Symposium des Städtebau-Instituts der Universität Stuttgart
aus Anlass des 80. Geburtstags von Prof. em. Klaus Humpert
Unter dem Vorzeichen wirtschaftlicher und kultureller Globalisierung verändert sich die städtische Welt mit großer Dynamik. Die wachsende Unsicherheit über die Zukunft der Stadtgesellschaft – die Auswirkungen der Siedlungsentwicklung auf die Umwelt, die Verteilung des Wohlstands, die Perspektiven des sozialen Zusammenhalts und den Einfluss der Immobilienwirtschaft auf die Stadt – beeinflusst die Wahrnehmung des urbanen Raums. Die Vorstellungen über die Stadtgestalt driften auseinander. Die in Dresden und Berlin, Hamburg und München zwischen Rekonstruktion und radikaler Erneuerung pendelnde Diskussion zeigt eine Stadtgesellschaft auf der Identitätssuche, einer Identitätssuche zwischen Universalisierung und Partikularität, zwischen Globalität und Regionalität, zwischen der Neutralisierung und der Verteidigung des Ortes, wie Ulrich Schwarze diagnostiziert.
Die in jüngster Zeit entfachte Debatte über das „Gedächtnis der Stadt“ und die Bedeutung ihrer historischen Schichten erweckt den Eindruck, dass die in Sachzwänge und Pragmatismus verstrickte Stadtplanung in der Öffentlichkeit zunehmend kritisch gesehen wird. In Wettbewerbsteams, in Preisgerichten und in der Kommunalpolitik stehen städtebauliche Entwürfe und Entwurfshaltungen auf dem Prüfstand. Es stellt sich die Frage, wie Antworten auf die Herausforderungen der Stadtentwicklung gefunden werden können, die in der Lage sind, im Verhältnis von Stadt und Bürgern Identität zu stiften.
Mit welchen Mitteln diese Ziele erreicht werden können, darum ringen Architekten und Stadtplaner im Spannungsfeld zwischen funktionalen Anforderungen, dem Einfluss des Kontextes und dem Anspruch, die Stadt innovativ nach vorne zu denken. Zwischen den Polen in dieser Diskussion – radikale Raumexperimente auf der einen und rückwärtsgewandte Rekonstruktionsbemühungen auf der anderen Seite – spannt sich ein weites Feld an Entwurfskonzepten auf.
Was lehren uns die Protagonisten des nachhaltigen Städtebaus, wenn es gilt, zukunftsfähige Stadtzentren, Wohn- und Arbeitsquartiere zu entwerfen? Lassen sich Methoden des parametrischen Entwerfens auf den Städtebau übertragen? Wie setzten die Entdecker der „Stadt ohne Eigenschaften” ihre theoretischen Analysen auch in die Praxis um? Welche Bedeutung haben Entwürfe, die Sehnsüchte nach den vertrauten Bildern der Vergangenheit bedienen? Erwarten wir vom Städtebau noch einen Beitrag zur sozialen Kohäsion?
„Stadt entwerfen“ steht für die Suche nach kreativen Antworten auf die komplexen Anforderungen, denen sich die Stadtgesellschaft heute gegenüber sieht – eine Suche auf dem Hintergrund der europäischen Stadtgeschichte und der unterschiedlichen urbanen Szenarien im internationalen Städtebau.
Programm des Symposiums
Mittwoch, 5. Mai 2010 Universität Stuttgart
Fakultät Architektur und Stadtplanung Hörsaal 17.02
K 2, Keplerstraße 17, 70174 Stuttgart
Flyer zum Symposium 'Stadt entwerfen' als
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aus Anlass des 80. Geburtstags von Prof. em. Klaus Humpert
Unter dem Vorzeichen wirtschaftlicher und kultureller Globalisierung verändert sich die städtische Welt mit großer Dynamik. Die wachsende Unsicherheit über die Zukunft der Stadtgesellschaft – die Auswirkungen der Siedlungsentwicklung auf die Umwelt, die Verteilung des Wohlstands, die Perspektiven des sozialen Zusammenhalts und den Einfluss der Immobilienwirtschaft auf die Stadt – beeinflusst die Wahrnehmung des urbanen Raums. Die Vorstellungen über die Stadtgestalt driften auseinander. Die in Dresden und Berlin, Hamburg und München zwischen Rekonstruktion und radikaler Erneuerung pendelnde Diskussion zeigt eine Stadtgesellschaft auf der Identitätssuche, einer Identitätssuche zwischen Universalisierung und Partikularität, zwischen Globalität und Regionalität, zwischen der Neutralisierung und der Verteidigung des Ortes, wie Ulrich Schwarze diagnostiziert.
Die in jüngster Zeit entfachte Debatte über das „Gedächtnis der Stadt“ und die Bedeutung ihrer historischen Schichten erweckt den Eindruck, dass die in Sachzwänge und Pragmatismus verstrickte Stadtplanung in der Öffentlichkeit zunehmend kritisch gesehen wird. In Wettbewerbsteams, in Preisgerichten und in der Kommunalpolitik stehen städtebauliche Entwürfe und Entwurfshaltungen auf dem Prüfstand. Es stellt sich die Frage, wie Antworten auf die Herausforderungen der Stadtentwicklung gefunden werden können, die in der Lage sind, im Verhältnis von Stadt und Bürgern Identität zu stiften.
Mit welchen Mitteln diese Ziele erreicht werden können, darum ringen Architekten und Stadtplaner im Spannungsfeld zwischen funktionalen Anforderungen, dem Einfluss des Kontextes und dem Anspruch, die Stadt innovativ nach vorne zu denken. Zwischen den Polen in dieser Diskussion – radikale Raumexperimente auf der einen und rückwärtsgewandte Rekonstruktionsbemühungen auf der anderen Seite – spannt sich ein weites Feld an Entwurfskonzepten auf.
Was lehren uns die Protagonisten des nachhaltigen Städtebaus, wenn es gilt, zukunftsfähige Stadtzentren, Wohn- und Arbeitsquartiere zu entwerfen? Lassen sich Methoden des parametrischen Entwerfens auf den Städtebau übertragen? Wie setzten die Entdecker der „Stadt ohne Eigenschaften” ihre theoretischen Analysen auch in die Praxis um? Welche Bedeutung haben Entwürfe, die Sehnsüchte nach den vertrauten Bildern der Vergangenheit bedienen? Erwarten wir vom Städtebau noch einen Beitrag zur sozialen Kohäsion?
„Stadt entwerfen“ steht für die Suche nach kreativen Antworten auf die komplexen Anforderungen, denen sich die Stadtgesellschaft heute gegenüber sieht – eine Suche auf dem Hintergrund der europäischen Stadtgeschichte und der unterschiedlichen urbanen Szenarien im internationalen Städtebau.
Programm des Symposiums
Mittwoch, 5. Mai 2010 Universität Stuttgart
Fakultät Architektur und Stadtplanung Hörsaal 17.02
K 2, Keplerstraße 17, 70174 Stuttgart
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14.00 Uhr
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Begrüßung Prof. Dr. Helmut Bott, Dekan der Fakultät |
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14.10 Uhr
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Einführung: Stadt entwerfen Prof. Dr. Franz Pesch, Stuttgart |
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14.30 Uhr
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Entwurfsposition Prof. Christoph Mäckler, TU Dortmund |
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15.00 Uhr
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Performativer Urbanismus Prof. Sophie Wolfrum, TU München |
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15.30 Uhr
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Ganzheitliche Vision oder pragmatisches Stückwerk Prof. Markus Neppl, KIT Karlsruhe |
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Kaffeepause
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16.30 Uhr
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Carlsberg-Areal Kopenhagen Dorte Sørensen – Entasis, Kopenhagen |
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17.00 Uhr
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Hamburg-Jenfeld Christoph Elsässer – West 8, Rotterdam |
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17.30 Uhr
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Toni-Areal Zürich Daniel Niggli – EM2N, Zürich |
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Kaffeepause
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18.30 Uhr
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Wieviel Entwurf braucht die Stadtplanung? Prof. em. Klaus Humpert, Freiburg |
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19.00 Uhr
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Plenum mit allen Referenten Moderation Prof. Dr. Franz Pesch |
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20.00 Uhr
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Ausklang bei Wein und Fingerfood |
Flyer zum Symposium 'Stadt entwerfen' als
