Hasta la vista, baby! -Vorbereitung auf ein perfektes Auslandsstudium

Ein Semester im Ausland studieren ist schon eine feine Sache. Aber ein ganzes Studium im Ausland, toppt alles. Paris, Sydney, Los Angeles oder doch lieber Stockholm? Die Auswahl ist groß, genau so lang ist jedoch auch die Liste, der Dinge, die dafür vorbereitet werden müssen. Aber das soll kein Hindernis sein. Ich zeige euch, wie ihr euch bestens für ein Auslandsstudium vorbereiten könnt.

„The world is a book, and those who do not travel read only a page.“

Das Zitat von Saint Augustine sagt euch: Raus in die große weite Welt, Erfahrungen sammeln und neue, interessante Menschen kennenlernen. Das alles ermöglicht ein Auslandsstudium. Es gibt viele gute Gründe, sich für ein Studium im Ausland zu entscheiden.

Wer sich für sein Bachelorstudium noch nicht traut, gleich im Ausland zu studieren, kann sich überlegen, seinen Master im Ausland zu machen. Ein Studium im Ausland hinterlässt Freundschaften, die ein Leben lang halten können und Erfahrungen, die einem niemand mehr wegnehmen kann. Außerdem fördert es deine Unabhängigkeit, du lernst eine Sprache und bekommst ein Extra-Plus im Lebenslauf.

Mission Auslandsstudium 

  1. Planung: Als erstes muss natürlich vorher in Erfahrung gebracht werden, welche Zugangsvoraussetzungen, wie beispielsweise eine Aufnahmeprüfung, Motivationsschreiben, korrekte Bewerbung oder

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    benicce / photocase.de

    Studiengebühren verlangt sind. Ein Jahr sollte eine genaue Planung dauern, damit nichts schiefgeht. Am besten findet ihr heraus, welche Partner-Uni eure Fakultäten anbietet, sodass ihr – in der Regel – keine Studiengebühren zahlen müsst. Das internationale Zentrum der Uni Stuttgart hilft gerne weiter. Falls ihr ohne Partner-Uni ein Auslandsstudium absolvieren wollt und keine hohen Studiengebühren zahlen wollt, gibt es trotzdem Hoffnung. Einige Städte in Europa bieten Studiengänge ohne Gebühren an. Da müsst ihr nur den Semsterbeiträge zahlen.

  2. Flugticket und co.: Wenn ihr eine Zusage der Partner-Uni erhalten habt und alle notwendigen Formalitäten erfolgreich eingereicht habt, kümmert ihr euch um Flug- oder Bahnticket, evtl. ein Visum und anstehende Impfungen. Es ist ratsam, das Flugticket sehr frühzeitig zu buchen, damit die Kosten nicht zu hoch werden. Unter Skyscanner und Kayak findet ihr gute Angebote. Aber wichtiger ist, dass ihr, bevor ihr euer Ticket bucht, lieber noch auf die Zusage für euer Visum warten solltet. Für Europa braucht ihr natürlich kein Visum, aber gerade für die USA ist die Beschaffung des Visums nicht immer einfach und nicht immer garantiert! Paralell solltet ihr euch auch um eventuelle Impfungen kümmern. Wer beispielsweise in Asien sein Studium absolviert, sollte unter anderen gegen Gelbfieber und Typhus geimpft sein.
  3. Krankenversicherung: Auch im Ausland müsst ihr ausreichend versichert sein. Neben der Krankenversicherung ist eine Haftpflicht- sowie Unfallversicherung ratsam. Die ERV ist nur eine von einigen guten und günstigen Reiseversicherungen für Studierende.
  4. Sprachkenntnisse: Je nachdem, wo ihr euer Studium absolviert, solltet ihr der Amtssprache mächtig sein. Wenn ihr vorher einen Sprachnachweis liefern musstet, dann erledigt sich dieser Punkt. Englisch als Fremdsprache ist allgemein weniger das Problem, anders sieht es jedoch bei spanisch oder französchisch aus. Falls ihr nach Spanien, Südamerika oder Frankreich wollt, rate ich euch, vorher einen Sprachtest zu machen, um eure Vorkenntnisse zu testen. Wenn ihr komplett auf Neuland stoßt, ist das auch kein Problem. Ihr könnt frühzeitig anfangen. Eine Idee wäre, schon vorher an der Uni Stuttgart fachübergreifende Schlüssqualifikationen zu belegen. Von Englisch bis zu Chinesisch ist alles dabei!

    The world is a place for you Copyright: contrastwerkstatt

  5. Budget: Jetzt geht es an das Eingemachte. So ein Auslandsstudium muss natürlich auch finanziert werden. Als erstes müsst ihr herausfinden, wie hoch die Lebenshaltungskosten an dem jeweiligen Ort sind, damit ihr einkalkulieren könnt, wie viel ihr ungefähr braucht. Dann geht es an das Budget: Hierbei gibt es einige Möglichkeiten. Die erste wäre natürlich sparen, sparen, sparen. Nebenbei solltet ihr euch auf jeden Fall für Stipendien bewerben. Vor allem für Europa eignet sich in etwa das Erasmus-Stipendium. Eine weitere Unterstützung stellt die staatliche Finanzsprizte Bafög dar. Wer hierfür nicht berechtigt ist oder mehr Geld zur Vergnügung braucht, kann sich überlegen ein Studienkredit aufzunehmen. Aber zunächst würde ich alle anderen Alternativen in Anspruch nehmen, bevor ich einen Kredit aufnehme. Wenn die Lebenserhaltungskosten euer Budget vor Ort trotzdem sprengen, könnt ihr ein Nebenjob annehmen. Natürlich nur, falls euer Visum das erlaubt und ihr neben der Uni genug Zeit habt. Wenn ja, verdient ihr nicht nur Extra Geld, sondern lernt neue Menschen kennen und verbessert gleichzeitig eure Sprache.

    Leben, wo andere Urlaub machen!

  6. Unterkunft: Je nachdem, in welcher Stadt ihr landen werdet, fallen die Unterkunftskosten unterschiedlich aus. Eine beliebte Wohnungssuche findet ihr auf Facebook. Einfach nach Facebook-Gruppen, wie beispielsweise „Erasmus Wohnungssuche Istanbul“ usw. suchen. Oder ihr kennt Bekannte, die bereits vor euch im Zielland gelebt haben. Egal auf welchem Wege ihr eure Bleibe findet, seid vorsichtig mit der Vorauszahlung der Kaution. Viele Betrüger nutzen die Verzweiflung der Studierenden aus, verlangen mehrere Hundert von Euros und am Ende steht ihr ohne Unterkunft dar. Daher holt euch eine schriftliche Bestätigung und verlangt eine Kopie vom Ausweis eures Vermieters.
  7. Verträge in Deutschland: Obwohl ihr für eine gewisse Zeit im Ausland sein werdet, laufen einige Dinge in Deutschland „weiter“, um die ihr euch ebenfalls kümmern müsst. Beispiel Miete: Wenn ihr alleine wohnt, solltet ihr schauen, dass ihr eure Wohnung oder euer Zimmer untervermietet, sonst müsst ihr doppelt zahlen. Das gleiche gilt für alle verbindlichen Verträge wie  Handy oder Fitnessstudio.
  8. Vorbereitungszeit vor Ort: Damit ihr euch gut einleben könnt, solltet ihr 1 bis 2 Wochen bevor euer Studium beginnt, vor Ort sein. Sonst müsst ihr euch neben der Uni, erst noch einleben und schauen, wo sich alles wichtige befindet. Zudem habt ihr die Chance euch Wohnungen anzuschauen, denn manchmal ist es besser, erst vor Ort sich zu 100% zu entscheiden, da Bilder im Internet täuschen können.
  9. Abschiedsfeier: Ich weiß, es klingt klischeehaft, aber wer sich entscheidet im Ausland zu studieren, wird wenige Möglichkeiten haben, seine Famlie und Freunde zu sehen. Daher wäre eine kleine Abschiedsfeier mit allen eine gute Idee….das macht den Abschied zwar nicht leichter, aber trotzdem angenehmer.

Soooooooo, nachdem die organisatorische Arbeit hinter euch liegt, beginnt jetzt der (hoffentlich) angenehmere Teil. Viel Spaß in der Welt!

Feven

Zum Thema „Studieren im Ausland“ gibt es dieses kurze Video im YouTube-Kanal der Uni:

 

 

studiert an der Uni Stuttgart.

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