Mit FlickStuff anders Fernsehen

Mit FlickStuff anders Fernsehen

Dominique, Johannes und Annabel haben das Start-Up gegründet.

Hier geht es um nichts geringeres, als die Zukunft des Fernsehens: Das Start-Up Flickstuff hat eine App entwickelt, die zusätzliche Infos zu aktuellen Fernsehsendungen liefert. Während einer Doku über Musiker werden dann zum Beispiel alle Fakten rund um die Person und Schlagworte, die mit ihr in Verbindung stehen, eingeblendet. Nutzer können beispielsweise die coole Sonnenbrille eines Darstellers recherchieren und mit einem Klick kaufen, die gerade gehörte Musik auf iTunes abrufen, passende Wikipedia-Artikel zu einer Wer wird Millionär-Frage einsehen oder Twitter-Kommentare zum Tatort verfolgen. 

In dem kleinen Büro des Start-Ups Flickstuff auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart stehen drei Schreibtische mit unzähligen Bildschirmen. Johannes, Dominique und Annabel sitzen hier und entwickeln und vertreiben ihre App. Diese basiert auf der Masterarbeit von Johannes und Dominique, die Informatik an der Uni Stuttgart studiert haben. Annabel, die für den Vertrieb und die PR-Arbeit zuständig ist, kam im Sommer 2016 zu Flickstuff. Die Start-Up-Szene ist ihr nicht unbekannt. Während ihres Studiums der Angewandten Medienwissenschaften hat Annabel zahlreiche Start-Ups aus dem In- und Ausland für ein Magazin interviewt und portraitiert, darunter auch Johannes und Dominique. „Wir haben uns zufällig an der Bushaltestelle in unserem Heimatort wieder getroffen. Es war schnell klar, dass ich gut ins Team passen würde“, erzählt die 21-Jährige.

Die Idee zur App entstand beim Fernsehen

Der Gedanke, dass es nützlich sein könnte, während einer Sendung zusätzliche Informationen auf Smartphone oder Tablet angezeigt zu bekommen, kam den beiden natürlich beim Fernsehen.

Dominique suchte vergeblich nach einer Wanddekoration, die er in einer Sendung gesehen hatte und wollte dieses Problem lösen. Die Idee zu Flickstuff war geboren. Er und Johannes haben sich ans Programmieren gemacht. Nachdem sie Professor Albrecht Schmidt, der ihre Masterarbeit betreut hat, für das Projekt begeistern konnten, ging es an die Umsetzung des Start-Ups. Das Team bewarb sich für das Gründerstipendium Exist, das vom Bundeswirtschaftsministerium vergeben wird und erhielten den Zuschlag. Die Fördermittel ermöglichten es dem Start-Up, sich für ein Jahr finanziell über Wasser halten zu können und das Büro auf dem Vaihinger Campus zu beziehen.

2017 entscheidet sich die Zukunft von Flickstuff

Johannes programmiert die App Flickstuff. Bild: Flickstuff

Im vergangen Jahr hat das Team von Flickstuff die App weiterentwickelt. Neben der Funktion der Produkt- und Hintergrundinformationen zum Programm, soll die App auch Analyse ermöglichen. Es soll zukünftig auch möglich sein, dass Unternehmen Informationen darüber erhalten, welche Produkte gekauft oder gesucht und welche Sendungen geschaut werden. „Der Prototyp für Zuschauer ist schon ziemlich ausgereift und steht 100 Interessierten seit Februar 2017 gratis zum Download im App-Store bereit“, sagt Annabel. Für den Sommer ist geplant, den Prototyp für die Analyse fertig zu stellen, um langfristig auch den business-to-business-Bereich bedienen zu können. 2017 muss es dem jungen Stuttgarter Start-Up gelingen, mit ihrem Produkt zu überzeugen. Das Gründerstipendium hat die Finanzierung für ein Jahr abgedeckt. Nun gilt es, finanziell möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen zu können.  „Es wird sich zeigen, ob es mit Flickstuff klappt oder nicht. Aber das ist ja das Risiko, das wir als Start-Up eingehen wollten“, erklärt Annabel.

Bei ihrer Ausgründung unterstützt werden und wurden die Informatik- Absolventen von der Technologie-Transfer-Initiative GmbH (TTI GmbH), der zentralen Anlaufstelle für Ausgründungen der Universität Stuttgart. Diese steht regelmässig mit zahlreichen Bewilligungen für EXIST-Gründerstipendien im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten weit vorne.

 

Janey

 

 

Mit einem Klick zum Traumjob

Mit einem Klick zum Traumjob

50 % aller Jobs werden über Kontakte vergeben. Quellenangabe: Bastografie / photocase.de

Es gibt viele Möglickeiten einen Job zu suchen. War noch vor 20 Jahren eine Anzeige in der Zeitungen das nonplusultra, sieht das heute ganz anders aus: Wer eine Stelle sucht, findet sie häufig in sozialen Netzwerken. Doch Vorsicht: Bei der Jobsuche über soziale Netzwerke gilt es einige Dinge zu beachten.

Die Situation des Arbeitsmarktes hat sich geändert. Der Einfluss sozialer Netwerke hat nicht nur auf privater Ebene zugenommen. Weltweit nutzen circa 2,14 Milliarden Menschen die sozialen Medien. Und das nicht nur zum Vergnügen. Auch in beruflicher Hinsicht können soziale Netzwerke hilfreich sein.

Gerade Hochschulabsolventen haben es da schwer. Hohe Konkurrenz und begehrte Arbeitstellen erschweren den Berufseinstieg erheblich. Da können soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. Viele Personaler veröffentlichen ihre Stellenausschreibungen auf ihrer Unternehmenspräsenz der sozialen Netzwerke. Dadurch erhoffen sie sich junge Bewerber, die sich aktiv auf den sozialen Netzwerken bewegen und so eher auf ihre Stellenausschreibungen aufmerksam werden.

Digitale Fettnäpfchen meiden

Berufseinstieg durch Facebook, Twitter und co. Quelle: Pixabay.com

Berufseinstieg durch Facebook, Twitter und co. Quelle: Pixabay.com

Wer aktiv auf sozialen Netzwerken nach Jobs sucht, sollte allerdings vorher sein Profil „anpassen“: Keine freizügigen Bilder oder Bilder mit beispielsweise Alkohol in der Hand online stellen. Deine Social Media-Präsenz muss seriös oder für Fremde nicht einsehbar sein (das gilt für alle Kanäle). Nutze also die Privatsphäreeinstellungen, beispielsweise von Facebook.

Das Profilfoto vermittelt, genau wie das Bewerbungsfoto einen ersten Eindruck von dir. Du solltest dir also genau überlegen, welchen ersten Eindruck du vermitteln möchtest.

Stichwort: Recruiting

Beliebter als Facebook für eine zielgerichtete Jobsuche sind LinkedIn und Xing. Die beiden Netzwerke sind die gängigsten, wenn es um eine Jobsuche geht, da sie im Gegensazt zu Facebook die Auflistung der bisherigen beruflichen Laufbahn erlauben. Es gibt bei Xing und LinkedIN jeweils eine kostenlose sowie kostenpflichtige Variante. Die kostenfreie Version ist aber eigentlich vollkommen ausreichend. Das persönliche Profil in diesen Netzwerken zeigt eure Berufserfahrungen, Interessen sowie weitere Fähigkeiten. Ihr könnt ein Profilfoto hochladen, das nicht so „spießig“ wie bei einem gewöhnlichen Lebenslauf aussehen muss – aber bitte dennoch „seriös“! Wichtig ist auch die gute Qualität.

In beiden Netzwerken gehen Führungskräfte und Personaler öfters aktiv auf die Suche nach zukünftigen Arbeitskollegen, die richtige Berufsqualifikationen für den passenden Job mitbringen. Sie stellen aktuelle Stellen online und suchen nach passenden Profilen. Besonders beliebt sind diese beiden Netzwerke für Freiberufler, weil häufig projektbezogen gesucht wird. Sucht ein Personaler für einen Job beispielsweise einen Experten für Softwarentwicklung in einem konkreten Projekt, so kann er hier ganz gezielt auf die Suche gehen ohne dass er „richtige“ Stelle ausschreiben muss.

Kontaktaufnahme: aber richtig!

Xing und LinkedIn bieten also gute Chancen des Recruiting und eine Kontaktaufnahme zum Unternehmen ist hier durchaus legitim. Wenn du dich im Vorfeld der Bewerbung mit dem Unternehmen in Kontakt setzt, musst du unbedingt auf eine seriöse und gewählte Sprache achten. Kommt allerdings keine Antwort,  bitte nicht endlos Nachhaken. Nichts ist anstrengender als ein nerviger Bewerber. Das wirkt nicht nur ungeduldig, sondern auch sehr unprofessionell.

Job finden unterwegs durch Social Media Apps. Quelle: Pixabay.com

Job finden unterwegs durch Social Media Apps. Quelle: Pixabay.com

Freundschafts-Anfragen an Entscheider und andere Mitarbeiter des Unternehmens, bei dem du dich bewerben möchtest, sind bei Facebook allerdings absolute No-Gos! Du willst keinen neuen Freund, sondern einen attraktiven Job finden.

Kein Mangel dank Vitamin B

Es gibt viele Wege, an einen neuen Job zu kommen. Doch keine ist so effektiv wie das eigene Netzwerk. Rund ein Drittel aller neu besetzten Stellen wurde über die Nutzung persönlicher Kontakte vergeben, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ans Licht gebracht hat.

Relevant können also auch Beziehungen sein, die durch soziale Netzwerke entstehen, oder damit aufrecht erhalten werden da diese wiederum zu Vermittlungen und Empfehlungen führen können.

Strategische Social Media Jobsuche

Eine strategische Social Media Jobsuche – gerne auch Bewerbung 2.0 genannt – verfolgt allerdings einen ganz anderen Ansatz: Nämlich nicht du suchst den Job, sondern der Job findet Dich: Mithilfe eines funktionierenden Netzwerks, einer schönen Geschichte, einer multimedialen Aufbereitung und Kontakt zu Multiplikatoren wird das einfach (macht aber viel Arbeit).

Das Beispiel von Christine Dinger (unten im Vortrag auf der re:public 13) zeigt vor allem eines: Eine erfolgreiche Social Media Jobsuche basiert sowohl auf einem guten Netzwerk als auch dem kombinierten Einsatz verschiedener Netzwerke.

 

Feven

 

Dos & Don’ts im Vorstellungsgespräch

Dos & Don’ts im Vorstellungsgespräch

Im Bewerbungsgespräch: Nicht nur Fähigkeiten anpreisen, sondern auch Fragen stellen!
Quellenangabe: sol-b / photocase.de

Ob für ein Praktikum, einen Nebenjob oder für den Berufseinstieg: Vorstellungsgespräche gehören schon fast zum Alltag von Studierenden. Aber was gibt es zu beachten und was ist ein totales No-Go? 

Das nervöse Warten vor der Tür, bis man endlich hineingebeten wird. Wer kennt das nicht? Viele Studierende haben schon einige Vorstellungsgespräche hinter sich und sind quasi Profis, während andere kaum Erfahrungen haben. Dieser Artikel soll euch helfen, in punkto Bewerbungsgespräche selbstbewusster zu werden!

Do´s

  1. Info über die Stelle und das Unternehmen: Das A und O einer perfekten Vorbereitung ist natürlich sich vorher über das Unternehmen schlau zu machen. Am einfachsten geht das – natürlich – im Internet. Was sind die aktuellsten Projekte und Ziele? Ihr solltet natürlich auch bestens wissen, welche Aufgaben für eure zuküftige Stelle ausgeschrieben sind, weil euch auch Fragen dazu gestellt werden.
  2. Eigenen Lebenslauf kennen: Ein toller Lebenslauf soll nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Während eines Vorstellungsgespräch wird man oft nach seinem Werdegang gefragt, daher solltet ihr ihn lückenlos kennen, um gegebenfalls Nachfragen beantworten zu können oder eine besondere Stelle bzw. Lücke im Lebenslauf erklären zu können!
  3. Wichtigste Fragen vorher einmal durchgehen: Jeder kennt sie, die typischen Fragen, die zu jedem Gespräch gestellt werden, wie beispielsweise „Was sind ihre Stärken und was Ihre Schwächen“ oder „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ Damit ihr nicht ins Stocken kommt, rate ich euch, sich über die wichtigsten Fragen im vorab Gedanken zu machen, damit kein peinliches Schweigen entsteht.
  4. Kleidung machen Leute: Kleidung machen Leute – Die Kleidung ist logischerweise, je nach Fachgebiet anzupassen, da jedes Unternehmen einen anderen Dresscode hat. Aber dennoch ist die Variante lieber etwas zu schick, als leger, immer noch am besten. Daran erkennt man, dass ihr es ernst nimmt und euch ein guter erster Eindruck wichtig ist.
  5. Selbstbewusstes Auftreten: Ein selbstbewusstes Auftreten ist genau so wichtig wie die richtige Körpersprache. Achtet auf eine aufrechte Körperhaltung und vermeidet ein zu arrogantes und selbstsicheres Auftreten.
  6. Pünktlichkeit: Extreme Pünktlichkeit wird uns Deutschen im Ausland nachgesagt. Da wollt ihr sicherlich nicht die Ersten sein, die die Tradition brechen. Wenn ihr nicht genau wisst, wo die Adresse ist, am besten schon vor dem Gespräch hinfahren, um die Fahrtzeit einzuschätzen, sodass ihr euch am Tag X nicht verlauft. Wenn ihr abgehetzt zu dem Termin erscheint, dann macht das nicht nur einen schlechten Eindruck sondern erhöht euer eigenes Stresslevel unnötig.

    Hier zählen weniger Noten, sondern persönliches Auftreten: Im Vorstellungsgespräch Bild: zettberlin / photocase.de

  7. Blickkontakt: Ist enorm wichtig. Wenn ihr eurem Gegenüber besonders symbolisieren wollt, dass ihr aufrichtig zuhört, dann sucht häufig den Blickkontakt eures Gesprächspartners. Sind es mehrere Gesprächspartner, so versuche am besten alle nacheinander anzuschauen.
  8. Lächeln und Zuhören: Ein Lächeln macht euch nicht nur sympathischer, sondern lockert auch sofort die Situation auf. Besonderes am Anfang eines Gesprächs.
  9. Eigene Fragen stellen: Überlegt euch schon vorher, welche Fragen am Ende des Gesprächs gestellt werden können. Etwas, dass ihr über die Stelle, über den Arbeitsplatz, die Arbeit im Team, Fortbildungsmöglichkeiten usw. wissen möchtet. Sobald eigene Fragen gestellt werden, zeigt ihr Initiative und das macht euer Interesse deutlich.
  10. Höflichkeit: Wenn euch ein Getränk angeboten wird, ruhig annehmen, das wirkt immer höflich. Wasser schadet zudem nie und falls ihr eure Nervösität verspührt, könnt ihr einen Schluck trinken und könnt wieder voll durchstarten.

 Dont`s

  1. Nicht zu früh kommen: Dass Pünklichkeit wichtig ist, hab ich schon erwähnt. Aber es ist auch nicht gut, wenn ihr viel zu früh kommt, weil sich euer Interviewpartner unter Druck gesetzt fühlen kann und noch nicht ganz vorbereitet ist. Der Start in ein solches Gespräch ist dann von einer negativen Stimmung umrahmt – was es zu vermeiden gilt.
  2. Körpersprache: Arme verschränken, wildes Gestikulieren oder ständiges hin-und herschauen, diese Körperhaltungen werden meistens negativ aufgenommen. Ihr zeigt damit, dass ihr unsicher seid und euch unwohl fühlt und ihr wollt eurem Gegenüber natürlich vom Gegenteil überzeugen.

    Bitte kein Taschenbillard!
    Foto: rebealk / photocase.de

  3. Keine zu langen Sätze: Langatmiges „Gerede“ ohne Punkt und Komma sind nicht vorteilhaft. Wichtig ist es, dass was ihr sagen wollt auf den Punkt zu bringen. Im Vorstellungsgespräch ist man meist nervös und neigt dazu unüberlegt vor sich hin zu erzählen. Denkt daran, möglichst kurze Sätze zu machen und ganz wichtig: Weiteratmen 🙂
  4. Innere Unruhe: Nervosität in einer Vorstellungsgesprächs-Situation ist vollkommen menschlich – schließlich handelt es sich um eine Art Prüfungssituation. Aber sie ist auch hinderlich, weil sie einem das Hirn „vernebelt“. Eine besonders effektive Methode, um Nervosität im Vorstellungsgespräch zu überwinden, ist eine Änderung der Einstellung. Setz Dich nicht selbst unter Druck und lass Dich auch von den Erwartungen anderer nicht verrückt machen. Akzeptiere stattdessen, dass es eine Chance ist, es auf der anderen Seite aber eben auch nicht klappen kann.
  5. Unterhaltung: Ihr solltet euren Interviewpartner auf jeden Fall nicht unterbrechen, denn das ist nicht nur unhöflich, sondern auch unbedacht. Ihr sollet lieber hohe Aufmerksamkeit zeigen, indem ihr zeigt, dass ihr gut zuhören könnt und auf die Fragen rechtzeitig eingehen könnt.
  6. Lügen: Ohne Ehrlichkeit kommt ihr nicht weit. In einen intensiven Gespräch lernt euer Gegenüber euch besser kennen. Er macht sich ein Bild zu eurer vorherigen schriftlichen Bewerbung. Daher hinterlasst einen guten Eindruck, indem ihr keine Märchen erzählt und nur bei der Wahrheit bleibt, denn meistens sind die Personaler gute Menschenkenner und erkennen eine Lüge.
Ihr seht also, Vorstellungsgespräche zu führen ist etwas, dass man üben muss. Daher könnt ihr jedes Job-Interview (auch wenn ihr die erhoffte Stelle dann nicht bekommen solltet) als sinnvolle Trainingsmassnahme ansehen. Hinterher solltet ihr dann auch einen kritischen Check machen: Was hab ich gut gemacht? Wo muss ich beim nächsten Bewerbungsgespräch besser vorbereitet sein? Keines dieser Gespräche verläuft gleich, aber mit ein bisschen Routine wird es in jedem Fall leichter.
In diesem Sinne, viel Erfolg!
Feven
Möglichkeiten bei der Wohnungssuche

Möglichkeiten bei der Wohnungssuche

Wo versteckt sich die Traumwohnung auf dem chaotischen Wohnungsmarkt in Stuttgart?

Wo versteckt sich die persönliche Traumwohnung auf dem chaotischen Wohnungsmarkt in Stuttgart?

Das gute alte Problem, der Wohnungsmarkt ist voll, teuer, schnelllebig und sicherlich nicht immer fair. Vor allem in Stuttgart. Man muss sich engagieren und offen und flexibel sein und am Ende vielleicht zurückstecken. Und es gehört definitiv auch eine Portion Glück dazu. Die Grundsätze kann sich jeder denken: dranbleiben, es einfach und immer wieder versuchen und möglichst viele Kanäle nutzen. Deshalb soll dies auch keine Anleitung werden, mit der man auf jeden Fall eine Wohnung findet. Dass es diese nicht gibt, ist euch selber klar. Aber ich will versuchen ein paar Tipps zu geben, die ich aus eigener Erfahrung kenne oder bei anderen aufgeschnappt habe, um zumindest möglichst viele Ideen und Varianten zu liefern.

Grundsätzliche Möglichkeiten

Im Hinterkopf träumen sicherlich viele von ihrer Wunschwohnung. Vielleicht soll es die 2-Zimmer-Maisonette-Wohnung schlechthin werden oder eine passend geschnittene 4-Zimmer-Wohnung, um seine Traum-WG zu gründen. Bezahlbar soll sie auch sein und nah an öffentlichen Verkehrsmitteln. So ging es mir zumindest. Aber je eingegrenzter man ist, desto schwieriger ist es natürlich, das war mir auch klar. Aber was soll man denn dann machen, um zu bekommen was man will? Schließlich gibt es diese Wohnungen und irgendjemand bekommt sie auch.

  • Dranbleiben, weiterträumen, suchen!
    Nur weil es nicht ganz so wahrscheinlich ist, heißt es nicht, dass man seine Traumwohnung nicht bekommen kann. Und ganz ehrlich, träumen macht Spaß, warum nicht einfach versuchen.
  • Trotzdem den Horizont erweitern.
    Es schadet natürlich nicht auch Vermieter/Vermieterinnen anzuschreiben, die Wohnungen in einem weniger „coolen“ Wohnort anbieten, oder deren Wohnungen einen unkonventionellen Grundriss haben usw., nur um sicherzugehen, falls es mit der Traumwohnung doch nichts wird. Und letztendlich kann man sich jeden Wohnort schön einrichten.
  • Offen und kreativ sein.
    Ich wollte mehr Mitbewohner haben als nur 2 oder 3, es gibt aber kaum richtig große Wohnungen und wenn, dann definitiv nicht zu studierendenfreundlichen Preisen. Stattdessen haben wir uns einfach auf die Suche nach einem Haus gemacht. Das findet man zwar eher in den Vororten als direkt in der Stadt, aber es ist tatsächlich problemlos möglich ein ganzes Haus zu mieten. Man braucht natürlich schon eine gewisse Anzahl an Leuten, um es bezahlen zu können und muss sich dann auch um Verschiedenes kümmern, z. B. den Garten, aber ich finde das ist es definitiv wert. Und es ist eine weitere Möglichkeit.
  • Schwarze Bretter, Intranets, Pinnwände, Mund-zu-Mund-Propaganda…
    Einfach die Augen offen halten, alles worauf man irgendwie Zugriff hat ist immer eine gute Möglichkeit und meist weniger überlaufen als die klassischen Online-Portale. Und viele Leute versuchen es doch lieber erst mal auf die klassische Art und Weise.

Wohnungssuche online

Von den üblichen Webseiten hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört oder sie genutzt. Dazu gehören natürlich http://www.immowelt.de und http://www.immobilienscout24.de. Ein Tipp dazu ist: legt euch ein Profil an, das wirkt wirklich gleich viel vertrauenserweckender.

Für die direkte WG-Suche gibt es die z. B. die Seite www.wg-gesucht.de, sowie diverse weitere, hier bietet es sich an einfach mal zu googeln. Hier habe ich aber leider schon oft von zahllosen Fehlversuchen gehört und dass Leute ihr Angebot nach 3 Stunden wieder entfernen müssen, weil sie so viele Anfragen bekommen.

Mehrere Möglichkeiten gibt es auch auf Facebook, in Gruppen wie „WG Zimmer frei in Stuttgart“ oder ähnlichem.

Das alles ist toll für WG-Gründungen und bei Vermietern, die Online-Angebote nutzen. Aber das nette ältere Ehepaar von nebenan mit der hübschen 1-Zimmer-Wohnung erreicht man dadurch leider eher selten. Da lohnt es sich auf traditionellere Kanäle zurückzugreifen und z. B. mal in der Zeitung zu suchen.

Wohnungssuche in der Zeitung

Klassisch kann man sich hier diverse Regionalzeitungen kaufen und die Immobilienseite studieren, dabei finden sich bestimmt einige vielversprechende Angebote. Wahre Wunder soll es anscheinend wirken, wenn man selbst eine Anzeige schaltet. Das kostet natürlich ein bisschen was, aber wenn es stimmt, dann kann sich das sicherlich lohnen. Ich finde es klingt schlüssig, dass sich dort gegebenenfalls Leute melden, die zwar etwas zu vermieten haben, aber von sich aus keine Anzeige aufgegeben hätten.

Von der Stuttgarter Zeitung gibt es außerdem ein nettes Angebot, wo man sich die Anzeigen aus der Zeitung auch online anschauen kann, unter http://immobilien.stuttgarter-zeitung.de/mieten/wohnung/stuttgart. Ich weiß nicht, wie gut die Einträge tatsächlich gepflegt werden, aber ich fand es sehr angenehm mir nicht diverse Zeitungen nur wegen den Immobilienanzeigen zu kaufen.

Wohnungssuche über Kontakte

Ein Freund hat z. B. zufällig seinen Vermieter in der S-Bahn getroffen. Sie sind ins Gespräch gekommen, haben sich zur Wohnungsbesichtigung verabredet und kurze Zeit später konnte er mit 2 Freunden dort einziehen. Dies ist sicherlich nicht die Regel, aber es ist eine weitere Möglichkeit.

So oder so kann es nicht schaden seine Bekannten nach aktuellen Angeboten zu löchern. Es ist bestimmt auch ein Pluspunkt für einige Vermieter, wenn sie ihre Immobilie an einen entfernten Bekannten vermitteln können statt jemand ganz Fremden.

Wenn es akut ist?

Das ist natürlich ein schwieriges Thema. Ich hatte bei meiner Wohnungssuche jede Menge Zeit, weil ich den Platz im Wohnheim noch eine ganze Weile sicher hatte. Aber was machen, wenn es zeitlich wirklich eng wird?

Wenn ihr flexibel seid, ist Untermiete sicherlich eine gute Möglichkeit. Entweder in einer bestehenden WG oder in einem der Wohnheime. Das setzt allerdings voraus, dass man nicht unglaublich viel Zeug mitbringt, was man dann dauernd kompliziert hin- und herräumen muss. Ist aber im Notfall auch machbar.

Wohnheime sollte man auch definitiv anschreiben, da kann es immer sein, dass spontan ein Zimmer frei wird. Insbesondere neben den Stoßzeiten hat man dort wirklich ganz gute Chancen. Ist natürlich nicht etwas für jeden, erweitert aber die Liste der, vor allem bezahlbaren, Möglichkeiten.

Auftreten 

Hat man es geschafft und einen Besichtigungstermin ergattert, fühlt sich das in den heutigen Wohnungsmarktzeiten fast schon ähnlich aufregend an wie die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ich denke es braucht hier für das Treffen einfach ein ganz natürliches Auftreten. Man sollte sich meiner Meinung nach nicht verstellen, aber man kann ja eher eine sympathische Seite von sich in den Vordergrund stellen. Und falls Vermieter schlichtweg keine Studierenden haben wollen, hat man sowieso kaum eine Chance.

Sobald man die Schlüssel in der Hand hat, hat man es wirklich geschafft und darf erleichtert sein und sich über die neue Wohnung freuen

Sobald man die Schlüssel in der Hand hat, hat man es wirklich geschafft und darf erleichtert sein und sich über die neue Wohnung freuen

Auf junge Pärchen sollen Vermieter leider auch nicht so gut zu sprechen sein. Meiner Meinung nach auch durchaus verständlich, da immer die Gefahr besteht, dass man sich trennt und schnell wieder aus Wohnung raus will. Auch wenn das eigentlich nicht unbedingt vom Alter abhängig ist. Wenn man es überzeugend rüberbringen kann, ist es stellenweise bestimmt sinnvoll, sich stattdessen als „normale“ WG auszugeben. Ansonsten sind Vermieter aber auch nur Menschen, und lassen sich gelegentlich bestimmt auch durch ein bisschen Harmonie überzeugen.

Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Glück und alles Gute bei der Wohnungssuche!

Lena

Auswählen lassen

Auswählen lassen

Für alle Studierenden, die sich dieses Jahr durch den Vorschlag des Prüfungsamtes oder über einen anderen Weg für die Bewerbung an die Studienstiftung des deutschen Volkes qualifiziert haben, steht in diesem Winter oder im kommenden Frühjahr die Teilnahme an einem Auswahlseminar an. Was euch erwartet und wie ihr euch am besten vorbereitet, könnt ihr auf der Homepage der Studienstiftung einsehen. Tipps von Stipendiaten und Stipendiatinnen gab es bei dem, am 25. Oktober erstmalig stattfindenden, universitätseigenen Informationsabend zum Auswahlverfahren.

Schreiben

Wer gute Noten schreibt, kann sich das Lernen fördern lassen.

Noch einmal zur Erinnerung: Das Seminar dauert in der Regel zwei Tage, während denen ihr inhaltlich zwei Einzelgespräche mit unterschiedlichen Juroren führt, ein kurzes Referat für eine kleine Gruppe von anderen Bewerbern haltet, eine sich anschließende Diskussion leitet und an den anderen Diskussionsrunden eurer Gruppe teilnehmt. Die Juroren bewerten euch jeweils mit Punkten, die zusammen addiert eine Summe ergeben, die über eure Aufnahme in die Studienstiftung entscheidet. Ist das Ergebnis nicht eindeutig, diskutieren die Juroren untereinander darüber, ob sie euch in die Studienstiftung aufnehmen. Eine Quote, die die Anzahl der Studierenden begrenzt, denen ein Stipendium ermöglicht werden darf, existiert ebenso wenig wie Feedback an die Bewerber, welches über eine schriftliche Zu- oder Absage hinausgeht.

Die Teilnahme am Seminar ist schon wegen den interessanten Begegnungen mit anderen Studierenden empfehlenswert

Schade, denn eine Rückmeldung wäre persönlich hilfreich. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen empfehlen trotzdem uneingeschränkt, am Seminar teilzunehmen. Allein die Bekanntschaft mit den vielen interessanten Studierenden, rechtfertige die Investition an Zeit und Geld. Außerdem sei neben der finanziellen, auch die ideelle Förderung, zu der unter anderem die Möglichkeit an der Teilnahme von Arbeitskreisen zählt, nicht an Wert zu unterschätzen.

Die konkreten Tipps der Referierenden am Veranstaltungsabend habe ich im Folgenden, für einen besseren Überblick, in Form einer Aufzählung, zusammengefasst:

Erstens: Wählt ein Thema für euer Referat, zu dem jeder Studierende, gleich welcher Fachrichtung, eine Meinung ausdrücken kann. Hierzu bieten sich beispielsweise ethische Fragestellungen an.

Zweitens: Benutzt beim Vortragen des Referates und der anschließenden Diskussion eine Uhr, um eure Zeit bestmöglich einteilen zu können.

Drittens: Ermöglicht eurer Gruppe als Diskussionsleiter einen ausgeglichenen Meinungsaustausch: Mäßigt, wer andere unterbricht und fordert stille Teilnehmer auf, ihre Meinung zu äußern.

Viertens: Stimmt als Diskussionsteilnehmer den anderen nicht nur zu, sondern hinterfragt auch kritisch. Schlagt aber nichts Unüberlegtes vor.

Fünftens: Profiliert euch nicht auf Kosten anderer, indem ihr sie nicht zu Wort kommen lasst.

Sechstens: Seid weltoffen, selbstbewusst und begründet eure Aussagen nachvollziehbar.

Siebtens: Seid authentisch.

Wer die Juroren überzeugen will, muss sich gut präsentieren

Menschen

Der Austausch mit den anderen Studierenden lohnt sich.

Auf das Dilemma, das sich für Studierende ergibt, die nicht weltoffen oder selbstbewusst sind, andererseits aber auch den siebten Tipp beherzigen wollen, wurde nicht näher eingegangen. Das führt leicht zu einem Eindruck, der ziemlich treffend durch die folgende Frage eines Teilnehmers ausformuliert werden kann: „Geht es eigentlich auch um die Inhalte oder nur darum, wie man sich präsentiert?“

Natürlich kann eine Gemeinschaft, die den Dialog zwischen ihren Mitgliedern offenhalten will, schlecht nach Meinung selektieren und es wäre sicherlich verkehrt, würden nur Studierende gefördert, die eine gewisse Haltung zu speziellen Themen einnehmen. Für euch als Bewerber und Bewerberinnen ist diese Information deshalb sehr wichtig: Wer die Juroren davon überzeugen will, gefördert zu werden, muss sich gut präsentieren. Den einen mag das leichter fallen als anderen, aber wer schon Zeit und Geld investiert, sollte sich definitiv auch in dieser Hinsicht auf das Auswahlverfahren vorbereiten.

Die Geheimsprache im Arbeitszeugnis

Die Geheimsprache im Arbeitszeugnis

Eine Zeugnisnote ist jedenfalls eindeutiger.    Bild: zettberlin / photocase.de

Eine Zeugnisnote ist jedenfalls eindeutiger.
Bild: zettberlin / photocase.de

Im Laufe des Studiums absolvieren die meisten Studierenden Praktika oder Nebenjobs. Außer persönlicher und beruflicher Erfahrung ist am Ende insbesondere das Arbeitszeugnis relevant. Hier wird unter anderem der Aufgabenbereich dargestellt sowie die Leistung und das Auftreten der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers beurteilt. Dabei geben die Arbeitszeugnisse Rätsel auf: Auf den ersten Blick liest sich das Ganze meist gut. Doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die wahre Bedeutung vieler Begriffe oft weniger positiv ist. Um insbesondere bei Berufsanfängerinnen und -anfängern Klarheit zu schaffen, erkläre ich, was hinter den gebräuchlichsten Formulierungen im Arbeitszeugnis steckt.

 

Bewerbungen um eine neue Arbeitsstelle enthalten üblicherweise qualifizierte Arbeitszeugnisse als Nachweis für geleistete Tätigkeiten. Diese beinhalten zunächst Angaben über Arbeiternehmerin oder Arbeitnehmer, den Beschäftigungszeitraum und Arbeitgeberin oder Arbeitgeber. Anschließend folgt die Aufgabenbeschreibung, also die Art der Beschäftigung und Berufsbezeichnung sowie Tätigkeit, Position, Kompetenzen und Verantwortungsbereich der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers. Der dritte Teil des Arbeitszeugnisses bildet die Leistungsbeurteilung, welche unter anderem Auskunft über Motivation, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Fachwissen, Arbeitsweise und Arbeitserfolg gibt. Weiterer Bestandteil ist eine Verhaltensbeurteilung in der Angaben zu Sozialverhalten und persönlichen Eigenschaften im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis gemacht werden. Das Zeugnis wird häufig mit Dankes-Formulierungen und Zukunftswünschen abgeschlossen.

Was steht wirklich drin?

Die wahre Botschaft hinter den Begriffen im Arbeitszeugnis erschließt sich ungeübten Leserinnen und Lesern meist nicht sofort. Im folgenden Überblick werden deshalb einige positiv- und Negativformulierungen erläutert.

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Sehr gut: stets zur vollsten Zufriedenheit; stets sehr gut; volle Anerkennung; Erwartungen auf allerbeste Weise erfüllt

Gut: stets zur vollen Zufriedenheit; voll und ganz zufrieden stellend; Erwartungen in jeder Hinsicht und bester Weise entsprochen

Durchschnittlich: zur vollen Zufriedenheit; Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen

Ausreichend: zur Zufriedenheit; hat unseren Erwartungen entsprochen

Mangelhaft: im Großen und Ganzen; insgesamt zufrieden stellende Leistungen; Erwartungen größtenteils erfüllt

Ungenügend: hat sich bemüht; Verhalten gab kein Anlass zur Beanstandung; zeigte Verständnis und Interesse für Arbeit; setzte sich im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten ein

Foto: pixabay.com

Foto: pixabay.com

Versteckte Kritik 

Außerdem können inhaltliche Schwerpunkte Aufschluss über die eigentlichen Aussagen im Arbeitszeugnis geben. Ein möglicher Hinweis auf eher mittelmäßige Leistung ist eine sehr ausführliche Beschreibung der Tätigkeit, wobei die Beurteilung der Leistung gleichzeitig äußert knapp ausfällt. Ebenso wirft es kein allzu positives Licht auf die Zeugnisempfängerin oder den Zeugnisempfänger, wenn Selbstverständlichkeiten wie Ehrlichkeit oder Pünktlichkeit stark betont werden. Es sei denn, die Eigenschaften sind für das Berufsbild typisch, wie etwa Ehrlichkeit für eine Kassiererin oder einen Kassier. Als eher negative Bewertung kann in diesem Zusammenhang das Fehlen von berufstypischen Merkmalen oder Informationen verstanden werden.

Wird beispielswiese bei Ingenieurinnen und Ingenieuren nicht auf herausragendes technisches Verständnis hingewiesen. Weiterhin können räumliche oder zeitliche Beschränkungen auf eher geringe Leistungen hinweisen. Wird etwa nur die erfolgreiche Realisierung eines bestimmten Projekts zu einem bestimmten Zeitpunkt gelobt, kann dies darauf hindeuten, dass die übrige Zeit eher wenig geleistet wurde.

 

Dein Weg ins Berufsleben

Dein Weg ins Berufsleben

Mehr als „Alles Gute für die Zukunft“

Anspielungen auf eine insgesamt eher mangelhafte Leistung der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers können auch im Schlussteil von Arbeitszeugnissen auftauchen. So deutet die Formulierung „hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlasen“ ohne weitere Erläuterungen auf eine eher negative Beurteilung hin. Auf durchschnittliche Leistung ist zu schließen, wenn anschließend Bedauern über das Ausscheiden sowie Zukunftswünsche formuliert werden. Von einer sehr guten Beurteilung ist auszugehen, wenn in der Schlussformel erläutert wird, warum die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt, z.B. um sich neuen Aufgaben zu widmen, die Leistung nochmal abschließend hervorgehoben wird und sowohl Bedauern als auch Zukunftswünsche formuliert werden.

 

Janey

Wo Geist schafft

Wo Geist schafft

Tische und Stände

Die Ergebnisse des Projekts werden auf dem Campus Stadtmitte ausgestellt.

Es mag Menschen geben, die Studierenden der Geisteswissenschaften einen schlechten Berufseinstieg prophezeien. Entgegen diesem landläufigen Pessimismus haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des wissenschaftlichen Projekts „Wo Geist schafft“ einmal konkret in den Unternehmen in der Region Stuttgart nachgefragt – und Ergebnisse erhalten, die zuversichtlich stimmen.

Lea Schuster und Dominik Sturm haben an dem Projekt zur Befragung ehemaliger Studierenden der Geisteswissenschaften mitgewirkt und erzählen mir im Interview von ihren persönlichen Erfahrungen.

Weshalb habt ihr euch für das Projekt „Wo Geist schafft“ beworben?

Lea: Um zu sehen, was für Berufsfelder als Geisteswissenschaftler in Frage kommen. Ich hatte selbst noch keine konkrete Vorstellung von meiner beruflichen Zukunft und wollte mich inspirieren lassen. Dafür war „Wo Geist schafft“ perfekt!

 Ganz grob, in welche Bereiche kann man als studierter Geisteswissenschaftler im Raum Stuttgart unterkommen?

Lea: Das Angebot ist viel breiter als erwartet! Geisteswissenschaftler arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen: in der Kommunikationsbranche, beispielsweise als Journalist oder auf dem Gebiet der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, in der Kreativwirtschaft, beispielsweise bei Werbeagenturen, als auch in den Bereichen Bildung, Coaching und Beratung. Ob in der Politik, in Museen, bei Stiftungen oder Verlagen: auch hier ist man als Philologe richtig.

Nach eigenen Interessen bilden, statt sich nur dem Arbeitsmarkt anzupassen

Habt ihr einen Arbeitsbereich kennen gelernt, in dem ihr eigentlich keinen studierten Geisteswissenschaftler vermutet hättet?

Lea: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Geisteswissenschaftler so viel mit modernen Medien zu tun haben. Ein gutes Beispiel ist die Innovationsagentur MFG, die zum Beispiel Spieleentwickler in Baden-Württemberg in ihren Projekten fördert und ihnen beim Networken hilft.

Vorführung der Interviews.

Präsentiert werden unter anderem die gedrehten Interviews.

Was würdet ihr zu einem Abiturienten sagen, der sich zwar für das Studium von Geisteswissenschaften interessiert, aber durch die unklaren Berufsaussichten abgeschreckt ist?

Dominik: Als Geisteswissenschaftler würde ich ihm natürlich raten, eine Geisteswissenschaft zu studieren, wenn das sein Wunsch ist. Man soll sich schließlich nach eigenen Interessen bilden und nicht nur an einen Arbeitsmarkt anpassen. Als Geisteswissenschaftler hat man zwar keinen vorgezeichneten Weg, dadurch aber auch viel mehr Raum, sich im Berufsleben umzuorientieren.

Wo Geist schafft“ unterstützen

Warum sollten noch mehr Studierende an dem Projekt teilnehmen?

Dominik: Durch das Projekt erhält man die Möglichkeit, mit Menschen zu sprechen, die schon ein Stück des Weges hinter sich haben, den man selbst noch vor sich hat. Auch noch unmittelbar und auf einer persönlichen Ebene und mit dem schönen Nebeneffekt, Kontakte in mögliche Arbeitsbranchen zu knüpfen. Dabei erhält man eine bessere Übersicht über seine Karrieremöglichkeiten und nützliche Tipps. Das sind alles Punkte, die sicher für jeden relevant sind. Übrigens steht das Projekt leider auf der Kippe, da nicht klar ist, ob es weiter finanziert wird. Aus diesem Grund wäre es wichtig, viele Interessenten für nächstes Semester ins Boot zu holen oder auf irgend einem Weg positives Feedback zu bekommen. „Wo Geist schafft“ sollte auf jeden Fall bestehen bleiben um noch vielen weiteren Geisteswissenschaftlern bei der Berufsorientierung helfen zu können.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Projekts präsentieren ihre Ergebnisse noch an zwei Terminen auf dem Campus Stadtmitte. Wer sich für die Berufsaussichten studierter Geisteswissenschaftler im Raum Stuttgart interessiert oder den Erhalt des Projektes unterstützen will, sollte unbedingt vorbei schauen:

Vom 28. bis 30. Juni 2016 zum Themengebiet „Bildung, Coaching und Beratung“ (KI, Foyer).

Vom 5. bis 7. Juli 2016 zum Themengebiet „Stiftungen, Museen, Politik“ (KI, Foyer).

Nach der Uni: Wenn Noten plötzlich nicht mehr alles sind

Nach der Uni: Wenn Noten plötzlich nicht mehr alles sind

Copyright: Gratisography

Noten: Etwa wertlos als Kriterium für das Einstellungsverfahren? Copyright: Gratisography

Schnell noch ein Blick auf den Notenaushang im Institut… Erwartungen erfüllt? Notendurchschnitt versaut? Die Wichtigkeit der Noten und des persönlichen Notendurchschnitts sind wohl das Eichmaß der universitären Leistungserbringung – letztendlich weil sie sich gut quantifizieren lassen und einen direkten Vergleich zulassen. Aber wie sieht es nach dem Studium aus?
Der akut herrschende Fachkräftemangel müsste augenscheinlich ein Segen für jeden Bewerber sein. Schließlich reißen sich die Unternehmen um ausgebildete Fachkräfte und das Bewerbungen schreiben ist in graue Vergangenheit gerückt. So oder zumindest so ähnlich müssten die Darstellungen frisch gebackener Absolventen klingen – leider sieht die Realität häufig etwas anders aus. Ausgebildete Fachkräfte, insbesondere im akademischen Sektor, stehen dem enormen Bedarf gegenüber – aber leider ohne Arbeitsplatz.

Wie Samuel Taylor Coleridge es in seinem Gedicht wiedergibt:

„Water, water, everywhere, nor any drop to drink“

Ein halbwegs vernünftig abgeschlossenes Studium, eine rechtschreibfehlerfreie Bewerbung und ein Bewerbungsbild im Kommunionsanzug sollten ein Garant für eine erfolgreiche Bewerbung sein. Oder etwa nicht? Die Ernüchterung kommt bei den ersten Bewerbungsgesprächen oder nach den ersten versandten Bewerbungen. Trotz guter Studienleistung bekommt man keine Antwort, eine Absage oder wird eingeladen und bekommt trotzdem anschließend eine Absage. Diese Überraschung ist groß, wohl ebenso wie die Fehleinschätzung an die Bewerbungsverfahren. Fragen und Zweifel steigen im Bewerber auf: Sollten etwa nicht nur die Noten eine Rolle spielen? Dabei hat man während seines Studiums Unmengen Wissen angehäuft, für die Bachelorthesis noch 5 Quellen extra zitiert und das Studium in Regelstudienzeit absolviert. Aber was kann dann noch fehlen, an dem selbsternannten Prototypen des Vorzeigestudenten? Wir leben in einer beruflichen Gesellschaft, die einigen Fähigkeiten nur wenig Aufmerksamkeit zukommen lässt. Dies wohl vor allem, weil sie sich so schwer Quantifizieren lassen: Empathie, Anpassungsfähigkeit, Kreativität und allgemein Sozialkompetenzen – um nur ein paar zu nennen.

Copyright: Angelehnt an The Skill Gap

Copyright: Angelehnt an The Skill Gap

Im Bloomberg Recruiter Report wurden 1320 Recruiter aus 600 Firmen befragt, was diese für Fähigkeiten suchen und leider kaum finden. Auch wenn dieser schwerpunktmäßig auf Master of Business Administration (MBA) abzielt, zeichnet sich dennoch ein Muster ab.

Aber sind Noten dann überhaupt wichtig?

Noten als unwichtig darzustellen wäre sowohl absurd als dass es auch jeglicher differenzierten Betrachtung die Argumentationsgrundlage rauben würde. Grundlegend muss man zunächst einmal überlegen wem man die Frage stellt – Google oder Daimler? Auch wenn sich heutzutage jedes Unternehmen als „innovativ“ und anders denkend krönt, sind es wohl nur die wenigsten denen man diese Eigenschaften wohl wirklich zuschreiben würde. Vor allem sind diese Statuten wohl kaum auf deren Bewerberwahl zu übertragen.

In einem Interview mit der New York Times sagte Laszlo Bock, Chief of Human Resources bei Google, dass Noten „wertlos als Kriterium für das Einstellungsverfahren sein“. Im April wiederholte Bock auf der People Analytics Conference sein Argument:
„Wir haben einen Haufen Analysen durchgeführt und herausgefunden, dass Noten wenig über deine nächsten 2 Jahre voraussagen, und für den Rest deiner Karriere vollkommen unerheblich sind“. Und wenn eine Firma Zugang zu enormen Datenmengen hat, ist Google wohl der richtige Ansprechpartner. Nebenbei zu erwähnen, dass sich jedes Jahr über 2 Millionen Bewerber um die begehrten Stellen beim Technology-Giganten bemühen.
Die Unternehmensberatung Ernst & Young will auch Bewerbern ohne Abschluss bzw. nur mit mittelmäßigen Studiennoten eine Chance geben. Ein beachtlicher Schritt, wenn man bedenkt wie elitär verschrien die Beraterbranche doch ist.

Darum Bewerbungsgespräche!

Im Bewerbungsgespräch soll geklärt werden, ob du in das Unternehmen, die Unternehmenskultur und in das Team passt. Warum sollte es den Arbeitgebern wohl sonst so wichtig wie sein, wie du deinen außeruniversitären Alltag gestaltest? Und nein, ich spreche nicht über das allseits beliebte Beispiel des Fußballvereins. Das hält wohl keiner vernünftigen Argumentation stand, wenn man bedenkt, dass man auch als Einzelkämpfer auf dem Platz aufgestellt werden kann, um dort dann ohne ausgefeiltes Teamplay das Lederknäuel ins Netz zu befördern.
Dazu kommen dann clevere und knifflige Fragen auf die dich dein universitäres Wissen nicht vorbereiten kann:

„Was denken Sie hat mehr Werbe-Potential – Eine Blumenladen oder ein Beerdigungsinstitut?“ – Google 2015

Den Unternehmen sind Noten wichtig und sie sind die Hürde und ein fiktiver Maßstab für das Bewerbungsgespräch bzw. die Grundvoraussetzung für den gewünschten Job. Im Gespräch will der Personaler aber herausfinden wie teamfähig man ist und ob die persönlichen Eigenschaften, in Verbindung mit den fachlichen Fähigkeiten zu dem betreffenden Job passen. Inzwischen ist jeder Job interdisziplinär und erfordert weitaus mehr als in seinem Fachgebiet gut ausgebildet zu sein. Vielen Studenten ist das bewusst, arbeiten jedoch trotzdem nicht gezielt an ihrer Persönlichkeit. Klingt das jetzt zu sehr nach Motivationscoach und „go for it“ Mentalität? Mag sein, dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass einen ein Defizit im späteren Berufsleben einmal einholen kann.

Ich möchte gar nicht so dramatisch klingen, aber schlechte bis keine zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeiten begrenzen die Aufstiegschancen wohl substanziell. Aber wer möchte das schon hören? An sich selbst und seiner Persönlichkeit arbeiten hat ja nicht gerade Hochkonjunktur. Und vielmehr sind wohl die meisten davon überzeugt, dass ihnen diese Fähigkeiten wohl im Blut liegen. Dem ist aber häufig nicht so.
Wohl jeder von uns hat schon es schon während seines Studiums erlebt, wie ungern Kommilitonen und „Freunde“ Studienunterlagen, Altklausuren oder Mitschriebe weitergeben. Diese Personen sind von Teamplayern Lichtjahre entfernt und erliegen der Illusion, dass sie sich im späteren Arbeitsleben ändern würden. Aber dann geht es nicht mehr um die Abschlussnote oder die miese Studienkonkurrenz, sondern um die nächste Beförderung oder die Stelle als Gruppenleiter. Diese „Ellenbogen-Mentalität“ kann natürlich nützlich sein, aber sich auch im Umkehrschluss gegen einen wenden, da sie das Vertrauen und das Teamgefühl schwächen.

Copyright: Helloquence by Stocksnap

Zwischenmenschliche Interaktion: Wichtiger als Du denkst. Copyright: Helloquence by Stocksnap

Dennoch kein einseitiges Problem

Die Problematik ist dennoch nicht nur auf der Bewerberseite. Schließlich entgehen den Unternehmen so möglicherweise brillante und sehr passionierte Mitarbeiter mit enormen Entwicklungspotential – was denke ich jeder von uns mitbringt. Auf der anderen Seite verpassen viele Menschen die Gelegenheit für ihren Traumjob, weil ihnen die Zwischenmenschliche Interaktion schwerfällt. Aber du kannst ohnehin nur was an einer Seite was ändern und das sind die Fähigkeiten auf der Aktiva-Seite der Bewerbungsbilanz.

Ich möchte keinesfalls falsch verstanden werden und auch niemanden ermutigen anstatt zu lernen doch lieber die 2 Flaschen Gin der letzten WG-Party mit seinen Kommilitonen zu leeren. Das abgeschlossene Studium und ein gutes Abschlusszeugnis sind ein hervorragender Grundstein für eine erfolgreiche Jobsuche. Wie Maggie Stilwell von Ernst & Young ihre neue Unternehmensphilosophie zusammenfasst: „Die akademischen Qualifikationen werden auch weiterhin wichtig bleiben, wenn wir uns den Bewerber als Ganzes anschauen.“ Deine Noten sind letztendlich die Eintrittskarte in die Berufswelt und der Indikator wie gut du dich in komplexe Problemstellungen einarbeiten und dieses Wissen auf Verlangen abfragen kannst. Sonst würden Bewerber vermutlich direkt ohne persönliches Gespräch eingestellt, solange die Personalabteilung von den paar spannend formulierten Zeilen im Anschreiben überzeugt ist.

Rechtzeitig tätig werden

Natürlich kann und will ich das nicht auf jeden Berufszweig und jedes Stellenangebot verallgemeinern. Dafür ist jede Berufssparte zu sehr diversifiziert und die Konzerne bieten zu unterschiedliche Karrierechancen. Auch möchte ich hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass schlechte bis sehr schlechte Studienleistung gepaart mit außergewöhnlicher Sozialkompetenz einen perfekten Bewerber macht.

Vielmehr möchte ich einen Anreiz geben, dass es wirklich Sinn macht sich auch außeruniversitär weiterzubilden und dass man rechtzeitig über den eigenen Tellerrand schauen sollte. Dies betrifft aber nicht nur fachverwandte Themenbereiche, sondern auch persönliche Kompetenzen. Auch wenn die oben genannten Beispiele von Google und Ernest & Young nur der Anfang sind und man sie zum Teil als Experiment einstuft, sollte man sich überlegen, ob sich dieser Umschwung fortsetzt und einem durch frühzeitige Anpassung noch ganz andere Türen offenstehen.

Stefan

Hilfe, ich bin ein(e) Studienabbrecher(in)

Hilfe, ich bin ein(e) Studienabbrecher(in)

Neu anfangen, oder durchziehen? Copyright: Seleneos / photocase.de

Neu anfangen, oder durchziehen?
Copyright: Seleneos / photocase.de

Das Studium abbrechen – mach ich’s? Mach ich’s nicht? Für viele Studierende eine regelrechte Horrorvorstellung. Nicht so für Anna* und Max*, die beide beschlossen haben, ihr jetziges Studium an den Nagel zu hängen. Wie es dazu gekommen ist, welche Gründe dafür sorgen, dass Studierende ihr Studium abbrechen und warum ein Studienabbruch nicht das Ende der Welt bedeuten muss, das sind die Schwerpunkte des heutigen Beitrags.

Manche Entscheidungen gehen einem leicht von der Hand. Manche wiederum treiben einen regelrecht zur Verzweiflung, besonders dann, wenn viel von ihnen abhängt. Wer sich mit dem Gedanken auseinandersetzt, sein Studium nicht zu Ende zu bringen, sieht sich unvermittelt einem Bombardement von Fragen ausgesetzt. Die meisten davon werden zu allem Überfluss in einem vorwurfsvollen, besorgten oder besserwisserischen Tonfall gestellt, der vor allem für eins sorgt: Noch mehr Zweifel.

Wer in Erwägung zieht, sein bzw. ihr Studium vorzeitig zu beenden und keinen Abschluss zu machen, hat es sich in der Regel alles andere als leicht gemacht. Drohende Zukunftsängste und -sorgen, die eigene Unsicherheit darüber, wie es nach dem Abbruch weitergehen soll und was das nächste Umfeld zu dieser Entscheidung sagt, beherrschen die Gedanken von StudienabbrecherInnen. Folgende Fragen rattern in Dauerschleife durch die Gehirnwindungen und sorgen für schlaflose Nächte: Höre ich ganz auf? Fange ich etwas Neues an? Bringe ich das Alte zuerst zu Ende? Reicht meine Energie überhaupt noch dafür? Möchte ich etwas fertigstudieren, was mir überhaupt nicht liegt oder in welchem Bereich ich niemals berufstätig sein werde?

Zwei Studierende berichten über ihre Entscheidung

Auf den ersten Blick haben Anna und Max bis auf die Tatsache, dass sie beide zwischen Anfang und Mitte Zwanzig sind, wenig gemeinsam. Was sie verbindet, ist ihre Entscheidung für einen Studienabbruch – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Warum bricht Max sein BWL-Studium im fünften Semester ab, obwohl er kurz vor dem Abschluss steht? „Klar war es nicht einfach, so kurz vor Schluss das Handtuch zu werfen“, sagt Max. „Dabei wusste ich schon im ersten Semester, dass mir das Studium nicht liegt. Ich habe mich meinen Eltern zuliebe fünf Semester lang durchgequält. Aber ich konnte einfach nicht mehr.“ Dabei fehlen ihm nur noch zwei Leistungsnachweise: Eine Klausur und die Bachelorthesis. Wie es jetzt für ihn weitergehen soll, weiß er aber genau: „Ich fange jetzt endlich das Studium an, das mich interessiert – Architektur.“ Dafür hat er auch schon verschiedene Vorlesungen besucht und hatte bereits einen Termin bei der Studienberatung. Dass die Jobchancen eher mau sind, ist ihm bewusst. Er hofft aber, mit seinem Engagement zu punkten und darauf, dass künftige ArbeitgeberInnen ihm trotz des Knicks im Lebenslauf eine Chance geben.

Ab hier Endstation. Wer das Studium abbricht, weißt oft nicht, wie es weitergehen soll.

Ab hier Endstation. Wer das Studium abbricht, weißt oft nicht, wie es weitergehen soll.

Anna hat bis zum 1. Staatsexamen durchgehalten. „Ich wollte etwas in der Hand haben“, begründet sie ihren Entschluss. „Aber ins Referendariat gehe ich nicht mehr. In meinen Praktika habe ich gemerkt, dass mir das Unterrichten zwar liegt, ich aber auf keinen Fall mein Leben lang Kinder unterrichten will.“ Eine reichlich späte Erkenntnis, möchte man ihr spontan vorhalten. Anna wischt die Bedenken beiseite, noch bevor sie ausgesprochen werden. „Ich bin keine Träumerin“, sagt sie. „Die Entscheidung gegen die relativ sichere Beamtenlaufbahn habe ich mir gut überlegt. Gerade deshalb habe ich mich rechtzeitig nach Alternativen umgesehen und habe verschiedene Schulbuchverlage kontaktiert. Natürlich hat es viele Absagen gehagelt, weil mir ja die Berufspraxis fehlt. Aber ein Verlag hat mir die ersehnte Zusage gegeben. Und dort möchte ich mich richtig reinhängen und zeigen, dass ich es wirklich will.“

Gründe für den Studienabbruch sind vielfältig

Kein Abschluss, kein Plan? Ängste und Sorgen ohne Silberstreif am Horizont.

Kein Abschluss, kein Plan?  Aber: Es gibt trotz allem einen Silberstreif am Horizont.

Wie Anna und Max geht es vielen Studierenden. Manche ziehen rechtzeitig die Notbremse und wechseln frühzeitig den Studiengang, andere brechen das Studium kurz vor dem Abschluss ab. Die Gründe für einen Studienabbruch sind dabei vielfältig. Oft geht es um Leistungsprobleme oder Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Studiums, etwa, wenn kein Bafög-Anspruch besteht und man ein sehr zeitintensives Studium mit vielen Anwesenheitspflichten betreibt. Doch auch andere Gründe können zu der Entscheidung für oder gegen das Studium führen. Das kann dann der Fall sein, wenn die Vorstellung vom Studium mit der Realität heftig aufeinanderprallt – wenn beispielsweise das Studium als viel zu theorielastig empfunden wird (das Gegenteil ist seltener der Fall), obwohl man eher praktisch veranlagt ist.

Neben den Studieninhalten ist manchmal die Organisation an der Universität der Auslöser für Abbruchsgedanken – Studierende fühlen sich unzureichend betreut oder durch bestimmte Klausuren regelrecht „ausgesiebt“. Wenn die Studienbedingungen vorne und hinten nicht stimmen, ist es sinnvoll, über mögliche Alternativen nachzudenken: Manchmal genügt es dann, nicht das gesamte Studium hinzuschmeißen, sondern den lediglich Studienort zu wechseln – beispielsweise von einer Massenuniversität zu einer kleineren, die ein ausgewogeneres Studierendenden-DozentInnen-Verhältnis aufweist.

Was sich auf jeden Fall empfiehlt, ist der Gang zur Studienberatung. So könnt ihr möglichen vorgeschobenen Gründen auf die Schliche kommen. Hinter einem Prokrastrinationsverhalten steckt möglicherweise die Angst, den eigenen Ansprüchen (oder denen der Eltern) nicht gerecht zu werden. Motivationslosigkeit kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben – etwa das Gefühl, für die DozentInnen nur eine weitere Matrikelnummer darzustellen und somit völlig austauschbar zu sein.

Manchmal sorgen finanzielle Ängste dafür, dass man den Abbruch des Studiums in Erwägung zieht. Hier findet ihr Informationen der Universität Stuttgart zum Thema Studienfinanzierung. Unter Umständen ist es eine Überlegung wert, für einen begrenzten Zeitraum einen Studienkredit aufzunehmen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken.

Überforderung, Ängste und andere Hürden

Prüfungs- und Versagensangst spielen bei solchen Überlegungen oft ebenfalls eine große Rolle – und bevor das eigene Versagen Schwarz auf Weiß per Exmatrikulation in den Briefkasten flattert, kommt man dieser Erfahrung am besten zuvor, indem man sich intensiv mit den Gründen auseinandersetzt.

Auch wenn nur ungern offen darüber gesprochen wird, leidet eine Vielzahl der Studierenden an Lernschwierigkeiten, Schreibblockaden, Prüfungs- oder sogar Redeängsten. Manche haben einfach noch nicht die richtige Lernmethode für sich gefunden und verzweifeln regelmäßig angesichts der zu bewältigenden Stoffmenge, die am Ende des Semesters abgefragt wird. Andere haben massive Probleme mit der Konzentration oder verzetteln sich bei der Planung ihres Lernvorhabens, weil sie die Stoffmenge falsch eingeschätzt haben. Wiederum andere sitzen mit Bergen von Büchern Tag für Tag in der Universitätsbibliothek und starren stundenlang auf eine weiße Word-Datei – die sprichwörtliche Angst vor dem weißen Blatt bzw. Monitor.

Einige sind schlichtweg von der Selbstorganisation überfordert, die an der Universität vorausgesetzt wird. Kommen dann noch Ängste und/oder Hemmungen ins Spiel, die ein Nachfragen bei höheren Semestern oder DozentInnen erschweren, baut sich allmählich ein großer Druck auf, der in einen Kreislauf aus Überforderung, Hilflosigkeit, Wut und Angst münden kann. Um solche Ängste anzugehen, bietet die Universität Stuttgart in der Lernwerkstatt verschiedene Kurse an, in denen intensiv an diesen Problematiken gearbeitet wird. Und wenn auch das noch nicht genügt, empfiehlt sich der Gang zur kostenlosen psychologischen Beratung der Universität, um seine Probleme zu bearbeiten. Ihr profitiert in jedem Fall davon, wenn ihr euch aktiv Hilfe sucht.

Eine Runde aussetzen – oder Schlussstrich ziehen?

Der Studienabbruch ist entschieden? Dann ist es höchste Zeit für Plan B (C, D ...)!

Der Studienabbruch ist entschieden? Dann ist es höchste Zeit für Plan B (C, D …)!

Manchmal kann es sinnvoll sein, ein oder zwei Semester zu pausieren, bevor ihr euch endgültig gegen das Studium entscheidet. Auch dafür ist es notwendig, sich mit der Studienberatung bzw. dem Studierendensekretariat in Verbindung zu setzen, um alle Möglichkeiten auszuloten. Manchmal tun sich dabei Lösungswege auf, an die ihr nicht gedacht habt. Immer wieder kommt es vor, dass das Leben nicht wie geplant verläuft – und für genau solche Situationen ist es dann sinnvoll, sich ausreichend zu informieren und beraten zu lassen.

So, der Schlussstrich ist gezogen. Ist die Entscheidung endgültig gefallen? Dann zieht es durch. Und konzentriert euch auf das, was ihr als Nächstes tun wollt. Der Blick auf das Vergangene hat durchaus seine Berechtigung, aber wenn ihr langfristig eure Ziele erreichen wollt, müsst ihr sie a) überhaupt kennen und b) die nächsten Schritte dafür fest ins Auge fassen.

Die Tipps im Überblick

Und hier habe ich noch einmal die gesamten Tipps aufgelistet:

  • Gründe für den Abbruch evaluieren (auch verdeckte Sorgen/Ängste aufspüren)
  • Mit FreundInnen und/oder KommilitonInnen austauschen (Tipps einholen, Erfahrungen austauschen)
  • Lernwerkstatt besuchen und/oder psychologische Beratung in Anspruch nehmen
  • Studienberatung aufsuchen (Workshops, Einzel- und Gruppenberatung)
  • AkademikerInnenberatung bei der Agentur für Arbeit (über die Universität Stuttgart möglich)
  • Kontakt zum Bafög-Amt aufnehmen (um weitere Zahlungen bzw. Finanzierung zu klären)
  • Alternative Optionen abwägen (Ausbildung, Dualstudium, Auszeit in Form eines FSJ, FÖJ, BFD, Au-pair, Work & Travel)
  • Eine Entscheidung treffen
  • Hinter der Entscheidung stehen
  • Durchstarten

Ich wünsche euch alles Gute für eure Entscheidung!

Romy

*Name geändert

Die Qual der Wahl: Ausbildung oder Studium?

Die Qual der Wahl: Ausbildung oder Studium?

Ausbildung oder Studium... ? Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.

Ausbildung oder Studium? Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.

„Verschieben wir es doch auf morgen“, sagte bereits die Schauspielerin Vivien Leigh als Scarlett O’Hara im berühmten Film „Vom Winde verweht“. Verschieben wir es doch auf morgen – in dieser Aussage zeigt sich eine Haltung, mit der Menschen unzähligen Entscheidungen in ihrem täglichen Leben begegnen. Angesichts einer Vielzahl von Möglichkeiten sind wir stets darum bemüht, die beste auszuwählen. Das beginnt im kleinen Rahmen beim Kauf eines Joghurts – und endet bei Fragen mit großer Tragweite: In unserem Fall die Entscheidung zwischen einer Ausbildung und einem Studium.

Während von der Frage, welchen Joghurt wir uns genehmigen, nicht gerade unser Leben abhängt, haben berufliche Entscheidungen oft weitreichende Konsequenzen. Und spätestens wenn es um die Zukunft geht, sind die meisten Menschen große Zauderer. Sie überlegen hin und her, wägen das Für und Wider einer Sache ab, befragen abwechselnd ihren Verstand und ihr Bauchgefühl, diskutieren im Freundeskreis oder surfen im Internet, um genau die Information aufzutreiben, die ihnen die Entscheidung erleichtern soll. Meist ohne allzu großen Erfolg, weil jede/r zu wissen glaubt, was das Richtige für euch ist. Außer euch selbst.

Auch keine Entscheidung ist eine Entscheidung

Oft stellt sich erst im Rückblick heraus, ob eine Entscheidung falsch oder richtig – für den jeweiligen Zeitpunkt – war. Alles andere als rosige Aussichten für diejenigen, die sich aktuell in einer solchen Situation wiederfinden. Aber so viel Trost vorneweg: Ihr seid a) nicht alleine und b) können die meisten (Fehl-) Entscheidungen korrigiert werden. Leider nicht alle, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Aber das sollte niemanden davon abhalten, eine Entscheidung zu treffen.

Ganz ehrlich: Eine Sache auszusitzen in der Hoffnung, dass sich auf wundersame Weise eine  – wenn nicht die ultimative – Lösung schon von alleine finden wird, ist selten hilfreich. Es sei denn, ihr zählt ein paar Märchenfeen zu eurem Bekannten- oder Freundeskreis. Falls das nicht der Fall ist, vergeudet ihr Energien und kostbare Zeit. Wie? Indem ihr alles Mögliche tut, um euch von der Entscheidung abzulenken – durch stundenlanges Surfen, Endlosdiskussionen mit euren FreundInnen und/oder während zahlreicher (ergebnisloser) Selbstgespräche. Manche nennen das Prokastrinieren. Generation Y kann alles, darf alles, tut aber gar nichts und jammert auch noch darüber. Das wird uns immer wieder vorgeworfen.

Wie viele trauen sich selbst denn überhaupt noch zu fragen, was sie interessiert, ohne im selben Atemzug bereits nach Jobchancen und dem künftigen Arbeitsmarkt zu schielen? Wie häufig stellen wir uns in der Realität folgende Fragen: Was will ich eigentlich? Und was wollen die anderen (Eltern, die Gesellschaft, der Arbeitsmarkt, …) von mir? Und will ich diese Erwartungen erfüllen?

Viel zu selten. Denn im Laufe unseres Lebens werden wir auf das Gegenteil getrimmt.

Der sichere Weg: Von der Ausbildung zum Studium

Berufsausbildung oder. Studium: Gelernt wird immer!

Ob Berufsausbildung oder Studium: Gelernt wird immer!

Spätestens nach dem Abitur stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll: Mache ich eine Ausbildung oder beginne ich direkt ein Studium? Die ultimative Antwort darauf gibt es nicht. Aber ihr könnt euch die Rahmenbedingungen ansehen und dabei evaluieren, welcher Weg für euch infrage kommt.

Solltet ihr mit einer Ausbildung liebäugeln, könnt ihr gar nicht früh genug mit der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz beginnen: Das Gros der Unternehmen beginnt bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn mit der Auswahl seiner zukünftigen Auszubildenden. Manchmal warten übrigens dort Ausbildungsplätze auf Einen, wo man sie nicht unbedingt vermutet. Auch die Uni Stuttgart bietet Berufsausbildungen an. Also, ran an die Buletten!

Der große Vorteil einer Ausbildung liegt auf der Hand: Bereits vom ersten Tag an verdient ihr euer eigenes Geld (Ausnahme: schulische Ausbildungen werden oftmals nicht vergütet). Neben der finanziellen Unabhängigkeit könnt ihr euch bereits während eurer Ausbildungszeit ein finanzielles Polster für ein späteres Studium zulegen. Eine Ausbildung ist nach wie vor eine solide Investition in die Zukunft. Und solltet ihr gegen Ende der Ausbildung merken, dass ihr höher hinauswollt, so könnt ihr beim anschließenden Studium auf den praktischen Erfahrungen eurer Ausbildung aufbauen und euer bisheriges Wissen vertiefen.

Auch wenn das Ausbildungsgehalt je nach Branche stark variiert, so steht ihr finanziell recht schnell auf eigenen Beinen, nabelt euch vom Elternhaus ab und seid schneller in der Lage, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen. Wenn es eure Noten erlauben, könnt ihr eure Ausbildung außerdem um ein halbes oder sogar ein ganzes Jahr verkürzen und kommt so noch schneller in den Genuss der finanziellen Unabhängigkeit. Und was auch nicht unerheblich ist: In der Regel müsst ihr euch für eine Ausbildung nicht verschulden, sondern könnt – je nach Höhe eures Verdienstes – auch noch Geld beiseitelegen.

Die Ausbildung als Vorbereitung aufs Studium

Während der Ausbildung – die je nach Branche und Unternehmen zwischen zwei- und drei Jahren dauert – durchlauft ihr einen geistigen Entwicklungs- und Reifeprozess. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, den ihr gegenüber euren Kommilitoninnen und Kommilitonen habt, die direkt im Anschluss an ihr Abitur studieren. Statt munter ins Blaue hinein zu studieren und dabei ein paar Irrwege in Kauf zu nehmen, könnt ihr im Laufe eurer Ausbildung eure Interessen praxisnah ausloten und euch so den Weg ins passende Studium ebnen.

Und auch wenn geradlinige Lebensläufe immer mehr der Vergangenheit angehören, so ist es kein Nachteil, früh zu wissen, welche Richtung ihr beruflich einschlagen wollt und diese zielstrebig zu verfolgen. Als Faustregel empfiehlt es sich besonders dann, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, wenn ihr eine große Praxisnähe bevorzugt und einer überwiegend bis ausschließlich theoretischen Auseinandersetzung und/oder wissenschaftlichem Arbeiten abgeneigt seid. Über eine Sache müsst ihr euch allerdings im Klaren sein: Für bestimmte Positionen kommt ihr nun in Betracht, wenn ihr einen Universitätsabschluss vorweisen könnt.

Studieren geht über Probieren

Credits, Credits und noch einmal Credits!

Credits, Credits und noch einmal Credits!

Das Studium ist nach wie vor an Beliebtheit kaum zu toppen. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich darum: Die Vorstellung einer unbeschwerten Zeit, haufenweise Partys, ein bisschen Lernen hier, ein bisschen Lernen da und ansonsten das Leben in vollen Zügen genießen, verreisen … La dolce vita. Oder etwa nicht?

Wer ein Studium aufnimmt, wird in der Regel sehr bald von der Realität eingeholt. Seit der Einführung des Bachelor- und Master-Systems ist ein reines Interessenstudium weitgehend ausgeschlossen, wenn man etwa auf Bafög angewiesen ist und folglich die Regelstudienzeit einhalten muss. Dementsprechend bleibt wenig Zeit für den Besuch fachfremder Veranstaltungen. Inhaltlich liegt der Fokus sehr stark auf den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und anstelle eines universitären Freigeistes – kritisches, reflektierendes Denken – gilt es immer häufiger, sich massenweise Stoff in sehr kurzer Zeit ins Hirn zu prügeln, diesen bei der Klausur aufs Papier zu klatschen, um das Erlernte nach der Klausur „quasi-amnestisch“ wieder zu vergessen (Stichwort „Bulimie-Lernen“).

Trotzdem gilt ein Studium nach wie vor als die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit – bei einer Arbeitslosenquote von ~ 2% unter AkademikerInnen. Das ist zwar noch immer keine Garantie dafür, dass ihr euren Traumjob findet und eingestellt werdet, aber es ist zumindest ein kleiner Lichtblick am düsteren Zukunftshorizont.

In den meisten Fällen müsst ihr fürs Studium einen Kredit in Anspruch nehmen, teilweise auch dann, wenn ihr nebenher arbeitet. Je nach Studienstadt variieren die Lebenshaltungskosten extrem. Der Start ins Berufsleben beginnt deshalb oft mit einem Schuldenberg, den es nach und nach abzutragen gilt. Wie ihr der Schuldenfalle entgehen könnt: Indem ihr beides, d. h. praxisnahe Ausbildung und theoretisches Studium, miteinander kombiniert – durch ein Dualstudium. Das große Plus dabei: Ihr bezieht bereits während eures Studiums ein moderates Gehalt.

Hand aufs Herz: Wenn ihr in euch hineinhorcht, habt ihr meistens eine grobe Vorstellung davon, wo es hingehen soll. Ihr müsst sie nur noch umsetzen. Und wenn sich eure Vorstellung oder Entscheidung nun als „falsch“ herausstellt? Das Leben ist eine Ansammlung von Erfahrungen, die wir ganz unterschiedlich bewerten: Als Fehler oder als Erfahrungen, die uns manchmal nur das vorführen, was wir nicht und/oder um keinen Preis der Welt wollen. Und das ist schon mal ein Anfang.

Und zu guter Letzt: Vieles ist eine Frage der Perspektive. Müssen oder dürfen wir Entscheidungen treffen? Ich plädiere fürs Dürfen.

Romy