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Institut für Sozialwissenschaften

Deutsch-Französische Doktorandenschule "Comparing Democratic Societies in Europe" (CODESE)


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Überblick

Seit dem Wintersemester 2006/2007 wird vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart und dem Institut d'Etudes Politiques (IEP) von Bordeaux die Deutsch-Französische Doktorandenschule "Comparing Democratic Societies in Europe" (CODESE) angeboten. Dies ist die erste von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) in Saarbrücken in ihr Förderprogramm aufgenommene Einrichtung dieser Art im Bereich der Sozialwissenschaften. Die beiden Institute komplettieren durch die strukturierte Doktorandenausbildung ein an den Empfehlungen des Bologna-Prozesses orientiertes binationales Studienprogramm. Durch Netzwerke mit Partnerinstitutionen in beiden Ländern erhält die Ausbildung einen interdisziplinären, aber thematisch fokussierten Charakter. Von französischer Seite sorgen die Instituts d'Etudes Politiques von Paris und Grenoble sowie das große Forschungszentrum SPIRIT in Bordeaux für ein breites Ausbildungsprofil, von deutscher Seite sind Institute der Universitäten Hohenheim, Mannheim und Tübingen sowie das ZUMA Mannheim und das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg als Kooperationspartner beteiligt. Die Deutsch-Französische Hochschule fördert die Ausbildung mit Infrastrukturmitteln und Mobilitätsbeihilfen für die Auslandsaufenthalte der Teilnehmer. Mehr Informationen finden Sie zurzeit auf der französischen Homepage der Doktorandenschule: externer LinkHomepage der Doktorandenschule

Studienprogramm

Die Teilnehmer des Programms folgen einem Curriculum, das sich aus Blockveranstaltungen und Veranstaltungen an der jeweiligen Hochschule zusammensetzt. Ziel der Ausbildung ist der Abschluss einer doppelt betreuten Doktorarbeit. Die Seminare, an denen alle Doktoranden von CODESE teilnehmen, finden in Deutschland oder Frankreich statt und dienen einerseits zur Vertiefung wichtiger sozialwissenschaftlicher Themenfelder und Methoden, andererseits bieten sie Raum zur Vorstellung der eigenen Dissertation. Die individuelle Betreuung der Teilnehmer und die Förderung von Forschungsaufenthalten der Doktoranden im Partnerland gehören ebenso zum Studienprogramm wie die Möglichkeit, in die Forschungsarbeit der Partnerhochschulen im Rahmen des Laboratoire Européen Associé (externer LinkLEA-Homepage) eingebunden zu werden.

Forschungsprogramm

Die demokratischen Gesellschaften Europas stehen vor grundlegenden Herausforderungen, die zu einer weitgehenden Transformation demokratischer Politik führen. Die in der Doktorandenschule zu bearbeitenden Forschungsfragen sollen die mit der Globalisierung und der Herausbildung eines europäischen Mehrebenensystems verbundenen Probleme auf der subnationalen, der nationalen und der supranationalen Ebene analysieren. Das Untersuchungsfeld umfasst die Mitgliedsländer der Europäischen Union, insbesondere den Vergleich der west- und osteuropäischen Demokratien. Die Forschungsvorhaben betreffen theoretische wie methodische Aspekte des Themas und beziehen sich sowohl auf die Makro- (Sozialstruktur, Polity, Politics, Policies) als auch auf die Mikroaspekte von Politik und Gesellschaft (Einstellungen und Verhalten). Die inhaltliche Besonderheit des Forschungsprogramms unter dem Leitthema „Comparing Democratic Societies in Europe“ liegt in der Zusammenführung von komparativen Analysen west- und osteuropäischer Gesellschaften mit Forschungen über das EU-System und in seiner starken Theorie- und Methodenorientierung.

Die wissenschaftlichen Schwerpunktthemen der Doktorandenschule sind: Bürger und Politik in Europa, gesellschaftlicher Wandel in West- und Osteuropa, Institutionen und Akteure der europäischen Politik, methodische Aspekte des Vergleichs europäischer Gesellschaften; Umwelt, Technik, Arbeit, Kommunikation in politischen Systemen und Gesellschaften Europas.

Bewerbung

Bitte beachten Sie:
Im kommenden Wintersemester 2009/2010 können leider keine neuen Teilnehmer in die deutsch-französische Doktorandenschule CODESE aufgenommen werden.


Zulassungsvoraussetzungen: Die Bewerber(innen) für die Doktorandenschule "Comparing Democratic Societies in Europe" müssen ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Sozialwissenschaften/Politikwissenschaft vorweisen können. Dies bedeutet eine Durchschnittsnote von mindestens "gut" im deutschen Abschlusszeugnis bzw. eine gleichwertige Qualifikation im ausländischen Abschluss. Die Zulassung zur Doktorandenschule erfolgt auf der Grundlage einer Begutachtung eines Exposés zum geplanten Promotionsvorhaben und eines erfolgreichen Bewerbungsgesprächs. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten vor der Abgabe ihres Dossiers einen am Programm beteiligten Professor des Instituts (SOWI I-III, V) mit einer Betreuungsanfrage kontaktieren.

Neben den formalen Anforderungen legen wir Wert auf die folgenden Qualifikationen: Qualität und Durchführbarkeit des Forschungsvorhabens, Interesse an der deutschen und französischen Gegenwartsgesellschaft, Kenntnisse der deutschen, französischen und englischen Sprache.

Zur Bewerbung sind einzureichen:

Nach erfolgreicher Begutachtung des Bewerbungsdossiers werden die Kandidaten zu einem ca. 30-minütigen Bewerbungsgespräch eingeladen, das vorwiegend auf der Grundlage des Exposés geführt wird. Die Anzahl der zugelassenen Doktoranden richtet sich nach den verfügbaren Kapazitäten. Es empfiehlt sich, vor der formalen Bewerbung mit den Ansprechpartnern am Institut für Sozialwissenschaften Kontakt aufzunehmen.

Fördermöglichkeiten: Nach einer erfolgreichen Bewerbung ist die Teilnahme an der Doktoranden-schule mit dem Erhalt einer Mobilitätsbeihilfe durch die DFH von 600 € pro Monat (für maximal 18 Monate) für Forschungsaufenthalte in Frankreich oder ggf. in einem anderen Land außer Deutschland verknüpft. Außerdem kann über die Universität Stuttgart ein Stipendium vergeben werden.

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dipl.-Soz.-Wiss. Eva-Maria Trüdinger
Sekretariat von SOWI I