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Kindertageseinrichtungen und ihre Trägerschaft

In Kindertageseinrichtungen werden Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut.

Für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren gibt es die Kleinkinderbetreuung, die in der Regel ganztägig für 8 bis 10 Stunden stattfindet.

Für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren gibt es meist verschiedene Zeitmodelle der Betreuung. So können Eltern wählen, ob ihr Kind einen Halbtageskindergarten (4 Stunden Betreuung täglich), Regelkindergarten (mit oder ohne durchgehende Öffnungszeiten; 6 Stunden Betreuung täglich) oder eine Ganztageseinrichtung (8 bis maximal 10 Stunden täglich) besucht.

Man kann hierbei nach der Trägerschaft der Einrichtung differenzieren:

 


Städtische Träger

Die Kindertageseinrichtungen der Stadt Stuttgart sind Betreuungseinrichtungen für Kinder, die nach verschiedenen Grundprinzipien handeln.
Generell vertreten sie die Ansicht, dass sich Kinder von Geburt an größtenteils selbst bilden. Zudem brauchen Kinder Vertrauen und Bindung zu festen Bezugspersonen. Die Erzieherinnen verstehen sich als Vertrauenspersonen, die das Kind unterstützen und herausfordern. Sie vermitteln Bildung, Werte und Regeln, respektieren hierbei aber individuelle, soziale und kulturelle Unterschiede und Begabungen. Den Erzieherinnen städtischer Kindertageseinrichtungen ist es wichtig, von Anfang an eine Beziehung zu den Eltern aufzubauen und regelmäßig Rückmeldungen über die Entwicklung des Kindes zu geben.

Seit einiger Zeit wird an 8 Kindertageseinrichtungen in Stuttgart das Projekt „Einstein in der Kita“ erprobt. Die Kindertageseinrichtung soll nicht nur Betreuungseinrichtung sondern vor allem Bildungseinrichtung sein und die Sprachkompetenz, die individuellen Talente und die Teamfähigkeit der Kinder fördern. Alle Kinder sind von Natur aus neugierig und haben einen Wissensdrang. Dieses wird spielerisch und im Kontakt mit anderen Kindern für besseres Lernen genutzt. Auch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung sind wichtig.

Zudem gibt es weitere Kindertageseinrichtungen mit dem Projekt „Ganzheitliche Sprachförderung“, die besonders auf intensive Sprachförderung von Kindern mit schlechten Deutsch-Kenntnissen spezialisiert sind.

Die Adressen der Stuttgarter Kindertagesstätten sind unter www.stuttgart.de/kits abrufbar.

 


Kirchliche Träger

Es gibt evangelische und katholische Kindertageseinrichtungen in Stuttgart. Elementare Inhalte des christlichen Glaubens werden durch Geschichten, Gebete, Lieder und Spiele vermittelt. Sie sind jedoch für Kinder aller Religionsgemeinschaften und Nationalitäten offen.

Den Kindern werden Bildung und Erziehung vermittelt, die zu Selbständigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Lernfreude, aber auch gegenseitiger Achtung und Toleranz führen sollen. Dadurch ist eine freie Entfaltung der eigenständigen Persönlichkeit möglich. Eine Gemeinschaft wie die Kindertageseinrichtung notwendig, um diese Fähigkeiten zu entwickeln und Geborgenheit und Sicherheit, sowie Freundschaft und Zuwendung zu erfahren.
Auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder wird eingegangen.

Weitere Informationen zu evangelischen Kindertageseinrichtungen sind im Internet unter www.evang-kindergarten.de abrufbar.

Informationen zu katholischen Kindertagesstätten sind unter der folgenden Adresse erhältlich:

Fachberatung für Katholische Kindertagesstätten
Katharinenstr. 2 B
70182 Stuttgart
Tel.: 0711/ 24892940

 


Freie Träger

Neben den öffentlichen und kirchlichen Trägern gibt es auch eine Vielzahl freier Träger.

Das Studentenwerk Stuttgart betreut in 6 Kindertagesstätten Kinder von Studierenden und Beschäftigten der Universität Stuttgart.
Alle Einrichtungen des Studentenwerks arbeiten nach dem Orientierungsplan. Jede Einrichtung hat jedoch ein individuelles Konzept entwickelt.
Weitere Informationen über die Betreuungseinrichtungen erhalten Sie auf den Webseiten des Studentenwerks.

Montessori-Einrichtungen sind nach der italienischen Pädagogin und Ärztin Maria Montessori benannt. Leitprinzipien sind die Achtung des Kindes als Persönlichkeit sowie Respekt vor der Entwicklungsfähigkeit und Einzigartigkeit jedes Kindes.
Jedes Kind soll eigenständig Entscheidungen treffen, dadurch seinen eigenen Willen entwickeln und lernen, verantwortlich zu handeln. Das Montessori-Prinzip arbeitet nach dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ und geht davon aus, dass Kinder nicht nur irgendetwas lernen wollen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes. Dabei sind die Erzieherinnen vergleichbar mit Helferinnen des Kindes.

Das Leitprinzip der Waldorf-Kindergärten ist die Individualität jedes einzelnen Kindes, unabhängig seiner sozialen oder gesellschaftlichen Herkunft. Kinder sollen nachahmend von den Erzieherinnen lernen, da sich ihre Fähigkeiten noch vollständig im Kontakt mit dem Menschen entwickeln.
Der Erziehungsraum wird so eingerichtet, dass das Kind sinnvolle und überschaubare Tätigkeiten erlebt und nachahmen kann, wodurch Intelligenz und Verstehen im Zusammenhang mit Erleben und Tun gefördert werden. Des Weiteren sollen durch Erzählungen und darstellende Spiele die Sprachfähigkeit und das Ausdrucksvermögen der Kinder gefördert werden. Das Kind soll sich seiner sozialen Umgebung spielerisch und künstlerisch bewusst werden und lernen Verantwortung zu übernehmen und Spannungen zu bewältigen.
Weitere Informationen sind unter www.waldorfkindergarten.org abrufbar.

 


Eltern-Kind-Initiativen

Eltern-Kind-Initiativen sind private Initiativen von Eltern, die die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder auch außerhalb der Familie selbst organisieren wollen. Sie wirken ehrenamtlich bei der Gestaltung der pädagogischen Konzepte, der Organisation und Verwaltung mit und arbeiten mit pädagogischem Fachpersonal zusammen. Dadurch ergeben sich große Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen. Jede einzelne Gruppe erhält dadurch eine eigene Konzeption.

Kinder haben hier die Möglichkeit, ihre individuellen Fähigkeiten weiter zu entwickeln und Eltern können ihre Wünsche, Vorstellungen und Probleme mit anderen Eltern austauschen und sich gegenseitig unterstützen und entlasten.

Eltern-Kind-Initiativen betreuen Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, teilweise auch darüber hinaus. Allein in Stuttgart gibt es 43 eigenständige Vereine. Weitere Informationen sind unter folgender Adresse erhältlich:

Stuttgarter Eltern-Kind-Gruppen e.V.
Lazarettstraße 14
70182 Stuttgart

Tel.: 0711/ 23632-15 bzw. -16
www.stuttgarter-ekg.de