Als Werkstudent arbeiten – Geld für Jobs mit Fachbezug zum Studium

Werkstudenten sind Studierende, die neben ihrem Vollzeitstudium bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind.
Bild: simonthon.com / photocase.de

Neben dem Studium zu arbeiten ist für viele Studierende zum Alltag geworden. Kein Wunder – neben den Semestergebühren und Lebenshaltungskosten wollen wir natürlich auch unsere Freizeit genießen und dabei Geld ausgeben. Wie wär es also mit einer Tätigkeit als Werkstudent? Dabei gibt es nicht nur mit einen monatlichen Lohn, sondern viele weitere Vorteile.

Einige Studierende kellnern, andere sind im Einzelhandel tätig. Und manchmal hört man auch „Ich bin Werkstudent“. Klingt spießig.  Was genau ist ein Werkstudentenjob? Ein Werkstudent unterstützt durch das theoretische Wissen des Studiums ein Unternehmen als flexible Aushilfskraft. Die Studierenden wenden also ihr erlerntes Wissen direkt an und können dabei die „echte“ Arbeitswelt ein wenig besser kennen lernen.

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Viele Unternehmen in Deutschland setzen bei der frühzeitigen Bindung von Nachwuchskräften auf die Jobart Werkstudent

Wikipedia schreibt: Als Werkstudenten gelten heute Personen, die als ordentlich Studierende einer Fachschule oder Hochschule immatrikuliert sind und die neben ihrem Studium einer mehr als geringfügigen Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Seit dem 1. Oktober 1996 sind Werkstudenten u. U. versicherungspflichtig in der Rentenversicherung nach den für diese geltenden allgemeinen Regeln. In der gesetzlichen Krankenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung sind Werkstudenten weiterhin versicherungsfrei (§ 6 I Nr. 3 SGB V, § 27 IV SGB III, Stand Nov. 2013). Die Arbeitszeit darf dabei maximal 20 Stunden pro Woche während der Vorlesungszeit betragen.

Sieben Vorteile, die Werkstudenten haben:

  1. Berufspraxis: Die Uni lehrt uns die Theorie und die Arbeit als Werkstudent die Praxis. Wieso erst durch ein Praktikum Erfahrungen sammeln, wenn man bereits als Werkstudent damit anfangen kann, quasi gleichzeitig?
  2. Kontakte: Durch einen Werkstudentenjob könnt ihr wichtige Kontakte knüpfen und euch ein Netzwerk aufbauen, das euch in Zukunft nutzen kann.
  3. Lebenslauf: Wer bereits während dem Studium in seinem Bereich gearbeitet hat, erhöht natürlich seine Zukunfschancen, weil meistens bestimmte Berufserfahrungen erwartet werden. Ein Studium kann anstrengend sein. Vorlesungen vorbereiten, Hausarbeiten schreiben und auf Prüfungen lernen. Wer dann noch Zeit hat, nebenbei zu arbeiten, beweist seinem künftigen Arbeitgeber, dass er ein gutes Zeitmanagement hat.

    Lebenslauf pushen mit einem Werkstudentenjob.

  4. Übernahme: Wer als Werkstudent sehr motiviert ist und wertvolle Unterstützung liefert, hat oftmals die Chance im Betrieb seine Thesis zu schreiben oder sogar nach dem Studium übernommen zu werden.
  5. Krankenversicherung: Anders als bei einem anderen Nebenjob, müsst ihr als Werkstudent keine Sozialversicherung zahlen und erhaltet so netto mehr Gehalt.
  6. Gehalt: Meistens verdienen Werkstudenten mehr Gehalt, als durch einen Minijob. Das Gehalt ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, aber in der Regel ist ein Stundenlohn zwischen 10 und 15 Euro üblich.
  7. Unternehmenskultur: Ihr baut euch nicht nur ein Netzwerk auf, sondern lernt gleichzeitig eine Unternehmenskultur kennen. Wie ist es, in einem Unternehmen zu arbeiten, wie ist das Unternehmen strukturiert? Was muss ich beachten?

Es gibt aber bestimmte Regeln, die man als Werkstudent beachten muss: Man darf (wie oben erwähnt) als Studierender nur 20h/Woche als Werkstudent arbeiten. Zudem müssen Studierende, die Bafög erhalten aufpassen, dass sie nicht über 450 Euro im Monat verdienen, weil ihr Darlehen gekürzt wird.

Laura bekommt kein Bafög und arbeitet als Werkstudentin beim Mercedes-Benz als Werkstudentin im Bereich Marketing. Sie studiert Sozialwissenschaften (BA) an der Universität Stuttgart.

Ein Interview mit Laura

Seit wann arbeitest du als Werkstudent? 

Ich arbeite mittlerweile seit fast einem Jahr als Werkstudentin bei Mercedes-Benz.

Was für Jobs hast du vorher gemacht?

Unmittelbar vor dem Werkstudentenjob habe ich in der gleichen Abteilung ein sechsmonatiges Praktikum abgeschlossen. Vor diesem Praktikum habe ich regelmäßig in der Gastronomie gearbeitet und auch ein Jahr in Australien in verschiedenen Bereichen.

Was sind deine typischen Aufgaben?  

Laura. 

Mein Aufgabenfeld lässt sich in zwei Hauptaufgaben teilen: Internationale Gremien und Markt- sowie Regionensteuerung. Die meiste Zeit davon bin ich mit der Umsetzung von internen Marketingevents beschäftigt, zu denen Teilnehmer aus der ganzen Welt eingeladen werden. Zudem kommen natürlich auch typische Büroarbeiten wie Powerpointpräsentationen erstellen oder Exceltabellen anlegen.

Erkennst du die Theorie deines Studiums in deinen Job wieder?

Einige innerhalb des Studiums erlernte Kompetenzen wie beispielsweise die qualitative und quantitative Forschung waren mir bei der Auswertung von Fragebögen oftmals sehr hilfreich. Zudem hilft mir das Textverständnis, das ich mir durch das Bearbeiten zahlreicher Texte im Studium angeeignet habe täglich bei dem Verfassen von verschiedenen Texten.

Kannst du dir vorstellen, in dem Bereich zu bleiben?

Ich kann mir sehr gut vorstellen in diesem Bereich zu bleiben, da die Arbeit sehr abwechslungsreich ist, das Arbeitsklima super ist und ich während meiner Zeit bei Mercedes-Benz auch eine große Affinität für die Marke entwickelt habe.

Hast du einen Tipp, wie man an einen Werkstudentenjob kommt?

Hilfreich auf der Suche nach Werkstudentenjobs können meiner Meinung nach vor allem Networking-Plattformen wie LinkedIn oder Xing sein, aber auch die jeweiligen Internetseiten der Firmen direkt. Zudem würde ich mich bei Freunden umhören oder über soziale Netzwerke in verschiedenen Studenten- und Unigruppen nach einer Stelle suchen.

 

Feven

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