Aus Liebe zur Musik

Alle zwei Wochen gibt es bei HORADS eine Stunde Hertz for Nerds.

Zweimal im Monat, montags von 20 Uhr bis 21 Uhr, stellen Lydia und Andre Musik jenseits des Mainstreams vor. Liebhaber von Jazz-, Progressive-, Kraut- oder Art-Rock, Fusion und anderen Genres mit dem Prädikat advanced kommen bei Hertz for Nerds voll auf Ihre Kosten. Sie besprechen in ihrer Sendung Konzerte, die sie besucht haben, stellen neue Platten vor, interviewen Musiker und liefern allerlei Hintergrundinformationen zu einzelnen Songs, Alben, Konzerten oder Musikrichtungen. Die beiden verbindet ihr Musikgeschmack. Mit ihrer Sendung wollen Lydia und Andre dieser Art von Musik, die eher selten im Radio gespielt wird, eine Plattform verschaffen. Für sich und alle anderen Musiknerds.

Kennengelernt haben sich die Moderatorin und der Moderator von Hertz for Nerds bei der HORADS-Sendung Soundcheck. Dort haben sie gemeinsam vor dem Mikro gestanden. „Wir dachten, eine spezielle Sendung für diese unbekannteren Genres wäre doch schön“, erzählt Lydia. Sie promoviert gerade in Germanistik an der Uni Stuttgart. Sie hat als Musikerin in verschiedenen Bands  und Orchestern gespielt und bereits als Musikjournalistin gearbeitet.

„Irgendwann stößt man auf experimentelle Musik“

Im September 2016 wurde Hertz for Nerds dann zum ersten Mal ausgestrahlt. Für diese Sendung

Lydia und Andre moderieren ihre Sendung im Studio von HORADS.

haben Lydia und Andre ein Konzert der Band King Chrimson besucht. „Mit viel Glück haben wir dafür Pressetickets bekommen“, sagt Lydia. Auf diese Weise konnten sie das Konzert mit vielen Informationen zu den Musikern und fachlicher Expertise bei Hertz for Nerds besprechen. Zu hören waren in den letzten Monaten außerdem Interviews mit dem britischen Musiker Steven Wilson, der britischen Bluesrock-Band The Temperance Movement oder der schwedischen Metal-Band Opeth. Neben den Konzertreviews ist der zweite große Themenschwerpunkt das Musikalbum. Egal ob Neuerscheinungen oder Platten aus den 70ern, 80ern und 90ern, Lydia und Andre besprechen Hörenswertes. Dabei sind einzelne Stücke, deren Aufbau und Komponisten genau so Thema, wie technische Neuerungen bei Musikalben. Eine der jüngsten Sendungen beschäftigte sich deshalb mit dem neusten Werk des Musikers, Produzenten und Komponisten Brian Eno. Dessen neuestes Album erschien auch als App, die einen unendlich langen Track Ambiente-Musik produziert, der dann live beim Abspielen der App gehört werden kann.

Bei Hertz for Nerds laufen keine typischen Radiosongs. Bild: Hertz for Nerds

Für dieses Jahr haben sich die beiden vorgenommen, Stuttgarts Plattenläden abzuklappern und die Anspiel-Tips der Experten in loser Serie ins Programm zu nehmen, sagt Andre. Er studiert Informatik und begeistert sich seit seiner Kindheit für Musik. „Irgendwann ist man gelangweilt, weil man alles schonmal gehört hat und stößt dann auf experimentelle Musik“, erklärt er die Entwicklung seines jetzigen Musikgeschmacks.

Text und Struktur mit Tiefgang

Der Name der Sendung leite sich aus Hertz, im Zusammenhang mit Radiowellen, und Nerds, im Hinblick auf Liebhaber der experimentellen Musikrichtungen, ab, sagt Lydia. „Wir haben ein Herz für Musiknerds. Also Leute, die Musik machen, die sie lieben.“ Darüberhinaus solle der Name auch die Vielschichtigkeit der Genres in der Sendung verdeutlichen. Nicht nur die Musik sei bei Kraut- oder Progressiv-Rock meist komplexer als bei Radio-Pop-Song. Auch textlich hätten die Stücke dieser Stilrichtungen oft mehr Tiefgang, sagt Andre. Beruflich strebt keiner der beiden zwingend eine Karriere beim Radio an. Ihre Sendung bei HORADS machen Lydia und Andre in erster Linie aus Liebe zur Musik. Und, um den Stilrichtungen abseits des kommerziellen Radio-Pop-Songs eine Plattform verschaffen zu können.

 

Janey

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