Warum Du als Fachkraft eine eigene Webseite haben solltest

Foto: Rob Sutton via Flickr

Das Internet – mit all seinen bunten Facetten – ist für dich wahrscheinlich überwiegend zur eigenen Unterhaltung, eine Einkaufsmöglichkeit oder hat praktischen Nutzen, wie zum Beispiel  Kommunikation für die Uni. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, es als deine fachliche und persönliche Präsentationsbühne zu nutzen? Mal abgesehen von Selfies  oder Beziehungsstatusmeldungen auf Facebook und Twitter? Denn: Jobagenten und Personalchefs schauen während der Bewerbungsphase gerne über den Tellerrand und informieren sich über Kandidaten.

Zunächst mal ist mit einer eigener Website natürlich auch jede Form eines eigenen Blogs gemeint. Mit deiner eigenen Website hast du die Möglichkeit den Leuten zu sagen wer du bist und kannst deine Arbeit vorstellen. Das bekommen Social Media Seiten nicht halb so gut hin wie eine eigene Website, auf der alle Informationen zusammengefasst und Rezipienten-freundlich aufbereitet sind. Du wirst jetzt wahrscheinlich denken: „Nen eigenen Blog hat ja kaum jemand“. Das ist womöglich richtig – aber bedeutet eigentlich: noch nicht. Aber vielleicht solltest du genau aus diesem Grund einen eigenen aufsetzen. Es ist völlig normal, dass Recruiter oder dein zukünftiger Vorgesetzter das Netz nach deinen Spuren durchforsten. Und sich auf Facebook verlassen ist dabei nicht die beste Strategie.

Warum du eine eigene Website haben solltest

Im Normalfall ist deine Facebookseite „privat“ und gibt nicht viele Inhalte preis. Oder sie ist einfach nur eine Sammlung von Bildern, Links und Statusmeldungen, die du in der Vergangenheit gepostet hast. Hinzu kommt alles, was deine Freunde auf der Pinnwand hinterlassen haben. Dazu sind fast alle Kommentare auf Seiten oder in Gruppen öffentlich. Dein eigenes Twitterprofil gibt auch nur einen begrenzten Einblick auf deine persönlichen und fachlichen Hintergründe. Und selbst wenn du Netzwerke wie Xing und LinkedIn mit vollem Potential nutzt, ist die Präsentationsfläche ziemlich begrenzt. Auf der eigenen Website kannst du sämtliche Informationen bündeln und übersichtlich präsentieren.

Personaler wollen sich ein gezieltes Bild von dir machen und ganz speziell ob du wirklich in die Firma passt. Hierfür sind deine Noten kaum ausschlaggebend und ersetzen nicht den persönlichen Eindruck. Deine Noten haben dich schließlich schon in den engeren Auswahlkreis gebracht, also musst du nun mit deiner Persönlichkeit glänzen.
Eine Website gibt dir die Möglichkeit bestimmte Aspekte aus deinem fachlichen und persönlichen Leben hervorzuheben, die ein Recruiter sehen will und definitiv sollte. Wenn du dich für eine höhere Stelle bewirbst, kannst du dich auf deiner Website schon als die Führungspersönlichkeit darstellen die gesucht wird. Mach dich schon vor dem Bewerbungsgespräch interessant.

Wenn du beispielsweise in deiner Freizeit Modellbau betreibst – trag es ein; Mannschaftssport – rein damit. Wenn du darüber schreibst, und auch Artikel zu den Themenbereichen verfasst, bist du automatisch noch besser für das Bewerbungsgespräch vorbereitet. Und vielleicht lassen sich so auch Sympathiepunkte sammeln, weil du eine mögliche gemeinsame Schnittmenge mit dem Fragenden hast.
Auch wenn du an außeruniversitären Projekten beschäftigt oder anderweit eingebunden bist ist das eine hervorragende Möglichkeit dies mit deinen Lesern zu teilen. Wenn du zum Beispiel im Rennteam bist, als HiWi arbeitest oder privat deinen persönlichen Projekten nachgehst, ist das auf jeden Fall einige Zeilen wert (wenn du darüber schreiben darfst). Es muss auch nicht zwingend etwas mit deinem zukünftigen Job zu tun haben, aber vielen Recruitern ist es wichtig zu sehen wie du deine Zeit verbringst. Mit einer eigenen Website kannst du zudem eine persönliche Marke kreieren und dein Fachwissen teilen. Und das natürlich auch während deinem Job.

Wie du eine eigene Website aufsetzt:
Einen professionellen Webdesigner brauchst du für das Layout sicher nicht einstellen, außer du bist schon Rock-Star oder Politiker 😉 Es gibt sehr viele kostenfreie oder günstige Templates mit denen du äußerst professionell gestaltete Webpräsenzen aufsetzen kannst. WordPress bietet dir 2 Möglichkeiten für die eigene Seite. Wenn du mit einer wordpress.com Endung leben kannst, ist die Seite kostenfrei, so wie auch die meisten Plugins und Templates. Für den etwas professionelleren Auftritt kannst du diverse Endungen auswählen. Die Kosten hierfür liegen zwischen 15,00 und 81,00€. Damit der Auftritt deiner Website jedoch nicht zu beliebig ist, solltest du ein Template auswählen welches zu deinem Fachbereich passt.

Foto: A – Personal Blog Word Press Theme

Wenn du dein Portfolio grafisch etwas anspruchsvoller präsentieren willst, gibt es Seiten wie Behance, Krop oder Coroflot die hierfür ein breites Spektrum offerieren. Soll es eher um schriftliche Inhalte gehen oder du ständige Updates einbinden willst, wäre WordPress sicher ein guter Partner. Eine generelle Empfehlung ist allerdings schwierig. Solltest du Social Media, vielleicht auch für fachliche Beiträge, regelmäßig nutzen, kannst du diese natürlich auf deiner Seite integrieren. Rebelmouse.com ist speziell für diesen Zweck ausgelegt.

 

Was auf deine Seite sollte
Ganz egal was du machst und wie deine Vorstellungen von einer eigenen Website sind, einige Inhalte solltest du unbedingt einbinden. Dazu gehören ein vernünftiges Foto, persönliche Daten, dein Lebenslauf und Kontaktinformationen.

Die Aktualität deiner Website ist für einen glaubwürdigen und ansprechenden Auftritt wirklich wichtig. Du solltest einmal im Monat einen Post oder einen Artikel schreiben. Ideal wäre einmal die Woche. Da Google Webseiten priorisiert dessen Inhalte regelmäßige gepflegt werden, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass deine Seite unter den ersten Treffern ist wenn jemand im Netz nach dir sucht.

Die Artikel müssen nicht an das eigene Fachgebiet gebunden sein. Letztendlich kann man über jedes beliebige Thema schreiben. Auch ein Urlaub bzw. Urlaubsfotos vom ersten Skiurlaub sind sicher nicht fehl am Platz. Du brauchst auch sicher kein professioneller Schreiber sein um einen eigenen Blog auf die Beine zu stellen. Dein persönlicher Schreibstil und deine Inhalte sollen deine Website letztendlich einmalig machen.

Du solltest rechtzeitig anfangen deine eigene Seite zu pflegen. So stellst du sicher, dass du auch gefunden wirst. Das Aufsetzen eine Woche vor Absenden der Bewerbungsunterlagen wird nicht ausreichen. Somit solltest du vielleicht schon während deiner Studienzeit damit beginnen.

Wäre eine eigene Website für dich interessant? Hast du Zweifel oder Alternativideen?

Stefan

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