Möglichkeiten bei der Wohnungssuche

Wo versteckt sich die Traumwohnung auf dem chaotischen Wohnungsmarkt in Stuttgart?

Wo versteckt sich die persönliche Traumwohnung auf dem chaotischen Wohnungsmarkt in Stuttgart?

Das gute alte Problem, der Wohnungsmarkt ist voll, teuer, schnelllebig und sicherlich nicht immer fair. Vor allem in Stuttgart. Man muss sich engagieren und offen und flexibel sein und am Ende vielleicht zurückstecken. Und es gehört definitiv auch eine Portion Glück dazu. Die Grundsätze kann sich jeder denken: dranbleiben, es einfach und immer wieder versuchen und möglichst viele Kanäle nutzen. Deshalb soll dies auch keine Anleitung werden, mit der man auf jeden Fall eine Wohnung findet. Dass es diese nicht gibt, ist euch selber klar. Aber ich will versuchen ein paar Tipps zu geben, die ich aus eigener Erfahrung kenne oder bei anderen aufgeschnappt habe, um zumindest möglichst viele Ideen und Varianten zu liefern.

Grundsätzliche Möglichkeiten

Im Hinterkopf träumen sicherlich viele von ihrer Wunschwohnung. Vielleicht soll es die 2-Zimmer-Maisonette-Wohnung schlechthin werden oder eine passend geschnittene 4-Zimmer-Wohnung, um seine Traum-WG zu gründen. Bezahlbar soll sie auch sein und nah an öffentlichen Verkehrsmitteln. So ging es mir zumindest. Aber je eingegrenzter man ist, desto schwieriger ist es natürlich, das war mir auch klar. Aber was soll man denn dann machen, um zu bekommen was man will? Schließlich gibt es diese Wohnungen und irgendjemand bekommt sie auch.

  • Dranbleiben, weiterträumen, suchen!
    Nur weil es nicht ganz so wahrscheinlich ist, heißt es nicht, dass man seine Traumwohnung nicht bekommen kann. Und ganz ehrlich, träumen macht Spaß, warum nicht einfach versuchen.
  • Trotzdem den Horizont erweitern.
    Es schadet natürlich nicht auch Vermieter/Vermieterinnen anzuschreiben, die Wohnungen in einem weniger „coolen“ Wohnort anbieten, oder deren Wohnungen einen unkonventionellen Grundriss haben usw., nur um sicherzugehen, falls es mit der Traumwohnung doch nichts wird. Und letztendlich kann man sich jeden Wohnort schön einrichten.
  • Offen und kreativ sein.
    Ich wollte mehr Mitbewohner haben als nur 2 oder 3, es gibt aber kaum richtig große Wohnungen und wenn, dann definitiv nicht zu studierendenfreundlichen Preisen. Stattdessen haben wir uns einfach auf die Suche nach einem Haus gemacht. Das findet man zwar eher in den Vororten als direkt in der Stadt, aber es ist tatsächlich problemlos möglich ein ganzes Haus zu mieten. Man braucht natürlich schon eine gewisse Anzahl an Leuten, um es bezahlen zu können und muss sich dann auch um Verschiedenes kümmern, z. B. den Garten, aber ich finde das ist es definitiv wert. Und es ist eine weitere Möglichkeit.
  • Schwarze Bretter, Intranets, Pinnwände, Mund-zu-Mund-Propaganda…
    Einfach die Augen offen halten, alles worauf man irgendwie Zugriff hat ist immer eine gute Möglichkeit und meist weniger überlaufen als die klassischen Online-Portale. Und viele Leute versuchen es doch lieber erst mal auf die klassische Art und Weise.

Wohnungssuche online

Von den üblichen Webseiten hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört oder sie genutzt. Dazu gehören natürlich http://www.immowelt.de und http://www.immobilienscout24.de. Ein Tipp dazu ist: legt euch ein Profil an, das wirkt wirklich gleich viel vertrauenserweckender.

Für die direkte WG-Suche gibt es die z. B. die Seite www.wg-gesucht.de, sowie diverse weitere, hier bietet es sich an einfach mal zu googeln. Hier habe ich aber leider schon oft von zahllosen Fehlversuchen gehört und dass Leute ihr Angebot nach 3 Stunden wieder entfernen müssen, weil sie so viele Anfragen bekommen.

Mehrere Möglichkeiten gibt es auch auf Facebook, in Gruppen wie „WG Zimmer frei in Stuttgart“ oder ähnlichem.

Das alles ist toll für WG-Gründungen und bei Vermietern, die Online-Angebote nutzen. Aber das nette ältere Ehepaar von nebenan mit der hübschen 1-Zimmer-Wohnung erreicht man dadurch leider eher selten. Da lohnt es sich auf traditionellere Kanäle zurückzugreifen und z. B. mal in der Zeitung zu suchen.

Wohnungssuche in der Zeitung

Klassisch kann man sich hier diverse Regionalzeitungen kaufen und die Immobilienseite studieren, dabei finden sich bestimmt einige vielversprechende Angebote. Wahre Wunder soll es anscheinend wirken, wenn man selbst eine Anzeige schaltet. Das kostet natürlich ein bisschen was, aber wenn es stimmt, dann kann sich das sicherlich lohnen. Ich finde es klingt schlüssig, dass sich dort gegebenenfalls Leute melden, die zwar etwas zu vermieten haben, aber von sich aus keine Anzeige aufgegeben hätten.

Von der Stuttgarter Zeitung gibt es außerdem ein nettes Angebot, wo man sich die Anzeigen aus der Zeitung auch online anschauen kann, unter http://immobilien.stuttgarter-zeitung.de/mieten/wohnung/stuttgart. Ich weiß nicht, wie gut die Einträge tatsächlich gepflegt werden, aber ich fand es sehr angenehm mir nicht diverse Zeitungen nur wegen den Immobilienanzeigen zu kaufen.

Wohnungssuche über Kontakte

Ein Freund hat z. B. zufällig seinen Vermieter in der S-Bahn getroffen. Sie sind ins Gespräch gekommen, haben sich zur Wohnungsbesichtigung verabredet und kurze Zeit später konnte er mit 2 Freunden dort einziehen. Dies ist sicherlich nicht die Regel, aber es ist eine weitere Möglichkeit.

So oder so kann es nicht schaden seine Bekannten nach aktuellen Angeboten zu löchern. Es ist bestimmt auch ein Pluspunkt für einige Vermieter, wenn sie ihre Immobilie an einen entfernten Bekannten vermitteln können statt jemand ganz Fremden.

Wenn es akut ist?

Das ist natürlich ein schwieriges Thema. Ich hatte bei meiner Wohnungssuche jede Menge Zeit, weil ich den Platz im Wohnheim noch eine ganze Weile sicher hatte. Aber was machen, wenn es zeitlich wirklich eng wird?

Wenn ihr flexibel seid, ist Untermiete sicherlich eine gute Möglichkeit. Entweder in einer bestehenden WG oder in einem der Wohnheime. Das setzt allerdings voraus, dass man nicht unglaublich viel Zeug mitbringt, was man dann dauernd kompliziert hin- und herräumen muss. Ist aber im Notfall auch machbar.

Wohnheime sollte man auch definitiv anschreiben, da kann es immer sein, dass spontan ein Zimmer frei wird. Insbesondere neben den Stoßzeiten hat man dort wirklich ganz gute Chancen. Ist natürlich nicht etwas für jeden, erweitert aber die Liste der, vor allem bezahlbaren, Möglichkeiten.

Auftreten 

Hat man es geschafft und einen Besichtigungstermin ergattert, fühlt sich das in den heutigen Wohnungsmarktzeiten fast schon ähnlich aufregend an wie die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ich denke es braucht hier für das Treffen einfach ein ganz natürliches Auftreten. Man sollte sich meiner Meinung nach nicht verstellen, aber man kann ja eher eine sympathische Seite von sich in den Vordergrund stellen. Und falls Vermieter schlichtweg keine Studierenden haben wollen, hat man sowieso kaum eine Chance.

Sobald man die Schlüssel in der Hand hat, hat man es wirklich geschafft und darf erleichtert sein und sich über die neue Wohnung freuen

Sobald man die Schlüssel in der Hand hat, hat man es wirklich geschafft und darf erleichtert sein und sich über die neue Wohnung freuen

Auf junge Pärchen sollen Vermieter leider auch nicht so gut zu sprechen sein. Meiner Meinung nach auch durchaus verständlich, da immer die Gefahr besteht, dass man sich trennt und schnell wieder aus Wohnung raus will. Auch wenn das eigentlich nicht unbedingt vom Alter abhängig ist. Wenn man es überzeugend rüberbringen kann, ist es stellenweise bestimmt sinnvoll, sich stattdessen als „normale“ WG auszugeben. Ansonsten sind Vermieter aber auch nur Menschen, und lassen sich gelegentlich bestimmt auch durch ein bisschen Harmonie überzeugen.

Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Glück und alles Gute bei der Wohnungssuche!

Lena

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