Telearbeit
Unter Telearbeit versteht man die teilweise oder vollständige Verrichtung der Arbeitstätigkeiten nicht im Gebäude der Universität Stuttgart, sondern von zu Hause aus. Der häusliche Arbeitsplatz ist mit der Arbeitsstätte durch elektronische Kommunikationsmittel verbunden (Computer, Fax und Telefon).
Man unterscheidet Teleheimarbeit und alternierende Telearbeit.
Bei der Teleheimarbeit wird die gesamte Arbeit am Arbeitsplatz daheim verrichtet. Dies bietet vor allem für junge Eltern Vorteile, da sie so ihre Kinder betreuen, versorgen und sich die Arbeitszeit flexibel einteilen können und dabei den Anschluss im Beruf, z.B. in der Elternzeit, nicht verlieren. Zudem verlieren sie keine Zeit aufgrund von langen Arbeitswegen.
In der Regel erfolgt die Telearbeit jedoch in alternierender Form. Hierbei wird abwechselnd von zu Hause aus und in der Betriebsstätte gearbeitet. Auch diese Form ist für junge Eltern vorteilhaft, da sie den größten Teil der Kinderbetreuung selbst übernehmen und zudem noch guten Kontakt zu den Arbeitskollegen halten können.
Der Arbeitgeber hat ebenfalls Vorteile von der Telearbeit, da er so qualifizierte und bereits gut eingearbeitete Mitarbeiter nicht verliert und auch die Qualität der Arbeit aufgrund geringerer Arbeitszeitunterbrechungen und ruhiger Arbeitsumgebung nachweislich besser ist.
Jedoch stellt die Telearbeit oftmals auch eine Herausforderung dar und bietet neben Vorteilen auch zahlreiche Nachteile.
So muss z.B. der häusliche Arbeitsplatz größtenteils bereits vorhanden sein oder vom Arbeitgeber bereitgestellt werden, was mit hohen Kosten verbunden sein kann. Am vorteilhaftesten ist ein separates Arbeitszimmer, da sonst die Gefahr einer zu engen Verflechtung von beruflichem und privatem Bereich besteht. Dies kann negative Folgen für das Privatleben, aber auch auf die Arbeit haben.
Außerdem ist eine erhöhte Kommunikationsbereitschaft und Selbstdisziplin des Arbeitnehmers, sowie Vertrauen des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer durch fehlende Kontrollmöglichkeiten Grundvoraussetzung. Besonders bei traditionellen Arbeitgebern erfolgt die Einschätzung der Qualifikation und Leistungsbereitschaft des Mitarbeiters oftmals nach dessen Anwesenheit, weshalb viele Mitarbeiter sich schlechtere Karrierechancen versprechen. Durch eine regelmäßige Kommunikation kann dies jedoch größtenteils vermieden werden.
Zudem eignet sich nicht jede Tätigkeit für die Ausführung am heimischen Arbeitsplatz.
Ob eine konkrete Möglichkeit der Telearbeit besteht, ist vorab mit dem/der jeweiligen Dienststellenleiter/in zu besprechen.
Ausführliche Informationen erhalten Sie im "Leitfaden für Telearbeit an der Universität Stuttgart".
