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Institut für Sozialwissenschaften

„Laboratoire européen associé“ (LEA)


Basisinformation über LEA

Das „Laboratoire européen associé“ CODE als institutioneller Rahmen
Das Büro für Europäische und Internationale Beziehungen („Division des relations européennes et internationales“ - DREI) des französischen „Centre National de la Recherche Scientifique“ (CNRS), einer staatlich finanzierten Forschungsorganisation unter der administrativen Direktion des französischen Forschungsministeriums, bietet vielfältige Möglichkeiten, internationale For-schung und Kooperation formell und informell zu koordinieren. Eine dieser Möglichkeiten stellt ein sogenanntes „Laboratoire européen associé“ (LEA) dar. Ein LEA besitzt keinen eigenständigen Rechtsstatus, sondern ist ein informeller Zusammenschluss von Forschern aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Daher behalten die involvierten Institute ihre volle Unabhängigkeit. LEA Projekte sind nicht auf einen bestimmten Wissenschaftsbereich beschränkt, sondern grund-sätzlich in allen gängigen Forschungsdisziplinen möglich. Prinzipiell kann jede wissenschaftliche Einrichtung beim CNRS die Gründung eines LEA beantragen. Über die Einrichtung eines LEA entscheidet das CNRS mit den jeweiligen Partnerinstituten (externer Linkweitere Informationen). Nach zwanzig Jahren enger Zusammenarbeit haben das Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart (IfSW) und das Institut d’Etudes Politiques (IEP) de Bordeaux beim CNRS einen Antrag auf Einrichtung eines LEA über das Thema „Comparer les démocraties en Europe (CODE)“ gestellt. Auf diese Weise sollte die bestehende wissenschaftliche Kooperation vertieft und institutionalisiert werden. Das Ziel bestand darin, vorhandene Ressourcen und Kompetenzen auf beiden Seiten möglichst effizient zu nutzen, die Mobilität von Forschern und Forscherinnen sowie der Doktoranden zu erhöhen und die Qualität der gemeinsamen wissenschaftlichen Forschung zu verbessern. Nach der positiven Entscheidung über diesen Antrag wurde am 4. Juli 2005 das LEA CODE eingerichtet. Es widmet sich der komparativen Analyse der demokratischen Systeme der Staaten Europas auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene im Kontext der aktuellen Erweiterung der Europäischen Union.