Strategien zum Vergrünen

Das erklärte Ziel der Studierenden hinter Greening? Natürlich die Universität grüner zu machen. Damit das triste Grau der Universitätsgebäude nicht auf die Mentalität der Studierenden abfärbt, setzt die Hochschulgruppe auf Buntes.

Beete, Garten

Der MitMachGarten auf dem Campus der Universität Stuttgart. Copyright: Greening Stuttgart

Der Gedanke der Nachhaltigkeit soll nicht nur die Gestaltung der Beete auf dem Universitätsgelände in Stuttgart, sondern auch die Einstellung der Kommilitonen und Kommilitoninnen in Bezug auf ihre Umwelt verändern. Dafür engagiert sich die Gruppe von Studierenden ehrenamtlich. Sie entwerfen Projekte, die sie gemeinsam verwirklichen, um gelebte Nachhaltigkeit zu demonstrieren und noch mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie sie ihren eigenen Alltag bewusst umweltfreundlicher gestalten können.

Ihr bislang wohl größtes Projekt ist der MitMachGarten im Pfaffenwaldring 5a. Die dortige Brachfläche haben sie in einen grünen Garten verwandelt, den alle Studierenden der Universität Stuttgart besuchen und mitgestalten dürfen. Ein weiteres Projekt sind die Koch- und Brotaufstrichabende, bei denen sie gemeinsam gerettete und vegane Gerichte kreieren und anschließend in gemütlichem Rahmen verkosten.

Die Position in der Gesellschaft hinterfragen

Seit letztem Jahr mischt die Gruppe sogar bei den Lehrveranstaltungen mit. Im Rahmen einer Schlüsselqualifikation können Studierende der Universität Stuttgart bei der Auseinandersetzung mit nachhaltigen Themen Leistungspunkte für ihr Studium sammeln. Aber was steckt dahinter?

Hummus, Brotverkostung

Verkostung von nachhaltigen Eigenkreationen. Copyright: Greening Stuttgart

„Ein wichtigstes Ziel ist, Menschen zum Nachdenken anzuregen und Handlungsoptionen für ein nachhaltiges Handeln aufzuzeigen. Die SQ bietet dabei den Rahmen, einen ganz bunten Mix an Studierenden zu erreichen und sich im universitären Umfeld die Zeit zu nehmen, sich mit verschiedensten Themen einmal kritisch auseinanderzusetzen und die eigenen Handlungsoptionen und die Position in der Gesellschaft zu hinterfragen und aufzuzeigen.“, erklärt Taalke, ein Mitglied der Gruppe.

Für das Ziel der Förderung von Umweltbewusstsein hat Greening auch schon mit dem Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsinitiative in Stuttgart kooperiert und sich von einem Nachhaltigkeits-Netzwerk bei einem Wandercoaching beraten lassen. Auch mit anderen grünen Hochschulgruppen stehen sie im Kontakt. Über Entscheidungen stimmen sie basisdemokratisch ab, koordinierende und organisatorische Aufgaben werden an einzelne Verantwortliche vergeben.

Spaß, Spannung, kleine und große Projekte

„Die Gruppe ist möglichst ohne Hierarchien organisiert“, so Taalke. Dabei sei es jedem Studierenden selbst überlassen, in welcher Form und mit welcher Zeit er sich einbringt. Wer ein eigenes Projekt umsetzen möchte, sucht sich in der Regel selbstständig seine Verbündeten und kann es dann auch nach der eigenen Vorstellung realisieren. „Auf die Gruppe ist dabei als Unterstützung aber immer Verlass!“, meint Taalke. Und was steht als nächstes an? „Vielleicht wird es wieder eine SQ geben und ein weiterer Vortrag zum Thema „Geldfrei Leben“ steht in den Startlöchern. Ansonsten gibt es neben netten Treffen, Besuch von externen Veranstaltungen und ganz viel Vernetzung hoffentlich viel Spaß und Spannung und viele tolle neue, kleine und große Projekte!“

Wer bei Greening mitmachen möchte, kann unverbindlich zum Kennenlernen bei den regelmäßigen Gruppentreffen vorbeikommen. Auch wer selbst noch keine Idee für ein Projekt hat, wenig Zeit mitbringt oder einfach nur mehr über Nachhaltigkeit erfahren würde, ist willkommen. Nähere Informationen zu den Treffen findet ihr auf der Facebook-Seite der Hochschulgruppe.

Anna

 

Ich studiere seit 2014 den abwechslungsreichen Studiengang Philosophie an der Universität Stuttgart und bin dabei sowohl regelmäßig in der Stadtmitte, als auch auf dem Campus Vaihingen unterwegs. Über themenbezogene Kommentare und Fragen zu meinen Artikeln freue ich mich sehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*