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Was ist das EPG?

Allgemeine  Informationen zum EPG

Das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG) ist obligatorischer Bestandteil des Lehramtsstudiums in Baden-Württemberg. Es besteht aus zwei Modulen, EPG I und EPG II.

Ziel des EPG ist es generell, zukünftige Lehrer/innen für wissenschafts- und berufsethische Fragen zu sensibilisieren und sie dazu zu befähigen, solche Fragen selbständig behandeln zu können. Thematisiert werden diese Fragen im Modul EPG II. Dabei treten wissenschaftethische Fragen vor allem in Hinblick auf die Verantwortung von Wissenschaftlern auf; Beispiele sind etwa: „Gehören die möglichen (evtl. schädlichen) Anwendungen naturwissenschaftlichen (physikalischen, chemischen biologischen) Wissens mit in den Verantwortungsbereich des Wissenschaftlers?“; „Inwieweit können Sozialwissenschaften wertfrei betrieben werden?“; „Ist ein Historiker frei in der Darstellung seines Forschungsgegenstandes?“ Berufsethische Fragen beziehen sich auf die spezifischen Verantwortung, die mit dem Lehrerberuf zusammenhängen, so z. B.: „Was umfasst der Erziehungsauftrag von Lehrerinnen und Lehrern?“, „Welche Rolle darf/kann/soll die Autorität des Lehrers im erzieherischen Verhältnis spielen?“, „Wie kann die Autonomie des Heranwachsenden ein Erziehungsziel sein?“ usw.

Um solche und ähnliche Fragen jenseits des bloßen Meinungsaustausches fruchtbar diskutieren zu können, sollten angehende Lehrer und Lehrerinnen zunächst einmal grundlegende ethische Kenntnisse und Argumentationskompetenzen besitzen. Diese sollen im vorausgehenden Modul EPG I erlangt werden, in dem sowohl systematisch als auch historisch eine Einführung in die gängigen philosophisch-ethischen Positionen gegeben wird. Das Modul EPG I dient der Vorbereitung für die fach- und berufsethischen Diskussionen. Hier werden in grundsätzlicher Weise die Möglichkeiten und Grenzen so wie die Anwendungsbereiche philosophisch-ethischer Argumentationsweisen gezeigt und die wichtigsten ethischen Strömungen (Ethik des guten Lebens, Pflicht- und Folgenethiken u. a.) behandelt. 

Das EPG wird auf der Grundlage der  Anlage D der Gymnasiallehrerprüfungsordnung vom 31. Juli 2009 (GymPO I), durchgeführt: An der Universität Stuttgart wird das EPG I als „Grundkurs Ethik“, eine mehrtägige Blockveranstaltung am Ende des Schulpraxissemesters (5. Semester, also jeweils im Wintersemester) durchgeführt. Weiterhin wird jedes Semester, wie bisher, ein wöchentlich stattfindender Grundkurs Ethik angeboten werden (Vorab-Anmeldung erforderlich, s.u. Veranstaltungen). Das EPG-II Modul wird durch wöchentlich stattfindende Seminarveranstaltungen abgedeckt, es wird allerdings ein größeres Angebot im Sommersemester geben. Empfohlen wird die Absolvierung des EPG II-Moduls im achten Semester.

Das EPG im alten, auslaufenden Lehramtstudiengang richtet sich nach der  Anlage C der Wissenschaftlichen Prüfungsordnung (WPO) vom 13. März 2001. Das EPG im alten Lehramt wird durch dieselben Veranstaltungen wie im neuen Lehramtsstudiengang abgedeckt (EPG I und EPG II). Lediglich die Anforderungen für die Leistungsnachweise sind etwas geringer und es sind keine Prüfungsanmeldungen erforderlich (es werden Leistungsnachweise in Form von Scheinen erteilt). Es entfallen auch die sogenannten "unbenoteten Studienleistungen", wie sie im neuen Lehramt erforderlich sind. 

 

Letzte Änderung:  2. 8. 2013

 

Kontakt

apl. Prof. Dr. Luckner, Andreas

Raum 3.053, Seidenstr. 36, 70174 Stuttgart
Fon: -83658
Fax: -73658
Besondere Aufgaben: Koordination des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums (EPG), Prüfungsausschuss Philosophie