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Selbstverständnis

Willst du im laufenden Jahr ein Ergebnis sehen, so säe Samenkörner. Willst du in zehn Jahren ein Ergebnis sehen, so setze Bäume. Willst du das ganze Leben lang ein Ergebnis sehen, so entwickle die Menschen.“ (Kuan Chung Tzu, chinesischer Philosoph, 350-290 v. Chr.)

Dass die Entwicklungsmöglichkeiten für die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft eines Menschen von maßgeblicher Bedeutung sind, ist eine Erkenntnis, die nicht erst die moderne Betriebswirtschaftslehre hervorgebracht hat. Organisationen leben von den Menschen, die sie gestalten und die ihre Arbeitskraft in die Ziele der Organisation investieren. Das Ansehen und der Erfolg einer Hochschule sind vor allem ein Ergebnis ihrer Personalpolitik. Rund 66 Prozent unserer Finanzmittel entfallen auf das Personal. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind demnach die wichtigste Ressource der Universität Stuttgart.

Während in den 80er Jahren Personalentwicklung (PE) häufig noch mit Fort- und Weiterbildung gleichgesetzt wurde, geht das heutige Verständnis erheblich weiter: "Personalentwicklung dient dem Ziel, Menschen, Arbeitseinheiten und Organisationen zu befähigen, ihre Aufgaben effizient und erfolgreich zu bewältigen sowie sich neuen Herausforderungen zu stellen" (R. Fisch/ St. Koch Hrsg., Human Ressources in Hochschulen und Forschung, Bonn 2005). PE kann sich somit nicht auf die individuelle Förderung des/der Einzelnen beschränken, sondern muss auf drei Ebenen ansetzen:

  • Personale Ebene (Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz des/der einzelnen Mitarbeiters/in)
  • Interpersonale Ebene (Information, Kommunikation, Strukturen der Zusammenarbeit, z. B. Teamarbeit)
  • Apersonale Ebene (z. B. Arbeitszeitregelungen, Aufgabenwandel, Veränderung von Organisationsstrukturen)

In arbeitsteilig funktionierenden Organisationen hängt die Qualität und Effizienz der Aufgabenerfüllung nicht allein von der Qualifikation und Motivation eines jeden Mitarbeiters ab, sondern ebenso vom Zusammenspiel zwischen Kolleginnen und Kollegen, Führungskräften und Mitarbeitern/innen. Durch eine flexible Gestaltung von Rahmenbedingungen, wie Arbeitszeit und -ort, sollen individuelle Bedürfnisse von Mitarbeitern/innen, insbesondere bei Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Berücksichtigung finden. Nicht zuletzt müssen Mitarbeiter/innen bei organisatorischen Veränderungen - als Experten und Betroffene - einbezogen werden.

Wir sehen in der PE einen zukunftsorientierten und laufenden Prozess. Durch PE wird den Menschen als wichtigste Ressource einer Organisation in der Werthierarchie ein zentraler Platz eingeräumt. Die PE an der Universität Stuttgart folgt diesem Grundverständnis. Sie sieht sich als Bindeglied zwischen der Universität, ihren Anforderungen und Zielsetzungen und den Entwicklungsbedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.