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Geschichte und Praxis der Materialforschung

Geschichte und Praxis der Materialforschung – Exemplarische Beispiele für den Weg von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung
 
Die Lehreinheit wird gemeinsam getragen von Natur- und Geisteswissen­schaftlern: einerseits von Fakultäten der Natur- und einschlägiger Technikwissenschaften (insb. Physik, Chemie und Materialwissenschaften) sowie Mitgliedern der Materialprüfungsanstalt (MPA), andererseits von der Geschichte der Naturwissenschaften und Technik (GNT). Gemeinsam sollen drei bis vier exemplarische Beispiele für Forschung und Entwicklung in der Materialforschung, die für die Universität Stuttgart relevant sind so aufbereitet werden, daß teilnehmende Studierende vertiefte Einblicke sowohl in die Geschichte wie auch in die aktuellen Forschungen auf diesem Gebiet erhalten.
 
Ausgewählt wurden:
  1. Die Materialprüfungsanstalt (MPA) (mit einer historischen Überblicksvorlesung auf deren bis 1884 zurückgehende Geschichte (Prof. Dr. rer.nat. habil. Klaus Hentschel, GNT) sowie dort Einblicke in ausgewählte Bereiche heutiger Forschungen (Prof. Dr. rer.nat. Siegfried Schmauder und Mitarbeiter), eventuell z.B. Baumaterialien und Keramik-Werkstoffe)
  2. Supraleitung (sowohl deren Geschichte (Prof. Dr. rer.nat. habil. Klaus Hentschel, GNT) wie auch laufende Forschungen und Anwendungen einbeziehend (Prof. Dr. Martin Dressel, 1. Physik), dabei eine Brücke zu Hochtemperatur-Supraleit-Keramiken schlagend
  3. Flüssigkristalle (sowohl deren über 100jährige Geschichte (Prof. Dr. rer.nat. habil. Klaus Hentschel, GNT) wie auch Experimente und Systematik der Flüssigkristalle (Prof. Dr. rer. nat. Frank Giesselmann, Physikalische Chemie) und die erst in der 2. Hälfte des 20. Jh. einsetzenden Anwendungen in Displays und Flachbildschirmen beinbeziehend (Prof. Dr.-Ing. Norbert Frühauf und seine Mitarbeiter).
 
Jedes Thema wird in im Sommersemester in einer 2h Vorlesung zur Geschichte (GNT-Beitrag), einer 2h Experimentalvorlesung (Beitrag des jew. einschlägigen Naturwissenschaftlers, einem 2h Seminar mit gemeinsamer Diskussion eines ausgewählten Primärtextes zum Thema, den alle vorher gelesen haben müssen, sowie je einem weiteren 2h Block wie z.B. einem 2h Laborbesuch oder einem Vortrag der einschlägigen Technikwissenschaft zur heutigen Anwendung abgehandelt. Die Prüfungsleistung dieses Moduls besteht aus einem ausführlichen Protokoll der einzelnen Lehreinheiten, das die Studierenden reihum erstellen und in den ILIAS-Ordner des Seminars hochladen.
 
 
MPA: historische Bilder Neubau, Maschinenhalle, Metallographie
 
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