Phil-Hist. Fakultät
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Thyssen Stiftung
Institut français


 

IZKT-Projekt "Theatertechnik - Theaterkunst"

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Theatertechnik - Theaterkunst:

Hofkultur, französisch-deutsches Drama und europäische Künste

Projektförderung durch das IZKT

Projektleitung: Prof. Dr. Kirsten Dickhaut und Prof. Dr. Sandra Richter

Projektmitarbeiterin: Felicitas Mössner

Das vom IZKT geförderte Lehr- und Forschungsprojekt verfolgt eine doppelte Zielsetzung: 1. Ein forschungsbasiertes, interdisziplinäres Seminar wird von Germanistik und Romanistik gemeinsam angeboten, um Studierenden ein noch wenig erforschtes Terrain für eigene Zugänge zu eröffnen, indem nicht einfach nur Dramen der Frühen Neuzeit gemeinsam gelesen und diskutiert werden, sondern französische Theaterstücke in ihrer Rezeptions-, Übersetzungs- und Inszenierungsgeschichte erfasst und in einer systematisch-historischen Perspektive die Entwicklung der Poetik in Deutschland und Frankreich analysiert wird. Da an europäischen Höfen in der Frühen Neuzeit gerne - sowohl auf Frz. als auch auf Dt - französische Theaterstücke aufgeführt wurden und die sogenannte doctrine classique überall Spuren hinterließ, ist ein solch interdisziplinärer Zugang notwendig, um die Bedeutung des französischen Theaters, der kritischen Auseinandersetzung in Deutschland und die Entstehung eines modernen Theaters umfänglich zu konturieren und zu verstehen. Dies setzt allerdings auch Einblicke in die zeitgleiche Entwicklung von Technik- und Wissenschaftsgeschichte voraus 2. Das Seminar ermöglicht den TeilnehmerInnen, ein adäquates Begriffsinstrumentarium der Theaterhistoriographie zu entwickeln, das sowohl Poetiken, Dramentexte und Übersetzungen umfasst, als auch verstehen zu lernen, was im 17. und 18. Jahrhundert eigentlich gerade in technischer Sicht Theaterinszenierungen ausmachten. Hierfür ist eine Historisierung der Begriffe notwendig, um nachzuvollziehen, dass die Leitkonzepte „Theatertechnik - Theaterkunst“ eine moderne Begrifflichkeit abbilden, die erst in der Frühen Neuzeit die für uns heute evidente Ausdifferenzierung von Technik und Kunst zum Ausdruck bringt.

Laufzeit: 1.4.-30.09.2017

Seminar: Jeweils Mittwoch, 9.45 Uhr, Raum 17.52

Gastvorträge:

  1. 31. Mai, 9.45 Uhr, Raum 17.52, Herr Dr. Rudi Risatti (Wien, Theatermuseum): Ort & Zeit - Über die Prägnanz und Flexibilität szenischer Räume.
  2. 14. Juni, 9.45 Uhr, Raum 17.52, Frau Prof. Dr. Watanabe O'Kelly (University of Oxford): Die Hofkultur der Frühen Neuzeit - eine französische Angelegenheit?
  3. 12. Juli, 9.45 Uhr, Raum 17.52, Frau Dr. Marine Roussillon (Université d'Artois): Esthétique et politique: les fêtes galantes à la cour de Louis XIV