Studierende mit Verantwortung

Fachgruppen – das sind doch die, die immer die Semesterabschlussfeiern organisieren. Aber was macht man sonst so in einer Fachgruppe? Und treffen sich da nicht sowieso nur diejenigen, die ihr Studium in die Länge ziehen wollen?

Ballons

Weihnachtsfeier, Sommerfest, Semesterpartys – Veranstaltungen müssen natürlich auch organsiert werden.

Das Zimmer der Fachgruppe für Philosophie befindet sich zwischen den Büros der Professoren und Professorinnen. Am Fenster hängt ein Phi-Zeichen aus Klebezetteln, im Kühlschrank sind Limonaden und Bier gelagert. Jeden Mittwoch treffen sich hier engagierte Studierende der Fachschaft, um von dem Fortschritt innerhalb ihrer Arbeitskreise zu berichten und anstehende Aufgaben zu verteilen. Oft diskutieren sie auch über konkrete Probleme, die bezüglich ihrer Arbeit in der Fachgruppe aufgetreten sind. Zudem wird jede Sitzung protokolliert, sodass auch abwesende Mitglieder nachlesen können, welche Themen behandelt wurden und welche Entscheidungen gefallen sind. Der Fachgruppensprecher oder sein Stellvertreter leiten die Diskussion, abgestimmt wird allerdings demokratisch.

Zwischen Studierenden und Dozierenden vermitteln

„Jede Person, die Lust hat, kann bei jedem Projekt in dem Maß, das sie sich zutraut, mithelfen.“, erklärt Sebastian, Fachgruppensprecher für Philosophie. Die Studierenden arbeiten beispielsweise an dem Erstellen eines neuen Ethos, einem Schriftstück, welches die Ausrichtung und den Zweck des Studiums für Philosophie an der Universität Stuttgart festlegen soll. Auch Veranstaltungsreihen wie eine studentische Vortragsreihe und Filmabende werden – natürlich immer mit Blick auf die finanziellen Ressourcen – kreativ organisiert.

Eine Fachgruppe ist also der Kern einer studentischen Fachschaft, die allen Mitgliedern und Freunden des jeweiligen Instituts in Form von Veranstaltungen und anderen Projekten eine Plattform bietet, sich noch intensiver mit dem Inhalt des Fachs auseinander zu setzen und darüber hinaus miteinander ins Gespräch zu kommen.  Wichtig ist sie auch wegen der direkten Verbindung zwischen Lernenden und Lehrenden. „Wir vertreten die Studierenden gegenüber den Dozenten und dem Institut. Wir setzen uns für eure Interessen ein und erleichtern euch so das Studium.“, erzählt Sebastian.

Bereit sein, Verantwortung zu übernehmen

Diskussion

Diskutieren und Vermitteln gehört zu den Kernaufgaben der Fachgruppe.

So setzen sich Vertreter und Vertreterinnen der Fachgruppe beispielsweise mit Professoren und Professorinnen zur Evaluation der Seminare und Vorlesungen zusammen und kümmern sich auch um die Vermittlung spezifischer studentischer Interessen gegenüber der Mitarbeiterschaft des Instituts. „Durch das gute Verhältnis zwischen der Fachgruppe Philosophie und den Dozierenden, können wir eure Wünsche oder Änderungsvorschläge zu Seminaren vortragen und uns dafür einsetzen, dass diese auch umgesetzt werden.“, so Sebastian.

Bei den Sitzungen der eigenen Fachgruppe darf jeder teilnehmen. „Alle, die Philosophie studieren, können bei uns mitmachen. Wichtig ist uns nur, dass ihr motiviert seid, euch für eure Kommilitonen einzusetzen und bereit seid, Verantwortung zu übernehmen.“, erklärt Sebastian. Wer möchte, kann vorab eine E-Mail schreiben und sich bei der eigenen Fachgruppe über Termine und Mitmachmöglichkeiten erkundigen. Und wenn momentan keine aktive Fachgruppe besteht, kann diese natürlich durch eigene Initiative (wieder) ins Leben gerufen werden.

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