Montag, 18. Oktober 2010

Gastvortrag von
Prof. Dr. Angelus Eisinger


Programm

18.00 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Franz Pesch - Uni Stuttgart
18.15 Uhr nextcity - Begegnung von Gestern und Morgen im Heute
Prof. Dr. Angelus Eisinger - HCU Hamburg
19.00 Uhr Preisverleihung und Ausstellungseröffnung
19.30 Uhr Ausklang bei Wein und Fingerfood

Ort

Foyer K1
Universität Stuttgart
Fakultät Architektur und Stadtplanung
Keplerstr. 11, 70174 Stuttgart


Wettbewerbsaufgabe
Die Geschichte der europäischen Stadt ist die Geschichte stetiger baulicher Anpassung an veränderte soziale, politische und ökonomische Rahmenbedingungen. Dauerhaft stadtbildprägende Wirkung hatten vor allem urbane Qualitätssprünge: Es war ein weiter Weg von der kompakten mittelalterlichen Stadt (mitsamt ihren frühen Erweiterungen in Renaissance und Barock) über die großflächigen Steinwüsten des Industriezeitalters bis zur ausufernden Stadtlandschaft der Moderne mit ihren Großsiedlungen und endlosen Vorstädten.
Wie geht es weiter? Welche neue Schicht wird unsere Zeit der europäischen Stadt hinzufügen? Wie werden sich die Globalisierung, die digitale Revolution, der wirtschaftliche Strukturwandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft und die demografischen Veränderungen auf die städtische Morphologie auswirken? Bleiben die vertrauten Stadträume erhalten? Welche Formen der Dichte und der Funktionsmischung entsprechen den zukünftigen gesellschaftlichen Anforderungen? Und welche Rolle übernehmen die öffentlichen Räume? Die Stadtentwicklung wird sich neuen Themen zuwenden: Work-Life-Balance in den Stadtquartieren, ein verträgliches Zusammenleben der Ethnien und Generationen, ein klimaschonender Stadtumbau, umweltgerechte Mobilität, insbesondere Elektromobilität, um nur einige zu nennen.
Ein Kennzeichen der zukünftigen Stadtentwicklung wird es sein, der räumlichen Vielfalt heutiger Städte gerecht zu werden: Zentren von Groß- und Mittelstädten werden mit neuen Nutzungen angereichert – neben Vierteln des Konsums entstehen kulturelle Glanzlichter, die öffentlichen Räume werden herausgeputzt für Konsumenten und Stadttouristen. Hingegen verlangen die erodierenden Randlagen der Stadt- und Stadtteilzentren, brachgefallene Infrastrukturbänder und Gewerbeflächen, vor allem aber die fragmentierten und von Verkehrstrassen zerschnittenen Zwischenräume nach neuen Konzepten.
Die sich wandelnde Stadtgesellschaft und die veränderten Rahmenbedingungen des politischen Handelns fordern dazu heraus, neu über die Stadt nachzudenken und neue Wege bei der Gestaltung der urbanen Lebenswelten zu entdecken. Welche Stadt wird die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts am besten bewältigen? Wie haben wir uns das Stadtquartier der Zukunft vorzustellen?
Der Wettbewerb will anregen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche städtebaulichen Chancen sich für die Stadt von morgen eröffnen. In Analyse, Konzept und Entwurf sollen innovative Ideen für städtische Strukturen und Nutzungsszenarien dargestellt werden. Die Ideen, Konzepte und Entwürfe sollen in einer konkreten Situation – Stadt, Stadtteil oder Quartier – verdeutlicht werden. Den Ort können die Teilnehmer frei wählen.

Zulassungsvoraussetzungen
Teilnahmeberechtigt sind Studierende aller deutschsprachigen Universitäten, Hochschulen und Akademien. Zugelassen sind Studien- und Abschlussarbeiten (Diplom, Bachelor, Master), die im Wintersemester 2009/2010 oder im Sommersemester 2010 verfasst wurden. Gruppenarbeiten sind möglich.

Preisgericht
Francesca Ferguson (Basel), Ursula Hochrein (München), Thomas Hoffmann-Kuhnt (Freiburg), Prof. Klaus Humpert (Freiburg), Prof. Heinz Nagler (Cottbus), Prof. Markus Neppl (Karlsruhe), Prof. Dr. Franz Pesch (Stuttgart), Prof. Andreas Quednau (Stuttgart), Prof. Peter Zlonicky (München)

Preise und Leistungen
Der Preis ist mit insgesamt 2.500,- Euro dotiert. Es werden ein Hauptpreis und mehrere Anerkennungen vergeben. Die prämierten Arbeiten werden in der Fachzeitschrift wettbewerbe aktuell veröffentlicht und in einem Sonderdruck publiziert. Die Beiträge sind in einem geeigneten Maßstab in Form von Plänen darzustellen. Für jede Arbeit steht max. eine Fläche von h=124 cm, b=245 cm zur Verfügung. Die Namen der Verfasser und der Betreuenden an den Hochschulen sind auf den Plänen zu vermerken. Die Beiträge sind zusätzlich auf CD im Format pdf und als jpg 300 DPI CMYK abzugeben.

Einreichung der Unterlagen
Prof. Dr. Franz Pesch, Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen
Städtebau-Institut, Universität Stuttgart, Keplerstr. 11, 70174 Stuttgart,
Tel.: 0711 685 83350, Fax: 0711 685 83356; www.uni-stuttgart.de/si/stadtvonmorgen

Termine
Auslobung März 2010; Abgabe (Poststempel): 10.09.2010
Vorprüfung SI / Universität Stuttgart
Preisgericht: 13.10.2010
Preisverleihung, Ausstellungseröffnung 18.10.2010
Ausstellung der prämierten Arbeiten 14.10. - 21.10.2010

Dokumente
Auslobung als pdf icon.pdf downloaden (942 kb)
Verfassererklärung als pdf icon.pdf downloaden (52 kb)