Mit einem Klick zum Traumjob

50 % aller Jobs werden über Kontakte vergeben. Quellenangabe: Bastografie / photocase.de

Es gibt viele Möglickeiten einen Job zu suchen. War noch vor 20 Jahren eine Anzeige in der Zeitungen das nonplusultra, sieht das heute ganz anders aus: Wer eine Stelle sucht, findet sie häufig in sozialen Netzwerken. Doch Vorsicht: Bei der Jobsuche über soziale Netzwerke gilt es einige Dinge zu beachten.

Die Situation des Arbeitsmarktes hat sich geändert. Der Einfluss sozialer Netwerke hat nicht nur auf privater Ebene zugenommen. Weltweit nutzen circa 2,14 Milliarden Menschen die sozialen Medien. Und das nicht nur zum Vergnügen. Auch in beruflicher Hinsicht können soziale Netzwerke hilfreich sein.

Gerade Hochschulabsolventen haben es da schwer. Hohe Konkurrenz und begehrte Arbeitstellen erschweren den Berufseinstieg erheblich. Da können soziale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. Viele Personaler veröffentlichen ihre Stellenausschreibungen auf ihrer Unternehmenspräsenz der sozialen Netzwerke. Dadurch erhoffen sie sich junge Bewerber, die sich aktiv auf den sozialen Netzwerken bewegen und so eher auf ihre Stellenausschreibungen aufmerksam werden.

Digitale Fettnäpfchen meiden

Berufseinstieg durch Facebook, Twitter und co. Quelle: Pixabay.com

Berufseinstieg durch Facebook, Twitter und co. Quelle: Pixabay.com

Wer aktiv auf sozialen Netzwerken nach Jobs sucht, sollte allerdings vorher sein Profil „anpassen“: Keine freizügigen Bilder oder Bilder mit beispielsweise Alkohol in der Hand online stellen. Deine Social Media-Präsenz muss seriös oder für Fremde nicht einsehbar sein (das gilt für alle Kanäle). Nutze also die Privatsphäreeinstellungen, beispielsweise von Facebook.

Das Profilfoto vermittelt, genau wie das Bewerbungsfoto einen ersten Eindruck von dir. Du solltest dir also genau überlegen, welchen ersten Eindruck du vermitteln möchtest.

Stichwort: Recruiting

Beliebter als Facebook für eine zielgerichtete Jobsuche sind LinkedIn und Xing. Die beiden Netzwerke sind die gängigsten, wenn es um eine Jobsuche geht, da sie im Gegensazt zu Facebook die Auflistung der bisherigen beruflichen Laufbahn erlauben. Es gibt bei Xing und LinkedIN jeweils eine kostenlose sowie kostenpflichtige Variante. Die kostenfreie Version ist aber eigentlich vollkommen ausreichend. Das persönliche Profil in diesen Netzwerken zeigt eure Berufserfahrungen, Interessen sowie weitere Fähigkeiten. Ihr könnt ein Profilfoto hochladen, das nicht so „spießig“ wie bei einem gewöhnlichen Lebenslauf aussehen muss – aber bitte dennoch „seriös“! Wichtig ist auch die gute Qualität.

In beiden Netzwerken gehen Führungskräfte und Personaler öfters aktiv auf die Suche nach zukünftigen Arbeitskollegen, die richtige Berufsqualifikationen für den passenden Job mitbringen. Sie stellen aktuelle Stellen online und suchen nach passenden Profilen. Besonders beliebt sind diese beiden Netzwerke für Freiberufler, weil häufig projektbezogen gesucht wird. Sucht ein Personaler für einen Job beispielsweise einen Experten für Softwarentwicklung in einem konkreten Projekt, so kann er hier ganz gezielt auf die Suche gehen ohne dass er „richtige“ Stelle ausschreiben muss.

Kontaktaufnahme: aber richtig!

Xing und LinkedIn bieten also gute Chancen des Recruiting und eine Kontaktaufnahme zum Unternehmen ist hier durchaus legitim. Wenn du dich im Vorfeld der Bewerbung mit dem Unternehmen in Kontakt setzt, musst du unbedingt auf eine seriöse und gewählte Sprache achten. Kommt allerdings keine Antwort,  bitte nicht endlos Nachhaken. Nichts ist anstrengender als ein nerviger Bewerber. Das wirkt nicht nur ungeduldig, sondern auch sehr unprofessionell.

Job finden unterwegs durch Social Media Apps. Quelle: Pixabay.com

Job finden unterwegs durch Social Media Apps. Quelle: Pixabay.com

Freundschafts-Anfragen an Entscheider und andere Mitarbeiter des Unternehmens, bei dem du dich bewerben möchtest, sind bei Facebook allerdings absolute No-Gos! Du willst keinen neuen Freund, sondern einen attraktiven Job finden.

Kein Mangel dank Vitamin B

Es gibt viele Wege, an einen neuen Job zu kommen. Doch keine ist so effektiv wie das eigene Netzwerk. Rund ein Drittel aller neu besetzten Stellen wurde über die Nutzung persönlicher Kontakte vergeben, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ans Licht gebracht hat.

Relevant können also auch Beziehungen sein, die durch soziale Netzwerke entstehen, oder damit aufrecht erhalten werden da diese wiederum zu Vermittlungen und Empfehlungen führen können.

Strategische Social Media Jobsuche

Eine strategische Social Media Jobsuche – gerne auch Bewerbung 2.0 genannt – verfolgt allerdings einen ganz anderen Ansatz: Nämlich nicht du suchst den Job, sondern der Job findet Dich: Mithilfe eines funktionierenden Netzwerks, einer schönen Geschichte, einer multimedialen Aufbereitung und Kontakt zu Multiplikatoren wird das einfach (macht aber viel Arbeit).

Das Beispiel von Christine Dinger (unten im Vortrag auf der re:public 13) zeigt vor allem eines: Eine erfolgreiche Social Media Jobsuche basiert sowohl auf einem guten Netzwerk als auch dem kombinierten Einsatz verschiedener Netzwerke.

 

Feven

 

2 thoughts on “Mit einem Klick zum Traumjob

  1. Bio Kokosöl sagt:

    Leider verbirgt sich hinter dem Titel etwas anderes was man sucht, schade….

    1. Christina sagt:

      Was suchst Du denn?

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