, ein großes Netzwerk aufzubauen.“, erklärt Edith Schmitt. Die TTI kann diesbezüglich vermitteln. Über eigene Veranstaltungen oder Kontakte zu Förderprogrammen können die Unternehmer und Unternehmerinnen in spe zukünftige Geschäftspartner kennenlernen und finanzielle Mittel sammeln. Die TTI hat beispielsweise bereits die Gründung von eMovements unterstützt, welches als Unternehmen für elektronische Mobilität den elektrischen Rollator „ello“ entworfen hat. Auch bei der Gründung des Unternehmens Hybrid-Ariplane GmbH, dessen Köpfe das Hybridflugzeug H-Aero entwickelten, stand die TTI zur Seite.

Bleistift vor leerem Papier

Ganz alleine eine Businessplan erstellen? Die TTI kann behilflich sein.

Fachliche Hilfe kann durch das Patenschaftsmodell gewährleistet werden. Hierbei wird der Kontakt zwischen Gründer oder Gründerin und Professor oder Professorin aufgebaut. „Seit der Gründung haben wir über dreihundert Patenschaftsverträge abgeschlossen.“, so Schmitt. Dieses Modell kann dem Gründer oder der Gründerin beispielweise die kostenlose Benutzung eines Labors ermöglichen. Auch eine engere Zusammenarbeit ist nicht ausgeschlossen.

Wer das Gründen vorab nur ausprobieren möchte, kann unter dem Dach der TTI GmbH im Rahmen einer Transfer- und Gründerunternehmung (TGU) Projektleiter beziehungsweise Projektleiterin der eigenen Ideenumsetzung werden. „Der Vorteil ist, dass man kein eigenes Unternehmen gründen muss.“, erklärt Schmitt. Man könne folglich gründen, ohne zu gründen. Bei diesem Modell berät die TTI GmbH nicht nur, sondern übernimmt auch das Finanz-, sowie Personalmanagement und stellt somit zusätzlich einen guten Ausgangspunkt für eine angestrebte, selbstständige Existenz dar. „Derzeit gibt es über fünfzig TGUs.“, so Schmitt.

Hybrid-Flugzeug

Links: das Hybrid-Flugzeig h-aero, rechts: Schmitt mit dem Mitbegründer Csaba Singer. Bild: Dr.-Ing. Csaba Singer

Gründen könne grundsätzlich jeder, egal welchen Alters oder Semesters. Dabei gelte: Je früher, desto besser, um keine Deadline zu verpassen. Aber kann man überhaupt gleichzeitig studieren und gründen? „Grundsätzlich wird die Zeit unterschätzt, die in die Existenzgründung einfließt.“, so Schmitt. Allerdings könne man als Freiberufler auch neben dem Studium Gründerluft schnuppern und so Erfahrungen für den Ernstfall sammeln. Dies funktioniere beispielsweise besonders gut im Rahmen einer TGU. „Wir unterstützen von der Idee bis zur Vermarktung beziehungsweise Finanzierung.“, fasst Schmitt zusammen. Allerdings gebe es auch Grenzen, einen persönlichen Coach für jeden Gründenden können sie beispielsweise nicht stellen. Dennoch lohnt sich die Kontaktaufnahme. Wer sich näher informieren möchte, kann dies über die Homepage der TTI GmbH.

 

 

Freundeskreis Flüchtlinge

Freundeskreis Flüchtlinge

Studierende der Universität Stuttgart wollen Geflüchteten helfen. Aber wie kann man sich als Studierender einsetzen, wie viel Zeit nimmt das in Anspruch und was bringt das am Ende konkret? Der Freundeskreis Flüchtlinge als Beispiel.

Studierende und Flüchtlinge vor Statue

Zu Besuch beim Mercedes-Benz-Museum.

Die Studierenden treffen sich regelmäßig, meist alle zwei Wochen, um gemeinsam mit jungen Menschen aus anderen Ländern zu spielen und zu reden. An den Abenden spielen sie Karten, puzzeln, tauschen sich über kulturelle Besonderheiten aus, snacken und erhängen Werwölfe in Düsterwald. Außerdem stehen Bowlingausflüge, Lagerfeuerspiele und Filmabende auf dem Plan. Die gemeinsamen Interessen der Teilnehmenden sind groß.

Die Studierenden gründeten den Freundeskreis Flüchtlinge im letzten Jahr. Inzwischen werden sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Was hat sie motiviert, überhaupt anzufangen? „Es ist gerade das Thema Flüchtlinge, was aktuell eine sehr große Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Als ich von der Möglichkeit erfuhr, mit studierfähigen Flüchtlingen zu arbeiten, sah ich darin die Chance, selbst aktiv zu werden und durch meine Hilfe einen kleinen Beitrag zu leisten.“, so Terence, Organisator der Kulturwoche.

Die Lücke im Stundenplan

Neben den Spieleabenden finden auch Museumsbesuche und Fußballspiele statt. Ob ihr Engagement das Studieren behindert? Terence verneint das: „Für unsere Besprechungen, die regelmäßig stattfinden, findet sich immer eine Lücke im Stundenplan. Aber auch die Planung von Kursen, Kulturprogramm oder Freizeitaktivitäten, läuft nebenher. Natürlich gibt es auch sehr viel Bürokratisches zu tun, was aber Johannes, unser Kopf und Gründer, übernimmt“. Je mehr Studierende mitmachen, desto mehr Projekte können ohne erheblichen Mehraufwand für den Einzelnen verwirklicht werden. Und wenn während der Prüfungsphase mal niemand Zeit hat, pausieren die Veranstaltungen eben. Das freiwillige Engagement ist ein großes Plus, eine wichtige und schöne Zusatzarbeit, aber unterliegt keinem Zwang.

Jeder kann kommen

Bowling

Auch gemeinsame Bowling-Ausflüge stehen auf dem Programm.

Die jungen Menschen aus anderen Ländern nehmen das Angebot gerne an. Man kann hier nicht nur neue Freunde finden, sondern auch die Sprache besser lernen, Gemeinsamkeiten entdecken und neue schaffen. Hierbei ist hilfreich, dass die Einladungen zu den Treffen nicht nur für eine begrenzte Gruppe an Menschen ausgesprochen werden. Prinzipiell kann jeder vorbeikommen – ob Flüchtling aus Fernost oder alteingesessener Stuttgarter. Auch Freunde der engagierter Studierenden schauen manchmal vorbei, um einen entspannten Abend im Kreis von Gleichgesinnten zu genießen oder an einer besonderen Veranstaltung teilzunehmen. So sieht man immer wieder neue und bekannte Gesichter, die gemeinsam in einen kulturellen Austausch treten und dabei einfach nur zusammen Spaß haben.

Welche Pläne hat der Freundeskreis für die Zukunft? „Mein Wunsch ist, mit dem Freundeskreis noch weiter Fuß zu fassen, um möglichst viele Geflüchtete zu erreichen. Schön wäre, wenn wir viele interessierte Freiwillige fänden, die uns dabei unterstützen.“, erklärt Terence. „Aktuell planen wir einen Sprachkurs im Flüchtlingsheim. Dieser soll regelmäßig stattfinden und abwechselnd gehalten werden. Parallel dazu soll es eine Kinderbetreuung geben. Außerdem gibt es alle zwei Wochen einen Kulturtag, an dem wir Museumsbesuche, Ausflüge oder einen gemeinsamen Spielabend veranstalten.“. Dabei können gerne noch mehr Studierende der Universität Stuttgart helfen.

Wer mehr erfahren und eventuell mitmachen möchte, kann den Freundeskreis über Facebook kontaktieren oder eine E-Mail an freundeskreis@ia.uni-stuttgart.de schreiben.

 

Anna

Ein Praktikum im Land der aufgehenden Sonne

Ein Praktikum im Land der aufgehenden Sonne

Gang aus Torii am Fushimi Inari-Taisha in Kyōto.
Bildnachweis: rowan / photocase.de

Anh Phan studiert technische BWL an der Uni Stuttgart und macht dieses Jahr ihren Bachelor fertig. Sie hat zunächst ein Auslandssemester in Süd-Korea und im Anschluss 5-monatiges Auslandspraktikum in Japan gemacht. Ihr Studiengang erfordert kein Pflichtpraktikum, aber ein freiwilliges Praktikum kann nie verkehrt sein, da so Einblicke in die Berufspraxis abseits der Uni möglich werden.

 

Ein Interview mit Anh

In deinem Studiengang technisches BWL (BA) ist kein Pflichtpraktikum vorgesehen. Wieso hast du dich trotzdem für ein Praktikum im Ausland entschieden?

In meinem Studiengang ist kein Pflichtpraktikum vorgesehen, das stimmt, aber trotzdem wollte ich eine Arbeitserfahrung machen, weil die ganzen Hiwi-Jobs und Werkstudentenjobs leider nicht immer als Berufserfahrung zählen. Da ich davor sowieso ein Auslandssemester in Südkorea absolviert habe, habe ich mir überlegt, gleich im Ausland zu bleiben und mir in Asien ein Praktikum zu suchen. Da bin ich dann zufälligerweise auf das Praktikum bei Bosch Rexroth gestoßen.

Ahn in Arshiyama in Kyoto

Warum hast du dich genau für diese Stelle entschieden?

Das Praktikum ist im Controlling Bereich, was ein Vertiefungsfach von mir ist. Da ich neugierig war und immer in diesem Bereich arbeiten wollte, hat’s gepasst. Ein großes Pluspunkt war natürlich auch, dass keine japanischen Sprachkenntnisse gebraucht wurden. Bei anderen Stellen war das anders.

Hast du dir deinen Aufenthalt selbst organisiert oder hast du dir von der Uni bzw. von anderen Organisationen Unterstützung geholt?

Ich habe mir das Praktikum selbst organisiert. Bei der Unterkunft wurde ich unterstützt, da die Wohnung von der Firma bereitgestellt wurde. Ansonsten habe ich alles selbst geplant.

 

Welche Grundvoraussetzungen sollte man im Controlling-Bereich in Japan mitbringen?

Also für den Bereich braucht man auf jeden Fall Toleranz und Offenheit für anderer Kulturen. Auch Flexibilität sowie Lernbereitschaft ist wichtig. Technik-Affinität wäre ebenfalls ein großer Vorteil. Der Job ist mit viel Stress verbunden, weil es viele Deadlines gibt, die genauestens einzuhalten sind. Und man muss fit sein am Computer:  Ich musste zum Beispiel sehr viel mit Excel arbeiten.

Was war die schönste Erfahrung in Japan?

Natürlich das Reisen. Ich fand die japanische Kultur immer schon interessant. Berufsbezogen kann ich sagen, dass ich es echt gut fand, dass ich als Praktikant viel Verantwortung hatte. Das war unerwartet, weil viele Praktika nicht solche Gelegenheiten anbieten. Ich habe dadurch viel lernen können und habe gemerkt, dass ich mit Controlling die richtige Entscheidung getroffen habe.

Was war deine größte Herausforderung? 

Die größte Herausforderung war es, sich an die neue Kultur zu gewöhnen. Ebenso wie die Arbeitskultur in Japan und die Tatsache, dass ich kein japanisch kann. Im Alltag war das ein wenig schwierig, wenn ich z.B einkaufen wollte oder mal Hilfe brauchte.

Als Student hat man meistens mehr Freizeit als ein Vollzeitmitarbeiter in einem Unternehmen. Wie konntest du deine Freizeit mit deinem Praktikum vereinbaren?

Ich war in einem Industriegebiet eine Vollzeit-Praktikantin. Da kann man abends nicht viel machen, außer essen gehen oder in einer Bar was zu trinken. Und unter der Woche war ich immer bis 17 Uhr arbeiten. Dann bin ich heim, hab etwas gekocht und das wars eigentlich. Dafür sind wir immer am Wochenende mal nach Tokio oder Osaka geflogen und da war mehr los.

Ein Straßenfest in Tokyo. Quelle: Privat

Wie war es für dich Vollzeit zu arbeiten?

Also ich fand es interessant, weil man einen geregelten Alltag hat und man muss sich nach der Arbeit keine Sorgen mehr machen, wie beispielsweise, noch das Lernen für Prüfungen. Bei einer Vollzeitbeschäftigung hat man seine geregelten Arbeitszeiten und man hat den Abend frei. Und das war als Abwechslung mal gut, einen freien Kopf zu haben und ohne schlechtes Gewissen Freizeit genießen zu können.

Wie war das Arbeitsklima?

Das Klima war echt gut, nur konnten nicht alle Japaner englisch sprechen. Aber ich hatte Glück, weil in meiner Abteilung viele Japaner mit einer Auslandserfahrung arbeiteten. Dadurch konnten sie gut Englisch und waren auch um einiges offener und hilfsbereiter. Generell war das Arbeitsklima gut. Das Schöne war, dass wir immer viele Süßigkeiten hatten, weil jeder immer mal was mitgebracht hat, sei es eine Spezialität vom Urlaub oder einfach so. (lacht)

Wie war dein Arbeitsalltag? 

Ich musste immer von 9 bis 17 Uhr arbeiten. Ich hatte eine Stunde Mittagspause. Was die Aufgaben betrifft, ist beim Controlling alles zeitabhängig. Wir mussten bis zum Monatsschluss warten, bis die Daten ausgewertet werden konnten, demnach war Anfang des Monats viel los und wir mussten Berichte erstellen. Das waren meine Hauptaufgaben. Es kam natürlich auch mal vor, dass der Chef kam und eine Präsentation wollte oder vorzeitig einen Bericht, aber das haben wir auch immer gut hinbekommen.

Wie unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen in Japan mit Deutschland?

Um einiges. Es gibt in Japan beispielsweise keine Krankheitstage, die werden direkt vom Urlaub abgezogen. Daher durften wir nicht alle Urlaubstage verplanen, weil wir zur Sicherheit 3 Tage für Krankheitstage haben sollten. Dabei gibt es dort allgemein sehr wenig Urlaub.

Würdest du ein freiwilliges Praktikum empfehlen?

Ein freiwilliges Praktikum ist immer empfehlenswert, da Theorie und Praxis zwei verschiedene Aspekte sind. Was wir in der Uni lernen hilft, aber die Anwendung in der Praxis ist eindeutig wichtiger. Ein weiterer Vorteil wäre es, herauszufinden, ob die eigenen Berufsvorstellungen der Wahrheit entsprechen. Und das sieht man erst nach einer Arbeitserfahrung. Demnach würde ich es nochmal machen und plane daher bereits weitere Auslandsaufenthalte, weil ich neue Kulturen kennenlernen möchte und an meine Grenzen gehen will.

Welche Tipps hast du für zukünftige Praktikanten?

Offenheit ist das A und O. Man darf sich zudem nicht einschüchtern lassen, auch nicht in Stress-Situation. Das ist eine einmalige Erfahrung, die sich immer lohnt. Daher immer am Ball dranbleiben.

Vielen Dank und viel Erfolg bei deiner Bachelorarbeit!

Falls ihr noch Fragen zum Thema „Auslandspraktikum“ habt, könnt ihr euch an das Dezernat Internationales der Uni Stuttgart wenden. Das Dezernat vermittelt zwar selbst keine Praktika, steht aber bei der Planung beratend zur Seite und informiert über Finanzierungsmöglichkeiten wie z.B. ERASMUS-Praktika: Dieses Programm der Europäischen Union unterstützt finanziell Fachpraktika im europäischen Ausland von drei (mindestens 91 Tage) bis zwölf Monaten. Entsprechende Infos gibt es hier. Eine gute Orientierung zum Thema Auslandspraktikum bietet auch die DAAD-Publikation Wege ins Auslandspraktikum. Worauf wartet ihr also noch? Es wird Zeit, die Welt zu erobern! 🙂

 

Feven

 

 

 

 

Aus Liebe zur Musik

Aus Liebe zur Musik

Alle zwei Wochen gibt es bei HORADS eine Stunde Hertz for Nerds.

Zweimal im Monat, montags von 20 Uhr bis 21 Uhr, stellen Lydia und Andre Musik jenseits des Mainstreams vor. Liebhaber von Jazz-, Progressive-, Kraut- oder Art-Rock, Fusion und anderen Genres mit dem Prädikat advanced kommen bei Hertz for Nerds voll auf Ihre Kosten. Sie besprechen in ihrer Sendung Konzerte, die sie besucht haben, stellen neue Platten vor, interviewen Musiker und liefern allerlei Hintergrundinformationen zu einzelnen Songs, Alben, Konzerten oder Musikrichtungen. Die beiden verbindet ihr Musikgeschmack. Mit ihrer Sendung wollen Lydia und Andre dieser Art von Musik, die eher selten im Radio gespielt wird, eine Plattform verschaffen. Für sich und alle anderen Musiknerds.

Kennengelernt haben sich die Moderatorin und der Moderator von Hertz for Nerds bei der HORADS-Sendung Soundcheck. Dort haben sie gemeinsam vor dem Mikro gestanden. „Wir dachten, eine spezielle Sendung für diese unbekannteren Genres wäre doch schön“, erzählt Lydia. Sie promoviert gerade in Germanistik an der Uni Stuttgart. Sie hat als Musikerin in verschiedenen Bands  und Orchestern gespielt und bereits als Musikjournalistin gearbeitet.

„Irgendwann stößt man auf experimentelle Musik“

Im September 2016 wurde Hertz for Nerds dann zum ersten Mal ausgestrahlt. Für diese Sendung

Lydia und Andre moderieren ihre Sendung im Studio von HORADS.

haben Lydia und Andre ein Konzert der Band King Chrimson besucht. „Mit viel Glück haben wir dafür Pressetickets bekommen“, sagt Lydia. Auf diese Weise konnten sie das Konzert mit vielen Informationen zu den Musikern und fachlicher Expertise bei Hertz for Nerds besprechen. Zu hören waren in den letzten Monaten außerdem Interviews mit dem britischen Musiker Steven Wilson, der britischen Bluesrock-Band The Temperance Movement oder der schwedischen Metal-Band Opeth. Neben den Konzertreviews ist der zweite große Themenschwerpunkt das Musikalbum. Egal ob Neuerscheinungen oder Platten aus den 70ern, 80ern und 90ern, Lydia und Andre besprechen Hörenswertes. Dabei sind einzelne Stücke, deren Aufbau und Komponisten genau so Thema, wie technische Neuerungen bei Musikalben. Eine der jüngsten Sendungen beschäftigte sich deshalb mit dem neusten Werk des Musikers, Produzenten und Komponisten Brian Eno. Dessen neuestes Album erschien auch als App, die einen unendlich langen Track Ambiente-Musik produziert, der dann live beim Abspielen der App gehört werden kann.

Bei Hertz for Nerds laufen keine typischen Radiosongs. Bild: Hertz for Nerds

Für dieses Jahr haben sich die beiden vorgenommen, Stuttgarts Plattenläden abzuklappern und die Anspiel-Tips der Experten in loser Serie ins Programm zu nehmen, sagt Andre. Er studiert Informatik und begeistert sich seit seiner Kindheit für Musik. „Irgendwann ist man gelangweilt, weil man alles schonmal gehört hat und stößt dann auf experimentelle Musik“, erklärt er die Entwicklung seines jetzigen Musikgeschmacks.

Text und Struktur mit Tiefgang

Der Name der Sendung leite sich aus Hertz, im Zusammenhang mit Radiowellen, und Nerds, im Hinblick auf Liebhaber der experimentellen Musikrichtungen, ab, sagt Lydia. „Wir haben ein Herz für Musiknerds. Also Leute, die Musik machen, die sie lieben.“ Darüberhinaus solle der Name auch die Vielschichtigkeit der Genres in der Sendung verdeutlichen. Nicht nur die Musik sei bei Kraut- oder Progressiv-Rock meist komplexer als bei Radio-Pop-Song. Auch textlich hätten die Stücke dieser Stilrichtungen oft mehr Tiefgang, sagt Andre. Beruflich strebt keiner der beiden zwingend eine Karriere beim Radio an. Ihre Sendung bei HORADS machen Lydia und Andre in erster Linie aus Liebe zur Musik. Und, um den Stilrichtungen abseits des kommerziellen Radio-Pop-Songs eine Plattform verschaffen zu können.

 

Janey

Sportlich durchs Studium: Das Sportangebot der Uni Stuttgart

Sportlich durchs Studium: Das Sportangebot der Uni Stuttgart

Quellenangabe: ndanko / photocase.de

Die Universität ist ein Ort der Lehre und Forschung, der Wissensgenerierung und -vermittlung. Doch sie kann noch viel mehr! Neben dem Erwerb von fachlichem Wissen könnt ihr euch auch körperlich fit machen, denn zu kaum einer anderen Phase eures Lebens habt ihr den Luxus, so viele unterschiedliche Sportarten auszuprobieren, wie während des Studiums – und das auch mit kleinem Geldbeutel! Im heutigen Beitrag möchte ich euch deshalb über das Sportangebot der Universität Stuttgart informieren.

Sport steht bei vielen Studierenden eher weiter unten auf ihrer To-do-Liste und wird häufig als unliebsame Pflicht angesehen, um etwas gegen das nagende schlechte Gewissen und etwas für die eigene Figur zu tun. Mehr Last als Lust sozusagen. Der Begriff Sport ist sehr dehnbar und beginnt bei manchen bereits beim Erheben aus dem Bett. Da ist jeder weitere Schritt ein Schritt zu viel, überspitzt ausgedrückt.

Tatsächlich ist Sport ist sehr vielseitig und besteht aus mehr als der Berechnung von optimaler Kalorienverbrennung und effizienter Gewichtsreduktion. Er kann sogar richtig Spaß machen, wenn es der richtige (für euch!) ist. True story. Und gerade in stressigen Phasen, wie etwa in der Klausurenphase, ist er besonders hilfreich, um Stress abzubauen und den Kopf wieder freizubekommen.

Wozu Sport?

Mit Sport zum Erfolg. Quelle: pixabay.com

Mit Sport zum Erfolg. Quelle: pixabay.com

Gerade in den Wintermonaten werden wir träger, sesshafter – oder, nennen wir das Kind doch beim Namen: Fauler. Bequemer. Das graue Nass lockt immer weniger nach draußen, uns stattdessen auf der Couch mit einer warmen Decke einmümmeln, abends unseren kulinarischen Gelüsten zu frönen und fünfe gerade sein zu lassen – das ist es, wonach uns gerade am ehesten zumute ist. Aber sitzen wir nicht ohnehin den lieben langen Tag in Seminaren, Übungen und Vorlesungen?

In vielen Studiengängen findet Studieren überwiegend im Sitzen statt: Über Bücher gebeugt, immer wieder abwechselnd auf Monitore, Handy- und Tabletdisplays starrend. Verspannungen durch ständige Fehlhaltungen sind so geradezu vorprogrammiert, wenn man dagegen nichts unternimmt. Nun ist Sport zwar kein Allheilmittel, aber körperliche Bewegung trägt nicht gerade wenig zum Wohlbefinden bei und kann einen regelrechten Endorphinrausch auslösen – vorausgesetzt, er gefällt euch.

Zwar pustet auch Spazierengehen die grauen Zellen durch, aber wer es etwas aufregender mag, wird damit nur bedingt glücklich. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, einen Blick auf das Sportangebot der Universität Stuttgart zu werfen.

Und das bietet die Uni Stuttgart

Es gibt verschiedene Sportarten, die das Angebot der Universität Stuttgart abdeckt. Ob ihr Einzelsportarten bevorzugt oder am liebsten im Team sportelt – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das sind die 7 bzw. 8 Kategorien, die das Sportangebot der Universität Stuttgart umfasst:

  • Budo/Kampfsport
  • Events
  • Fit & Gesund
  • Individualsport
  • Outdoor & Exkursionen
  • Sportspiele
  • Tanz
  • … und weitere Angebote

Kampfsport

Im Bereich Kampfsport habt ihr die Wahl zwischen u. a. folgenden Sportarten:

Durch Sport zu mehr Gleichgewicht. Quelle: pixabay.com

Durch Sport zu mehr Gleichgewicht. Quelle: pixabay.com

Fit & Gesund

Auch im Bereich Fit & Gesund findet ihr eine große Auswahl verschiedener Aktivitäten.  Geht es euch in erster Linie um körperliche Fitness, Körpermodulierung oder möchtet ihr euren Erste-Hilfe-Kurs auffrischen, werdet ihr unter der Kategorie Fit & Gesund mehr als fündig. Darüber hinaus könnt ihr euch sowohl als Leistungs- als auch Hobbysportler einem Gesundheits-Check-up unterziehen und euch auf Herzen und Nieren prüfen lassen. Außerdem stehen Entspannungsstrategien, Fitness- und Krafttraining auf dem Programm:

Natürlich war das bei Weitem noch nicht alles, was der Allgemeine Hochschulsport zu bieten hat, sondern lediglich eine Auswahl, damit ihr euch einen ersten Überblick verschaffen könnt. Alle weiteren Angebote findet ihr unter folgendem Link: Hochschulsport der Universität Stuttgart.

Wer darf das Angebot nutzen?

Das Angebot darf von den Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern folgender Stuttgarter Hochschulen genutzt werden (Mindestalter: 18 Jahre):

  • Universität Stuttgart
  • Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
  • Hochschule für Kommunikation und Gestaltung
  • Hochschule der Medien
  • Hochschule für Technik
  • Staatliche Akademie der Bildenden Künste
  • Merz Akademie
  • Fraunhofer Institut

Darüber hinaus können auch Externe bzw. Gäste teilnehmen (sofern ausreichend Plätze vorhanden sind).

Wie viel kostet das?

Das Kursentgelt, das bei ihr bei den einzelnen Sportangeboten findet, ist ein einmaliger Beitrag, der den gesamten Zeitraum des Kurses abdeckt. Dieser Betrag wird per SEPA-Lastschriftverfahren von eurem Konto abgebucht.

Was ist mit einem Probetraining?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, euch die einzelnen Kurse unverbindlich anzusehen, sofern sie nicht bereits ausgebucht sind und/oder weiteren Teilnahmebeschränkungen unterliegen.

Wenn ihr weitere Fragen habt oder mehr Infos möchtet, empfehle ich euch den folgenden Link.

Ich hoffe, für euch war etwas Passendes dabei –

Frohes Sporteln!

Romy

PS: Solltet ihr euch nicht alleine zum Sport aufraffen können, fragt doch jemanden aus einem eurer Kurse, ob sie oder er euch begleiten kann!

Mit FlickStuff anders Fernsehen

Mit FlickStuff anders Fernsehen

Dominique, Johannes und Annabel haben das Start-Up gegründet.

Hier geht es um nichts geringeres, als die Zukunft des Fernsehens: Das Start-Up Flickstuff hat eine App entwickelt, die zusätzliche Infos zu aktuellen Fernsehsendungen liefert. Während einer Doku über Musiker werden dann zum Beispiel alle Fakten rund um die Person und Schlagworte, die mit ihr in Verbindung stehen, eingeblendet. Nutzer können beispielsweise die coole Sonnenbrille eines Darstellers recherchieren und mit einem Klick kaufen, die gerade gehörte Musik auf iTunes abrufen, passende Wikipedia-Artikel zu einer Wer wird Millionär-Frage einsehen oder Twitter-Kommentare zum Tatort verfolgen. 

In dem kleinen Büro des Start-Ups Flickstuff auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart stehen drei Schreibtische mit unzähligen Bildschirmen. Johannes, Dominique und Annabel sitzen hier und entwickeln und vertreiben ihre App. Diese basiert auf der Masterarbeit von Johannes und Dominique, die Informatik an der Uni Stuttgart studiert haben. Annabel, die für den Vertrieb und die PR-Arbeit zuständig ist, kam im Sommer 2016 zu Flickstuff. Die Start-Up-Szene ist ihr nicht unbekannt. Während ihres Studiums der Angewandten Medienwissenschaften hat Annabel zahlreiche Start-Ups aus dem In- und Ausland für ein Magazin interviewt und portraitiert, darunter auch Johannes und Dominique. „Wir haben uns zufällig an der Bushaltestelle in unserem Heimatort wieder getroffen. Es war schnell klar, dass ich gut ins Team passen würde“, erzählt die 21-Jährige.

Die Idee zur App entstand beim Fernsehen

Der Gedanke, dass es nützlich sein könnte, während einer Sendung zusätzliche Informationen auf Smartphone oder Tablet angezeigt zu bekommen, kam den beiden natürlich beim Fernsehen.

Dominique suchte vergeblich nach einer Wanddekoration, die er in einer Sendung gesehen hatte und wollte dieses Problem lösen. Die Idee zu Flickstuff war geboren. Er und Johannes haben sich ans Programmieren gemacht. Nachdem sie Professor Albrecht Schmidt, der ihre Masterarbeit betreut hat, für das Projekt begeistern konnten, ging es an die Umsetzung des Start-Ups. Das Team bewarb sich für das Gründerstipendium Exist, das vom Bundeswirtschaftsministerium vergeben wird und erhielten den Zuschlag. Die Fördermittel ermöglichten es dem Start-Up, sich für ein Jahr finanziell über Wasser halten zu können und das Büro auf dem Vaihinger Campus zu beziehen.

2017 entscheidet sich die Zukunft von Flickstuff

Johannes programmiert die App Flickstuff. Bild: Flickstuff

Im vergangen Jahr hat das Team von Flickstuff die App weiterentwickelt. Neben der Funktion der Produkt- und Hintergrundinformationen zum Programm, soll die App auch Analyse ermöglichen. Es soll zukünftig auch möglich sein, dass Unternehmen Informationen darüber erhalten, welche Produkte gekauft oder gesucht und welche Sendungen geschaut werden. „Der Prototyp für Zuschauer ist schon ziemlich ausgereift und steht 100 Interessierten seit Februar 2017 gratis zum Download im App-Store bereit“, sagt Annabel. Für den Sommer ist geplant, den Prototyp für die Analyse fertig zu stellen, um langfristig auch den business-to-business-Bereich bedienen zu können. 2017 muss es dem jungen Stuttgarter Start-Up gelingen, mit ihrem Produkt zu überzeugen. Das Gründerstipendium hat die Finanzierung für ein Jahr abgedeckt. Nun gilt es, finanziell möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen zu können.  „Es wird sich zeigen, ob es mit Flickstuff klappt oder nicht. Aber das ist ja das Risiko, das wir als Start-Up eingehen wollten“, erklärt Annabel.

Bei ihrer Ausgründung unterstützt werden und wurden die Informatik- Absolventen von der Technologie-Transfer-Initiative GmbH (TTI GmbH), der zentralen Anlaufstelle für Ausgründungen der Universität Stuttgart. Diese steht regelmässig mit zahlreichen Bewilligungen für EXIST-Gründerstipendien im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten weit vorne.

 

Janey

 

 

Mit einem Klick zum Traumjob

Mit einem Klick zum Traumjob

50 % aller Jobs werden über Kontakte vergeben. Quellenangabe: Bastografie / photocase.de

Es gibt viele Möglickeiten einen Job zu suchen. War noch vor 20 Jahren eine Anzeige in der Zeitungen das nonplusultra, sieht das heute ganz anders aus: Wer eine Stelle sucht, findet sie häufig in sozialen Netzwerken. Doch Vorsicht: Bei der Jobsuche über soziale Netzwerke gilt es einige Dinge zu beachten.

Die Situation des Arbeitsmarktes hat sich geändert. Der Einfluss sozialer Netwerke hat nicht nur auf privater Ebene zugenommen. Weltweit nutzen circa 2,14 Milliarden Menschen die sozialen Medien. Und das nicht nur zum Vergnügen. Auch in beruflicher Hinsicht können soziale Netzwerke hilfreich sein.

Gerade Hochschulabsolventen haben es da schwer. Hohe Konkurrenz und begehrte Arbeitstellen erschweren den Berufseinstieg erheblich. Da können soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. Viele Personaler veröffentlichen ihre Stellenausschreibungen auf ihrer Unternehmenspräsenz der sozialen Netzwerke. Dadurch erhoffen sie sich junge Bewerber, die sich aktiv auf den sozialen Netzwerken bewegen und so eher auf ihre Stellenausschreibungen aufmerksam werden.

Digitale Fettnäpfchen meiden

Berufseinstieg durch Facebook, Twitter und co. Quelle: Pixabay.com

Berufseinstieg durch Facebook, Twitter und co. Quelle: Pixabay.com

Wer aktiv auf sozialen Netzwerken nach Jobs sucht, sollte allerdings vorher sein Profil „anpassen“: Keine freizügigen Bilder oder Bilder mit beispielsweise Alkohol in der Hand online stellen. Deine Social Media-Präsenz muss seriös oder für Fremde nicht einsehbar sein (das gilt für alle Kanäle). Nutze also die Privatsphäreeinstellungen, beispielsweise von Facebook.

Das Profilfoto vermittelt, genau wie das Bewerbungsfoto einen ersten Eindruck von dir. Du solltest dir also genau überlegen, welchen ersten Eindruck du vermitteln möchtest.

Stichwort: Recruiting

Beliebter als Facebook für eine zielgerichtete Jobsuche sind LinkedIn und Xing. Die beiden Netzwerke sind die gängigsten, wenn es um eine Jobsuche geht, da sie im Gegensazt zu Facebook die Auflistung der bisherigen beruflichen Laufbahn erlauben. Es gibt bei Xing und LinkedIN jeweils eine kostenlose sowie kostenpflichtige Variante. Die kostenfreie Version ist aber eigentlich vollkommen ausreichend. Das persönliche Profil in diesen Netzwerken zeigt eure Berufserfahrungen, Interessen sowie weitere Fähigkeiten. Ihr könnt ein Profilfoto hochladen, das nicht so „spießig“ wie bei einem gewöhnlichen Lebenslauf aussehen muss – aber bitte dennoch „seriös“! Wichtig ist auch die gute Qualität.

In beiden Netzwerken gehen Führungskräfte und Personaler öfters aktiv auf die Suche nach zukünftigen Arbeitskollegen, die richtige Berufsqualifikationen für den passenden Job mitbringen. Sie stellen aktuelle Stellen online und suchen nach passenden Profilen. Besonders beliebt sind diese beiden Netzwerke für Freiberufler, weil häufig projektbezogen gesucht wird. Sucht ein Personaler für einen Job beispielsweise einen Experten für Softwarentwicklung in einem konkreten Projekt, so kann er hier ganz gezielt auf die Suche gehen ohne dass er „richtige“ Stelle ausschreiben muss.

Kontaktaufnahme: aber richtig!

Xing und LinkedIn bieten also gute Chancen des Recruiting und eine Kontaktaufnahme zum Unternehmen ist hier durchaus legitim. Wenn du dich im Vorfeld der Bewerbung mit dem Unternehmen in Kontakt setzt, musst du unbedingt auf eine seriöse und gewählte Sprache achten. Kommt allerdings keine Antwort,  bitte nicht endlos Nachhaken. Nichts ist anstrengender als ein nerviger Bewerber. Das wirkt nicht nur ungeduldig, sondern auch sehr unprofessionell.

Job finden unterwegs durch Social Media Apps. Quelle: Pixabay.com

Job finden unterwegs durch Social Media Apps. Quelle: Pixabay.com

Freundschafts-Anfragen an Entscheider und andere Mitarbeiter des Unternehmens, bei dem du dich bewerben möchtest, sind bei Facebook allerdings absolute No-Gos! Du willst keinen neuen Freund, sondern einen attraktiven Job finden.

Kein Mangel dank Vitamin B

Es gibt viele Wege, an einen neuen Job zu kommen. Doch keine ist so effektiv wie das eigene Netzwerk. Rund ein Drittel aller neu besetzten Stellen wurde über die Nutzung persönlicher Kontakte vergeben, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ans Licht gebracht hat.

Relevant können also auch Beziehungen sein, die durch soziale Netzwerke entstehen, oder damit aufrecht erhalten werden da diese wiederum zu Vermittlungen und Empfehlungen führen können.

Strategische Social Media Jobsuche

Eine strategische Social Media Jobsuche – gerne auch Bewerbung 2.0 genannt – verfolgt allerdings einen ganz anderen Ansatz: Nämlich nicht du suchst den Job, sondern der Job findet Dich: Mithilfe eines funktionierenden Netzwerks, einer schönen Geschichte, einer multimedialen Aufbereitung und Kontakt zu Multiplikatoren wird das einfach (macht aber viel Arbeit).

Das Beispiel von Christine Dinger (unten im Vortrag auf der re:public 13) zeigt vor allem eines: Eine erfolgreiche Social Media Jobsuche basiert sowohl auf einem guten Netzwerk als auch dem kombinierten Einsatz verschiedener Netzwerke.

 

Feven

 

Mittwochs ist Muluszeit

Mittwochs ist Muluszeit

Im Studio am Campus der HdM. Foto: Kai Effinger | BlattKunst – Fotografie

Wer sich beim Radio ausprobieren will, kann das bei HORADS, dem Hochschulradio für Studierende, tun. Willkommen sind Leute mit oder ohne Erfahrung. Die Radiomacherinnen und Radiomacher werden hier ausgebildet, beraten und bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt. Wer mitmachen möchte, kann zum Beispiel über die Morning-Show oder die Teilnahme an der Summer School einsteigen.

Eigentlich kennen sie sich kaum. Steffen und Lena treffen sich einmal in der Woche und sind dann direkt ON AIR. Punkt 18 Uhr sitzen die beiden jeden Mittwoch im gläsernen Studio des HORADS auf dem Campus der Hochschule der Medien (HdM). „Wir kennen uns aus dem Studium, hatten aber in den letzten beiden Jahren keinen Kontakt“, erzählt Steffen. Einen Tag vor der ersten Sendung haben sie sich getroffen, kurz besprochen, was auf dem Programm stehen sollte und am nächsten Tag losgelegt. Dass sie sich außerhalb ihrer Sendung Muluszeit nicht treffen, trägt zur Spontanität während der Radioshow bei, weil ihnen so nie der Redestoff ausgeht, findet er.

Steffen moderiert mittwochs ab 18 Uhr Muluszeit. Foto: Michael Gräter

Mit Muluszeit wollen Steffen und Lena ein Talkformat anbieten, das sich mit aktuellen Themen aus Medien, Gesellschaft, Kultur und Politik beschäftigt. „Muluszeit bewegt sich zwischen Non-Sense und Ernst“, sagt Steffen und führt aus: „In der letzten Sendung vor Weihnachten gab es den Jesus Birthday Bash. Da ging es dann zum Beispiel um Jesus, der zur Diva wird, wenn er hungrig ist und was das mit einem Feigenbaum zu tun hat oder die politischen Folgen depressiver Esel.“

Im Jahresrückblick setzten sich die Moderatorin und der Moderator mit gesellschaftlichen Themen, wie Rechtspopulismus und Islamismus auseinander. „Wir haben zum Beispiel über den Aufstieg der AfD gesprochen. Aber ohne linkes oder rechtes Bashing. Solche Themen versuchen wir so reflektiert wie möglich anzugehen“, sagt Steffen. Er studiert Politik und Germanistik an der Uni Stuttgart. Muluszeit ist bereits seine zweite Sendung bei HORADS. Letztes Jahr moderierte er die Call-In-Show „so what“. Der Plan dieses Sendungsformat zu etablieren scheiterte jedoch an der Anzahl der Anrufer. Für Steffen war das allerdings kein Grund aufzugeben. Bei HORADS hat man viel Freiheit, Sendeformate auszuprobieren, wird professionell betreut und lernt so sehr viel dazu, sagt er. „Man muss vom ersten Tag an vor das Mikro und ist bei jedem Mal weniger nervös.“

Kurz bevor es los geht, posten Lena und Steffen ihr Sendungskonzept auf Facebook.

Dein Weg zum Hochschulradio

Wer beim Radio mitmachen möchte, kann über die Morning-Show einsteigen. Studierende, die neu bei HORADS sind, bekommen kleinere Aufgaben, wie Umfragen durchführen, Veranstaltungstips vorstellen oder den Wetterbericht ansagen.

Für die Betreuung und Ausbildung der Moderatorinnen und Moderatoren ist bei HORADS Lion  zuständig. „Wir schauen einfach, was du machen möchtest und wie wir das erreichen können“, sagt er und erklärt, dass  es  nicht zwingend notwendig ist, über die Moringshow einzusteigen, man auch über andere Sendungen bei HORADS anfangen. Ein anderer Weg zum Studierendenradio kann die Teilnahme an der Summer School oder Spring School sein. In einer Woche lernt man in Workshops und Live-Sendungen alles rund ums Radio machen, wie Moderieren, Inhalte recherchieren und Moderationstexte schreiben.

Was die Inhalte der Sendungen anbelangt, haben die Studierenden freie Hand. Lion berät die Radiomacher bei der Umsetzung ihrer Ideen. Zur Zeit hat der Radiosender mit 48 Stunden so viel Programm wie noch nie zuvor. Die Zahl derer, die mitmachen wollen steigt kontinuierlich, die finanziellen Mittel jedoch nicht. Mit den zur Verfügung stehenden zwei Stellen, die sich bei HORADS drei Personen teilen, ist es schwer eine größere Anzahl an Studierenden zu betreuen, erklärt Lion.

Wer steckt dahinter?

Finanziert wird das Studierendenradio vom Verein HORAS e.V. (bei dem die Hochschule der Medien, die Uni Stuttgart, die Musikhochschule (HDMK) Stuttgart, die  Evangelische Hochschule Ludwigsburg, die Uni Hohenheim sowie die Verfasste Studierendenschaft der HdM) und aus Fördermitteln vom Land Baden-Württemberg.

Wer steckt dahinter? Inhalte auf allen Kanälen verbreiten

Außer dem Konzept einer Radiosendung und deren Moderation lernen die Studierenden bei HORADS auch ihre Inhalte crossmedial zu verbreiten. Im Jahr 2016 ist es wichtig, zu schauen, wie man Geschichten in allen Kanälen erzählt und das gesendete auch zu seinem späteren Zeitpunkt gehört werden kann, sagt Lion. Je mehr Gedanken sich jemand macht, wie Inhalte verbreitet werden können, wo der Link zum Soundcloud-Stream platziert werden kann, desto höher ist die Resonanz auf die Radiobeträge. Facebook, Instagramm, Blogs, Twitter und Soundcloud werden mit Sicherheit auch Zukunft immer wichtiger beim Konsum von Informationen. Aber vielleicht hört der ein oder die andere auch in fünf Jahren HORADS noch klassisch über das heimische Radio auf dem WG-Küchentisch.

 

 

Gibt es bald wieder Studiengebühren?

Gibt es bald wieder Studiengebühren?

Studierende in Freiburg besetzen zwei Tage lang einen Hörsaal. Hunderte Menschen demonstrieren in Heidelberg gegen Ungleichheit. Studierender der Universität Stuttgart gehen auf die Straße. Was steckt hinter den Beschlüssen unserer Landesregierung und was regt diese jungen Leute eigentlich genau auf?

Geld, Erde, Anpflanzen

Schön wär’s: Geld anpflanzen und mit dem Ertrag die Studiengebühren bezahlen.

November 2009: Über eintausend Studierende besetzen einen Hörsaal in Stuttgart-Vaihingen und einen Hörsaal auf dem Campus von Stuttgarts Stadtmitte. Sie plädieren unter anderem für eine Abschaffung jeglicher Bildungsgebühren und damit auch der, zu jedem Semester neu zu entrichtenden, Studiengebühren an der Universität. Derartige Proteste finden zeitgleich in ganz Deutschland, in Österreich und vereinzelt auch in anderen Ländern statt. Was als beteiligungsreicher Protest beginnt, führt zu diversen Demonstrationen und Verhandlungen mit den Rektoraten der verschiedenen Universitäten.

Der Beschluss des Landtags steht bislang noch aus

Zwei Jahre später, im Dezember 2011 beschließt die grün-rote Landesregierung Baden-Württemberg das Abschaffungsgesetz für Studiengebühren. Bereits im Herbst 2013 scheinen Teile der Grünen diese umfassende Abschaffung aber gerne wieder revidieren zu wollen. Die Abgeordnete Edith Sitzmann empfiehlt, eine Gebühr für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland über bis zu 1.000 Euro einzuführen, woraufhin die Kommission für Haushalt und Verwaltungsstruktur dem Ministerium aufträgt, diesen Vorschlag auf mögliche Umsetzung zu prüfen. Schon damals gab es Gegenstimmen auf Seiten der Studierenden.

Erst Mitte Oktober 2016, mit dem Ziel eines neuen Haushaltsplans der Landesregierung vor Augen, macht Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ernst: der Plan, der im Jahr 2017 in Kraft treten soll, beinhaltet Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer (bis 1.500 Euro pro Semester), Studierende eines Zweitstudiums (650 Euro pro Semester), sowie einen erhöhten Verwaltungskostenbeitrag für alle Studierenden (10 Euro pro Semester). Bereits am 25. Oktober 2016 stimmt die Landesregierung Baden-Württemberg diesen Plänen zu. Der Beschluss des Landtags steht bislang noch aus, soll allerdings im Frühjahr 2017 erfolgen.

Der Blick ist auf Stuttgart gerichtet

Plakat: Drohende Wiedereinführung von Studiengebühren in Baden-Württemberg

Plakat zu Studierengebühren auf dem Campus Stadtmitte.

Und die Studierenden? Die jungen Leute, die in deutschen Feuilletons bislang als unpolitisch und mit einem leichten bis starken Hang zum Narzissmus bezeichnet wurden?  In Heidelberg nahmen laut Organisatoren 500 Menschen an einer Demonstration gegen Studiengebühren teil. In Freiburg besetzten Studierende zwei Tage lang den Audimax ihrer Universität. Mit rund 250 Studierenden am ersten und rund 70 Studierenden am letzten Tag, engagierten sich zwar weit weniger Studierende als noch 2009, aber dieses Mal stehen auch keine bundesweiten Änderungen zur Verhandlung. Der Beschluss betrifft ausschließlich Baden-Württemberg und damit ist der Blick natürlich insbesondere auf Stuttgart, als Landeshauptstadt und Sitz der Landesregierung gerichtet.

Am Freitag, den 13. Januar fand schließlich eine mehrstündige Demonstration vor dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst statt, initiiert von Studierendenvertretungen der Universität Stuttgart. In klirrender Kälte protestierten mehrere hundert Studierende gegen die Einführung von Studiengebühren. „No border, no nation, free education!“ skandierend, zeigten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lautstark ihren Unmut beim abschließenden Protestzug zum Hauptbahnhof. Auch die Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste machten sich mit einer Aktionswoche gegen die Einführung von Studiengebühren stark. Eine andere studentische Initiative aus Stuttgart sammelt aktuelle Informationen auf einer eigenes eingerichteten Website und fordert alle Studierenden auf, sich untereinander zu vernetzen und zu dem Thema auszutauschen.

Günstig reisen für Studis

Günstig reisen für Studis

Schöner Strand auf Thailand. Quelle: Privat.

Schöner Strand auf Thailand. Quelle: Privat.

Das Leben besteht in den Semesterferien hauptsächlich aus lernen, lernen und nochmal lernen. Prüfungen auf der einen Seite, Hausarbeiten auf der anderen Seite. Es wäre um einiges erträglicher, wenn Block und Stift gegen Bikini und Strandhut ausgetauscht werden könnten. Wer nach den Prüfungen Zeit für etwas Erholung hat, kann mit fünf Tipps und Tricks erheblich sparen und auch kostengünstig die Welt entdecken. Hier meine 5 Tipps für Weltreisende.

  1. VIP Card: International Student Identity Card (ISIC)

Die International Student Identity Card dient als einen internationaler Studierendenausweis, mit dem ihr einige Vorteile nutzen könnt. Die Angebote reichen von Vergünstigungen zu Museen oder Unterkünfte. Eine Karte kostet 12 Euro und ist im Internet verfügbar. Kunden der BW Bank, die ein Orange Konto angemeldet haben, erhalten die Karte kostenfrei. Registrieren könnt ihr euch auf der Homepage der ISIC: https://www.isic.org/

  1. Unterkünfte a la Big Boss: Couchsurfing, Airbnb, Hostels, Camping

    Urlaub leicht gemacht. Quelle: pixabay.com

    Urlaub leicht gemacht.
    Quelle: pixabay.com

Wer reist, muss auch schlafen können. Wer günstig reisen möchte, muss wohl oder übel auf ein 4 Sterne Hotel verzichten. Aber es gibt kostengünstigere Alternativen.

Günstiger als ein Hotel sind die Hostels. Der Standard eines Hostels variiert, je nach Preis und Lage, aber generell sind Hostels eine gute Quelle um günstig zu hausen und viele nette Menschen kennenzulernen. Hier findet ihr eine große Auswahl: http://www.hostelworld.com/

Eine weitere Alternative wäre Airbnb. Private Menschen stellen in ihrer Wohnung zu einem meist guten Preis ein Zimmer zur Verfügung. Näher Infos auf der offiziellen Homepage: https://www.airbnb.de/

Wer noch weniger ausgeben will, kann sein Glück mit Couchsurfing versuchen. Wie auch bei Airbnb bieten Menschen in ihrer Wohnung Reisenden eine Schlafmöglichkeit an- und das für umsonst! Voraussetzung ist eine Registrierung auf der Internetseite: https://www.couchsurfing.com/

Eine abenteuerliche Variante zu wohnen, wäre Camping. Raus in die Natur und unter freien Sternenhimmel übernachten. Und alles was man braucht, ist nur ein Zelt und die dazugehörigen Utensilien. Auf dieser Seite findet ihr gute Campingplätze in Europa: https://www.camping.info/campingplaetze

Bildnachweis: benicce / photocase.de

Bildnachweis:
benicce / photocase.de

3. Travelling Insider: Mitfahrgelegenheit, Deutsche Bahn und Bus

Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön. Stundenlang Bus fahren ist zugegeben nicht immer die entspannteste Art zu Reisen, aber es lohnt sich. Ab 10 Euro nach Spanien zum Strand, dafür sitzt man dann auch mal stundenlang im Bus. Berühmte Anbieter sind Flixbus oder Eurolines. Nähere Infos unter: https://www.flixbus.de/

Alternative dazu: Zug fahren. Regelmäßig gibt es Sparangebote ab 29 Euro in deutsche Städte oder ab 39 Euro mit dem Europa- Spezial kreuz und quer nach Europa reisen. Und seit vielen Jahren gibt es auch das Interrail-Ticket, inzwischen in sehr vielen flexiblen Varianten. Rund 30 Länder kann man mit diesem Spar-Pass der Bahn erkunden, es sind verschiedene Zeiträume buchbar und unterwegs trifft man viele (meist junge) Leute aus allen Ländern der Welt.

4. Spontanität siegt: Last Minute Angebote Wer Glück hat, findet online auch gute Last Minute Angebote. Diverse Reiseveranstalter bieten für spontane Menschen verlockende Reisen an – von Strand bis Wellness. Seiten wie Urlaubsguru oder Urlaubspiraten versprechen beispielsweise für den kleinen Geldbeutel tolle Reiseschnäppchen.

Urlaub am Flughafen buchen

5. Airport Service: Einmal Urlaub zum Mitnehmen, bitte. 

Entspannen am Strand. Quelle: Privat

Entspannen am Strand. Quelle: Privat

Es wird erst gebucht und dann geht’s in den Urlaub. Richtig? Das muss nicht immer stimmen. Heutzutage kann man direkt am Flughafen günstige Reisen kaufen. Viele Reiseveranstalter haben einen Sitz am Flughafen und bieten kostengünstigere Reisen an, um ihre Flieger vollzukriegen.

Wer nichts gegen Überraschungen hat, der kann auch günstig einen Flug buchen, ohne zu wissen, wohin es geht. Richtig gelesen! Blind Booking nennt man das bietet zum Beispiel Eurowings an. Wohin man fliegt, weiß man dann, sobald man gezahlt hat. Blind Booking buchbar unter: https://www.eurowings.com/skysales/BlindBooking.aspx?culture=de-DE

Mit diesen fünf Tipps können sich auch Studierende zu guten Konditionen eine kleine Auszeit gönnen und sich von der Prüfungsphase erholen. Wer einmal seinen Urlaub gebucht hat, hat eine kleine Motivation, zu lernen und sich auf die entspannte Zeit danach freuen.

In diesem Sinne, schönen Urlaub.

 

Feven