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Institut für Sozialwissenschaften

„Laboratoire européen associé“ (LEA)

NEU***NEU***NEU: Buchveröffentlichung NEU***NEU***NEU***NEU***NEU***NEU


Informationen über das LEA-Teilprojekt "Euroskeptizismus - Euroscepticisme" - Projektskizze

Das LEA-Teilprojekt ‚Euroskeptizismus/Euroscepticisme’, das mit der Publikation des Buches „Euroscepticism. Images of Europe among mass publics and political elites“ abgeschlossen ist, bestand aus fünf französischen und aus acht deutschen Wissenschaftlern und Doktoranden. In diesem Projekt sollte ermittelt werden, welche Vorstellungen die Bürger mit Europa verbinden, wie ausgeprägt der Euroskeptizismus in den Mitgliedsländern der EU ist und was die Ursachen dafür sind.

Seit den Verträgen von Maastricht ist die Unterstützung der EU und die Befürwortung einer weiteren politischen Integration der EU gesunken und einem so genannten ‚Euroskeptizismus’ gewichen. Das ist spätestens seit der Ablehnung des Verfassungsentwurfes für Europa in Frankreich und in den Niederlanden deutlich geworden. Deutlich wurde bei dieser Ablehnung auch, dass die weitere Entwicklung der Europäischen Union nicht mehr nur ein Elitenprojekt sein kann, sondern unter Berücksichtigung der Auffassungen und Präferenzen der Bürger erfolgen muss.

Deshalb sind eine empirische Erfassung des Euroskeptizismus in den europäischen Ländern und vor allem eine Analyse seiner Ursachen von hoher Bedeutsamkeit. Entsprechende empirische Befunde können Ansatzpunkte für eine bürgernahe Gestaltung der weiteren politischen Integration Europas darstellen. Es gibt eine Reihe von Einzelstudien zum Euroskeptizismus, die verschiedene Aspekte dieses Phänomens analysieren und auch einige relevante Ursachen identifizieren konnten.

Bei dem hier vorgestellten Forschungsvorhaben handelt es sich allerdings um das erste Projekt, das vielfältige Aspekte dieses Phänomens umfassend analysiert und das dabei zudem sowohl die Länder der EU insgesamt vergleichend untersucht als auch einen besonderen Schwerpunkt auf den Vergleich von Deutschland und Frankreich legt. Das Projekt sollte den Euroskeptizismus in den Ländern der EU durch theoriegeleitete empirisch-quantitative Studien erfassen und erklären und durch historisch-interpretative Studien zu einem besseren Verständnis der Bedingungen des Euroskeptizismus und der Besonderheiten der einzelnen Länder führen.

Durch die Zusammenarbeit französischer und deutscher Wissenschaftler wurden unterschiedliche methodische Herangehensweisen und inhaltliche Betrachtungsperspektiven, die mit unterschiedlichen Forschungstraditionen in beiden Ländern verbunden sind, miteinander verknüpft und konnten zu einer angemessenen Analyse und einem tieferen Verständnis des Euroskeptizismus und der Einstellungen zu Europa sowie zur EU beitragen.

Das Projekt war optimal an die Lehre des deutsch-französischen Studienganges eingebunden und zielte zusätzlich auf die Förderung der jungen Wissenschaftler ab. Dies lässt sich durch die Tatsache verdeutlichen, dass alle vier an diesem Teilprojekt beteiligten Doktorandinnen Absolventinnen des deutsch-französischen Studiengangs sind. Auch an bestehende Kontakte zwischen den deutschen und französischen Wissenschaftlern konnte hier nahtlos angeknüpft werden.

 

Projektleitung

Die Leiter der Teilgruppe ‚Euroskeptizismus’ zählen die Entwicklung der EU schon seit einigen Jahren zu ihren Forschungs- und Lehrschwerpunkten und haben bereits Analysen zu diesem Themenbereich verfasst:

Prof. Dr. Dieter Fuchs
Universität Stuttgart
 
Dr. Raul Magni-Berton
Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux/CERVL

Prof. Dr. Antoine Roger
Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux/CERVL

 

Projektteilnehmer

Dr. Silke Adam
Universität Hohenheim, Kommunikationswissenschaft

Nathalie Brack
Université Libre de Bruxelles/CEVIPOL (Belgien)

Dr. Olivier Costa
Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux/College of Europe (Brugge) (Frankreich)

Sébastien Dubé
Université de Montréal (Kanada)

Dr. Olga Gille-Belova
Université Michel de Montaigne Bordeaux 3 (Frankreich)

Dipl.-Soz.Wiss. Isabelle Guinaudeau
Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux (Frankreich)

Dr. Felix Heidenreich
Universität Stuttgart, IZKT

Dipl-Soz.Wiss. Astrid Kufer
Universität Stuttgart/Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux

Alexandra Mößner, M.A.
Universität Stuttgart, SOWI I

Mariya Nedelcheva
Institut d’Etudes Politiques de Bordeaux (Frankreich)

Dr. Katja Neller
Universität Stuttgart, SOWI I
 
Dipl.-Soz.Wiss Sophia Schubert
Universität Stuttgart, SOWI II

Dipl.-Soz.Wiss Pascal Siegers
Universität Köln

Dr. S. Isabell Thaidigsmann
Universität Stuttgart, SOWI I

Dr. Eva-Maria Trüdinger
Universität Stuttgart, SOWI I

 

Veranstaltung im Rahmen des Projekts

Im Rahmen des Projekts und in Vorbereitung der Publikation wurde in Stuttgart am Internationalen Zentrum für Kultur– und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart vom 23.-25. Januar 2007 (gefördert von der DVA-Stiftung) eine Tagung mit Vorträgen der Projektteilnehmer durchgeführt.

 

Ergebnisse des Projekts

Die Ergebnisse wurden im Februar 2009 bei Barbara Budrich Publishers veröffentlicht (externer Linkhttp://www.budrich-verlag.de):

Euroscepticism

Fuchs, Dieter & Magni-Berton, Raul & Roger, Antoine (eds.):
Euroscepticism. Images of Europe among mass publics and political elites
ISBN: 978-3-86649-145-8
Erscheinungsjahr: 2/2009
300 Seiten
Sprache: EN
29,90 €
Publikationstyp: Buch paperback

 

Kontakt

Bei Fragen zu diesem LEA-Teilprojekt wenden Sie sich bitte an:

Dipl.-Soz.Wiss. Sophia Schubert
Universität Stuttgart
Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung für Politische Theorie und Empirische Demokratieforschung
Breitscheidstraße 2
D- 70174 Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 6858 27 50
Fax: +49 (0)711 6858 34 32

E-Mail: sophia.schubert'at'sowi.uni-stuttgart.de