So klappt’s mit der Hausarbeit

In der vorlesungsfreien Zeit stehen meist die Hausarbeiten an.
Bild: FemmeCurieuse / photocase.de

Hausarbeiten kommen als Leistungsanforderung in beinahe jedem Studienfach vor. Aber nicht jeder Studierender zählt wissenschaftliches Schreiben zu seinen Stärken. Mit diesen Tipps wird euch das Schreiben leichter fallen.

Je nach Studiengang umfasst eine Hausarbeit zwischen 10 bis 15 Seiten. Eine wissenschaftliche Arbeit ist vor allem dann eine große Herausforderung, wenn man darin ungeübt ist. Wie geht man am besten vor, wenn man vor dem leeren Blatt sitzt?

  1. Zitate: Um Thesen wissenschaftlich zu belegen, sollte man sich auf andere Forscher beziehen. Das geht am besten, indem man sie indirekt oder direkt zitiert. Wie das korrekt geht, steht in diesem Artikel. Es ist es auch wichtig, die Quellenangaben der Zitate gleich nach den Zitieren anzugeben. Wenn ihr es erst am Ende macht, könnt ihr durcheinander kommen und so kommt es zu einem Chaos. Wenn ihr eure Arbeit testen wollt, dann könnt ihr die kostenlose App Plagiarism Checker für Android oder IPhone downloaden. Sie untersucht eure Hausarbeit auf Plagiate.

    Wer schreibt, der bleibt.
    Bild: as_seen / photocase.de

  2. Unterstützung holen: Alle, die Unterstützung bei einem eigenen universitären Schreibprojekt brauchen, sollten die Beratung der Schreibwerkstatt der Uni Stuttgart in Anspruch nehmen. Dabei ist es egal, um was für eine Schreibaufgabe (Abschluss- oder Seminararbeit, Referat, Protokoll, Literaturbericht,…) es sich handelt oder in welcher Phase des Schreibprozesses man sich befindet. Die Schreibwerkstatt berät individuell: Von der Themenfindung bis zur Überarbeitung der Texte. Einfach einen Termin vereinbaren.
  3. Thema: Es ist nicht immer einfach das richtige Thema zu finden. Am besten fangt ihr früh damit an. Schaut euch den Seminarplan an und sucht euch das Thema zur Vorlesung aus, das euch am meisten anspricht. Vielleicht kennt ihr euch in dem Gebiet bereits gut aus oder es interessiert euch. Ein paar mehr Tipps zur richtigen und einfachen Themenwahl, gibt es hier.
  4. Vorbereitung: Mit einer guten Vorbereitung kann nichts schiefgehen. Sammelt eure Ideen. Ihr braucht eine konkrete Forschungsfrage und müsst das Thema eingrenzen. Am besten macht ihr das anfangs mit einer groben Gliederung. Studiert den Hausarbeits-Leitfaden eures Studiengangs, damit ihr wisst, worauf ihr achten müsst.
  5. Betreuer: Eine gute Kommunikation mit dem Betreuer ist wichtig. Mit ihm klärt ihr zunachst einmal die Voraussetzungen, bevor es ans Schreiben geht. Bei Fragen könnt ihr in die Sprechstunde gehen. Allgemein ist es empfehlenswert, immer eine gute Kommunikation mit eurer Betreuerin oder eurem Betreuer zu haben.

    Nicht verzweifeln! Quelle: Unsplash

  6. Literatur: Nun stellt sich hier noch die Frage, wie man die benötigte Literatur überhaupt findet. Erste bibliographische Angaben bekommt ihr über die Seminarbibliographie und den Semesterapparat, der eine Auswahl relevanter Literatur enthält (falls ein solcher eingerichtet wurde). Diese Bücher verschaffen nicht nur einen Überblick, man kann in ihnen und deren Bibliographien nach nützlichen Werken schauen. Der nächste Weg führt zum Online-Katalog der Universitätsbibliothek Stuttgart, in dem sämtliche in der Bibliothek bereitgestellte Titel katalogisiert sind. Um auch Aufsätze zu finden, nutzt am besten das Datenbank-Info-System (DBIS).

    Uni Stuttgart Bib Studierende

    Studierende vor der Universitäsbibliothek in Vaihingen.
    Copyright: Universität Stuttgart.

  7. Zeitplanung: Ein gutes Zeitmanangement gehört zu den wichtigen Voraussetzungen. Ihr solltet herausfinden, zu welchen Uhrzeiten ihr am effektivsten arbeitet und wo der beste Ort ist, an dem ihr in Ruhe schreiben könnt. Wenn ihr mal trotzdem mit einem Punkt nicht voran kommt, versucht mal ein Kapitel zu überspringen und macht mit dem nächsten weiter. Das kann helfen. Daher ist es empfehlenswert, eine Zeit für Schreibblockaden einzuplanen.
  8. Sprache: Struktur und Aufbau einer Hausarbeit ist das A & O. Gute Überleitung zwischen den Kapiteln, sprachliche Präzision und eine gute Rechtschreibung sind ein wichtiges Kriterium für eine gute Hausarbeit. Viele Studierende versuchen ihre Texte künstlich aufzublähen, um besonders „schlau“ zu klingen – sehr zum Leidwesen der Dozenten. Dazu ein Tipp: Wer sich seine Texte selbst laut vorliest (am besten ihr macht das zuhause und nicht in der Bib), merkt besser, was überflüssig ist, wo sich überflüssige Redundanzen eingeschlichen haben und an welcher Stelle man schneller auf den Punkt kommen muss.
  9. Bilder: Eine wissenschaftliche Arbeit mit Bildern zu illustrieren ist kein Fehler: Sie können das Gewürz in einem etwas trockenen Text werden! Aber verwendet nur sinnvolle Bilder, die den Sinn unterstützen und verdeutlichen. Ein Diagramm beispielsweise kann einen ganzen Textabschnitt obsolet machen. Aber bitte keine Bilder reinmachen, nur um die Seiten vollzukriegen….
  10. Teamwork: Manchmal ist es schwierig sich selbst zu motivieren. Oft hilft es, wenn man sieht, wie andere fleißig am Schreiben sind. Also auf in die Bib zusammen mit Freunden oder Kommilitonen und gemeinsam Arbeiten und gemeinsam Pause machen. Aber natürlich nur, wenn ihr euch nicht die ganze Zeit gegenseitig ablenkt.

    Studierende am Arbeiten

    Arbeiten in der Universitätsbibliothek.
    Copyright: Universität Stuttgart

  11. Ausgleich: Ihr braucht eine gesunde Balance zwischen Schreiben und Pause. Jeder Sportler weiß: der Muskel wächst in der Regeneration und genauso ist es auch beim konzentrierten Schreiben. Indem man abschaltet und über etwas anderes nachdenkt, kommen oft die besten Inspirationen für den Schreibprozess.
  12. Lektorat: Das Korrekturlesen der Hausarbeit ist das I-Tüpfelchen. Am besten sucht ihr euch zwei Personen aus, die euch dabei unterstützen. Eine davon kann schauen, ob sie den Text versteht, also mehr auf den Inhalt achten. Das kann ruhig jemand Fachfremdes sein. Die andere Person sollte mehr die Rechtschreibung in den Blick nehmen. Denkt dran, dass ihr die Arbeit dieser zwei Personen auch noch rechtzeitig vor dem Abgabetermin einplanen müsst!

 

Für Eure Schreibprojekte wünsche ich euch viel Erfolg! 

 

Feven

studiert an der Uni Stuttgart.

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