Forschungsprojekte
(Informieren Sie sich bitte auch in den
Internetseiten des Instituts über aktuelle Vorhaben:
http://www.uni-stuttgart.de/soz) Die
Abteilung II ist gegenwärtig an drei international vergleichenden
Forschungsprojekten beteiligt. Zwei davon beziehen sich auf die
Konsolidierung der nach dem Zusammenbruch des kommunistischen
Systems in Mittel- und Osteuropa neu entstandenen Demokratien.
Eines der Projekte stützt sich auf die Daten der dritten Welle des
World Values Survey, die von 1995 bis 1999 erhoben wurden. Im World
Values Survey sind alle Länder aus Mittel- und Osteuropa vertreten.
Die Projektleiter sind Hans-Dieter Klingemann (Wissenschaftszentrum
Berlin für Sozialforschung, WZB), Ronald Inglehart (University of
Michigan, Ann Arbor) Jan Zielonka (European University Institute,
Florenz) und Dieter Fuchs. Das andere Projekt
trägt den Titel „Post-Communist Publics“. Dieses Projekt stellt eine
Kooperation von Forschergruppen aus 13 Ländern Mittel- und
Osteuropas sowie aus Deutschland dar. Die deutsche Forschergruppe
besteht neben Dieter Fuchs aus Hans-Dieter Klingemann, Edeltraud
Roller und Bernhard Wessels vom Wissenschaftszentrum Berlin. Für
jedes der 14 Länder wurde eine repräsentative Stichprobe gezogen und
die Erhebungen fanden von 1998 bis 2001 statt. Die wichtigste
Fragestellung beider Studien ist, ob und inwieweit sich in diesen
Ländern ein Muster der politischen Kultur und ein intermediäres
System der Politik herausgebildet hat, das für eine konsolidierte
Demokratie notwendig ist.
Das dritte Projekt bezieht sich auf die
Leistungsfähigkeit der heute existierenden Demokratien. Der
wichtigste Erklärungsfaktor für diese Leistungsfähigkeit stellt die
institutionelle Struktur des demokratischen Regimes der einzelnen
Länder dar. Als zusätzliche Erklärungsfaktoren und als
Kontrollvariablen werden vor allem ökonomische und politische
Faktoren herangezogen. Die Grundlage dieses Projektes ist ein
Datensatz, in dem für mehr als 60 der heutigen Demokratien eine
Vielzahl von politischen, ökonomischen und kulturellen
Makroindikatoren enthalten sind. Die Leitung dieses Projektes hat
neben Dieter Fuchs noch Edeltraud Roller vom Wissenschaftszentrum
Berlin für Sozialforschung (WZB). |