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vor  -  Weitere Informationen zu den Studienabschlüssen

Hinweise zu den Kombinationsmöglichkeiten finden Sie unter dem jeweiligen Studienabschluss.
 

Der Bologna-Prozess
– was bedeutet das für die Universität Stuttgart?

Der Begriff „europäischer Hochschulraum“ fiel erstmals auf der Konferenz von 29 Europäischen Bildungsministern in Bologna im Jahr 1999, auch wenn die europäischen Integrations- und Kooperationsbestrebungen im Bereich der Hochschulbildung deutlich früher begonnen haben. Für den vielfältigen Prozess des Zusammenwachsens Europas auf dem Gebiet der Hochschulbildung hat sich von diesem Zeitpunkt an die Bezeichnung „Bologna-Prozess“ etabliert. Inzwischen haben sich 45 europäische Staaten auf das Ziel verständigt, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Die grenzüberschreitende Kooperation sowie die Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Absolvent/inn/en soll erleichtert, die internationale Wahrnehmung und Attraktivität des europäischen Hochschulraums erhöht werden.
 
Der seinerzeit initiierte Bologna-Prozess führt zu einem tief greifenden Umbruch des deutschen Studiensystems, der auch an der Universität Stuttgart stattfindet.
 
Die Universität Stuttgart versteht sich als Forschungsuniversität mit einem profilierten Studienangebot. Das Leitbild der Universität Technik, Wissen und Bildung für den Menschen verpflichtet ihre Organisationen und Akteure auf ein qualitativ hochwertiges Studienangebot. Mit diesem Angebot bieten wir den Studierenden die Chance, sich zu verantwortungsvoll und selbstreflexiv handelnden Mitgliedern der Gesellschaft zu bilden.

Die Universität Stuttgart hält fest an der universitas litterarum, an der Einheit von Forschung und Lehre sowie an der Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden. Sie arbeitet zugleich daran, diese Humboldt`schen Prinzipien weiterzuentwickeln. 

In der Bolognavereinbarung wird neben anderem ausgeführt, dass „Unterschiede im kulturellen Bereich wie auch zwischen nationalen Hochschulsystemen“ gewahrt bleiben sollen. In diesem Sinne schafft die Universität Stuttgart ihr eigenes Profil.

Die Studierenden der Universität Stuttgart erwerben Qualifikationen mit einer hohen Reichweite, die sie befähigen, auch in einem diffuser werdenden „Berufsmarkt“ zu bestehen und die komplexen Herausforderungen zu meistern. Unser Ziel ist Bildung, insbesondere wissenschaftliche Bildung und nicht bloß Ausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine definierte Tätigkeit in der heutigen Arbeitswelt. Die Universität Stuttgart qualifiziert für die Gegenwart und für die Zukunft.

Der Bologna-Prozess
– was bedeutet das für Sie als Studieninteressierte(n)?

Die Umstellung der Studiengänge auf das konsekutive System ist gleichzeitig eine Chance zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung des Lehrangebots. Neben der Exzellenz in der Forschung strebt die Universität Stuttgart Exzellenz in der Lehre an und grenzt sich gegenüber anderen Hochschultypen durch eine breite, forschungszentrierte und methodenorientierte Bildung ab.

Der Umstellungsprozess hat bereits vor vielen Jahren begonnen. Seit 1983 gibt es an der Universität Stuttgart internationale Master-Studiengänge in englischer Sprache und seit Wintersemester 2001/02 die ersten Bachelor-Studiengänge. Bis zum Wintersemester 2009/10 werden alle Studiengänge auf das neue System umgestellt sein. Allerdings werden die neuen Master-Studiengänge in der Regel erst dann beginnen, wenn die ersten Bachelor-Absolventen im entsprechenden Studiengang ein Masterstudium beginnen können.

Die Lehramtsstudiengänge werden nicht auf das neue System umgestellt. Sie werden jedoch ab WS 2010/11 modularisiert. Im Zuge dieser Umstellung werden auch die Inhalte landesweit überarbeitet. Nähere Informationen hierzu wird es voraussichtlich ab WS 2009/10 geben.

Der Reformprozess bringt wesentliche Neuerungen mit sich:

Aufbau und Struktur der Bachelor- und Masterstudiengänge

Die neuen Studiengänge ersetzen die bisherigen Diplom- bzw. Magisterstudiengänge.
Ihre Hauptmerkmale sind:

1.  Zweistufigkeit

Die bisherigen Diplom- bzw. Magisterstudiengänge mit einer Regelstudienzeit von neun bzw. zehn Semestern werden durch ein zweistufiges Studiensystem ersetzt. An der Universität Stuttgart gibt es bzw. sind geplant:

Mit dem Bachelor-Studium wird eine solide Ausbildung in wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt und ein erster berufsbefähigender Abschluss erreicht. Der Bachelorabschluss bringt neue Flexibilität – der Abschluss kann in eine Berufstätigkeit münden oder man kann, bei entsprechender Qualifikation, direkt in einem konsekutiven oder in einem interdisziplinären, d.h. fächerübergreifenden Masterprogramm weiterstudieren.

Das aufbauende Master-Studium dient der wissenschaftlichen Vertiefung und führt zum zweiten Studienabschluss. Ein Master-Studiengang kann eine forschungsorientierte oder eine anwendungsorientierte Ausrichtung haben. Die an der Universität Stuttgart angebotenen Bachelor- und Master-Studiengänge sind forschungsorientiert und bauen in der Regel aufeinander auf, d.h. die Masterprogramme sind meist „konsekutiv“. Dabei werden oft die im dritten Studienjahr des Bachelor-Studiengangs angebotenen Studienrichtungen als eigenständige, vertiefende Master-Studiengänge angeboten. Daneben gibt es allerdings auch einige Master-Studiengänge, die Absolventen unterschiedlicher Bachelor-Studiengänge zulassen und Ihnen damit die Möglichkeit bieten, fachfremd zu studieren und auf diese Weise ihre Fähigkeiten in einem anderen Bereich zu erweitern.

Die mit dem Masterabschluss erreichte Qualifikation ist der des Diploms bzw. des Magisters gleichwertig. Der Masterabschluss berechtigt zur Promotion.

2.  Modularisierung und Leistungspunkte

Ein Strukturmerkmal der Bachelor- und Master-Studiengänge ist der modulare Aufbau und die Abbildung der Leistungen in einem Leistungspunktesystem. Module sind Studieneinheiten, die aus einer oder mehreren einzelnen Lehrveranstaltungen bestehen, die inhaltlich zusammengehören, methodisch aufeinander aufbauen und durch studienbegleitende Prüfungen abgeschlossen werden. So erwirbt man schon in den ersten Semestern Leistungen für den Studienabschluss. Daneben können aber auch andere Bildungskomponenten (beispielsweise Praktika sowie überfachliche, berufsfeldorientierte Qualifikationen) in den Studiengang integriert werden.

Für alle Leistungen, die Studierende während ihres Studiums erbringen, werden Leistungspunkte (LP) vergeben. Sie spiegeln den Arbeitsaufwand wider, den ein Studierender durchschnittlich aufwenden muss, um eine Veranstaltung erfolgreich zu absolvieren. Bei der Berechnung wird nicht nur die Anwesenheit in einzelnen Veranstaltungen berücksichtigt, sondern auch der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung sowie für das Selbststudium. 1 LP entspricht dabei etwa 30 Arbeitsstunden, pro Semester sind maximal 900 Arbeitsstunden, also 30 LP vorgesehen. Das sechssemestrige Bachelor-Studium umfasst in der Regel 180 Leistungspunkte, das viersemestrige Master-Studium 120 Leistungspunkte.

3.  Diploma Supplement

Nachdem das Europäische Bildungssystem immer differenzierter wird, haben EU, Europarat und UNESCO beschlossen, den Abschlusszeugnissen ein englischsprachiges Dokument beizufügen, das die Hochschule und den Studiengang beschreibt. Das "Diploma Supplement" weist Studien- und Qualifikationsprofile aus und fördert damit die internationale akademische und berufliche Mobilität. Die individuellen Leistungen werden in einem Transcript of Records (Notenspiegel) ausgewiesen.

4.  Schlüsselqualifikationen

Ein besonderes Anliegen der Bolognaübereinkunft ist es, die Berufsbefähigung der Studierenden zu verbessern. Das gilt insbesondere für die Bachelorphase, aber auch für die Masterphase. Diesem Ziel soll auch der Erwerb fachübergreifender Kompetenzen dienen, für die sich gemeinhin der Begriff „Schlüsselqualifikationen“ eingebürgert hat. Schlüsselqualifikationen sind einerseits notwendig, um sich neue Erkenntnisse zu erschließen, andererseits sind sie hilfreich, um in wechselnden Anforderungssituationen situationsgerecht handeln zu können. Dazu benötigt man

Über die (engere) disziplinäre Qualifizierung hinausgehend strebt die Universität Stuttgart an, ihren Studierenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen auf zusätzlichen Gebieten zu vermitteln oder zu vertiefen. Dazu gehören beispielsweise

5.  Auslandssemester, Studierendenmobilität

Die Förderung einer größtmöglichen Mobilität der Studierenden ist eines der wesentlichen Ziele des Bologna-Prozesses. Die Universität Stuttgart empfiehlt ihren Studierenden einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt. Sie strebt an, jedem Studierenden die Möglichkeit zu geben, einen Teil des Studiums an einer ausländischen Hochschule zur persönlichen Entwicklung und Bildung zu nutzen. Durch Vereinbarungen mit den Partnerhochschulen der Universität Stuttgart kann die Annerkennung oder Anrechnung von Studienleistungen verbessert und dadurch eine Verlängerung der Gesamtstudiendauer vermieden werden.
Damit Studierenden auch in der kürzeren Masterphase ein Auslandsaufenthalt ermöglicht werden kann, arbeitet die Universität Stuttgart zusammen mit Partneruniversitäten gemeinsame Masterprogramme, sogenannte „joint-masters“, aus.

Weitere Informationen zum Thema Bachelor-Master

Weiterführende Informationsmöglichkeiten zum Thema Bachelor-Master finden Sie auf den folgenden Internetseiten:

Staatsexamen 

Mit einem Staatsexamen werden Studiengänge abgeschlossen, aus denen sich traditionsgemäß die Beamtenschaft rekrutiert (an der Universität Stuttgart ist dies das Lehramt an Gymnasien), oder die auf Berufe vorbereiten, die unter staatlicher Aufsicht stehen (an der Universität Stuttgart fällt der Studiengang Lebensmittelchemie in diese Rubrik). Wie viele Fächer Sie dabei studieren, hängt vom jeweiligen Studiengang ab. Künftige LebensmittelchemikerInnen studieren nur ein Fach wie im Diplomstudiengang, während ein Studiengang künftiger GymnasiallehrerInnen zwei bzw. drei Fächer umfasst (Kombinationsmöglichkeiten Lehramt). Wie im Diplom gliedert sich das Studium in zwei Abschnitte: im Grundstudium wird im Lehramtsstudiengang nach zwei Semestern die Orientierungsprüfung abgelegt. Das Grundstudium schließt dann nach vier Semestern mit der Zwischenprüfung ab. In der Lebensmittelchemie wird das Grundstudium mit dem „Ersten Prüfungsabschnitt“ abgeschlossen. Das Hauptstudium wird im Lehramtsstudiengang mit dem Ersten Staatsexamen, in der Lebensmittelchemie mit dem „Zweiten Prüfungsabschnitt“ abgeschlossen. Hierbei werden Sie von staatlichen Prüfungskommissionen nach landesweit geltenden Regeln geprüft. Die Regelstudienzeit beträgt im Lehramtsstudiengang 10 Semester, in der Lebensmittelchemie 9 Semester.  

Für Studienanfänger im nächsten Wintersemester 2010/11:
Zum 01.09.2010 tritt eine neue Lehramtsprüfungsordnung in Kraft. Das Studium zum Lehramt an Gymnasien wird sich in Baden-Württemberg dadurch verändern. Dies betrifft u.a. die Kombinationsmöglichkeiten, die Inhalte / Studienpläne und die Studienvoraussetzungen. Aktuelle Informationen bzw. konkrete Studieninhalte werden wir voraussichtlich ab Dezember 2009 bzw. Frühsommer 2010 auf folgender Seite veröffentlichen:
vorInformationen zum "neuen" Lehramt (Studienbeginn im nächsten Wintersemester 2010/11)

Diplom-Studiengänge - auslaufend

Der Abschluss Diplom war bisher der Regelabschluss in den ingenieur-, natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen. In den Kultur- und Sprachwissenschaften dagegen ist er seltener zu finden. Diplomstudiengänge konzentrieren sich auf ein bestimmtes Fach, in dem Sie sich im Hauptstudium durch Vertiefungsrichtungen, Vertiefungslinien oder Wahlpflichtfächer spezialisieren können. Das Studium gliedert sich in einem Diplomstudiengang in zwei Abschnitte: das Grundstudium von vier Semestern, auf das das Hauptstudium von fünf Semestern aufbaut. Das Grundstudium enthält die Orientierungsprüfung nach dem zweiten Semester und wird nachdem vierten Semester mit der Vordiplomprüfung abgeschlossen. Das Hauptstudium schließt mit der Diplomprüfung ab. Die Regelstudienzeit beträgt 9 (in Physik 10) Semester.  

Eine Bewerbung in die Diplom-Studiengänge ist an der Universität Stuttgart nur noch in ein höheres Fachsemester möglich.

vorInformationen zu einem Studienbeginn in einem höheren Fachsemester

Magister-Studiengänge - auslaufend

Die Magister-Studiengänge werden an der Universität Stuttgart aufgegeben. Eine Zulassung in ein erstes Fachsemester (Studienbeginn) ist nicht mehr möglich.

Die Magisterprüfungen einschließlich der Magisterarbeit können noch bis längstens 31. März 2011 abgelegt werden.

Die Zentrale Studienberatung steht Ihnen natürlich gerne zur Verfügung, falls bei Ihnen aufgrund dieser Veränderungen Gesprächs- und Informationsbedarf besteht!

 

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