Strategien zum Vergrünen

Strategien zum Vergrünen

Das erklärte Ziel der Studierenden hinter Greening? Natürlich die Universität grüner zu machen. Damit das triste Grau der Universitätsgebäude nicht auf die Mentalität der Studierenden abfärbt, setzt die Hochschulgruppe auf Buntes.

Beete, Garten

Der MitMachGarten auf dem Campus der Universität Stuttgart. Copyright: Greening Stuttgart

Der Gedanke der Nachhaltigkeit soll nicht nur die Gestaltung der Beete auf dem Universitätsgelände in Stuttgart, sondern auch die Einstellung der Kommilitonen und Kommilitoninnen in Bezug auf ihre Umwelt verändern. Dafür engagiert sich die Gruppe von Studierenden ehrenamtlich. Sie entwerfen Projekte, die sie gemeinsam verwirklichen, um gelebte Nachhaltigkeit zu demonstrieren und noch mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie sie ihren eigenen Alltag bewusst umweltfreundlicher gestalten können.

Ihr bislang wohl größtes Projekt ist der MitMachGarten im Pfaffenwaldring 5a. Die dortige Brachfläche haben sie in einen grünen Garten verwandelt, den alle Studierenden der Universität Stuttgart besuchen und mitgestalten dürfen. Ein weiteres Projekt sind die Koch- und Brotaufstrichabende, bei denen sie gemeinsam gerettete und vegane Gerichte kreieren und anschließend in gemütlichem Rahmen verkosten.

Die Position in der Gesellschaft hinterfragen

Seit letztem Jahr mischt die Gruppe sogar bei den Lehrveranstaltungen mit. Im Rahmen einer Schlüsselqualifikation können Studierende der Universität Stuttgart bei der Auseinandersetzung mit nachhaltigen Themen Leistungspunkte für ihr Studium sammeln. Aber was steckt dahinter?

Hummus, Brotverkostung

Verkostung von nachhaltigen Eigenkreationen. Copyright: Greening Stuttgart

„Ein wichtigstes Ziel ist, Menschen zum Nachdenken anzuregen und Handlungsoptionen für ein nachhaltiges Handeln aufzuzeigen. Die SQ bietet dabei den Rahmen, einen ganz bunten Mix an Studierenden zu erreichen und sich im universitären Umfeld die Zeit zu nehmen, sich mit verschiedensten Themen einmal kritisch auseinanderzusetzen und die eigenen Handlungsoptionen und die Position in der Gesellschaft zu hinterfragen und aufzuzeigen.“, erklärt Taalke, ein Mitglied der Gruppe.

Für das Ziel der Förderung von Umweltbewusstsein hat Greening auch schon mit dem Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsinitiative in Stuttgart kooperiert und sich von einem Nachhaltigkeits-Netzwerk bei einem Wandercoaching beraten lassen. Auch mit anderen grünen Hochschulgruppen stehen sie im Kontakt. Über Entscheidungen stimmen sie basisdemokratisch ab, koordinierende und organisatorische Aufgaben werden an einzelne Verantwortliche vergeben.

Spaß, Spannung, kleine und große Projekte

„Die Gruppe ist möglichst ohne Hierarchien organisiert“, so Taalke. Dabei sei es jedem Studierenden selbst überlassen, in welcher Form und mit welcher Zeit er sich einbringt. Wer ein eigenes Projekt umsetzen möchte, sucht sich in der Regel selbstständig seine Verbündeten und kann es dann auch nach der eigenen Vorstellung realisieren. „Auf die Gruppe ist dabei als Unterstützung aber immer Verlass!“, meint Taalke. Und was steht als nächstes an? „Vielleicht wird es wieder eine SQ geben und ein weiterer Vortrag zum Thema „Geldfrei Leben“ steht in den Startlöchern. Ansonsten gibt es neben netten Treffen, Besuch von externen Veranstaltungen und ganz viel Vernetzung hoffentlich viel Spaß und Spannung und viele tolle neue, kleine und große Projekte!“

Wer bei Greening mitmachen möchte, kann unverbindlich zum Kennenlernen bei den regelmäßigen Gruppentreffen vorbeikommen. Auch wer selbst noch keine Idee für ein Projekt hat, wenig Zeit mitbringt oder einfach nur mehr über Nachhaltigkeit erfahren würde, ist willkommen. Nähere Informationen zu den Treffen findet ihr auf der Facebook-Seite der Hochschulgruppe.

Anna

 

Digitale Mitarbeit

Digitale Mitarbeit

Copyright: SolisImages/Fotolia

Wer an der Universität Stuttgart eine Vorlesung besuchen will, kommt nicht um die sich bietende Laptopschau herum: Moderne, technische Geräte verschiedener Marken reihen sich auf den Arbeitstischen aneinander und bestrahlen ihren Besitzer mit dem Schein der Professionalität. Zu was der Laptop dann schließlich gebraucht wird, sieht man auch drei Reihen weiter hinten noch problemlos: Online-Shopping, Schlagzeilen-Hopping und Mitschriebe, die kostengünstiger und ressourcenschonender auf das Papier gebracht wären.

Laptop, Programm

Für manche Studiengänge ist der Laptop unentbehrlich. Aber gilt das für alle?

Keine Frage, die Möglichkeit für eine effiziente Benutzung technischer Hilfsmittel beim Studium ist gegeben. Aber wie kann sich der Studierende an die unterschiedliche Bereitstellung von digitalen Inhalten der jeweiligen Professoren und Professoren anpassen und welche Software außer diversen Schreibprogrammen gibt es eigentlich noch, die ihn beim Studium unterstützen können? Und natürlich: Braucht er überhaupt einen Laptop oder ein Tablet, um auch parallel zur Vorlesung bestmöglich mitzuarbeiten oder sind Stift und Papier noch eine gleichwertige Alternative?

Die Unterschiede zwischen Studiengängen und Dozierenden

Zunächst muss zwischen den Anforderungen verschiedener Studiengänge differenziert werden. Eine Studentin der Informatik ist weit mehr auf den eigenen Laptop angewiesen als ihr Kommilitone, der Germanistik und Kunstgeschichte studiert. In diesem Artikel soll der Fokus daher auf Vorlesungen liegen, bei denen die Mitarbeit an einem Laptop beispielsweise durch das Benutzen einer bestimmten Software nicht offensichtlich notwendig oder ratsam ist.

Ein weiteres, zentrales Unterscheidungsmerkmal von verschiedenen Vorlesungen, das in der Regel an die Person des jeweils Dozierenden gebunden ist, ist die Bereitstellung von digitalen Inhalten. Während manche Professoren und Professorinnen eine Benutzung der ILIAS-Gruppe konsequent verweigern, unter anderem vermutlich um die Studierenden zur Anwesenheit bei den Vorlesungen zu motivieren, laden andere nicht nur ihre Präsentationen, sowie zusätzliches Material für das Selbststudium, sondern auch die gefilmten Vorlesungen ins Netz. Je nach Angebot, kann der Studierende mit Blick auf die eigenen technischen Hilfsmittel individuell reagieren.

Ergänzende Angaben statt unvollständige Zusammenfassungen

Habt ihr einen medienbewussten Dozierenden, ist der gesamte Kurs online abgebildet: von Präsentationen über eingescannte Bücher und Livestream kann der Studierende alles auch von daheim oder unterwegs aufrufen und bearbeiten. Eine Basis an Informationen stehen folglich bereits zur Verfügung.

Buchregal

Oft werden auch digitalisierte Bücher zur Verfügung gestellt.

Sinnvoll ist es, die Erklärungen des Dozierenden zu dem jeweiligen Material in der Vorlesung beziehungsweise dem Seminar mitzuschreiben und so die bereits vorhandenen Informationen zu ergänzen. Eine umfangreiche Zusammenfassung des Gesagten im Kurs ist folglich nicht notwendig, ergänzende Angaben zu dem zur Verfügung stehenden Material genügen, um später mit der ausführlichen Grundlage des bearbeiteten Online-Materials lernen zu können.

Hierfür ist ein Bearbeitungsprogramm hilfreich, mit dem ihr PDF-Texte markieren und Kommentare hinzufügen könnt. Ein gängiges Beispiel hierfür ist der kostenlose Adobe Acrobat Reader DC©. Wer seinen Laptop oder sein Tablet mit in die Universität bringen möchte, kann das Material bereits während der Vorlesung bearbeiten und ergänzen. Den Vorteil der Wiederholung haben aber diejenigen, die während der Vorlesung die Kommentare mit Verweis auf die jeweilige Foliennummer auf Papier mitschreiben und diese daheim oder in der Universitätsbibliothek digitalisieren. Wem ein Sachverhalt während des Kurses nicht ganz klargeworden ist, kann sich die Aufzeichnung der Vorlesung erneut anschauen oder in den Skripten und eingescannten Büchern nachlesen. Hilfreich ist, die gegebenen Formate zu vereinheitlichen, um nicht mit mehreren Bearbeitungsprogrammen parallel arbeiten zu müssen.

Back-up nicht vergessen

Die Verwendung eines Laptops oder Tablets in der Vorlesung kann euch folglich ermöglichen, zur Verfügung gestellte Materialien direkt digital zu bearbeiten. Auch wer die Notizen auf Papier mitschreibt, kann sie in der Nacharbeit daheim, unterwegs oder in der Bibliothek übertragen. Ein Vorteil der technischen Geräte ist sicherlich die leichtere Übersichtlichkeit und sauberere Darstellung der Mitschriebe, dafür kann ein vergessenes Ladekabel oder ein plötzlich auftretender Fehler die gesamte Mitarbeit gefährden. Wie ihr in den Kursen folglich mitarbeitet, ist eurem persönlichen Geschmack überlassen, die Arbeit mit den zur Verfügung stehenden Materialien ist allerdings deutlich den Aufschrieben von bloßen Zusammenfassungen vorzuziehen.

Zudem gilt: Auch die Online-Materialen wollen gut sortiert und gesichert werden. Macht also regelmäßige Back-ups, um eure digitale Arbeit zu bewahren.

 

Anna

Schluss mit Schreibblockaden

Schluss mit Schreibblockaden

Bildnachweis: Andreas Berheide / photocase.de

Ob Papers, Essays, Seminar- oder Abschlussarbeiten – kaum ein Studiengang kommt ohne eine schriftliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragestellungen aus. Je nach Studiengang überrollt euch jedes Semester eine Flut davon. Um allmählich eine gewisse Schreibroutine zu entwickeln und euch die Angst vor dem leeren Blatt zu nehmen, findet ihr hier einige Ansätze um Schreibblockaden zu überwinden – oder im besten Fall erst gar nicht entstehen zu lassen!

Es liegen ganze Welten zwischen den Texten, die ihr zu Schulzeiten verfassen musstet, und den wissenschaftlichen Arbeiten, die ihr an der Uni einreichen müsst. Gerade, wenn es sich um eure erste Seminararbeit handelt, steht ihr vielleicht vor einer großen Herausforderung, an der ihr aus zwei Gründen scheitern könnt:

Ihr nehmt das Ganze zu locker, übergeht die Basics wissenschaftlichen Schreibens und liefert eine schnell heruntergeschriebene Arbeit ab, ohne euch die Mühe zu machen, sie sorgfältig zu überarbeiten. Oder aber ihr neigt aus Angst vor Fehlern dazu, die Arbeit ewig vor euch herzuschieben und euch mit allem anderen zu beschäftigen, nur nicht damit – und frönt damit der Prokrastination. Trotz schlechten Gewissens starrt ihr auf weiße Monitore und wisst nicht, wo ihr anfangen sollt. Woher kommt das?

Ein paar Irrtümer rund ums Schreiben

Selbst im wissenschaftlichen Bereich kursieren noch immer einige Irrtümer und Mythen, die sich um das Verfassen von guten bis sehr guten Texten drehen.

Faktencheck: Welche Irrtümer kursieren rund ums Schreiben?
Quelle: Pixabay.com

Einige von ihnen beziehen sich auf die Art des Schreibens von Texten und die äußeren Bedingungen, unter denen Texte entstehen, während andere mit inneren Überzeugungen – sogenannte Glaubensmuster – zu tun haben.

Im nachfolgenden Abschnitt möchte ich auf einige dieser Annahmen eingehen und sie auf ihre Richtigkeit hin überprüfen. Warum? Weil keinerlei Magie hinter dem Schreiben von Texten jeglicher Art steckt, sondern ein gut sortierter Werkzeugkasten verschiedener Fähigkeiten, die ihr im ersten Schritt erlernen und im zweiten Schritt verbessern könnt, wenn ihr erst einmal einige dieser lästigen Blockaden abgeschüttelt habt.

Irrtum Nr. 1 : Exzellente Texte entstehen in einem Rutsch bzw. aus einem Guss. Wenn sie nicht auf Anhieb gelingen, sind sie miserabel. 

Die Angst vor dem leeren Blatt. Völlig unbegründet?
Quelle: Pixabay.com

Das ist definitiv eine falsche Annahme und wer auch immer behauptet hat, dass die besten Texte in einem Durchgang geschrieben werden, ist auf dem Holzweg. Jede Textform benötigt Zeit für Überarbeitung – und wissenschaftliche Texte bilden da keine Ausnahme. Die Überarbeitung beinhaltet nicht nur formale Korrekturen wie Zeichensetzung, Grammatik oder Rechtschreibung, sondern auch und vor allem eine inhaltliche Korrektur. Letzteres betrifft zum einen den Stil (eine wissenschaftliche Arbeit verlangt einen anderen Stil als etwa ein Prosatext), zum anderen aber auch die innere Logik eines Textes – etwa ob gezogene Schlussfolgerungen gerechtfertigt sind, ins Leere gehen oder sich widersprechen.

Tatsächlich durchläuft ein inhaltlich und formal ansprechender Text mehrere Korrekturdurchläufe, bis er abgabebereit ist. Deshalb spielt der Zeitfaktor eine nicht unwesentliche Rolle.

Irrtum Nr. 2: Die Einleitung zu einer wissenschaftlichen Arbeit wird direkt am Anfang geschrieben.

Auch wenn die Einleitung dazu dient, in die Fragestellung eurer Arbeit einzuführen und kurz ihren Aufbau sowie ihre Zielsetzung darzustellen, so ist es trotzdem vertane Zeit, wenn ihr die Einleitung direkt am Anfang eurer Arbeit schreibt. Wieso? Das ist relativ simpel zu erklären: Solange eure Arbeit noch nicht endgültig steht, werdet ihr im Verlauf des Schreibprozesses immer wieder Passagen umschreiben, einzelne Gliederungspunkte neu sortieren und/oder ganz streichen, was eure eingangs verfasste Einleitung zwangsläufig über den Haufen werfen wird. Daher mein Tipp: Die Einleitung erst dann schreiben, wenn der formale und inhaltliche Teil der Arbeit fertig und abgeschlossen sind, sprich der Haupt- und Schlussteil eurer Arbeit stehen.

Irrtum Nr. 3: Ich kann sowieso nichts Gutes aufs Papier bzw. den Monitor bringen.

Kann ich nicht – kann ich doch!
Quelle: Pixabay.com

Hier kommt eine Überzeugung ins Spiel, der oftmals eine lange Leidensgeschichte vorausgeht, beginnend in der Schulzeit, wenn die eigenen Texte wiederholt von Lehrkräften in der Luft zerrissen wurden.

Aber auch gut bewertete Texte können vor dem Hintergrund von empfundener Unzulänglichkeit entstehen, wenn der oder die Verfasserin die Bewertung nicht auf ihre eigene Leistung zurückführt, sondern auf die (positive) Voreingenommenheit der Lehrkraft. So bleibt die Bildung einer wachsenden Schreibkompetenz aus, verbunden mit einer wiederholten Erfahrung von Verunsicherung, weil die erhaltene Bewertung mit der empfundenen Qualität der Leistung weit auseinanderklafft (Münchhausen-Syndrom). Empfehlenswert ist daher der Besuch der Schreibwerkstatt der Universität Stuttgart, wo ihr rund ums wissenschaftliche Schreiben beraten werdet und Hilfestellungen zu euren Fragen erhaltet.

Irrtum Nr. 4: Erst wenn ich alle erdenkliche Literatur zu einem Thema gelesen habe, kann ich mit dem Schreiben beginnen.

Verloren im Bücherdschungel.
Quelle: Pixabay.com

Woche um Woche verstreicht, der gelesene und exzerpierte Bücherberg wird immer größer, aber wenn ihr die Textdatei mit eurer Seminar- oder Abschlussarbeit aufruft, herrscht gähnende Leere in eurem Kopf und auf eurem Monitor.

Natürlich ist eine sorgfältige Literaturrecherche wichtig, bevor ihr mit dem eigentlichen Verfassen beginnt. Aber sorgfältig heißt eben nicht, dass ihr den Anspruch erfüllen müsst, die gesamte Literatur zu einem Thema rezipiert zu haben, sondern nur den Teil, der auf eurer Thema bzw. eure Fragestellung zugeschnitten ist. Dazu müsst ihr meist aktuelle Forschungsliteratur heranziehen und nicht schon bei Adam und Eva beginnen. Hier empfiehlt es sich, sich im Zweifel bei den Dozierenden zu erkundigen.

Irrtum Nr. 5: Nur in der „richtigen“ Stimmung kann ich gut schreiben.

In der perfekten Stimmung zum Schreiben.
Quelle: Pixabay.com

Ihr sitzt stundenlang vor dem Rechner und wartet auf die richtige Eingebung, um mit dem Schreiben beginnen zu können. Oder aber ihr verbringt Stunde um Stunde damit, Unterlagen zu wälzen, Recherche zu tätigen und eure Notizen durchzugehen, um bloß nicht schreiben zu müssen. Was steckt dahinter?

Mit Sicherheit habt ihr vom Konzept des „Flow“ gehört. Falls nicht, hier eine kurze Definition: Beim „Flow“ handelt sich um einen „Zustand höchster Konzentration und völliger Versunkenheit in eine Tätigkeit“. Was ihr in diesem Zustand erlebt, ist von positiven Gefühlen begleitet und macht euch die Tätigkeit sehr angenehm. Die Dinge scheinen wie von selbst zu laufen. Doch darauf zu warten, dass dieser Zustand eintritt, ist wenig hilfreich. Denn um in einen „Flow“ zu kommen, müsst ihr überhaupt erst einmal mit der Tätigkeit beginnen. In unserem Fall bedeutet dies konkret, dass ihr euch ans Schreiben machen müsst – und wenn es zu Beginn nur unsortierte Stichpunkte sind!

Mögliche Ursachen für Schreibblockaden

Nachdem wir nun mit 5 Irrtümern aufgeräumt haben (es gibt natürlich noch sehr viel mehr), wenden wir uns einigen Strategien zu, wie ihr Schreibblockaden – die oftmals mit Denkblockaden einhergehen – verhindern könnt, noch bevor sie auftauchen bzw. sie überwinden, wenn sie bereits aufgetreten sind.

Perfektion lähmt.
Quelle: Pixabay.com

Noch einmal: In den seltensten Fällen haben Schreibblockaden damit zu tun, dass man zu faul dafür ist, den geforderten Text zu verfassen. Stattdessen steht oft der Glaube im Vordergrund, an dieser Aufgabe zu scheitern (Versagensangst) – oder direkt beim ersten Anlauf einen fehlerfreien, treffend formulierten Text aufs Papier bzw. den Monitor bringen zu müssen (Leistungsdruck). Ein weiterer Punkt ist die Suche nach dem vermeintlich perfekten Einstieg in den Text, der den Schreibprozess blockiert. Manchmal fehlt auch einfach ein konkreter Plan bzw. eine Struktur, um den Text schreiben zu können. Und auch negative Vorerfahrungen hemmen den Schreibfluss, statt ihn zu fördern. Höchste Zeit also, diese Blockaden anzugehen!

How to: Schreibblockade(n) überwinden

Planlos – und jetzt?
Quelle: Pixabay.com

Schritt 1: Ursachenforschung betreiben! Findet zunächst heraus, was euch wirklich blockiert – und das ist meistens nicht der noch anstehende Haushalt. Ist eure Fragestellung nicht klar genug abgegrenzt? Wisst ihr nicht, welche Literatur für euer Thema relevant ist? Habt ihr keine Ahnung, welches Thema ihr überhaupt wählen sollt? Handelt es sich um eure erste wissenschaftliche Arbeit und ihr wisst nicht, wie der formale Aufbau aussieht und welche Regeln ihr berücksichtigen müsst? Findet heraus, was euch blockiert und vom Schreiben abhält!

Schritt 2: Ursachen bewältigen! Ihr habt eine erste Ahnung, was euch am Schreiben hindert. Zum Beispiel treffen gleich mehrere Punkte zu: Ihr seid im ersten Semester, habt noch nie eine Seminararbeit geschrieben und das Thema könnt ihr aufgrund mangelnder Erfahrung noch gar nicht selbst eingrenzen, geschweige denn überblicken. Was tun? In diesem Fall vereinbart ihr schleunigst einen Termin mit eurem Dozenten oder eurer Dozentin, um die Arbeit und ihre Fragestellung zu besprechen. Bereitet euch auf das Gespräch am besten mit Notizen vor, damit ihr eure Fragen an Ort und Stelle loswerden könnt und nicht planlos vor euch hinstottert oder Wichtiges zu fragen vergesst.

Keine zündende Idee?
Quelle: Pixabay.com

Schritt 3: Ideen sammeln und Struktur herstellen! Vor dem aktiven Schreiben lohnt es sich, ein paar grobe Ideen zu sammeln. Welche Aspekte beinhaltet das Thema der Arbeit, welche gehen darüber hinaus und sind eher ein Thema für den Schlussteil bzw. Ausblick? Wo werden in der Forschung kontroverse Meinungen vertreten, wo liegen Gemeinsamkeiten vor? Stellt dabei Fragen wie: Worauf zielt mein Text ab? Welche Frage(stellung) soll er beantworten? Was reflektiert er? Wo spricht er neue, bislang unbeachtete Aspekte an? Wo geht er konform mit bestehender Forschung, wo nicht? Handelt es sich um ein Review von Studien?

Anhand solcher und ähnlicher Fragen könnt ihr euch zu Beginn des Schreibprozesses entlanghangeln, um eine erste Struktur in den Text zu bekommen. Sobald ihr diese Fragen beantworten könnt, wird es Zeit für die formale Struktur der Arbeit. Informiert euch über die wissenschaftlichen Standards, denen ihr genügen müsst. Schaut euch Beispiel-/Musterhausarbeiten an, die oftmals von den Lehrstühlen bereitgestellt werden, um euch einen ersten Eindruck davon zu geben, wie eure Arbeit v. a. formal aufgebaut sein soll. Zwischen den einzelnen Studiengängen – und zuweilen auch den einzelnen Dozierenden – bestehen zudem immer wieder Unterschiede hinsichtlich der Zitation, also macht euch vorher schlau, mit welcher Zitation ihr arbeiten müsst.

Zeit zu schreiben – und zwar genau jetzt!
Quelle: Pixabay.com

Schritt 4: Schreiben! Ja, aber … Kein Aber! Die Fragestellung steht, eine sinnvolle Gliederung habt ihr ebenfalls erarbeitet (am besten auch mit dem/der Dozierenden abgesprochen), dann heißt es jetzt: Ran ans Schreiben! Hier dürft ihr nur nicht in die Perfektionsfalle tappen! Was damit gemeint ist, habe ich in den Irrtümern 1 bis 5 ausführlich besprochen.

Der Text, den ihr jetzt schreibt, ist nichts weiter als ein Rohentwurf. Das bedeutet, er darf und soll noch geschliffen, überarbeitet und bei Bedarf auch umstrukturiert werden. Wichtig ist nur, dass ihr überhaupt erst in den Schreibfluss kommt. Flapsige Formulierungen, Stichpunkte statt ausgeschriebener Sätze sind an diesem Punkt noch völlig in Ordnung, solange ihr im Schreibfluss bleibt.

Schritt 5: Ruhen lassen! Auch wenn ihr eine knappe Deadline für die Abgabe habt, empfehle ich euch trotzdem, den fertigen Text einige Tage – im günstigsten Fall sogar einige Wochen – liegen zu lassen. Mit etwas zeitlichem Abstand kommt ihr leeren Worthülsen, unnötigen Wiederholungen und/oder inhaltlichen Fehlern im Allgemeinen viel eher auf die Schliche. Am besten funktioniert die Korrektur meiner Erfahrung nach, wenn ihr den Text ausgedruckt vor euch liegen habt und in die distanzierte Rolle eines bzw. einer Lektorin schlüpft, die sich den Text wohlwollend, aber auch kritisch vornimmt.

Nach Möglichkeit solltet ihr euren Text zusätzlich einem Freund oder einer Freundin geben, die mit dem Inhalt eher wenig anfangen kann. Weshalb? Je unvoreingenommener Lesende sind, desto klarer zeigt sich bei ihrer Lektüre, ob es euch gelungen ist, einen Sachverhalt verständlich darzustellen. Gerade hinter kompliziert verschachtelten und mit Fremdwörtern gespickten Formulierungen verbergen sich oft Unsicherheiten und Angst davor, als ahnungslos enttarnt zu werden. Falls ihr mit solchen Ängsten kämpft, solltet ihr erwägen, das Angebot der Schreibwerkstatt zu nutzen oder einen Termin mit dem Dozenten vereinbaren, um etwaige Unklarheiten oder Unsicherheiten zu beseitigen.

Schritt 6: Gut ist gut genug! Ihr habt euren Text fertiggeschrieben, ihn eine Weile ruhen lassen und ihn anschließend sorgfältig überarbeitet, vielleicht auch Freundinnen oder Freunden zum Lesen gegeben. Bevor ihr also zum hundertsten Mal eure Datei durchgeht und sie akribisch auf Fehler untersucht, stellt euch ehrlich die Frage, ob es nicht langsam genug ist. Auch wenn die Perfektionistinnen und Perfektionisten unter euch aufschreien mögen – gut ist gut genug.

Niemand erwartet von euch, dass eure Arbeit direkt nobelpreisverdächtig ausfällt – in der Regel geht es nur darum zu zeigen, dass ihr solide wissenschaftlich arbeiten könnt, d. h. konkrete Fragestellungen unter der Berücksichtigung wissenschaftlicher Regeln und Praktiken untersuchen könnt. Und dazu gehört es nun einmal, immer wieder zu üben. Jede Arbeit, die ihr verfasst, verschafft euch anhand des Feedbacks der Dozierenden einen ungefähren Eindruck davon, wo ihr gerade in eurer (Schreib-) Entwicklung steht.

Schritt 7: Belohnen! Ja, das gehört tatsächlich dazu. Nach all der getanen Arbeit wollt ihr eine positive Verbindung zum Schreiben aufbauen – also belohnt euch entsprechend! Gerade wenn mehrere Arbeiten anstehen, ist die Motivation, sich gleich wieder an die nächste zu setzen, eher im Keller. Um euch selbst zu überlisten und eine positive Assoziation zum Schreiben aufzubauen, solltet ihr euch auf jeden Fall etwas Gutes tun. Ihr wisst selbst am besten, mit welchen Belohnungen sich eure Motivation hervorlocken lässt.

Zusammengefasst:

  1. Ursachenforschung
  2. Ursachenbewältigung
  3. Ideen sammeln und strukturieren
  4. Rohentwurf herunterschreiben
  5. Ruhen lassen, dann überarbeiten
  6. Gut ist gut genug
  7. Selbstbelohnung

Gutes Gelingen beim Schreiben!

Romy

PS: Ihr habt weitere Ideen, wie man Schreibblockaden loswerden kann? Oder ihr habt eigene Schreibroutinen entwickelt? Lasst uns gerne daran teilhaben!

Quelle: www.duden.de

¿Hablas español? Tu parles français?

¿Hablas español? Tu parles français?

Copyright: FemmeCurieuse / photocase.de

„Do you speak english?“ -„Yes, ein bisschen“. „Y hablas español tambien? „Waaas?“ Die Globalisierung hat die Welt näher zusammengebracht. Fremdsprachen zu beherrschen sind schon lange kein „nice to have“ mehr.

Englisch ist nicht nur in der Uni, sondern auch im Berufsleben fast schon unabdingbar. Arbeitgeber bevorzugen Absolventinnen und Absolventen, die man „weltweit“ einsetzen kann und die keine Schweißausbrüche bekommen, wenn ein Nicht-Deutscher am Telefon ist. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten eine Sprache zu lernen – natürlich ist das allerbeste man besucht einen Kurs. Nie wieder hat man solche günstigen Möglichkeiten, wie dies während des Studiums zu tun. Daher gibt’s an der Uni Stuttgart auch ein Sprachenzentrum. Aber man kann auch eigeninitiativ die eigenen sprachlichen Fähigkeiten optimieren.

Nämlich so:

Apps: Es gibt einige kostenlose Apps, die euer Lernen unterstützen können. Duolingo und Babbel gehören zu den bekannten Sprach-Apps. Hier könnt ihr auf spielerische Weise eure Kenntnisse erweitern. Und das Gute daran ist, dass ihr ganz easy unterwegs in der U-Bahn lernen könnt.

Per APP unterwegs lernen. Quelle: Unsplash

Filme: Einen Film in einer neuen Sprache anzuschauen, kann manchmal zu einer Herausforderung werden. Aber da kommen die Untertitel ins Spiel. Mit deren Hilfe habt ihr so ne Art Simultandolmetscher. Durch die Handlung, kriegt man die Sprache en passent vermittelt Dabei könnt ihr euch dran gewöhnen, dass die Muttersprachler schnell sprechen. Wer klein anfangen möchte, kann mit Kinderserien starten.

Selbstgespräche: Ein weiterer Trick ist es, Selbstgespräche zu führen. Klingt skuril, ich weiß.  Aber ihr müsst wissen, wie ihr euch anhört, wenn ihr die neue Sprache sprecht. Es wird euch anfangs sicherlich merkwürdig erscheinen, dass ihr Selbstgespräche führt, aber so wird es die Sprache zu einer Gewohnheit für euch und fühlt sich im echten Austausch mit anderen gleich sicherer.

Tandem Partner: Tandem Partner sind meistens zwei Muttersprachler, die sich gegenseitig ihre Sprache näherbringen. Also etwa ein  Amerikaner und ein Deutscher und der Amerikaner möchte gerne Deutsch lernen und der Deutsche gerne Englisch. Man trifft sich, trinkt Kaffee und unterhält sich: Ein netter Nachmittag, bei dem man nebenbei etwas lernt. Klingt gut, oder? Ist es auch: Erstmal ist der Austausch kostenlos und dann lernt man meistens auf relativ unkomplizierten Weg jemand kennen. So erfährst Du auch viel über die Kultur des jeweils fremden Landes – was ja fast genau so wichtig ist, wie Grammatik und Wortschatz.  Das Schöne: Durch diese Methode habt ihr die Gelegenheit euch gegenseitig zu helfen. Auch an der Universität Stuttgart könnt ihr einen Tandempartner finden.

Bücher: Wer Bücher und Zeitschriften liest, der lernt, welche Sprichwörter oder gängige Ausdrücke es gibt, die nicht alle im Lehrbuch stehen. Zudem übt ihr eure schriftlichen Sprachkenntnisse auf eine andere Art und Weise, als immer nur „langweilig“ durch Grammatik und Vokabeln pauken.

Praktikum: Wenn ihr bereits gute Grundlagen habt und schneller Fortschritte sehen wollt, solltet ihr in das Land reisen und mehrere Monate bleiben. Viele Studierende machen ein Praktikum oder ein Ausslandssemester. Durch diese Möglichkeiten könnt ihr viel intensiver lernen und vor allem mit Einheimischen ins Gespräch kommen.

 

Interview mit Barbara Burr 

Frau Burr leitet das Sprachzentrum der Uni Stuttgart und war so freundlich mir ein paar Fragen zum Thema zu beantworten

Frau Burr

Frau Burr, warum sind andere Sprachen wichtig?

Sprachen sind die Kulturöffner eines anderen Landes. Damit kann man in die Kultur und mit den Menschen eines anderes Landes eintauchen.

Was ist der beste Weg eine neue Sprache zu lernen?

Der allerbeste Weg ist es, ins Land zu gehen. Am besten die Grundlagen hier mit einem Sprachkurs legen und dann damit ins Land gehen. Sprache lernt sich durch Hören, durch Sprechen mit anderen Menschen, aber die Strukturen werden meistens in einem Kurs gelegt.

Ab wann kann man von sich selbst behaupten, dass man eine Sprache gut beherrscht?

Oh, das kommt auf den Redeanlass an. Gehen wir davon aus, Sie wollen mit Freunden einfach einen Kaffee trinken gehen. Und dort ein bisschen über das schöne Leben sprechen, dann können Sie sagen, dass Sie auf den europäischen Sprachniveau B1 beherrschen. Wollen Sie allerdings einen Vortrag halten oder wollen Sie über irgendein Thema tiefer sprechen, verstehen, was der Andere sagt, eventuell sogar schreiben, dann kommen Sie um B2/C1 nicht rum. Wir verlangen beispielsweise von unseren ausländischen Studierenden das C1-Niveau als Studienvorausstzung. Mit C1 können Sie einer Vorlesungen folgen und alles mehr oder weniger wie die Einheimischen. [… ] Es ist ratsam, ins jeweilige Land zu gehen und vorher hier an der Uni einen Kurs zu belegen. Genauso machen es auch die meisten: Viele unserer Kurse sind ausgebucht.

Welche Sprachen sind Ihrer Meinung nach beliebt oder wichtig heutzutage?

Ready? Quelle: Unsplash.

Also ganz beliebt bei unseren Studierenden ist spanisch. Neben englisch und deutsch, ist das die haupt-nachgefragte Sprache. Allgemein hängt es ein bisschen von der Politik ab, was gerade en vogue ist. Momentan ist türkisch beispielsweise gar nicht beliebt. Und vor 3 Jahren war diese Sprache ein Selbstläufer. Als wir Fukushima hatten, war japanisch plötzlich unbeliebt. Inzwischen ist japanisch wieder ein Renner.

Sie sagten, dass die Kurse des Sprachenzentrums sehr beliebt sind. Was kann ein Studierender in einem Kurs erwarten?

Wir versprechen professionelle Lehrende. In den meisten Bereichen lehren bei uns Muttlersprachler mit einer entsprechenden Ausbildung. Muttersprache ist ja kein Beruf (lacht). Wir können versprechen, dass die Studierenden von Anfang an über die Lernziele informiert werden und auch eine große Vielfalt an Themen – besonders im Englischen – geboten bekommen. Also hier wird nicht nur die Grammatik rauf und runter gebüffelt, sondern realistische Themen besprochen, so genanntes content-based Lernen. Als Beispiel haben wir jetzt als Thema „Global Citizen -Die Müllbeseiting“. Indirekt wird so die Sprache gelernt. [… ] Es wird also in erster Linie auf Kommunikationm und Content Wert gelegt. 

Quelle: Unsplash.

Und wie sieht eine typische Bewerbung aus?

Wir haben 4 Anmeldetermine im Jahr. 2 für Kompaktkurse und 2 für die Standard-Uni-Kurse. Die Anmelde-Termin stehen auf unserer Homepage.

Sind die Anmelde-Plätze begrenzt, sodass man sich schnell anmelden sollte?

Man muss sich im Anmelde-Zeitraum anmelden. Es hängt nicht von den Plätzen ab. Und viele unserer Kurse sind Schlüsselqualifikationen. Dort gibt es andere Anmeldeverfahren, aber das wissen die Studierenden. Da können sie auch die Sprachen auswählen.

Und für diese Kurse muss an anwesend sein oder gibt es auch Online-Kurse?

Wir haben wenige reine Online-Kurse. Dafür haben wir recht viele Blended Online-Kurse. Hier wird ein Teil online gemacht und ein Teil in Präsenz gemacht wird. Gerade für chinesisch haben wir da ein gutes Angebot.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

 

Feven

Christmas time in Stuttgart

Christmas time in Stuttgart

Es weihnachtet sehr…meist schon im November.
Bild: markusspiske / photocase.de

Die Tage werden kürzer, die Nachte länger und somit ist es offiziell: Weihnachten steht vor der Tür. Viele sehnen sich nach dem Sommer, aber mal ehrlich: auch der Winter hat seine Vorzüge. Ich zeige euch, was ihr in dieser kalten Jahreszeit in Stuttgart alles machen könnt.

Die Temperaturen sinken von Tag zu Tag. Und die Motivation, seine freie Zeit trotzdem draußen zu verbringen, schwindet ebenfalls dahin. Bevor ich aber in eine Winterdepression verfalle, werd ich lieber aktiv: Nur weil es kalt ist, heißt das noch lange nicht daheim bleiben zu müssen.

Meine Top 10 für den Winter in Stuttgart

1. Eis laufen: Am Schlossplatz eröffnet bereits im November eine kleine Eisbahn – der Wintertraum. Hier können jung und alt mit Blick aufs neue und alte Schloss übers Eis rutschen, natürlich mit Musik.  Karten gibt es für 5 Euro für Studierende. Für ebenfalls 5 Euro kann man sich Schlittschuhe ausleihen. Zusätzlich bietet der Wintertraum heiße Getränke, Bratwurst und Süßigkeiten. Wer schon früher anfangen will oder eine größere Eislaufbahn mag, kann hoch in die Eiswelt nach Degerloch. Hier gibt es 2 große Eisbahnen. Der Eintritt beträgt für Studierende 3,30 Euro. Bekannt ist hier auch die  Eis-Discos, die dreimal die Woche stattfinden. Disco-Vergnügen könnt ihr ab 6 Euro haben.

2. Therme: Gemütlich im warmen Wasser planschen – das klingt doch nach einer guten Idee. In der Umgebung Stuttgart gibt es etwa die Schwabenquellen oder die Mineraltherme Böblingen. Wer es lieber zentraler möchte, kann ins Leuze gehen. Das Leuze ist mit seinen Saunas, Heilquellen und Whirlpool als „Mini-Therme“ Stuttgarts bekannt. Das Mineralwasser ist 30 °C warm und ist gesund. Ihr könnt auch eine Massage buchen oder ganz einfach ohne entspannen. 2h Badespass gibt es ab 8 Euro. Studierende bis 25 Jahre erhalten einen Rabatt.

3. Theater/ Musical: Stuttgart bietet eine Vielzahl verschiedener Theater sowie Musicals. Wieso also nicht, sich im Winter sich von unterhaltsamen Stücken verzaubern lassen? Ob im Theaterhaus Stuttgart, Apollo oder SI-Zentrum – Gerade zu Weihnachtszeit locken viele Theaterstücke und Musicals. Es gibt auch attraktive Vergünstigen für Studis. Hier findet ihr gute Angebote.

Winter in Stuttgart. Quelle: Unsplas

4. Ski und Langlauf: Sofern genügend Schnee liegt, wirds Zeit, die Bretter anzuschnallen. Man muss nicht bis in die Alpen: Rund um Stuttgart kann man erstaunlich gut Langlaufen und es gibt auch einige Pisten. Die Stuttgarter Zeitung hat für beides eine tolle Zusammenstellung gemacht. Hier findest Du die besten Pisten rund um Stuttgart. Und hier die besten Loipen rund um Stuttgart.

5. Museen: Stuttgart halt kulturell eine Menge zu bieten und auch tolle Museen. Daher gehören das Mercedes Benz Museum und das Porsche Museum zu den bekanntesten Musen in Stuttgart. Hier könnt ihr auf Entdeckungsreise gehen und die ganze Geschichte der Automobilindustrie kennen lernen. Wer nicht auf Autos steht, dem empfehle ich die Kunstmuseen wie die Staatsgalerie. Aber alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen: Hier gibt’s einen hilfreichen Überblick über die Museen in Stuttgart.

Im Carl-Zeiss-Planetarium Stuttgart. Sternenhimmel mit Saturn. Bild: die arge lola

6. Planetarium: Ihr mögt Sterne und Planeten? Im Carl-Zeiss Planetarium am Schlossgarten könnt ihr in die Welt des Universums eintauchen. Am Wochenende gibt es immer eine interessante Show, die euch den Sternenhimmel genauer vorstellt. Studierende zahlen 5 Euro.

7. Wilhelma: Ja, auch im Winter kann man in die Wilhelma gehen. Der Vorteil ist, dass es nicht so voll ist, wie im Sommer und dass man sich in den Tropenhäusern binnen Sekunden wieder in den Sommer zurückbeamen kann. Und wer dann doch den Winter pur genießen möchte, der geht einfach zu den Eisbären. Aber aufgepasst: Im Winter ändern sich die Öffnungszeiten und die Wilhelma schließt seit Oktober bereits um 18:30 Uhr. Studierende zahlen 10 Euro. Im Winter gibt es einen Abendtarif ab 16 Uhr für 7 Euro. Weitere Infos hier.

Der Esslinger Mittelaltermarkt & Weihnachtsmarkt hat eine ganz besondere Atmosphäre – vor allem in den Abendstunden, wenn überall die Fackeln angehen.
Bild: Esslinger Stadtmarketing & Tourismus GmbH

8. Weihnachtsmarkt: Dieser Tipp darf natürlich nicht fehlen! Jede Stuttgarterin und jeder Stuttgarter kennt den Weihnachtsmarkt rund um Schloßplatz und Marktplatz. Aber wie wäre es mal mit einem Blick über den Tellerrand? Die Weihnachtsmärkte in Esslingen und Ludwigsburg überzeugen besonderes Freunde des Barocks und des Mittelalters. Am Dienstag vor dem ersten Advent startet Esslingen mit seinem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Gaukler und Feuerschlucker unterhalten die Besucher und Kinder üben sich im Bogenschießen oder Axtwerfen. Der Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg verzaubert seine Besucher ab den 23.11 im Barock. 175 liebevoll geschmückte Stände erwarten dort die Besucher mit kunsthandwerklichen Geschenkideen, Lebkuchen, Feuerzangenbowle und allem was dazugehört.

9. Hop-on/Hop-off-Bus- Tour: Wir wohnen vielleicht schon ne Weile in Stuttgart, aber wie genau kennen wir unsere Stadt wirklich? Lust Tourist zu spielen? Wie wäre es dann mit einer Hop-on/Hop-off-Bus-Tour? So lernst Du die Stadt von einer neuen Seite kennen. Und ich garantiere Dir: Einiges, was du bei dieser Tour über den Kopfhörer erfährst, hast Du noch nicht gewusst. Es gibt verschiedene Routen, die Karten kosten ab 15 Euro. Mehr Infos gibt es hier.

10. Live Escape Games: Ihr mögt Rätsel und Abenteuer? Dann ist ein Escape Game genau das Richtige für euch. Bei einem Live Escape Game arbeitet ihr mit eurem Team zusammen und müsst innerhalb eines kurzen Zeitraums bestimmte Aufgaben lösen: Das geht von einen Mörder überführen bis hin zu einen mysteriösen Fall auflösen. Ziel ist, die Mission gemeinsam zu bewältigen. Angeboten wird das beispielsweise von Teamescape oder auch von ExitGames in Stuttgart.

 

Fazit

Die Wintermonate können also auch Spaß machen. Und während wir auf Weihnachten warten, können wir ruhig die ein oder andere Winteraktiviät ausüben. Wer übrigens noch keine Weihnachtsgeschenke hat, kann sich hier Inspiration holen.

Und selbst wenn wir es uns ab und zu Zuhause gemütlich machen, eine heißen Kakao trinken und unsere Lieblingsserie anschauen, ist nichts daran verkehrt, denn dafür ist der Winter schließlich auch da, oder? 🙂

 

Feven

Steuer 1×1 in 5 Minuten

Steuer 1×1 in 5 Minuten

Copyright: M. Schuppich/Fotolia

200 Euro für ein Semesterticket, dann nochmal rund 170 Euro Verwaltungskosten: das Leben eines Studierenden ist nicht gerade billig. Gerade deswegen sollten man auch als Studi kein Geld verschenken und….eine Steuererklärung machen.

Wer in Deutschland arbeitet, muss logischerweise Steuern zahlen. Befreit sind nur Minijobber, die bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Aber auch Studentinnen und Studenten müssen Steuern zahlen. Die wenigsten kennen sich mit dem Thema aus. Oder empfinden es als lästige und unnötige Arbeit. Ja, mit Spaß hat so ne Steuererklärung natürlich wenig zu tun. Aber: Es kann es sich lohnen! Hier werden die wichtigsten Grundfragen zum Thema Steuererklärung für Studierende beantwortet.

5 Fragen und Antworten

1. Wer kann einen Antrag stellen?

Für viele ist der Antrag freiwillig, aber für bestimmte Studierende sogar Pflicht:
  • Studierende, die mehrere Jobs haben
  • Studierende, die selbstständig sind
  • Studierende, die den Grundfreibetrag von ca. 8600 Euro übersteigen
Generell lohnt es sich aber für jeden Studierenden einen Antrag zu stellen. Auch für diejenigen, die nicht arbeiten. Warum? Lest weiter….

2. Was ist mit dem Bafög?

Steuererklärung ist schnell gemacht. Copyright: SolisImages/Fotolia

Bafög dient in erster Linie der Finanzierung des Lebensunterhalts und da nicht für die Ausbildung „an sich“ gezahlt wird, ist die Förderung grundsätzlich steuerfrei. Das heißt also, den Betrag musst du nicht in die Steuererklärung eintragen. Wenn du allerdings von einer Stiftung Büchergeld erhältst oder mit Hilfe des Aufstiegs-BAföGs einen Teil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bezahlt bekommst, musst du diese Zuschüsse in der Steuererklärung mit deinen Kosten verrechnen. Das gilt für alle Zuschüsse, die du explizit für deine Aus- oder Fortbildungskosten bekommst und nicht zurückzahlen musst.

3. Was bekomme ich zurück?

Wer mehr als 450 Euro verdient, bekommt die Lohnsteuer, die monatlich abgezogen wurde, wieder zurück. Wer keine monatlichen Einnahmen hat, aber im Sommer einen Ferienjob gemacht hat, kann natürlich auch einen Antrag stellen. Wer gar nicht arbeitet, kann trotzdem sein Glück versuchen. Es gibt einiges, das von der Steuer absetzbar ist.

Wer sich noch im Erststudium befindet, kann „Sonderausgaben“ in Höhe bis zu 6000 Euro im Jahr rückerstattet bekommen. Unter Sonderausgaben versteht man alle Kosten, die der privaten Lebensführung zuzurechnen sind (warum auch immer) und nicht als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können. Hierunter fallen insbesondere Beiträge zu Versicherungen, gezahlte Kirchensteuer und Spenden oder Mitgliedsbeiträge.

Im Zweitstudium – dazu zählt auch der Master – können „Werbungskosten“ geltend gemacht werden. Hier können Studierende einiges Geld zurückerstattet bekommen. Zu den Werbungskosten gehören Ausgaben, die wir für unser Studium aufbringen müssen, beispielsweise:

  • Fahrtkosten
  • Fachliteratur
  • Praktika
  • Weiterbildungen
  • Studiengebühren
  • Auslandssemester
  • Bewerbungsunterlagen
  • Drucken von Abschlussarbeiten   

Wir haben bis zu 7 Jahre rückwirkend Zeit, das Geld zu beantragen.

4. Wie stellt man einen Antrag?

Ein Antrag ist mit dem Ausfüllen von Formularen verbunden. Hier müsst ihr nicht extra zum Finanzamt, weil sie auch online verfügbar sind. Die elektronische Steuererklärung wird ELSTER genannt und wird vom Finanzamt zur Verfügung gestellt. In den Hauptformularen werden persönliche Daten eingetragen. Am wichtigsten sind die Steueridentifikationsnummer und Bank-Daten.Zusätzlich gibt es weitere Formulare, die nach beispielsweise Kapitaleinkünfte fragen. Man kann auch mithilfe eines  Steuerberater professionellen Rat einnehmen. Dieser Rat ist aber nicht gerade günstig (aber man kann auch diesen von der Steuer absetzen). Eine Alternative sind Steuer-Softwares, die gegen Gebühr die unangenehme Arbeit vereinfachen.

Hier gibt’s ein Video zum Thema Steuererklärung für Studis:

 

5. Wann ist der Abgabetermin?

Sonderausgaben können nur einen Jahr nachdem sie entstanden sind, zurück gefordert werden, während Werbungskosten auf 7 Jahre rückwirkend geltend gemacht werden können. Wenn ihr jährlich eine Erklärung abgeben wollt, dann merkt euch den 31. Mai des Folgejahres, denn das ist die Deadline der Abgabe. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Daher solltet ihr so früh wie möglich im Folgejahr eure Steuererklärung abgeben. Dann habt ihr innerhalb ein paar Monaten euer hart erarbeitetes Geld zurück!

Eine Steuererklärung kann mühsam sein. Aber sehe es einfach positiv. Die meisten Studierende bekommen Bafög und müssen vorher auch viele Formulare ausfüllen, bevor sie eine Förderung erhalten. Das gleiche gilt bei den Steuern: Ohne Fleiß, kein Preis.

Feven
Zukunftsgestalter gesucht

Zukunftsgestalter gesucht

Engagierst Du Dich ehrenamtlich neben dem Studium? Keine Zeit? Kann sich lohnen, diese zu investieren, denn man lernt eine Menge und lernt neue Leute kennen. Ich habe Milenko von AIESEC getroffen. Er berichtet warum er sich neben dem Studium in einer internationalen Studentenorganisation engagiert und was AIESEC für Dich tun kann. 

Milo. Quelle: Privat.

Als Studierender hat man die Qual der Wahl, wenn es um Studentenorganiationen geht. Es gibt politische, soziale oder kirchliche Organisationen. AIESEC unterstützt als internationale Organisationen junge Menschen dabei, zu Führungspersönlichkeiten zu werden, und Herausforderungen zu lösen – in Deutschland und in der Welt. Die Abkürzung von AIESEC steht für Association Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales. Die Abkürzung ist inzwischen zum Eigenamen geworden. In 124 Ländern gibt es rund 50.000 Mitglieder in dieser Organisation. Mithilfe von Meetings und Weiterentwicklungsseminaren werden die Studierende auf ihre neue Verantwortung vorbereitet. An vielen Unis finden regelmäßig lokale AIESEC Komittesitzungen statt. So auch an der Universität Stuttgart.

Milenko Milojevic ist seit Juni 2017 President bei AIESEC in Stuttgart & Hohenheim. Der 23-jährige aus Sindelfingen studiert Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für Technik Stuttgart. Er hat sich Zeit genommen, um mir ein paar Fragen zu AIESEC zu beantworten.

Milenko, was genau macht AIESEC?

AIESEC ist die größte, ausschließliche von jungen Leuten geführte Organisation weltweit. Auf den ersten Blick kann man sagen: wir bieten bezahlte und soziale Auslandspraktika für Studierende und junge Leute an. Ganz egal ob bei den ganz großen Playern, bei Start-ups oder bei NGOs. Aber dahinter steckt noch viel mehr. AIESEC ist gleichzeitig das größte Netzwerk für die Führungskräfte von morgen. Unser Ziel ist es, das Führungspotenzial in Studierenden zu wecken. Und das tun wir eben, indem wir beispielsweise Studierende in herausfordernde Umgebungen ins Ausland schicken oder indem wir selbst diese Praktika weltweit organisieren und vermitteln. „Learning by doing“ also.

Kannst Du uns auch verraten wie AIESEC aufgebaut ist?

AIESEC ist ähnlich aufgebaut wie ein global agierendes Unternehmen, besser gesagt wie eine global agierende Non-Profit-Organisation. Neben der globalen Dachorganisation AIESEC International gibt es eine nationale Ebene und die lokale Ebene, also Lokalkomitees wie unseres in Stuttgart. Deutschlandweit gibt es 40 Lokalkomitees, die meist örtlich an größere Universitäten anzutreffen sind. Auf jeder dieser Ebenen gibt es einen gewählten Vorstand, der die Geschäfte leitet.

Wie viele Mitglieder sind bei AIESEC aktiv?

In Stuttgart & Hohenheim sind wir etwa 40 aktive Mitglieder und haben darüber hinaus auch ein starkes Alumni-Netzwerk. Weltweit sind es gemäß unseres Jahresberichts um die 50.000 Mitglieder verteilt auf 1.900 Lokalkomitees.

Ist AIESEC- deutschlandweit & weltweit erfolgreich damit?

Im vergangenen Jahr haben wir, über alle Programme hinweg, weltweit insgesamt 38.000 jungen Leuten eine besondere Auslandserfahrung ermöglichen können. Das sind erneut ein Viertel mehr als im Vorjahr. AIESEC ist derzeit am wachsen. Aber auch intern gibt es viele Veränderungsprozesse: AIESEC möchte agiler werden, offener und zugänglicher. Wir sind in einem Transformationsprozess von einer reinen Studentenorganisation zu einer Jugendorganisation. Das bedeutet, dass sich erstmals auch junge Leute im Alter zwischen 18-30 Jahren bei AIESEC engagieren können oder mit AIESEC ins Ausland gehen können, die nicht an einer Hochschule immatrikuliert sind. Das können nun zum Beispiel auch Auszubildende sein.

Wie kann man als Studierender bei AIESEC aktiv werden? Gibt es bestimmte Voraussetzungen?

Grundsätzlich richtet sich AIESEC an alle jungen Leute im Alter von 18-30 Jahren. Allerdings ist es erforderlich sich vorher bei uns zu bewerben. Dieses Jahr im Frühjahr haben wir den Bewerbungsprozess komplett überarbeitet. Erstmals wird es möglich sein sich auf konkrete Stellen bzw. Positionen bei AIESEC in Stuttgart & Hohenheim zu bewerben. Über unser Portal www.aiesec.rocks finden sich von nun an alle offenen Positionen. Die Mitarbeit bei AIESEC ist natürlich ehrenamtlich, aber im Gegensatz zu vielen anderen Organisationen erheben wir keinen Mitgliedsbeitrag.

Welche Möglichkeiten hat ein Studierender bei euch ehrenamtlich aktiv zu sein? Und wie zeitintensiv ist eine Mitarbeit?

Copyright: contrastwerkstatt/Fotolia

Innerhalb von AIESEC übernimmt jedes Mitglied eine bestimmte Rolle innerhalb eines Teams und hat somit seinen ganz eigenen Verantwortungsbereich. Zum Beispiel als Digital Marketing Manager im Marketing Team. Ziel ist, dadurch wertvolle praktische Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig die Arbeit einer großen Organisation neben dem Studium kennen zu lernen. Wir erwarten allerdings auch, dass Mitglieder sich aktiv einbringen. Im Durchschnitt fallen so etwa 8 Stunden pro Woche an. Natürlich ist während der Prüfungsphase nicht so viel los wie zu anderen Zeiten. Das fordert einen manchmal, aber es ist wie immer: Man lernt dann etwas daraus, wenn man auch Zeit darin investiert.

Wie lange bist du schon bei AIESEC dabei? Und wie bist du dazu gekommen?

Ich selbst kam im Dezember 2015 zu AIESEC, also nun etwas länger als ein Jahr. Damals war ich auf der Suche nach einem neuen Ehrenamt und einer neuen Herausforderung. Ich war vorher viel in meiner Heimatstadt Sindelfingen aktiv, aber es war einfach Zeit für Neues, etwas was ich mit anderen Studierenden gemeinsam tun kann und das inhaltliche näher am Studium dran ist. Durch Zufall habe ich in der Uni und auf sozialen Medien von AIESEC gehört. Einer meiner ehemaligen Arbeitskollegen hatte AIESEC auf auch auf seinem LinkedIn Profil angegeben. Heute arbeitet er für einen bekannten internationalen „Smartphone-Hersteller“ in London. Das hat mich dazu bewegt, mich auch zu bewerben.

Wie kann man mit euch ins Ausland gehen? Kannst du Beispiele nennen?

Wir bieten drei Auslandsprogramme an, die sich vor allem in der Dauer und der Art des Praktikums unterscheiden. Global Volunteer ist unser Programm für soziale Projekte mit einem Zeitraum von 6-8 Wochen. Hier könnte man beispielsweise 6 Wochen lang in Brasilien Marketing für eine NGO machen oder Kinder in Südafrika unterrichten. Mit Global Entrepreneur kann man ein Praktikum bei einem Start-up im Ausland absolvieren, was super cool für alle ist, die Unternehmergeist in sich tragen. Und zu guter Letzt ist da noch Global Talent, unser ältestes Programm. Hierbei handelt es sich um klassische, bezahlte Praktika bei Unternehmen oder Konzernen verschiedenster Größen.

Wie verläuft der Prozess, wenn man bei euch ein Auslandspraktikum machen will?

Das ist eigentlich ganz einfach. Man registriert sich völlig unverbindlich auf unserer Homepage aiesec.de und wir melden uns anschließend. Dann geht’s auf die Praktikumssuche bzw. Projektsuche auf unserem Stellenportal, dem so genannten AIESEC Opportunities Portal. Verbindlich wird das Ganze erst sobald man sich für eine konkrete Stelle entschieden hat und die Zusage des jeweiligen Unternehmens oder der jeweiligen Organisation im Ausland hat.

Wie hoch sind die Kosten durch AIESEC eine Auslandserfahrung zu machen?

AIESEC.

Das hängt vom jeweiligen Programm ab. Die Kosten, die entstehen, dienen allerdings lediglich zur Deckung der administrativen Kosten und beispielsweise für ein Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminar. Bei Global Volunteer und Global Entrepreneur ist sogar häufig eine Unterbringung bei einer Gastfamilie inklusive. Im Vergleich zu anderen Organisationen sind die Kosten bei uns verschwindend gering. Zusätzlich können Studierende, abhängig vom jeweiligen Einzelfall, auch eine Förderung über den DAAD oder Erasmus+ beantragen. Bei Global Volunteer und Global Entrepreneur betragen die Kosten 400 Euro und für Global Talent 500 Euro.

Wie unterscheidet ihr euch von anderen Studentenorganisationen?

Heute hört man viel über das Thema „value-based“ oder „purpose-based“ Leadership, also Führung durch Sinngebung. Vergleicht man AIESEC mit anderen studentischen Organisationen, sind die meisten Studierendenorganisationen großartig, wenn du gerade an der Uni angekommen bist und Freunde finden willst, Leute von anderen Studiengängen kennen lernen und einfach nur Spaß und eine tolle Zeit haben willst. Das bietet AIESEC auch. Nach einigen Semestern kann das allerdings langweilig werden. Hier ist, wo sich AIESEC unterscheidet: AIESEC ist fordert einen, ist gelegentlich auch anspruchsvoll, man wird professioneller in seinem Denken und Handeln und lernt über sein eigenes Leben und die Uni hinauszudenken, nämlich über die Welt und ihre aktuellen Herausforderungen und seine eigene Rolle in der Gesellschaft. Bei AIESEC lernt man nicht nur selbst viel, sondern ermöglicht auch Anderen durch Ihren Auslandsaufenthalt sich zu entwickeln, arbeitet daran die Welt ein Stück weit offener zu machen und engagiert sich gleichzeitig auch sozial. Unsere sozialen Praktika beispielsweise spielen in vielen Ländern eine wichtige Rolle zur Verbesserung der Situation und Infrastruktur in diesen Ländern. Mit AIESEC kannst du dich zusammen mit deinem Studium zu der Person entwickeln, die du werden willst.

Vielen Dank für deine Zeit, Milenko!

Grundsätzlich solltet ihr euch aber nicht nur an Studentenorganisationen beteiligen, um euren Lebenslauf aufzupolieren. Soziales Engagement wird bei Unternehmen zwar hoch angesehen und es macht auch Spaß mit anderen Studierenden Partys zu feiern, aber schließlich geht es immer noch um die ehrenamtliche Arbeit. Falls ihr Interesse habt oder einfach mal mehr Informationen wollt, findet ihr auf der Homepage von AIESEC alle wichtigen Informationen. Für die Uni Stuttgart & Hohenheim könnt ihr auch persönlich an die Uni Stuttgart an die Keplerstraße 17 (K2) im Raum 2.030 vorstellen.

 

Feven

What Would Sokrates Do?

What Would Sokrates Do?

An der Universität Stuttgart gibt es für jeden Studierenden genug Raum, sich zu entfalten. Vom einsamen Sitzen im Hörsaal über die Teilnahme am Hochschul-Badminton und dem Gründen einer studentischen Initiative, kann sich jede und jeder seinen Alltag in und um die Universität gestalten. Bei diesen ganzen Möglichkeiten käme ein Vorbild ganz recht. Eines, das einen an die Hand nimmt und zeigt, wie es gehen kann. Warum nicht diejenigen um Rat bitten, die so weise waren, dass ihr Denken noch heute unsere Sichtweise auf das Leben beeinflusst? Wie würden die griechischen Philosophen heute studieren, wenn sie an unserer Stelle wären? Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag über die Möglichkeiten unserer Entfaltung.

Schule von Athen

„Die Schule von Athen“ von Raffaello Sanzio.

Der Erstsemester Aristoteles wäre ein sehr eifriger Kommilitone. Sein persönliches Glück sucht er in den Tugenden und im Mittelmaß. Das heißt nicht, dass er nur mittelmäßig gute Klausuren schreiben würde. Ein Leben, das sich ausschließlich Jägermeister und Semester-Opening-, Semester-Closing- und Semester-Midterm-Feiern widmet, würde er definitiv nicht gutheißen. Aber auch die klügsten und fleißigsten Studierenden dürfen sich ab und an ein Feierabendbierchen gönnen und das Champions-League-Finale anschauen. Wichtig sei eben das Mittelmaß. Neben seinem Studienfach (natürlich Philosophie) engagiert er sich im Debattierclub der Universität Stuttgart, weil er schon immer eine Schwäche für Rhetorik hatte. Bei seinen Kumpels fällt er abends im Café Faust besonders oft durch kuriose Überzeugungen auf. Beispielsweise behauptet er, Bisons würden sich gegenüber Feinden mit gezielten Schüssen ihres Kots verteidigen.

Im Café Faust würde er vermutlich auch Platon treffen, der ihn als Tutor in „Geschichte der Philosophie“ unterstützt. Platon ist bekannt dafür, sich regelmäßig mit den Dozierenden anzulegen. Er wirft ihnen vor, lediglich Meinungen zu vertreten. Über Wahrheiten könnten sich überhaupt nichts aussagen, solange sie nicht anfingen, über die Ideenwelt zu sprechen. Klausuren schreibt er zudem nur in Form von Dialogen, weil dies die einzig richtige Weise sei, sich der Wahrheit zu nähern. Platon ist als relativ herrschsüchtig verrufen, weil er ständig vorschlägt, er selbst müsse als Rektor eingesetzt werden, weil nur Philosophen an die Macht sollten. Nach den Vorlesungen geht er von Bodyfit über Bodyflex & Stretch und Bodyworkout in diverse Sportkurse der Universität Stuttgart, um sich sportlich weiterzubilden. Aber auch die Musik ist ihm wichtig, weswegen er sich in der restlichen, knapp bemessenen Freizeit aufopfernd im Hochschulorchester engagiert. Am liebsten wäre es ihm allerdings, nicht nur er, sondern alle Studierenden würden sich dieser mehrfachen Ausbildung unterziehen. Nur dann wäre die Universität auch ein ideales Bildungssystem.

Laptop, Studierende

Moderne Studierende mit Rucksack und Laptop.

Einen Großteil seiner Dialoge schreibt Platon über sein großes Vorbild Sokrates, der einige Semester über ihm studiert und der heimliche Star am Institut für Philosophie ist. Als bekannter und äußerst beliebter Student, lassen es ihm die Professoren und Professorinnen durchgehen, dass er keine einzige Hausarbeit schriftlich verfasst, sondern sein gesamtes Studium mit mündlichen Prüfungen bestreitet, obwohl er den Prüfenden mehr Fragen stellt als umgekehrt. Da die, von ihm entwickelte, Methode der Maieutik allerdings schon mehrfach zu wissenschaftlichen Durchbrüchen bei den Prüfern geführt hat, darf Sokrates inzwischen auch selbst Seminare geben. An der Universität eckt er als Mitglied in der Studierendenvertreterschaft Stuvus an und besucht diverse Vorträge der Universität, stets barfuß laufend. In seiner Freizeit stellt er sich regelmäßig auf den belebten Marktplatz (die Mensa) vor Athen (Stuttgart) und verwickelt die Studierenden in philosophische Gespräche. Da Größe leider immer auch Neider anzieht, wird er jedoch schließlich von einer Gruppierung eigenbrötlerischer Dozierenden beim Rektor gemeldet. Er verführe die Studierenden der technisch orientierten Universität Stuttgart zu geisteswissenschaftlichen Themen. Daraufhin muss er den bitteren Becher der Exmatrikulation trinken.

Was wir daraus lernen können? Vielleicht wird man nicht zum großen Denker, nur weil man beim Hochschulsport mitmacht. Aber schaden kann es zumindest auch nicht.

 

Anna

Datteln zu Sonnenuntergang

Datteln zu Sonnenuntergang

Was bedeutet Ramadan eigentlich für die muslimischen Studierenden an der Universität Suttgart? Zur Aufklärung über die Tradition und zum Knüpfen von interreligiösen Kontakten veranstaltete die muslimische Studierendenunion ein gemeinsames Fastenbrechen bei Sonnenuntergang.

ÖZ-Café

Das Ökumenische Zentrum ist Anlaufstelle für alle muslimischen Studierenden.

Die Muslimische Studierendenunion, auch Muslim Students Union (MSU) genannt, hat bereits diverse Islamwochen auf die Beine gestellt, sowie gemeinsame Freitagsgebete organisiert. Bereits seit mehreren Jahren vertritt sie die Interessen muslimischer Studierender. „Die nächste Moschee ist in Bad Cannstatt.“, erklärt Mohamed, der sich ehrenamtlich für die Vereinigung engagiert. Weil die muslimischen Studierenden und Mitarbeitenden an der Universität Stuttgart daher nicht mal eben in der Mittagspause in die Moschee fahren können, treffen sie sich regelmäßig im Raum V 7.31 auf dem Campus Stuttgart-Vaihingen. Im vergangenen Dezember haben sich einige Mitglieder der Union zusammengefunden, um gemeinsam eine neue Satzung aufzusetzen und Veranstaltungen zu planen, die die Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart fördern sollen. Das gemeinsame Fastenbrechen bei Sonnenuntergang im Ökumenischen Zentrum ist die erste Veranstaltung, die in diesem Rahmen organisiert wurde. Das Ziel ist, möglichst viele interessierte Studierende zusammenzubringen.

Ermöglicht wurde die Veranstaltung, die auch Iftar genannt wird, durch die Kooperation mit dem Internationalen Zentrum (IZ) der Universität Stuttgart. „Die Idee hinter der heutigen Veranstaltung ist, dass wir über den Ramadan aufklären.“, erzählt Mohamed. Er selbst wurde schon oft nach den Bräuchen während des Ramadans gefragt, beispielsweise ob er denn tatsächlich tagsüber nichts trinken dürfe. Das gemeinsame Fastenbrechen soll auf solche und ähnliche Fragen Antworten geben. Interessierte Studierende, egal welcher Konfession, sind zudem herzlich eingeladen, Mitglied in der Studierendenunion zu werden. Außerdem sei eine Zusammenarbeit mit anderen religiösen Hochschulgruppen der Universität Stuttgart und dahingehend möglicherweise auch gemeinsame Veranstaltungen geplant. „Der Kontakt zu anderen ist auch für uns sehr wichtig.“, so Mohamed.

Studierende unterhalten sich.

Studierende verschiedener Religionen tauschen sich beim Fastenbrechen aus.

Besonderen Wert legen die Mitglieder der Union auf den Austausch mit anderen. Als Motto dient ein Satz aus dem Koran, der wie folgt ins Deutsche übersetzt werden kann: O ihr Menschen! Wir haben euch aus Mann und Frau (Adam und Eva) erschaffen und haben euch zu Völkern und Stämmen werden lassen, damit ihr euch kennenlernt. Der Edelste vor Gott ist der Frommste unter euch. Gottes Wissen und Kenntnis sind unermesslich. Oder in der Kurzform: Wir haben euch zu Völkern und Stämmen werden lassen, damit ihr euch kennenlernt. Hiermit möchten sie sich für Vielfalt und Toleranz positionieren. „Der Koran erklärt, dass es eine Bereicherung ist, dass wir verschieden sind. Er fordert auch, dass wir uns besser kennenlernen.“, so Mohamed. Hierzu informieren zwei Mitgliederinnen der Union am Veranstaltungsabend mithilfe einer Präsentation über den Hintergrund und die Bräuche des Ramadans. Der Fokus liegt auf Liebe, Gemeinschaft und Bewusstsein. Während des neunten Monats des islamischen Mondkalenders soll man sich beispielsweise mit seinen schlechten Gewohnheiten auseinandersetzen und in sich kehren. Statt der eigenen Wünsche, sollen die Wünsche Allahs in den Mittelpunkt gerückt werden. Mit drei Datteln und Gesang beginnt der anschließende, gemeinsame Iftar. Mehr Informationen und Bilder findet ihr auf der Facebook-Seite.

 

Anna

Campus Beach: Ein Cocktail mit Freunden zwischen Palmen und Sand

Campus Beach: Ein Cocktail mit Freunden zwischen Palmen und Sand

Wenn Stuttgart schon nicht am Meer liegt, holen wir den Strand eben zu uns. Der Campus Beach wurde als kleine Oase zwischen der Cafeteria CONTRAST und dem Informatik-Gebäude auf dem Campus Stuttgart-Vaihingen errichtet. Welche Idee dahinter steht und was sich im Vergleich zu letztem Jahr verändert hat, erzählt mir Tobi. 

Seit Ende Mai ist der Campus-Strand wieder für alle Studierenden der Universität Stuttgart geöffnet. Zum zweiten Mal in Folge können sich die Besucher und Besucherinnen bei Sonnenschein auf den Strandstühlen entspannen, Tischkicker spielen und Longdrinks zu studentenfreundlichen Preisen genießen. Der Strand ist wochentags bei gutem Wetter von 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr geöffnet. Aber bereits vor dem ersten Öffnungstag hatten die fleißigen Helfer und Helferinnen alle Hände voll zu tun. Die alte Imbissbude mit Fritteusen, die heute als moderne Strandbar fungiert, musste zu Teilen umgebaut werden. Neu ist beispielsweise die robuste Holztheke, die eigenhändig von den Studierenden entworfen und befestigt wurde. Auch der Strand selbst hat sich verändert. Nicht nur die Terrasse wurde verkleinert, sondern auch die Menge an Sand reduziert. Der wird bei den Umbauten übrigens in großen Containern zwischengelagert.

Aber warum macht man sich überhaupt die Mühe, so eine Menge an Sand zu bewegen? „Der Campus Beach ist ein großes Projekt von Stuvus, um dem Campus zu beleben.“, erklärt Tobi, einer der Hauptorganisatoren. „Wir finden, dass das ein super Projekt für die ganze Uni ist, da viele Studierende etwas davon haben.“

  Ab 10. Juli till end of summer

Die Strandbar soll das Angebot der Universitätskneipen im Sommer ergänzen. Durch regelmäßige Öffnungszeiten und günstige Preise möchten sie den Studierenden einen verlässlich geöffneten Ort zur Erholung bieten. Hierzu soll sich der Strand finanziell selbst tragen. „Wir wollen, dass sich das Projekt etabliert und auch über eine längere Zeit bestehen bleibt.“, so Tobi. Momentan müssen bisherige Ausgaben noch abbezahlt werden. Sobald sich der regelmäßige Einkauf jedoch mit den Einnahmen deckt, können die Getränkepreise noch nach unten angepasst werden. Zunächst muss der Strand allerdings wieder für das Bauigelfest und den Tag der Wissenschaft abgebaut werden. Ab dem 10. Juli ist der Strand dann bis ungefähr Mitte September erneut geöffnet. Mit DJ und eigens hierfür aufgebauter Cocktailbar wird die Wiederöffnung am Mittwoch, dem 12. Juli mit einem großen Fest für alle Studierenden gefeiert. Wer sich für den Erhalt der Strandbar engagieren will, kann beispielsweise als Barkeeper oder Barkeeperin für den reibungslosen Ablauf hinter der Theke sorgen. Der Campus Beach sucht noch immer Helfer und Helferinnen, die sich an der täglichen Arbeit beteiligen. Die Schichten dauern jeweils drei Stunden, in denen immer zwei Mitarbeitende die Theke und Liegefläche betreuen. Interessierte Studierende können sich im Helfernetzwerk registrieren und sich selbstständig für Schichten eintragen. Zusätzlich sollten sie sich per Mail bei den Organisatoren melden. Koordiniert wird der Ablauf vom jeweiligen Tagesleiter. Als Gegenleistung kann man sich Getränkemarken und ab drei Schichten sogar ein eigenes T-Shirt verdienen. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und noch mehr Bilder findet ihr auf der Facebook-Seite.

 

Anna