Soziale Netzwerke und ihre Sucht- Wie gefährlich sind sie wirklich?

99 Tage Freiheit - Deine Auszeit von Facebook_4Studierende, die am Handy sind und per WhatsApp oder Facebook mit Freunden schreiben oder am Laptop im Internet surfen: Das ist ein typisches Bild, das man während Vorlesungen und Seminaren sieht. Ob in der Uni, auf der Arbeit oder privat: soziale Netzwerke beherrschen viele von uns. Wann ist das gefährlich?

Alle zehn Minuten werden Whatsapp-Nachrichten gelesen, alle zwanzig Minuten Facebook gecheckt, ein Tag ohne soziale Netzwerke scheint für Viele fast unmöglich zu sein. Es wird sogar behauptet, dass soziale Netzwerke gefährlicher sind als Alkohol. Studierende sollen sich zu sehr von sozialen Nezwerken vom Leben und Studium ablenken. Stimmt das?

Internationale Soziale Netzwerke. Quelle: Pixabay.com

Soziale Netzwerke sind komplett in unser Leben integriert. Quelle: Pixabay.com

Seit Mitte der 90er Jahren gibt es die ersten Smartphones, wenn auch nicht so modern wie heute. Jetzt gibt es nichts, was man mit dem Handy nicht machen kann. Der Internetzugang mittels 1000 Apps macht alles möglich, sodass wir uns oft nur noch auf das Handy verlassen. Aber verlieren wir da nicht den Blick für die Realität? Sicher ist, dass die sozialen Netzwerke inzwischen mehr als nur eine Ablenkung sind. Viele Menschen werden immer abhängiger. Gerade junge Menschen, wie Studierende können sich heutzutage ein Leben ohne soziale Netzwerke nicht mehr vorstellen. Natürlich spielt soziale Vernetzung eine wichtige Rolle im Leben. Vor allem für junge Menschen. Im Urlaub mal über Whatsapp kostenlos Fotos an Freunde und Familie schicken oder kurz per Status Update in Facebook allen Freunden mitteilen, was es gerade Neues im Leben gibt. Selbst im Unialltag sind soziale Plattformen relevant. Es werden Whatsapp Gruppen für Referate gebildet oder Gruppen spezifischer Studiengänge in Facebook. Soziale Netzwerke erleichtern dadurch die Kommunikation. Aber ab wann stoßen wir an unsere Grenzen? Ab und zu den Status in Facebook updaten, mit Freunden per Whatsapp chatten, natürlich ist daran nichts verwerfliches, das Problem ist aber nur, dass wir uns manchmal zu sehr ablenken lassen und den Blick für das Wesentliche verlieren wie beispielsweise die Uni oder das Leben jenseits der virtuellen Welt. Wichtig ist zu wissen, wann zu viel ist. Anhand dieser Symptome lässt sich erkennen, ob bereits eine Gefahr besteht oder ob, alles harmlos ist.

8 Symptone der Sucht

  • Zwang zum 24/7 online sein: Wer sein Smartphone alle paar Minuten seine Nachrichten in Whatsapp und Facebook kontrolliert, sollte versuchen, sein Handy für ein paar Stunden beiseite zu legen. Wenn der Drang zum „online sein“ immer stärker wird, könnte das zu einem Problem werden. Kennst Du im übrigen dazu diesen interessanten Artikel im Blog über ein persönliches Experiment?
  • Unruhe bei der „Offline“-Zeit: Wenn man für ein paar Stunden nicht auf sozialen Plattformen online sein kann und dabei eine gewisse Unruhe verspürt und an nichts anderes mehr denken kann.
  • Reale Kontakte: Sobald das soziale Umfeld durch soziale Netzwerke vernachlässigt wird, sollte das ebenfalls ein Alarmzeichen sein. Viele Studierende legen das Handy oft nicht weg, nicht einmal, wenn sie sich mit Freunden verabreden. Wenn der persönliche Austausch nicht mehr den Vorrang vor dem virtuellen genießt, dann ist in jedem Fall eine Grenze überschritten.
  • Schlafmangel: Wenn man nachts im Bett stundenlang am Handy ist und so dabei auf seinen Schlaf verzichtet, riskiert man den gesunden Schlafrhythmus und ist am nächsten Tag unfit. Und dann ist man doch eingepennt und wacht auf, der erste Blick gilt dem Handy. Sieht so erholter Schlaf und erholtes Aufwachen aus?
  • Keine Privatsphäre: Wenn das Bedürfnis vorhanden ist, jede Kleinigkeit seines Lebens in Facebook preis zu geben. Liebe, Trennung, Schwangerschaft, Krankheit: Teilweise sehr persönliche und private Dinge erfährt zuerst die Welt und dann erst die „echten“ Freunde. Nicht vergessen: was einmal im Internet landet, bleibt für immer da.
  • Keine Grenzen: Soziale Netzwerke in der Freizeit zu verwenden ist eine Sache, aber auf der Arbeit oder in der Uni ist eine andere Sache. In der Uni sowie auf der Arbeit ist volle Konzentration wichtig und soziale Netzwerke sollten da nichts zu suchen haben.
  • Stalker: Man interessiert sich zu sehr für das Leben der  Freunde in Facebook und wollen immer wissen, was es Neues gibt. Dabei vergessen wir unser eigenes Leben.
  • Flucht: Die Flucht in die virtuelle Welt lässt euch Probleme vergessen, weil online auf sozialen Netzwerken alles „besser“ ist. Dabei werden die realen Probleme außer Acht gelassen und man beschäftigt sich nicht damit.

    Studierende, die always-online sind. Quelle: Pixabay.de

    Studierende, die always-online sind. Quelle: Pixabay.de

Wenn die Symptome euch bekannt vorkommen, könnt ihr euch über eure Zeit, die ihr in den sozialen Netzwerken verbringt, Gedanken machen. Jeder kann sich selbst testen, indem er einen Tag lang auf keine soziale Plattformen online geht. Oder sogar ein bisschen länger. Kein Facebook, kein Whatsapp oder Instagram – nichts davon. Wer an seinem „Offline“-Tag zu oft an u.a Facebook oder Whatsapp denkt, erkennt selbst, dass ein bisschen mehr Zeit in der realen Welt investiert werden kann. Es sei denn natürlich, es ist mehr als nur ein Foto in Facebook hochzuladen. Immerhin gehören die sozialen Netzwerke heutzutage nicht mehr nur zum Spaßfaktor, sondern auch geschäfltich und in der Uni spielen sie längst eine große Rolle. Und solange die wichtigen Aspekte des Lebens wie beispielsweise die Uni, Arbeit und das soziale Leben nicht vernachlässigt werden, ist ein bisschen Spaß im virtuellen Leben auch okay..

Feven

studiert an der Uni Stuttgart im vierten Semester. Wenn sie mal nicht in der Uni ist oder arbeitet, reist, liest und treibt sie gerne Sport. :)

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