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Geist und Maschine

Die Frage nach der Natur des Geistes und seinem Verhältnis zum Körper ist schon seit der Antike Gegenstand philosophischer Reflexion. Es werden die philosophischen und wissenschaftlichen Grundlagen kognitiver und affektiver Prozesse, des Handelns und der Sprache thematisiert.
Eine besondere Rolle spielt am Stuttgarter Institut für Philosophie der Zusammenhang zwischen Geist und Maschine. Es gibt eine lange Tradition, die Leistungen des menschlichen Geistes durch Maschinen nachzubilden. Wenn es gelingt, diese Leistungen maschinell zu hervorzubringen, so verspricht dies auch ein besseres Verständnis des menschlichen Geistes. Hierbei spielen computationale Modelle und Simulationen des Geistes eine wichtige Rolle, aber auch die Rolle des Leibes wird unter dem Stichwort „Embodiment“ thematisiert.
Geistige Prozesse beziehen sich jedoch nicht nur auf Individuen, sondern es gibt auch verschiedene Formen der sozialen Interaktion, des kollektiven Handelns und vielleicht sogar kollektive geistige Ereignisse, die untersucht werden. Dies ist auch in Anwendungskontexten von großer Bedeutung, wenn es um die Vorhersage und Erklärung kollektiven Handelns durch soziale Simulationen geht.