¿Hablas español? Tu parles français?

Copyright: FemmeCurieuse / photocase.de

„Do you speak english?“ -„Yes, ein bisschen“. „Y hablas español tambien? „Waaas?“ Die Globalisierung hat die Welt näher zusammengebracht. Fremdsprachen zu beherrschen sind schon lange kein „nice to have“ mehr.

Englisch ist nicht nur in der Uni, sondern auch im Berufsleben fast schon unabdingbar. Arbeitgeber bevorzugen Absolventinnen und Absolventen, die man „weltweit“ einsetzen kann und die keine Schweißausbrüche bekommen, wenn ein Nicht-Deutscher am Telefon ist. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten eine Sprache zu lernen – natürlich ist das allerbeste man besucht einen Kurs. Nie wieder hat man solche günstigen Möglichkeiten, wie dies während des Studiums zu tun. Daher gibt’s an der Uni Stuttgart auch ein Sprachenzentrum. Aber man kann auch eigeninitiativ die eigenen sprachlichen Fähigkeiten optimieren.

Nämlich so:

Apps: Es gibt einige kostenlose Apps, die euer Lernen unterstützen können. Duolingo und Babbel gehören zu den bekannten Sprach-Apps. Hier könnt ihr auf spielerische Weise eure Kenntnisse erweitern. Und das Gute daran ist, dass ihr ganz easy unterwegs in der U-Bahn lernen könnt.

Per APP unterwegs lernen. Quelle: Unsplash

Filme: Einen Film in einer neuen Sprache anzuschauen, kann manchmal zu einer Herausforderung werden. Aber da kommen die Untertitel ins Spiel. Mit deren Hilfe habt ihr so ne Art Simultandolmetscher. Durch die Handlung, kriegt man die Sprache en passent vermittelt Dabei könnt ihr euch dran gewöhnen, dass die Muttersprachler schnell sprechen. Wer klein anfangen möchte, kann mit Kinderserien starten.

Selbstgespräche: Ein weiterer Trick ist es, Selbstgespräche zu führen. Klingt skuril, ich weiß.  Aber ihr müsst wissen, wie ihr euch anhört, wenn ihr die neue Sprache sprecht. Es wird euch anfangs sicherlich merkwürdig erscheinen, dass ihr Selbstgespräche führt, aber so wird es die Sprache zu einer Gewohnheit für euch und fühlt sich im echten Austausch mit anderen gleich sicherer.

Tandem Partner: Tandem Partner sind meistens zwei Muttersprachler, die sich gegenseitig ihre Sprache näherbringen. Also etwa ein  Amerikaner und ein Deutscher und der Amerikaner möchte gerne Deutsch lernen und der Deutsche gerne Englisch. Man trifft sich, trinkt Kaffee und unterhält sich: Ein netter Nachmittag, bei dem man nebenbei etwas lernt. Klingt gut, oder? Ist es auch: Erstmal ist der Austausch kostenlos und dann lernt man meistens auf relativ unkomplizierten Weg jemand kennen. So erfährst Du auch viel über die Kultur des jeweils fremden Landes – was ja fast genau so wichtig ist, wie Grammatik und Wortschatz.  Das Schöne: Durch diese Methode habt ihr die Gelegenheit euch gegenseitig zu helfen. Auch an der Universität Stuttgart könnt ihr einen Tandempartner finden.

Bücher: Wer Bücher und Zeitschriften liest, der lernt, welche Sprichwörter oder gängige Ausdrücke es gibt, die nicht alle im Lehrbuch stehen. Zudem übt ihr eure schriftlichen Sprachkenntnisse auf eine andere Art und Weise, als immer nur „langweilig“ durch Grammatik und Vokabeln pauken.

Praktikum: Wenn ihr bereits gute Grundlagen habt und schneller Fortschritte sehen wollt, solltet ihr in das Land reisen und mehrere Monate bleiben. Viele Studierende machen ein Praktikum oder ein Ausslandssemester. Durch diese Möglichkeiten könnt ihr viel intensiver lernen und vor allem mit Einheimischen ins Gespräch kommen.

 

Interview mit Barbara Burr 

Frau Burr leitet das Sprachzentrum der Uni Stuttgart und war so freundlich mir ein paar Fragen zum Thema zu beantworten

Frau Burr

Frau Burr, warum sind andere Sprachen wichtig?

Sprachen sind die Kulturöffner eines anderen Landes. Damit kann man in die Kultur und mit den Menschen eines anderes Landes eintauchen.

Was ist der beste Weg eine neue Sprache zu lernen?

Der allerbeste Weg ist es, ins Land zu gehen. Am besten die Grundlagen hier mit einem Sprachkurs legen und dann damit ins Land gehen. Sprache lernt sich durch Hören, durch Sprechen mit anderen Menschen, aber die Strukturen werden meistens in einem Kurs gelegt.

Ab wann kann man von sich selbst behaupten, dass man eine Sprache gut beherrscht?

Oh, das kommt auf den Redeanlass an. Gehen wir davon aus, Sie wollen mit Freunden einfach einen Kaffee trinken gehen. Und dort ein bisschen über das schöne Leben sprechen, dann können Sie sagen, dass Sie auf den europäischen Sprachniveau B1 beherrschen. Wollen Sie allerdings einen Vortrag halten oder wollen Sie über irgendein Thema tiefer sprechen, verstehen, was der Andere sagt, eventuell sogar schreiben, dann kommen Sie um B2/C1 nicht rum. Wir verlangen beispielsweise von unseren ausländischen Studierenden das C1-Niveau als Studienvorausstzung. Mit C1 können Sie einer Vorlesungen folgen und alles mehr oder weniger wie die Einheimischen. [… ] Es ist ratsam, ins jeweilige Land zu gehen und vorher hier an der Uni einen Kurs zu belegen. Genauso machen es auch die meisten: Viele unserer Kurse sind ausgebucht.

Welche Sprachen sind Ihrer Meinung nach beliebt oder wichtig heutzutage?

Ready? Quelle: Unsplash.

Also ganz beliebt bei unseren Studierenden ist spanisch. Neben englisch und deutsch, ist das die haupt-nachgefragte Sprache. Allgemein hängt es ein bisschen von der Politik ab, was gerade en vogue ist. Momentan ist türkisch beispielsweise gar nicht beliebt. Und vor 3 Jahren war diese Sprache ein Selbstläufer. Als wir Fukushima hatten, war japanisch plötzlich unbeliebt. Inzwischen ist japanisch wieder ein Renner.

Sie sagten, dass die Kurse des Sprachenzentrums sehr beliebt sind. Was kann ein Studierender in einem Kurs erwarten?

Wir versprechen professionelle Lehrende. In den meisten Bereichen lehren bei uns Muttlersprachler mit einer entsprechenden Ausbildung. Muttersprache ist ja kein Beruf (lacht). Wir können versprechen, dass die Studierenden von Anfang an über die Lernziele informiert werden und auch eine große Vielfalt an Themen – besonders im Englischen – geboten bekommen. Also hier wird nicht nur die Grammatik rauf und runter gebüffelt, sondern realistische Themen besprochen, so genanntes content-based Lernen. Als Beispiel haben wir jetzt als Thema „Global Citizen -Die Müllbeseiting“. Indirekt wird so die Sprache gelernt. [… ] Es wird also in erster Linie auf Kommunikationm und Content Wert gelegt. 

Quelle: Unsplash.

Und wie sieht eine typische Bewerbung aus?

Wir haben 4 Anmeldetermine im Jahr. 2 für Kompaktkurse und 2 für die Standard-Uni-Kurse. Die Anmelde-Termin stehen auf unserer Homepage.

Sind die Anmelde-Plätze begrenzt, sodass man sich schnell anmelden sollte?

Man muss sich im Anmelde-Zeitraum anmelden. Es hängt nicht von den Plätzen ab. Und viele unserer Kurse sind Schlüsselqualifikationen. Dort gibt es andere Anmeldeverfahren, aber das wissen die Studierenden. Da können sie auch die Sprachen auswählen.

Und für diese Kurse muss an anwesend sein oder gibt es auch Online-Kurse?

Wir haben wenige reine Online-Kurse. Dafür haben wir recht viele Blended Online-Kurse. Hier wird ein Teil online gemacht und ein Teil in Präsenz gemacht wird. Gerade für chinesisch haben wir da ein gutes Angebot.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

 

Feven

studiert an der Uni Stuttgart.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*