Voyages en Afrique
France – Afrique – Europe. „Fracture coloniale“ et défis d’aujourd’hui
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Angesichts des immer mehr in Frage gestellten Integrationsmodells klafft in Frankreich ein kolonialer Riss („fracture coloniale“, N. Bancel) vehement auf. Mit Fragen der Auswirkungen der kolonialen Vergangenheit auf die gesellschaftliche Situation beschäftigen sich die unterschiedlichsten Gruppen der Zivilgesellschaft, der Staat selbst in der Erarbeitung einer „ mémoire officielle“ und die Intellektuellen durch zahlreiche Publikationen. In dieser öffentlichen Diskussion spielt das Verhältnis Frankreichs zu Schwarzafrika eine zentrale Rolle.
In den französisch-afrikanischen Beziehungen zeichnen gleichzeitig sich radikale Änderungen ab – von einer dezidierten politischen, kulturellen und militärischen Präsenz hin zu einer gemeinsamen Afrikapolitik mit den europäischen Partnern. Im globalen Kontext muss sich die Europäische Union ihrerseits auch mit einem Kurswechsel in der Entwicklungspolitik auseinandersetzen, den insbesondere die ökonomisch bedingte illegale Zuwanderung aus den Ländern Schwarzafrikas dringend notwendig macht.
Entwicklung, Migrationen und Integration, und in diesem Rahmen eine „neue Afrika-Politik“ sind kardinale Fragen sowohl für Frankreich als auch für die EU, während in Afrika die Stimmen immer zahlreicher werden, die laut verkünden, dass „ein anderes Afrika möglich ist“, eines, das seine Zukunft selbst gestaltet.
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